Allgemeiner Politik Thread

Auch dieser ganze Quatsch mit den Elektroautos. Ich frage mich, ob sich wirklich mal einer offen Gedanken darüber gemacht hat, wo der Strom bitte herkommen soll. Selbst die Bahn produziert ihren Strom zu großen Teilen in Kohlekraftwerken, was häufig vergessen wird.

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Das kommt eben dabei raus, wenn die Politik eine Technologie durchdrücken will, von der sie erstens keine Ahnung hat, die zweites nicht ausgereift ist und die drittens scheinbar erstmal gut ankommt bei den Wählern.
 
Mal was tagespolitisches:

Warum redet alle Welt von "Koranschändung" und "Koranverbrennung"? Gegenüber Islamisten hat das, was sich hierzulande "Intelligenz" schimpft, keinen Standpunkt mehr, sondern nur Verständnis. Wie sonst kann aus einer Abfallentsorgung und vollkommen irren Reaktionen darauf sonst ein Zwischenfall werden? Warum kann keiner mit dem einzig richtigen Satz antworten: "Die spinnen, die Afghanen!"?

Man kann doch nicht die plemmplemme Sichtweise, dass die Entsorgung von Koranexemplaren eine Schändung sein soll, auch noch in irgendeiner Weise goutieren oder gar Verständnis für solchen Schwachsinn aufbringen, dadurch werden solche Positionen erst gestärkt.
 
Wenn du als Soldat in einem Land stationiert bist, dann verlangt eine intekrulturelle Kompetenz, die du dir hoffentlich angeeignet hast, dass du lernst, Verhaltensnormen in Verbindung zur gesellschaftlich-sozialen Situation zu betrachten. Und dann weißt du auch, dass die Koranverbrennung eine der größtmöglichen Beleidigungen der islamischen Religion ist und tust es schlichtweg nicht. Man geht ja auch nicht in die Türkei, presst den Zeigefinger auf den Daumen (was in der Türkei Popoloch bedeutet) obwohl man von der Auffassung dieses Zeichens kennt und wundert sich, wenn man eine auf's Maul bekommt.
 
Es gab ja keine Koranverbrennung, das wollte ich damit sagen. Da wird bereits in vorauseilendem Gehorsam ein "islamistisches Narrativ" übernommen, anstatt erstmal zu fragen, was überhaupt passiert ist.

Überhaupt wird mir unter dem Schlagwort interkulturelle Kompetenz genau wie unter den verwandten Begriffen Kulturrelativismus und Antirassismus eine Menge Schindluder betrieben. Letztendlich geht es darum, für jeden dumpfen Ritus und jeden abseitigen Spleen Verständnis zu haben.

Sinn ergibt ein interkultureller Dialog nur dann, wenn man seinen Standpunkt, z.B. den, dass die Abfallentsorgung kein Grund sein darf, am Rad zu drehen, beibehalten wird. Ich vermute, dass man sich da vor Ort den dumpfesten Kulten und Riten so weit unterworfen und angeglichen hat, dass man gar nichts mehr hat, was man ihnen evtl. als bessere Zukunft anzubieten hätte.
 
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Das kommt eben dabei raus, wenn die Politik eine Technologie durchdrücken will, von der sie erstens keine Ahnung hat, die zweites nicht ausgereift ist und die drittens scheinbar erstmal gut ankommt bei den Wählern.

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Aber das ist leider viel zu oft so. In Bremen geht dreht sich ja die Diskussion derzeit u.a. um eine Waffensteuer. In diesem Zusammenhang möchte die Landeregierung über den Bundesrat das Waffengesetz ändern. Und zwar sollen in Zukunft so genannte elektronische Sicherungen der Waffen ausreichen und somit die Pflicht zum Verschließen der Waffen ersetzen. Problem daran ist, dass es da einen Marktführer gibt, der partei- und länderübergreifend ziemlich starke Lobbyarbeit betreibt und viele Schusswaffenexperten eben sagen, dass manche dieser Sicherungen in kürzester Zeit genackt sind. Und man kann eigentlich alle Sicherungsysteme, wenn man genug Zeit hat, überwinden.

Ist im Grunde der gleiche dümmliche Vorgang!

Wenn du als Soldat in einem Land stationiert bist, dann verlangt eine intekrulturelle Kompetenz, die du dir hoffentlich angeeignet hast, dass du lernst, Verhaltensnormen in Verbindung zur gesellschaftlich-sozialen Situation zu betrachten. Und dann weißt du auch, dass die Koranverbrennung eine der größtmöglichen Beleidigungen der islamischen Religion ist und tust es schlichtweg nicht. Man geht ja auch nicht in die Türkei, presst den Zeigefinger auf den Daumen (was in der Türkei Popoloch bedeutet) obwohl man von der Auffassung dieses Zeichens kennt und wundert sich, wenn man eine auf's Maul bekommt.

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Und selbst wenn die sich im Müll befunden haben sollten, bleibt es weiterhin a) eine Beleidigung und b) unglaublich dumm, da es ja nicht der erste Vorfall dieser Art ist.
 
Ich meine nicht, dass es klug oder sinnvoll ist, sowas zu tun. Ich meine es wäre klug und sinnvoll, den Afghanen, wenn sie um ein paar Korane einen Aufriss machen, zu erklären, dass sie nicht alle Latten am Zaun haben, Kultur hin, Kultur her.

Hier müsste man doch vom gemeinen Afghanen interkulturelle Kompetenz erwarten. Der müsste verstehen, dass andere Kulturen mit alten Büchern anders umgehen als sie. Zumindest wenn dieses Konzept einen Sinn haben soll, dann müsste man als Anhänger eines liberalen Menschenbildes es von allen Menschen gleichermaßen erwarten könenn - sonst wäre man ja eine Art Rassist.
 
Ich meine nicht, dass es klug oder sinnvoll ist, sowas zu tun. Ich meine es wäre klug und sinnvoll, den Afghanen, wenn sie um ein paar Korane einen Aufriss machen, zu erklären, dass sie nicht alle Latten am Zaun haben, Kultur hin, Kultur her.

Das, was da im Moment los ist, ist natürlich völlig gaga. Kannst nicht anfangen irgendwelche Leute zu erschießen oder Brandsätze zu werfen.

Das müsste man denen tatsächlich beibiegen. Gegen friedliche Demos, wäre imho nichts einzuwenden.
 
Ob es nun absichtliche Verbrennungen waren oder nicht, wissen ja nur die Betroffenen selbst. Das es auf jeden Fall äusserst unglücklich war in solch einer explosiven Gesamtlage ist klar.

Dennoch muss ich zugeben, dass es mich auch nervt, dass teilweise für jeden Sch... dort der heilige Krieg ausgerufen wird. Die müssen sich auch mal klar machen, dass der Westen größtenteils viel weniger religiös und fanatisch ist und bestimmte Verhaltensmuster oder Handlungen nicht gegen den Islam gerichtet sind, sondern bei uns einfach völlig egal sind.

Ich finde es einfach absolut einseitig, da dort keinerlei Kritikfähigkeit besteht, aber wir hinnehmen sollen, dass dort nach einer Karrikatur der Tod von Menschen gefordert wird.
 
Wir müssen trennen, dass zum heiligen Krieg nur diejenigen aufrufen, die auch in der religiös-institutionellen Position dafür sind. Das sind die gleichen Puppenspieler wie immer. Dass Koranexemplare verbrannt wurden - und es wird natürlich erzählt, es sei mit Absicht geschehen (ich würde es nichtmal ausschließen) - trifft aber den afghanischen Bauern genauso.
 
ja, das meinte ich.

Man hat sich ja hingestellt und gesagt, man wolle den Afghanen soetwas wie Freiheit oder Demokratie bringen, aber wie soll das gehen, wenn man vor solchen Irrsinn immer wieder einbricht? Wenn man den Afghanen ein besseres Leben anbieten will, muss man auch zu dieser Alternative stehen.
 
Ob es nun absichtliche Verbrennungen waren oder nicht, wissen ja nur die Betroffenen selbst. Das es auf jeden Fall äusserst unglücklich war in solch einer explosiven Gesamtlage ist klar.

Dennoch muss ich zugeben, dass es mich auch nervt, dass teilweise für jeden Sch... dort der heilige Krieg ausgerufen wird. Die müssen sich auch mal klar machen, dass der Westen größtenteils viel weniger religiös und fanatisch ist und bestimmte Verhaltensmuster oder Handlungen nicht gegen den Islam gerichtet sind, sondern bei uns einfach völlig egal sind.

Ich finde es einfach absolut einseitig, da dort keinerlei Kritikfähigkeit besteht, aber wir hinnehmen sollen, dass dort nach einer Karrikatur der Tod von Menschen gefordert wird.

Am Ende läuft es doch immer darauf hinaus, dass es am gegenseitigen Verständnis mangelt. Und dann gibt es eben, wie eigentlich immer, auf beiden Seiten Idioten, die keine Gelgenheit auslassen irgendetwas zu tun, um die andere Seite zu provozieren oder irgendwie zu hetzen.
 
Ich meine nicht, dass es klug oder sinnvoll ist, sowas zu tun. Ich meine es wäre klug und sinnvoll, den Afghanen, wenn sie um ein paar Korane einen Aufriss machen, zu erklären, dass sie nicht alle Latten am Zaun haben, Kultur hin, Kultur her.

Religiöse Fundamentalisten gibt es "hüben wie drüben". Ist es jemals gelungen hirnverwaschenen Menschen mit Versuchen objektiver Erklärungen beizukommen? Was mich vielmehr ärgert ist die offen ausgesprochene Angst vieler europäischer Medien "den islamischen Propheten" in satrischen Kontext zu setzen.
 
Zumindest wird es nicht dadurch besser, dass man für den Unfug immerfort Verständnis äußert. Woher soll denn Einsicht kommen, wenn einem niemand widerspricht, niemand Witze macht, niemand kritisiert?
 
Die Einschüchterungen "der Islamis" haben Wirkung gezeigt. Statt offensiv zu zeigen, dass hier keine Denkverbote herrschen wird gekuscht.. für mich ein verheeerndes Signal.. ich wünsche uns da Eier statt Linsen.
 
Verständnis habe ich insofern, dass man sich dadurch beleidigt und herabgesetzt fühlt. Allerdings ist eben auch richtig, dass man dort verständnis dafür haben muss, dass es bei uns Meinung-, Presse- und Kunstfreiheit gibt und die Religionen sich hier einer kritischen Auseinandersetzung nicht entziehen können und sollen.

Dumm fand ich die Karikatur, um die es damals ging, genauso wie die völlig übertriebenen Reaktionen darauf, weil beides weder den Dialog zwischen Kulturen fördert noch irgendeine Form von Verständnis füreinander.
 
Ehrlich gesagt finde ich schon das Wort "Kultur" eine Zumutung. Zumindest solange damit nicht das gemeint ist, was die allermeisten Menschen nicht besitzen. Gemeint sind damit irgendwelche dumpfen Riten und die Akzeptanz eines wie auch immer gearteten Zwang zur Gleichheit innerhalb der jeweiligen "Kultur". Menschen, die ein anderes, im Falle der Zumutungen durch diese Koranwutbürger in jedem Fall auch ein besseres Leben wollen, kommen im Rahmen eines Dialogs "zwischen den Kulturen" gar nicht mehr vor. Dialog kann nur zwischen konkreten Individuen stattfinden. Und das hieße erstmal, nicht alle Menschen zwischen den Philipinen und Marokko zu "Muslimen" zu zwangsethnisieren, sondern für ihre Freiheit einzutreten, auf diesen finsteren Glauben verzichten zu können - also das, was man als "ihre Kultur" bezeichnet, hinter sich zu lassen.
 
Dumm fand ich die Karikatur, um die es damals ging, genauso wie die völlig übertriebenen Reaktionen darauf, weil beides weder den Dialog zwischen Kulturen fördert noch irgendeine Form von Verständnis füreinander.

Dumm war nicht die Karikatur, sondern dumm oder vielmehr naiv war der Karikaturist, weil er hätte wissen müssen, daß bei religiösem Eifer keinerlei Spielraum für Karikatur, Satire etc. ist.
 
Gerade deswegen war es richtig, sie zu zeichnen.

Ich glaube es ist umso notwendiger, den Islam zu kritisieren, zu verspotten und zu beleidigen, desto bekloppter seine Anhänger sich aufführen. Wer die Müllentsorgung von Koranen zum Anlass für Gewalt und tote nimmt, der ist behämmert.
 
Ich finde, man sollte bei der Beurteilung der ganzen Gemengelage darauf schauen, was eigentlich im großen und ganzen passiert.

Stellt euch mal vor, es sind 20-30 J nach diesen Ereignissen vergangen. Wie wird man diese Ereignisse nennen? Es sind doch im Grunde genommen immer Zusammenstöße zwischen der in vielen Belangen überlegenen Supermacht USA und moslemischen Staaten/Gruppen. Beide Seiten sind was das Kulturelle und Religiöse angeht, so unterschiedlich, wie es nur geht. Die Supermacht ist militärisch überlegen und ist in diesen Gebieten präsent. Sie führt einen Krieg (und natürlich auch umgekehrt) gegen einen Teil der Menschen, die dort leben. Wer wird in diesen Konflikten die Oberhand behalten? Gibt es durch diesen Konflikt eine Befriedung der Gegend oder wird es jahrelang so konfliktreich bleiben, bis die Supermacht keine Lust mehr hat und abzieht?
 
Dumm war nicht die Karikatur, sondern dumm oder vielmehr naiv war der Karikaturist, weil er hätte wissen müssen, daß bei religiösem Eifer keinerlei Spielraum für Karikatur, Satire etc. ist.

Das seh ich anders. Fand die Karikatur eben wenig aussagekräftig. Es wirkte auf mich wie eine reines Haudrauf auf etwas, was ich nicht so sehr mag.

Und man sollte sich eben nicht von irgendwelchen religiösen Eiferern daran hindert seine Meinung auszudrücken, auch wenn ich sie für wenig differenziert halte.
 
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