Nur mal so zur Erinnerung: selbst die FDP plädiert für die doppelte Staatsbürgerschaft, weil diese einen zusätzlichen Anreiz beitet, qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Gehören die Liberalen somit etwa auch zu "Sozis und ihre Freunde"?
Ob man rechte Tendenzen erkennt, wenn man gegen die doppelte Staatsbürgerschaft ist, darüber kann man sicherlich diskutieren. Aber das Nein zur doppelten Staatsbürgerschaft war ursprünglich ein Wahlkampfthema von Parteien des rechten Randes; und wenn eine etablierte Partei sich um der Regierungsmacht willen Wahlkampfthemen von extremistischen Parteien aneignet, dann spielt sie mit den Ängsten von Menschen und wendet somit die Rattenfängermethoden der Extremisten an - und das ist (egal ob nun rechts oder links) ein absolutes "no go."
Nebenbei bemerkt: es war dabei interessant zu beobachten, wie die Hessen-CDU mit der doppelten Staatsbürgerschaft eine bundespolitische Angelegenheit in einem Landtagswahlkampf thematisierte. Und das, obwohl Politiker von Bundesregierungsparteien (egal welcher Couleur) bei Wahlniederlagen auf kommunaler Ebene doch so gerne rumplärren, daß die Bundespolitik bei diesen Niederlagen eine zu große Rolle spielte...