Und das ist auch gut so. Einer der wenigen Momente in den letzten Jahren, in denen ich froh bin, dass einige FDP-Minister nicht ganz die Grundsätze der Marktwirtschaft vergessen haben.
Wir haben für solche Fälle die Jobcenter. Die sind für Weiterbildung und Neuvermittlung zuständig. Warum ausgerechnet für die Mitarbeiter von Schlecker ein Parallelsystem installiert werden soll, verstehe ich wirklich nicht. Für die Mitarbeiter des Handwerksbetriebs von nebenan, der Insolvenz anmelden muss gibt es schließlich auch keine Sonderbehandlung.
Und davon mal ab, sollte das ganze doch nur dem Zweck dienen Schlecker für potentielle Investoren interessant zu machen. So bestände nämlich nicht die Gefahr irgendwelcher Kündigungsschutzklagen im Falle einer Übernahme. Zudem entstehen für einzelne Regionen keine härten, da die Schlecker-Filialen sich über das gesamte Bundesgebiet verteilen.
Schlecker ist gescheitert. Andere Drogerieketten machen vor wie es mit anständigeren Arbeitsbedingungen und einem durchdachterem Konzept besser geht.
Übrigens ganz toll ist Ver.di und zeigt die ganze Verlogenheit in der Debatte:
12. Januar 2010: "(...) Ver.di ruft zum Schlecker-Boykott auf.(...)"
2012: Schlecker ist Insolvent
29.03.2012:
Ver.di-Chef Bsirske attackiert FDP im Streit um Schlecker-Hilfen
Das hätte man sich mit dem Boykott auch vorher überlegen sollen. Fragt sich, wer sich auf dem Rücken der Schlecker-Beschäftigten profiliert hat....