Wobei der "politische Widerstand" vielfach ganz konkret darin begründet ist, dass Hauseigentümer sich gegen die geplanten Trassenführungen wehren, weil sie befürchten, dass eine Hochspannungsleitung in der Nähe den Verkaufswert ihrer Immobilien senkt. Da wird dann mit Leidenschaft und heiligem Eifer ausdauernd nach dem Sankt-Florian-Prinzip argumentiert, was den dringend notwendigen Netzausbau bereits um Jahre zurückgeworfen hat.
Und genau das ist doch das Problem. Viele wollen weg von den konventionellen thermischen Kraftwerken, allen voran den Kernkraftwerken, sind aber nicht bereit, dafür Kompromisse einzugehen. Aber ohne die Hochspannungstrassen bekommen wir den Strom nicht von A nach B (z.B. den erzeugten Strom der Off-Shore Windparks der Nordsee in den Süden zu transportieren). Diese Trassen "verschändeln" nach Ansicht der Gegner aber dann das Landschaftsbild und sofort wird fleißig demonstriert. Mir fällt bei solchen Argumentationen immer nur das Sprichwort ein: "Wasch mich, aber mach mich nicht nass."
PS: Das Verschändeln der Landschaft war übrigens auch ein gern zitiertes Argument hier bei uns am Möhnesee, bevor hier eine kleine Solaranlage in Betrieb genommen wurde.


