Allgemeiner Politik Thread

Und uns wird vorgegaukelt, der Staat tue was. Dabei schaltet er einfach "nur" ein ungebrauchtes Organ ab, wenn die NPD verboten wird.
Das war schon 2003 der große Skandal und es hat keinen interessiert. Wahrscheinlich weil man "denen da oben" eh nichts anderes zutraut.
 
@hammra
Geht klar (wegen Verschreiber) :beer: :tnx:

Wg. 90er Jahre/Friedensverhadlungen/Zweistaatenlösung: Ich lese von diesem Teil seitdem ich hier und allen vorläufern angemeldet bin. Immer diese "ja aber es gab da aber in den neunziger jahren mal sowas aber das wurde ja ignoriert, ging unter " . Weder das eine noch das andere. Es ist ein urbanes Märchen. Es gab nie eins. Wenn es übehaupt als solches ernstgemeint war dann hätte das bedeutet, die Juden hätten sich selber zu "U.ntermenschen" erklärt - was ihnen im übrigen von der arabischen Seite vorgeworfen wird (Stichwort: Holocaus-Lüge).

Es gab eine ernstzunehmende Zwei Staaten Lösung 1947 und das nahm die Palästinensische Seite/arabische Seite als Grund Jerusalem zu besetzen und Israel insgesamt mit Krieg zu überziehen - an diesem Zustand hat sich nur nuancenhaft etwas geändert. Und aktuell hat der Staat Palästina eben die autonomen Gebiete.
Und deswegen komme ich eben halt auf den Spielkreisvergleich, weil es runtergebrochen nichts anderes ist.
Oder - sie benehmen sich wie die Vertriebenenverbände unterstreichen ihre unsinnigen und völlig zusammenhangslosen Forderungen mit Bomben, Raketen und Waffengewalt - an der israelischen wie auch der eigenen Bevölkerung, das darf man dabei ja auch nicht vergessen. Und zogen 1973 den Libanon mit hinein.
 
@hammra
Geht klar (wegen Verschreiber) :beer: :tnx:

Wg. 90er Jahre/Friedensverhadlungen/Zweistaatenlösung: Ich lese von diesem Teil seitdem ich hier und allen vorläufern angemeldet bin. Immer diese "ja aber es gab da aber in den neunziger jahren mal sowas aber das wurde ja ignoriert, ging unter " . Weder das eine noch das andere. Es ist ein urbanes Märchen. Es gab nie eins. Wenn es übehaupt als solches ernstgemeint war dann hätte das bedeutet, die Juden hätten sich selber zu "U.ntermenschen" erklärt - was ihnen im übrigen von der arabischen Seite vorgeworfen wird (Stichwort: Holocaus-Lüge).

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Das war ein ernstgemeinter Friedensprozess. Beteiligt waren auf israelischer Seite Izhak Rabin (eigentlich, der praktische Gründer des Staates Israels, weil er in allen relevanten Kriegen für Israel als hochrangiger General gekämpft hat, hat die 1. Intifada (hauptsächlich ein Aufruhr der Steinewerfer gegen hochgerüstete israel Armee) der Palästinenser brutalst niedergeschlagen, wenn man ihn als enrsthaften israelischen Vertreter nicht anerkennt, dann verleugnet man die Historie) und Shimon Perez (Vater der israel. Atombombe und ehemaliger israel Geheimdienstchef, der größte israel Chefdiplomat, er sollte doch wirklich sehr bakannt sein) und auf palästinensischer Seite Yassir Arafat (schlicht, die Symbolfigur der Palästinenser, zu der Zeit auch unumstritten, Hamas war damals nix). Auf israel Seite führten Bibi und Ariel Sharon die Opposition an. Sie waren unerbittlich gegen diesen Friedensprozess und heizten die Stimmung dagegen an, schließlich wurde Rabin Opfer dieser aufgeheizten Stimmung.
Dass du hier scheinbar deine Kenntnisse nur aus dem Forum entnimmst, finde ich schade.

Ich weiß jetzt nicht was der Holocaust mit diesem Konflikt zu tun hat.

Auf meine Frage, ob es unter den Israelis ein Konsens sei, dass die Lösung des Nahostkonflikts bedeutet, dass der Staat Israel sich selbst beseitigt, hast weder du noch Maddin geantwortet. Ihr beide weicht mir hier aus. Das würde mich sehr interessieren.
 
Das habe ich auch nicht behauptet.

Konsens unter den Israelis ist lediglich, dass die Araber im Grundsatz keinen Frieden wollen und es töricht wäre, weitreichende Zugeständnisse zu machen, insbesondere in den heiklen Sicherheitsfragen, wie sie in diesem Video, das ich gepostet habe, dargestellt werden. Das ist großer Konsens.
 
@hammra
Sagen wir mal so: Eine Lösung ist so einfach aber auch schon wieder komplex.
Jedoch: Was soll ich hier Lösungen anbieten? Das kann ich doch gar nicht. Das kann auch nicht die Intention hinter diesem Thread und unserer Diskussion sein.
Ich kann nur feststellen, daß alle Versuche einer Lösung von der arabischen Seite aus den Wind geschlagen wurden.
Da scheint es naheliegend zu sein, wenn eine der Lösungen - meinethalben die von 47 - einfach mal angenommen wird.
Bei jedweder scheinbar akzeptierten Lösung hat sich sofort als Reaktion eine neue noch reaktionärere Spilittergruppe des "palästinenssichen Freiheitskampfes" gebildet, so daß man davon ausgehen kann, die eine Seite (Arabien) will keine Lösung. Weil eben die einzige Lösung unlauter ist.
Ich kann und werde keine Lösung anbieten können, da es erstmal meine Aufgabe nicht sein kann und zweitens bin ich kein Politiker bin, der in Lösungen suchen muß.

Wg. Holocaust
Der Holocaust hat mit dem Konflikt folgendes zu tun: die Arabische Seite behauptet schlankweg, der Holocaust ist von jüdischer Seite erfunden worden, um den Westen zu instrumentalisieren, damit die arabische Nation terrorisiert werden kann.
Sollte - so sagen sie weiter - der Holocaust dennoch wahr sein, dann haben sich die Juden freiwillig in ihn begeben, mit dem Zweck, später den Westen zu instrumentalisieren, um die Araber zu terrorisieren. Unter Terror versteht die Arabische Seite u.a. den Staat Israel.
Das ist eine der Wurzeln des aktuellen Konfliktes. Wird von persicher Seite (Iran) geschürt bis zum Ghettno. Siehe auch Ahmadenidschaf Interview.
 
@ Schmolle:

Klar, wir sind beide keine Politiker und wollen es wahrscheinlich auch nicht werden. Wir versuchen hier nur aus unserer Sicht die Dinge auszudiskutieren, weil es letztendlich darum geht, dass wir in diesen Situationen leben müssen.

Ich für mein Teil hege keine Vorurteile gegenüber von Israelis. Ich habe sogar mit der israel. Armee, soweit ich im Libanon mit der persönlich was zu tun hatte positive Erfahrung gemacht. Auf dieser persönlichen Ebene kann ich mir sogar sehr gut vorstellen, dass man auch miteinander klar kommen würde. Das hat doch im Grunde genommen der eine jüdische Siedler in Hebron (aus dem Link von Maddin) bestätigt. In Arabien gab es in vergangenen Jahrhunderten abgesehen von kleineren Ausnahmen keine gegen Juden gerichtete systematische Angriffe oder Pogrome gegeben. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich die Leute in Israel und Palästina sich viel näher sind als das uns hier erscheinen mag.

Für mich hat der Holocaust mit dem Nahost-Konflikt nur insofern was zu tun, um das Selbstverständnis der Menschen jüdischen Glaubens, die von Europa nach Israel/Palästinenser eingewandert sind, zu verstehen. Das hat überhaupt nicht damit zu tun, den Holocaust ´zu leugnen oder klein zu reden. Leute, die das tun, blenden die Geschichte aus.
Hier in Deutschland dagegen beschäftigt man sich sehr intensiv mit der deutschen Geschichte und dem Holocaust. In Arabien wird es eher am Rande oder überhaupt nicht getan.

Ahmadinejad spricht nur für sich. Die palästinensische Geschichte ist eine tragische und voll von Missbrauch durch die "arabischen Brüder" und andere sog. "Partner". Das ist eine Erkenntnis, die sich im palästinensischen Bewusstsein längst eingeprägt hat. Der angefangene Friedensprozess der 90er Jahre fand ich persönlich deswegen so gut, weil hier sich das erste Mal gezeigt hat, dass Palästinenser fähig sind, sich von den anderen arab Ländern zu emanzipieren und ihre eigene Sache selbst in die eigene Hand zu nehmen.

Dennoch will man nicht ganz alleine stehen, weil man sich einem übermächtigen Gegner gegenüber sieht.
 
Aber genau darin liegt doch der Fehler: Die Juden überhaupt als Gegner zu betrachten. Ohne diese Betrachtungsweise wäre es 1947/48 und anschließend bis heute alles ganz anders gekommen.
 
Aber genau darin liegt doch der Fehler: Die Juden überhaupt als Gegner zu betrachten. Ohne diese Betrachtungsweise wäre es 1947/48 und anschließend bis heute alles ganz anders gekommen.

Ich will jetzt nicht auf die Geschichte von 47/48 zurückkommen, das haben wir ja schon erwähnt. Wenn man gegeneinander kämpft, ist man Gegner. Wenn man miteinander verhandelt, will man letzlich nicht mehr Gegner sein. Hat man Erfolg, dann ist man nicht mehr Gegner. Das ist natürlich ein fließender Prozess.
 
Das Problem liegt aber genau in dieser Gegner-Betrachtungsweise der Araber und von der sind Abbas und Arafat nie einen Jota abgerückt. Deswegen kann man mit ihnen auch nicht sinnvoll verhandeln, sondern vielleicht, wenn es gut läuft, Waffenstillstände abmachen.
 
@hammra
:beer:
Das mit dem Begriff "Gegner" würde ich zunächst genauso sehen wollen, wie maddin. Wäre dem nicht so würde es in Europa keine deutsch/französische Freundschaft geben, und die währt immerhin schon an die 60 Jahre, nachdem man sich kurz vorher noch als "Erbfeinde" gegenseitig bezeichnet hat und die wurde anfangs auch nicht mitgetragen, die Bemühung dahin.
"Blitzfranzose" und "Boche/Bosch" haben ihre Ressentiments aufgegeben - und ihre kulturellen Identitäten beibehalten. Würden wir uns immer noch um die Steinkohlegebiete in Elsaß-Lothringen kloppen, wäre das beschämend zwischen zwei Völkern, die gemeinsame kulturelle und geschichtlliche Wurzeln in sich tragen.
 
http://www.welt.de/debatte/henryk-m...es-von-Judenhassern-und-Terrorverstehern.html

Der Anschlag von Toulouse hat nicht nur vier Menschen das Leben gekostet. Er hat wieder einmal gezeigt, dass die Unterscheidung zwischen Juden und Israelis auf der einen und Antisemitismus und Antizionismus auf der anderen Seite nicht funktioniert. Der Anschlag von Toulouse war nicht der erste seiner Art und wird nicht der letzte bleiben.

Willkommen in der Normalität.
 
Irgendwelche Meinungen zur Saarland-Wahl?? Ich habe mich natürlich köstlich amüsiert über das Ergebsnis der FDP 1,2% unfassbar geil!! :lol::lol::lol: Sogar die "Familien-Partei" hat mit 1,5% mehr als die Liberalen!! Eigentlich müsste man die echt nur noch als "die anderen" führen. :D Tja und sonst..wird wohl auf eine große Koaltion hinauslaufen. :( Bin irgendwie gar nicht Fan dieser Konstellation aber ich fürchte, durch das Erstarken der Piraten "Partei" wird das das Koalitionsmodell der Zukunft sein, auch im Bund!! Die SPD und CDU liegen beide bei ca. 30% +/- X. Die Grünen dümpeln bei 8% +/- X, die Linke hat zwar mancherorts mehr ist aber nicht regierunsfähig und die FDP....naja lassen wir das. Mit viel Glück wird die FDP irgendwann mal wieder 5 oder 6% bekommen, mit den 30% der CDU reicht das aber nicht für schwarz/gelb. Also bleibt nur die große Koalition :mad: Danke Piraten!!! :wall:
 
Also dass die große Koalition die Option für den Bund wird, ist angesichts von möglichen 6-Parteien-Parlamenten (ich denke die FDP wird sich bis zur Bundestagswahl in Richtung 5% erholen), glaube ich auch. Und dass Merkel natürlich Kanzlerin bleiben wird, ist ebenso klar. Die SPD ist nach wie vor schwachbrüstig, insbesondere mit Leuten wie Nahles und Gabriel an der Spitze.
 
Irgendwelche Meinungen zur Saarland-Wahl??

Naja für mich als gebürtigen Saarländer, der sich auch ein bisschen mit der Potitik dort befasst und die Kandidaten öfter mal persönlich bei Auftritten gesehen hat, war das Ergebnis wenig überraschend. Da sich CDU und SPD kaum unterschieden haben, war es eine reine Personenwahl zwischen AKK und Maas. Das dort Frau AKK die Nase vorne hat, war eigentlich klar, weil Heiko Maas irgendwie der nette Herr von Nebenan ist, aber zu wenig Führungsqualitäten und Profil hat.
Das Oskar im Saarland ja immer gut abschneidet ist auch klar, aber ich bin doch froh, dass es weniger geworden ist. Die alten Oskar-Wähler sterben halt auch so langsam aus.
Das Ergebnis der FDP zeigt mal wieder, wie sehr eine schlechte Bundespolitik bzw. ein schlechter Ruf der Partei-Oberen eine Landtagswahl beeinflußen.

Das was die meisten Leute jedoch aufgeregt hat ist die Tatsache, dass CDU und SPD nach dem Ende der Jamaika-Koalition nicht direkt eine neue Regierung gebildet haben, mit der Begründung, dass es zu unterschiedliche Meinungen über wichtige Themen gäbe. Mit Feststetzung der Neuwahlen wurde aber gleich gesagt, dass man nach der Wahl eine große Koalition eingehen wird. Lächerlich und die Wähler mal wieder für dumm verkauft.
 
Es gab aus zwei Gründen Neuwahlen:

1. Wollte Herr Maas gern Ober werden und hat sich Hoffnungen auf den Sieg gemacht.
2. Hat die SPD angesichts der Umfragen zumindest die berechtigte Hoffnung auf mehr Mandate gehabt.

Es lag nur an der SPD, dass es diese überflüssige Wahl gab und das haben die Wähler halt nur sehr bedingt mitgetragen. Das Kalkül ist nicht aufgegangen. Bin gespannt, ob die Wähler in NRW das Kalkül der Frauen Kraft und Löhrmann tatsächlich so mitgehen, die Neuwahl war ja auch pure Absicht aufgrund von Umfragen.
 
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