Allgemeiner Politik Thread

Wünsche (uns) Werder eine gute zweite Saisonhäflte und verabschiede mich aus dem Forum, ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass hier im Fred nicht versucht wird einigermassen neutral zu moderieren. Vlt. wenn bei der Moderation eine gewisse Reife eingetreten ist werde ich mich wieder blicken lassen.. Niedesachse, Du machst Politik, keine Moderation.
Cheerio abwehrspieler

:(

Die "Politik des lehren Stuhls" ist der falsche Weg!
Das Bohren dicker Bretter braucht eben Geduld.

Ausserdem sind Moderatoren normale User. Die sollen auf die Nettiquette achten und so, aber ihre Meinung ist gleichrangig.
btw: danke für den Aufwand... :knutsch:

link
 

Es wird wohl kaum einen GF einer Tourismuszentrale geben, der der MWSt.-Senkung für Hotelliers kritisiert, denn das wäre in etwa so, als wenn der Dachverband der Werder-Fans über eine Senkung der Eintrittspreise im Weserstadion meckert.

Ob diese Steigerung jedoch in dieser MWSt.-Senkung begründet ist, kann man objektiv betracht nicht wirklich beurteilen. Denn man darf nicht vergessen, daß durch einen verregneten Sommer wie dem von 2011 der Städtetourismus generell stark profitiert, so daß man erst einmal einen "richtigen" Sommer abwarten muß, um dies wirklich beurteilen zu können.
 
Jaja, was war zu erst da? Huhn oder Ei? Die Milliarden € an Werbegeldern werden eingesetzt um die potentiellen Konumenten zu interessieren. Das tun sie dann auch. Aber ich will hier nicht noch eine Diskussion über den Einfluß von Werbung auf den Einzelnen eröffnen. Fakt ist: als soziale Wesen streben wir nach Teilhabe an der Gesellschaft, darauf können wir uns sicher einigen. Das meint auch Teilhabe an der Kultur. Alles weitere ist auch hier bereits besprochen worden. Wenn du zweiflst: sag mir, wie viel Werbung du täglich unfreiwillig siehst.

Das wir nach gesellschaftlicher Teilhabe streben ist keine Frage. Was wir darunter verstehen entscheidet in meiner Vorstellung allerdings jeder selbst.
Und was Werbung angeht so wird man sicher von dieser beeinflusst, aber meine Kaufentscheidung treffe ich immernoch selbst. Und da spielen sehr viele Faktoren eine Rolle, wobei die Rolle der Werbung dabei immer weiter in den Hintergrund rückt.
Es ist eine Frage wie man damit selbst umgeht. Und wenn Menschen sich halt zu sehr beinflussen lassen, dann ist es deren Problem, aber weiss Gott nicht mein Problem oder das Problem der Politik. Zu einem Problem wird es bei irreführender Werbung, aber das wird ja auch schon heute sanktioniert.

Will man mündige Bürger haben, muss man ihnen den dazu nötigen Lernprozess gestatten. Die Bereitschaft dazu war in BRD bisher nicht besonders ausgeprägt.

Tut mir ja ehrlich leid, aber du entlässt den Einzelnen aus seiner Verantwortung und genau da liegt die fehlerhafte Grundannahme. Du gehts davon aus, dass der Bürger grundsätzlich unmündig sei, aber das eigentlich gar nicht sein will, sondern von der bisherigen Politik dahin getrieben wurde.
Das ist aber falsch. Der Bürger, der unmüdnig ist, begibt sich freiwillig in diese Unmüdigkeit. Nochmal. Wenn es so wäre wie du behauptest dürfte es keine mündigen Bürger geben. Fakt ist aber, dass es diese gibt.

Und genau diese von dir geäußerte Grundannahme führt dann zu übertriebenen, tief in die Privatautonomie eingreifenden Regulierungen. Am Ende des Tages schaffst du damit genau das Gegenteil von dem, was vermeintlich erreicht werden soll.
Das beste Beispiel dafür ist das Rauchverbot in Kneipen und Restaurants.


Du verdrehst die Umstände. Das macht mich echt traurig, dass gerade von dir so ein Spruch kommt. Es geht nicht um mehr Gesetze, wie, sagen wir mal, das Apothekenmonopol, die Förderung von irgendwas mit möglichst hohem bürokratischen Aufwand, (...)
es geht um Entscheidungsfreiheit. Wie gerade DU als FDPler das verkennen kannst, ist mir unklar.

Entscheidungsfreiheit wird doch immer durch staatliche Regulierung eingeschränkt. Und wenn du von Entscheidungsfreiheit redest, dann kann die Freiheit der Entscheidung nicht nur auf einer Seite vorhanden sein. Ja, wir haben in Deutschland zu viele Subventionen, zu viele martbegrenzende Gesetze und ja, die FDP hat sich da nicht immer so liberal gezeigt, wie ich es mir wünschen würde. Und ich glaube auch, dass die Piraten mit sehr viel Euphorie und gutem Willen an die Sache herangehen. Aber am Ende des Tages kommt es in der konkreten Situation auf eine konkrete Entscheidung an, die du man in einem Abwägungsprozess zu treffen hat.

Und das von einem FDPler....... Diese Aussage ist so typisch deutsch....... Nun, um deinem nächsten Einwand vorzugreifen: das Erbrecht soll nicht abgeschafft werden, Oma ihr klein Häuschen bleibt in Familienbesitz.

Insbesondere liberale Theoretiker haben doch ellenlang darüber diskutiert, ab welcher Summe Erben von Vermögen/geldwerten Vorteilen wie Lizenzen, Grundbesitz... zu besteuern sind.
Erbschaftssteuer gibt es übrigends schon ;)

In wie weit Erben durch div. Errungenschaften ihrer Ahnen bereits mit Vorteilen ins Leben gehen ist individuell sehr unterschiedlich. Ab einer gewissen Summe, die es zu diskutieren gilt, wie es im Zuge der letzten Erbrechtsreform ausgiebig getan wurde, ist eine Re-Vergemeinschaftung der zu vererbenden "Dinge" (bspw. durch Erbschaftssteuer) sinnvoll. Wie gesagt, insbesondere liberale Theoretiker haben darüber siniert, welchen Einfluß das Erbrecht auf die in Deutschland mangelhaft ausgeprägte gesellschaftliche Mobilität hat. Stichwort "Leistung muß sich lohnen".

Diese Diskussion bin ich gerne bereit zu führen. Und diese Diskussion wird tatsächlich unter liberalen Theoretikern seit Ewigkeite geführt.

Richtig ist zunächst einmal die Feststellung, dass ein Erbe für den Erben ein weitestgehend Leistungsloses Einkommen bedeutet. Woraus man jetzt schließen sollte, dass es kaum verständlich ist wieso dieses Einkommen privilegiert wird. (Gilt ganz nebenbei gesagt noch mehr für Einnahmen aus Miet, Pacht, Zins etc.)

Nun kommen wir aber zu eigentlich Problematik der Sache. Für den Erblasser sind diese Vermögenswerte zunächst einmal (in aller Regel) nicht "leistungslos" geschaffen worden. Und haben bereits mehrfach der Besteuerung unterlegen. Die Gemeinschaft hat also bereits von der Leistung (in dem Fall eben des Erblassers) profitiert. Es ist kaum verständlich warum, dass Eigentum völlig weiter "re-vergemeinschaftet" werden soll wie du es ausdrückst.

Zum anderen kommt es zu einem weiteren ganz praktischen Problem. Nehmen wir an du hast jemanden, der so sagen wir rund 30.000 Eur/brutto im Jahr verdient. Nehmen wir weiterhin an, dass er nun Erbe eines seit längerem im Familienbesitzes befindlichen Hauses wird.

Dann stellen sich schon zwei Fragen bei einer möglichen Versteuerung des Erbes. Erstens welchen Wert ziehst du als Grundlage zur Besteuerung heran. Der Verkehrswert kann nämlich mächtig vom tatsächlich zu erzielenden Verkauspreis massiv abweichen.

Zum anderen stellt dir jetzt mal vor wir unstellen einen Wert von 1 Mio/Euro (bei Immobilien in einer größeren Stadt selbst für ein etwas über dem Durchschnitt liegendes Anwesen keine utopische Summe). Dann nimm mal nur eine Erbschaftssteuer von 5 % an. Dann kommst auf eine Steuerschuld von 50.000 Euro. Das ist übersteigt das Jahresbrutto dieses in etwa durschnittlichen Verdieners um 20.000 Euro.
Am Ende des Tages läuft das auf den Verlust der Familienimmobilie hinaus. Solche Fälle sind im übrigen nicht aus Luft gegeriffen, sondern sind bei Immobilien, die sich über viele Generationen im Familienbesitz befinden durchaus realustisch. Die Steuerschuld wird derjenige nämlich kaum aufbringen können.

Ähnliches war ja gerade auch das Problem bei Unternehmensübergängen. Wobei das noch viel gefährlicher ist.

Erbschaftssteuer auf Sacherbe gleicht in vielen Fällen schlicht einer "Teilenteignung". Wobei eben "Enteignung" nicht ganz der richtige Begriff ist, weil es sich vor dem Erbfall nicht im Eigentum des Erben befunden hat.

Und jetzt mal weiter auf das Beispiel des Erbens von Rechten zu kommen wie beispielsweise auf ein Musikstück. Wenn ich dies verwerte/verweten lasse, dann fallen die "Früchte", die ich daraus ziehe, automatisch unter ganz "normale" Steuertatbestände. Gilt übrigens auch für die Mieteinnahmen, die ich aus einem geerbten Haus ziehen können.

Es ist also mitnichten so, dass die Gemeinschaft daraus keinen Nutzen ziehen würde. Im übrigen ist, wenn man sich auf theoretische Diskussionen einlassen will und diese ausgibig führen will, schon fraglich, ob die Gemeinschaft überhaupt einen Anspruch auf Teilhabe an fremden Eigentum hat. Das Grundgesetz hat diese Frage mit "Ja" beantwortet. Aber die Frage, ob das richtig oder falsch ist, ist damit noch nicht beantwortet. ;)

Das habe ich auch verstanden. Mir ging es darum klar zu stellen, dass Eigentum - seien es Patente, Lizenzen oder ähnliches - obwohl sie rechtlich legitimiert sind und seitens der Exekutive geschützt werden, Unrecht sein können. Da sind wir uns dann wohl auch einig.
(Ist aber bezüglich unseres eigentlichen Diskussionsthemas eher nebensächlich.)

Grundsätzlich haben wir da Einigkeit, was das Eigentum an in den Gensequenzen in der Natur vorkommender Pflanzen haben.
Allerdings ist das immer eine Frage des gesellschaftlichen Konsens, was "Recht" und "Unrecht" ist. Verweise auf den Absatz, den ich zuvor geschrieben habe. Der Satz "Eigentum verpflichtet" ist in Deutschland gesellschaftlicher Konsens. Kann aber durchaus sein, dass ihn einige als falsch und damit als Unrecht ansehen.

Wo kann denn das Land Berlin Einfluß auf die €-Krise nehmen?! Ich bitte dich! Selbst der Bundesrat ist in dieser Sache ziemlich ungefragt.

So ungefragt ist das Thema im Bundesrat nicht.

Die pseudoliberale FDP schützt div. Marktsegmente entgegen aller wirtschaftlichen Vernunft und entgegen ihrer Prinzipien. Die CDU/CSU ist eine reine Besitzstandswahrer-Partei (geworden) --- aber wenn die Grünen den Energiemarkt liberalisieren wollen und zur Einführung von Alternativen zu der massiv staatlich geförderten Atomenergie
(Hallo! Gedächtnis!)
neuen Marktteilnehmern den Marktzugang gesetzlich freischiessen muss, dann sind sie böse. Ja klar. Ehrlich, so wenig wirtschaftspolitischen Sachverstand hätte ich von einem FDP-Mitglied nicht erwartet.

Falsch. Aber über das EEG wird beispielsweise der gleiche Fehler wiederholt, den man schon bei der Kernenergie und deren Einführung gemacht hat. Es gab und gibt in Deutschland keinen freien Energiemarkt. Immer und überall hat der Staat mitgemischt. Und gerade bei dem Thema Kernenergie haben wir hier aus ausführlichst diskutiert. Und ich habe immer dafür plädiert diese Möglichkeit der Energieerzeugung zu belassen, sofern man alle Subventionen streicht.
Es gibt in Deutschland keinen Marktpreis für elektrischen Strom, weil alles durch staatliche Einflussnahme beschädigt ist.

Im übrigen sollte man bitte nie die geschichtliche Entwicklung der Kernenergie ausser acht lassen. Was nämlich häufig ganz ausversehen vergessen wird, ist die Tatsache, dass die öffentliche Hand, und damit der Bürger, häufig Eigentümer oder Miiteigentümer an den KKWen war. Bzw. zumindest Miteigentümer der Unternehmen, denen dann wiederum die Kraftwerke gehörten.
 
Wünsche (uns) Werder eine gute zweite Saisonhäflte und verabschiede mich aus dem Forum, ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, dass hier im Fred nicht versucht wird einigermassen neutral zu moderieren. Vlt. wenn bei der Moderation eine gewisse Reife eingetreten ist werde ich mich wieder blicken lassen.. Niedesachse, Du machst Politik, keine Moderation.
Cheerio abwehrspieler

Mir Unreife vorzuwerfen, weil ich deine Vorurteile nicht klaglos hinnehme, ist frech, passt aber zu deinem bisherigen Auftritt hier.
 
Ach komm schon, denk doch mal mit. Ein Effekt der vor tausenden von Jahren eingeführten Arbeitsteilung ist... naaaa? Richtig: ich muss nichts säen, trotzdem esse ich.
Okay, ist jetzt arg prinzipiell argumentiert, aber wenn du jegliche Wechselwirkung Individuum<->Gesellschaft verneinst, bist du Thatcherist.
Unser Arbeitsumfeld, bspw. dein Computer, beeinflusst was wir tun, wie wir es tun, ja sogar was wir denken. (globaler Kontakt via Internet generiert neue Sichtweisen auf ... eigentlich alles.)

Dass es eine Wechselwirkung gibt, habe ich doch nie bestritten; mir geht es nur um das Ausmaß. Dieses Ausmaß ist keinesfalls einheitlich, sondern variiert in erheblicher Bandbreite, denn bei einem Romanautor beispielsweise hat der Einfluss ein ganz anderes Ausmaß als etwa bei einem Werbetexter. Deswegen wehre ich mich auch so sehr dagegen, alle "Kreativen" in einen Topf zu werfen, weil es sich dabei jeweils um völlig verschiedene Lebens- und Arbeitsumstände dreht.

Der Punkt jedenfalls ist, dass deine geistige Leistung gescannt, eingelesen ge-irgendwasst, online gestellt und verbreitet wird. Ob es dir passt oder nicht: die technischen Möglichkeiten sind gegeben und werden genutzt. Statt also weiter das "Hase-und-Igel-Spiel" zu spielen sollte man die dafür aufgewandte Energie und die Ressourcen sinnvoller einsetzen. Das hat man auch bei der Prohibition eingesehen.

Chris Rock hat 'ne schöne Stand-Up-Comedy über Waffenbesitz gebracht. Er sagte der Besitz von Waffen ist nicht zu verhindern. Also ist die beste Art Morde zu verhindern die, das Munition pro Schuß 5000$ kostet.
Speichermedien könnten Geld für die Autoren einspielen. Dass SONY beispielsweise CD-Kopien verfolgt und mir Rohlinge auf 100er-Spindeln für einen Preis von >1,5€ vertickt ist ... schizophren?

Stimmt, es wird kopiert, und gegen die - bereits jetzt völlig legale - Privatkopie habe ich auch nichts. Ich sehe nur nicht ein, warum Privatkopien massenhaft über das Internet verteilt werden sollen, ohne dass der Urheber darauf Einfluss hat.
 
Das wir nach gesellschaftlicher Teilhabe streben ist keine Frage. Was wir darunter verstehen entscheidet in meiner Vorstellung allerdings jeder selbst.
Und was Werbung angeht so wird man sicher von dieser beeinflusst, aber meine Kaufentscheidung treffe ich immernoch selbst. Und da spielen sehr viele Faktoren eine Rolle, wobei die Rolle der Werbung dabei immer weiter in den Hintergrund rückt.
Es ist eine Frage wie man damit selbst umgeht. Und wenn Menschen sich halt zu sehr beinflussen lassen, dann ist es deren Problem, aber weiss Gott nicht mein Problem oder das Problem der Politik. Zu einem Problem wird es bei irreführender Werbung, aber das wird ja auch schon heute sanktioniert.

Wiki sagt nein.
„Der Werbung und den Medien können wir nicht mehr entkommen. Aber was bedeutet das für uns? Der öffentliche Raum verwandelt sich zunehmend in eine gigantische Werbefläche für Produkte aller Art. Die ästhetischen und politischen Konsequenzen sind überhaupt noch nicht abzusehen.“ Quelle


Tut mir ja ehrlich leid, aber du entlässt den Einzelnen aus seiner Verantwortung und genau da liegt die fehlerhafte Grundannahme. Du gehts davon aus, dass der Bürger grundsätzlich unmündig sei, aber das eigentlich gar nicht sein will, sondern von der bisherigen Politik dahin getrieben wurde.
Das ist aber falsch. Der Bürger, der unmüdnig ist, begibt sich freiwillig in diese Unmüdigkeit. Nochmal. Wenn es so wäre wie du behauptest dürfte es keine mündigen Bürger geben. Fakt ist aber, dass es diese gibt.

"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung."
Immanuel Kant

Es soll ja auch keiner gezwungen werden, sich seiner selbst bewusst zu werden. Aber das du - ich schreib das jetzt nochmal genau so, und immer wieder, bis es ankommt - als FDPler/Liberaler so wenig Verantwortungsbewusstsein für deine Mitmenschen aufbringst, dass du sie atomomisiert den Mächten der organisierten Marktteilnehmer ausgesetzt bleiben lassen willst, erschreckt mich. Erkläre mir mal wo das mit "Freiheit" in Einklang zu bringen ist.
Was du hier schreibst erklärt mir allerdings den Zustand deiner Partei...

Du gehts davon aus, dass der Bürger grundsätzlich unmündig sei, aber das eigentlich gar nicht sein will, sondern von der bisherigen Politik dahin getrieben wurde. Das ist aber falsch. Der Bürger, der unmüdnig ist, begibt sich freiwillig in diese Unmüdigkeit.

Guten Morgen! Schon mal den Begriff "TINA-Politik" gehört?
Wir hatten uns weiter oben schon über das indirekte Wahlrecht auseinandergesetzt, aber ich gebe dir gerne nochmal einen Link. Keine Angst, da steckt der Dahrendorf-Kreis dahinter.
Zitat:"Es ist eine urliberale Forderung den verantwortungsbewussten und selbstbestimmten Bürger in politische Prozesse einzubinden. Derzeit gehen politische Mechanismen oft an dem vorbei, was den Menschen die Möglichkeit gibt, mit zu gestalten. Wenn die Politik weiterhin nicht die Notwendigkeit erkennt, Bürger zu hören, zu informieren, zu fordern und einzubinden, wird die Politikverdrossen noch steigen scheitern."

Und genau diese von dir geäußerte Grundannahme führt dann zu übertriebenen, tief in die Privatautonomie eingreifenden Regulierungen. Am Ende des Tages schaffst du damit genau das Gegenteil von dem, was vermeintlich erreicht werden soll.
Das beste Beispiel dafür ist das Rauchverbot in Kneipen und Restaurants.

:lol:
Ich bin Raucher. :lol: Kann mit dem Rauchverbot aber gut leben. Wie die meisten anderen Süchtigen auch. Die Proteste halten sich ja schon ziemlich in Grenzen, nicht wahr? Aber schön, dass sich ein FDPler an genau DER Stelle für Bürgerrechte einsetzt. Sorry, aber ich kann ich nicht mehr... :lol: Wer dem Gesundheitssystem und anderen Bereichen Schäden in Milliardenhöhe verursacht muß auch dafür gerade stehen. Verursacherprinzip? Schon mal gehört? Schutz vor Krebs durch Passivrauchen, na klingelt's?


Entscheidungsfreiheit wird doch immer durch staatliche Regulierung eingeschränkt. Und wenn du von Entscheidungsfreiheit redest, dann kann die Freiheit der Entscheidung nicht nur auf einer Seite vorhanden sein. Ja, wir haben in Deutschland zu viele Subventionen, zu viele martbegrenzende Gesetze und ja, die FDP hat sich da nicht immer so liberal gezeigt, wie ich es mir wünschen würde. Und ich glaube auch, dass die Piraten mit sehr viel Euphorie und gutem Willen an die Sache herangehen. Aber am Ende des Tages kommt es in der konkreten Situation auf eine konkrete Entscheidung an, die du man in einem Abwägungsprozess zu treffen hat.

:zzz: Dieses Scheinargument habe ich jetzt mal überlesen. Das ist ideologisch motiviert. Wie weiter oben schon angerissen ist der Staat zum Teil gefordert, eben diese Entscheidungsfreiheit zu gewährleisten. Dir das jetzt auch noch zu erklären dauert mir aber einfach zu lang. Google dich da mal selber rein.


Diese Diskussion bin ich gerne bereit zu führen. Und diese Diskussion wird tatsächlich unter liberalen Theoretikern seit Ewigkeite geführt.

(...)

Es ist also mitnichten so, dass die Gemeinschaft daraus keinen Nutzen ziehen würde. Im übrigen ist, wenn man sich auf theoretische Diskussionen einlassen will und diese ausgibig führen will, schon fraglich, ob die Gemeinschaft überhaupt einen Anspruch auf Teilhabe an fremden Eigentum hat. Das Grundgesetz hat diese Frage mit "Ja" beantwortet. Aber die Frage, ob das richtig oder falsch ist, ist damit noch nicht beantwortet. ;)

Ich habe keine Lust im Detail das dt. Erbrecht zu diskutieren, wir kommen hier vom Thema ab.
Der Steuerrückfluss gleicht die Allokation nicht aus. Es kommt dann zur Oligo-, später zur Monopolisierung.
Zum fetten: So seit ihr halt, ihr Liberalen: völlig verantwortungslos gegenüber der Gesellschaft. Link
(okay, Papier ist CDUler)


Grundsätzlich haben wir da Einigkeit, was das Eigentum an in den Gensequenzen in der Natur vorkommender Pflanzen haben.
Allerdings ist das immer eine Frage des gesellschaftlichen Konsens, was "Recht" und "Unrecht" ist. Verweise auf den Absatz, den ich zuvor geschrieben habe. Der Satz "Eigentum verpflichtet" ist in Deutschland gesellschaftlicher Konsens. Kann aber durchaus sein, dass ihn einige als falsch und damit als Unrecht ansehen.

Dann bin ich gespannt auf alternative Gesellschaftskonzepte die nicht auf vollkommene Abhängigkeit hinauslaufen. Wir sehen an Staaten wie Indien, China, auch den USA, Mexiko u.v.a. zu welch herrlichen gesellschaftlichen Friedenszuständen die Entlassung der Eigentümer aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung führt.
Mensch Felissilvestris, guck doch mal nachrichten!


So ungefragt ist das Thema im Bundesrat nicht.

Ja. Es ist nicht ungefragt. Das übliche politische Tit-for-Tat. Als Oppositionspartei kann die Piratenpartei in Berlin natürlich ihre Meinung äußern, damit SPD/CDU in Berlin so stark beeindrucken dass die dann im Bundesrat die Piratenmeinung 1:1 kopieren und dann der Kanzlerin erzählen, wie der Hase läuft. Wir verlieren hier wohl den Faden der Diskussion: MOMENTAN tut es für die Piratenpartei nicht Not sich zu Aussenpolitik und €-Krise zu äussern. Das kommt noch. Einer nach dem Anderen - ihr geht alle noch über die Planke, nicht drängeln, jeder bekommt nur ein Tuch... :p

Falsch. Aber über das EEG wird beispielsweise der gleiche Fehler wiederholt, den man schon bei der Kernenergie und deren Einführung gemacht hat. Es gab und gibt in Deutschland keinen freien Energiemarkt. Immer und überall hat der Staat mitgemischt. Und gerade bei dem Thema Kernenergie haben wir hier aus ausführlichst diskutiert. Und ich habe immer dafür plädiert diese Möglichkeit der Energieerzeugung zu belassen, sofern man alle Subventionen streicht.
Es gibt in Deutschland keinen Marktpreis für elektrischen Strom, weil alles durch staatliche Einflussnahme beschädigt ist.

Und jetzt kommts:

Im übrigen sollte man bitte nie die geschichtliche Entwicklung der Kernenergie ausser acht lassen. Was nämlich häufig ganz ausversehen vergessen wird, ist die Tatsache, dass die öffentliche Hand, und damit der Bürger, häufig Eigentümer oder Miiteigentümer an den KKWen war. Bzw. zumindest Miteigentümer der Unternehmen, denen dann wiederum die Kraftwerke gehörten.

Ah, Interessenkonflikt der Politiker, sehr interessantes Thema. Sind wa ja schlußendlich wieder bei der Nicht-Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption angelangt.
Zu behaupten, der, wie oben von dir verteidigt wurde, "freiwillig" unmündige Bürger, der in den 50er/60er Jahren noch deutlich häufiger anzutreffen war als heute, habe sich auf dem Wege der indirekten Wahl von Adenauer und Erhardt bewusst auch für die Kernenergie entschieden, wenn doch gleichzeitig die Westbindung, die Angst vor den Kommunisten und viele tradierte Verhaltensweisen den Ausschlag für die Wahlentscheidungen gaben, die für Jahrhunderte hinaus Tatsachen schufen aber schon von der nächstbesten Generation hinterfragt und für falsch erklärt wurden, dann zeugt das von einer erschreckenden Unkenntnis der Geschichte unseres Landes.

Ich muß all das nicht zwanghaft verteufeln, ich kann vieles davon nachvollziehen. Aber ich bin nicht länger bereit, das zu akzeptieren.
 
Dass es eine Wechselwirkung gibt, habe ich doch nie bestritten; mir geht es nur um das Ausmaß. Dieses Ausmaß ist keinesfalls einheitlich, sondern variiert in erheblicher Bandbreite, denn bei einem Romanautor beispielsweise hat der Einfluss ein ganz anderes Ausmaß als etwa bei einem Werbetexter. Deswegen wehre ich mich auch so sehr dagegen, alle "Kreativen" in einen Topf zu werfen, weil es sich dabei jeweils um völlig verschiedene Lebens- und Arbeitsumstände dreht.

Das ist richtig. Eine wachsende Zahl von Bürgern möchte die Verhältnisse eben gerade rücken, das Urheber- und verwandte Rechte austarieren, nicht gänzlich abschaffen.

Stimmt, es wird kopiert, und gegen die - bereits jetzt völlig legale - Privatkopie habe ich auch nichts. Ich sehe nur nicht ein, warum Privatkopien massenhaft über das Internet verteilt werden sollen, ohne dass der Urheber darauf Einfluss hat.

Weil die moderne Technik zum Zwecke der Bequemlichkeit eingesetzt wird. Darum. Aufm Dorf setz' ich mich halt nicht ins Auto, fahre zum Laden in der Stadt und Leihe eine DVD aus, hoffentlich ist genau die, die ich will auch da und gebe die tags drauf zurück. Bisschen viel Arbeit, für so'n kurzen Film.

Der Urheber hat doch momentan auch keinen Einfluß darauf, wo sein Werk gezeigt wird. Er verdient nur auch nicht viel daran. DAS sollte sich schon ändern. Aber das ist durch Verbote nicht zu erreichen.
 
Eine wachsende Zahl von Bürgern möchte die Verhältnisse eben gerade rücken, das Urheber- und verwandte Rechte austarieren, nicht gänzlich abschaffen.

Was genau gibt es denn da auszutarieren? Wenn ich ein Buch schreibe, dann bin ich dazu vielleicht von irgendetwas inspiriert worden, aber die komplette Arbeit, bis aus dieser Inspiration etwas wird, das veröffentlicht werden kann, trägt doch nicht die Gesellschaft, sondern die trage ich als Autor komplett alleine. Folglich beharre ich auch darauf, dass das mein Werk ist, an dem ich das Urheberrecht habe und sonst niemand. Wer mir dann erzählen will, dass da eine amorphe Gesellschaft ebenfalls Ansprüche anzumelden hat, dem trete ich - vorerst noch symbolisch - vor das Schienbein.
 
Da ich jetzt nicht die Zeit habe den Text wieder in seinen einzelnen Passagen auseinanderzunehmen nur ein paar Anmerkungen:

1. Das Rauchverbot: Damit magst du gut leben können. Kann ich theoretisch auch. Aber wenn du von mündigen Bürgern redest, freien Märkten etc redest und dann gleichzeitig dem Markt ein Anbeot entziehst (das Raucherlokal), machst du dich genauso unglaubwürdig wie du es den etablierten Parteien vorwirfst.
Gleichzeitig schränkt man dabei massiv die Rechte des Wirts ein. Es wurde nie und wäre auch weiterhin kein Nichtraucher gezwungen worden eine Raucherkneipe/lokal zu betreten.
Es ist genau diese Bevormundung.

Und dann reden wir vom Verursacherprinzip. Aber dann bitte konsequent und auf alle Lebensbereiche ausgedehnt. Wer sich im Skiurlaub in Zukunft die Haxen bricht, der hat die Kosten gefälligst selbst zu bezahlen. Wer im zu viel Süßes oder Fettes ist, hat die Kosten für Folgerkrankungen ebenfalls selbst zu bezahlen. Und man kann das ganze noch von der Gesundheitsebene weg bewegen.
Man kann es auch anders auszudrücken: Wenn jemand eine direkte kausale Ursache für den Eintritt eines Schadensfalls setzt, der auch noch, um es ein bisschen enger zu fassen, sich in dem selbst gesetzten Risikobereich bewegt, sollte am besten keine Ansprüche auf Hilfe aus den Versicherungsgemeinschaften habe. Dann kommen wir nämlich tatsächlich der Eigenverantwortung sehr nah.

2. Zur Mündigkeit:

Nochmal und wir haben es bei den politischen Partizipationsmöglichkeiten, die bereichts vorhanden sind, schon angesprochen: Nicht mal die Möglichkeiten, die es bereits gibt werden von der Masse angenommen. Das ist schlicht ein Zeichen dafür, dass sich der Mensch weiterhin in einer freiwilligen Unmüdnigkeit befindet und von Niemandem dorthin gezwungen wird.
Anders ausgedrück, wer seienen A*** nicht von der Couch bekommt, der braucht nachher auch nicht meckern, dass er nicht mitreden konnte.

Für Werbung gilt das gleiche. Sicher beeinflusst einen diese. Das habe ich nie abgestritten. Aber ich von meiner Seite habe noch nie eine Kaufentscheidung allein aufgrund von Werbung getroffen. Ich sage ja bei mir spielt das nur eine sehr untergeordnete Rolle. Ich entwickle zum Beispiel eine sehr starke Markenbindung, wenn ich mit Produkten einer Marke sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Verliere sie aber dann auch schnell, wenn ich negative Erfahrungen gemacht habe. Und einige Marken kaufe ich grundsätzlich gar nicht mehr. Gleichzeitig spielen dann finanzielle Erwägungn eine Rolle. Wobei am Ende noch der Preisvergleich steht und damit auch die Entscheidung, wo ich ein Produkt kaufe.

Aber wenn ich lese, dass die Leute ihre Strom- und Telefonanbieter (meist aus Bequehmlichkeit) nicht wechseln und lieber in teuren Tarifen verharren, dann sollen sie sich am Ende nicht beschweren.

3. Verantwortung für die Gesellschaft. Die übernimmt man sehr wohl und sehr gerne. Ich bin aber nicht bereit Leuten alles abzunehmen. Ein gewisses Maß an Eigenverantwortung muss man einem gesunden Durchschnittsmenschen abverlangen können.
Und da sage ich auch ganz ehrlich, wenn jemand, mal ein ganz praktisches Beispiel, sich heute noch auf Kaffeefahrten begibt und da gnadenlos abgezockt wird, dann tun mir diese Leute überhaupt nicht mehr leid. Vor diesen Abzockerfahrten wird seit Jahr und Tag in allen Medien rauf und runter gewarnt.
 
Was genau gibt es denn das auszutarieren? Wenn ich ein Buch schreibe, dann bin ich dazu vielleicht von irgendetwas inspiriert worden, aber die komplette Arbeit, bis aus dieser Inspiration etwas wird, das veröffentlicht werden kann, trägt doch nicht die Gesellschaft, sondern die trage ich als Autor komplett alleine. Folglich beharre ich auch darauf, dass das mein Werk ist, an dem ich das Urheberrecht habe und sonst niemand. Wer mir dann erzählen will, dass da eine amorphe Gesellschaft ebenfalls Ansprüche anzumelden hat, dem trete ich - vorerst noch symbolisch - vor das Schienbein.

Okay. Deins bleibt deins wie's singt und lacht. :)

Aber wenn du das verkaufst, wird es kopiert werden. Da kannst du ja gerne an Anstand und Sitte appelieren, hilft aber wenig. Wem dein Werk gefällt, der kauft es dann auch - okay, bei CDs funzt das gut, bei Büchern vielleicht nicht so. Text lesen kann ich auch am PC...
Die Gesetze sollen deine Rechte verteidigen damit du was von der Veröffentlichung deines Werkes hast. Daher wird über pauschale Vergütung diskutiert - bspw. durch Steuer auf Speichermedien oder sowas wie die VG Wort (vom Prinzip her!).

Es gibt jedenfalls Wege, dein Recht zu sichern ohne das eine umfassende, verdachtsfreie Kontrolle der Bürger stattfindet. Dass nämlich ist die Alternative, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Urteile zum Schwarzsehen am PC - der Begriff Raubkopie ist ein Lobby-Kampfbegriff fder jeder Grundlage entbehrt - wie das neulich in München sind aberwitzig und nicht vermittelbar. Zur enormen Bürokratie soll sich also noch ein vollautomatisierter Überwachungsapparat gesellen, damit die veralteten Geschäftsmodelle weiter "funktionieren"?
DAS ist utopisch.

Du musst dich ja jetzt schon mit der Gesellschaft auseinandersetzen, wenn es um DEIN Werk geht: darfst ja auch nicht alles schreiben und das überall verbreiten. Es ist also nicht so, dass auf einmal jemand kommt und dir DEIN Recht einschränken will.
Wie immer: ein kleines Tit-for-Tat zwischen dir, deinem Umfeld und der Allgemeinheit.
 
Mir Unreife vorzuwerfen, weil ich deine Vorurteile nicht klaglos hinnehme, ist frech, passt aber zu deinem bisherigen Auftritt hier.

Das kann ich dann doch nicht so stehen lassen werter Niedersache.. wieder das "Abbügel-Muster". Mag auch die Members nicht mit dem Mist nerven, hätte auch PMen können.. aber das wäre mir in diesem Falle zu persönlich.

Ich bin nur mal ein paar Posts von Dir durchgegangen.. ok, sie sind nun aus dem Zusammenhang gerissen.. aber sie sprechen doch dafür, dass Du
mir Frechheit vorwirfst aber selbst wohl kein Kind von Traurigkeit bist.

Hier ein kleines Portfolio..

"Wie gesagt: Möchtegern-Experte. Aber auch für solche Gestalten bietet dieses Forum einen Platz."

"dafür aber die überaus kompetenten Sofa-Experten, die im Forum ihre Weisheit in die Gegend kotzen, ja? :stirn: "

"Herzelein, wenn du keinen Widerspruch verträgst, dann solltest du dich nicht in einem Diskussionsforum äußern, sondern deine Meinung auf einen Zettel schreiben und irgendwo ans schwarze Brett hängen.... "

"Und genau das ist der pauschale, vollkommen überzogene Blödsinn, der eine Diskussion so müßig macht."

:thumb:

So nun ist's gut für mich. :tnx:
 
Ich bin nur mal ein paar Posts von Dir durchgegangen.. ok, sie sind nun aus dem Zusammenhang gerissen.. aber sie sprechen doch dafür, dass Du
mir Frechheit vorwirfst aber selbst wohl kein Kind von Traurigkeit bist.

Lies doch bitte noch einmal nach, was ich dir genau vorgeworfen habe, vielleicht wird es dir dann klarer.

Dass ich Dinge unter Umständen auch gerne deutlich ausdrücke, will ich gar nicht verhehlen. Im Gegensatz zu anderen vertrage ich aber auch eine entsprechende Antwort und verkünde nicht weinerlich meinen Abschied, wenn ich einen Konter kassiere.
 
Da ich jetzt nicht die Zeit habe den Text wieder in seinen einzelnen Passagen auseinanderzunehmen nur ein paar Anmerkungen:

1. Das Rauchverbot: Damit magst du gut leben können. Kann ich theoretisch auch. Aber wenn du von mündigen Bürgern redest, freien Märkten etc redest und dann gleichzeitig dem Markt ein Anbeot entziehst (das Raucherlokal), machst du dich genauso unglaubwürdig wie du es den etablierten Parteien vorwirfst.
Gleichzeitig schränkt man dabei massiv die Rechte des Wirts ein. Es wurde nie und wäre auch weiterhin kein Nichtraucher gezwungen worden eine Raucherkneipe/lokal zu betreten.
Es ist genau diese Bevormundung.

Oh sorry. Hier in Berlin gibt's an jeder Ecke Rauerkneipen. :D

Oh Mann, echt. Dem Markt wird kein Angebot entzogen. Wenn du rauchen willst, geh vor die Tür. Wenn das schon zu viel ist...
Zum Furzen sollte man übrigends auch vor die Tür gehen, ist zwar kein Gesetz aber Anstand - und das macht man, oder trägt die Konsequenzen. Das mit dem Nichtrauerzwang ist derartig albern das mir die Zeit zu schade ist, darauf einzugehen.


Und dann reden wir vom Verursacherprinzip. Aber dann bitte konsequent und auf alle Lebensbereiche ausgedehnt. Wer sich im Skiurlaub in Zukunft die Haxen bricht, der hat die Kosten gefälligst selbst zu bezahlen. Wer im zu viel Süßes oder Fettes ist, hat die Kosten für Folgerkrankungen ebenfalls selbst zu bezahlen. Und man kann das ganze noch von der Gesundheitsebene weg bewegen.
Man kann es auch anders auszudrücken: Wenn jemand eine direkte kausale Ursache für den Eintritt eines Schadensfalls setzt, der auch noch, um es ein bisschen enger zu fassen, sich in dem selbst gesetzten Risikobereich bewegt, sollte am besten keine Ansprüche auf Hilfe aus den Versicherungsgemeinschaften habe. Dann kommen wir nämlich tatsächlich der Eigenverantwortung sehr nah.

Jaja. Das könnte dir so passen, was?! Weil man die Leute zu eigenverantwortlichen Entscheidungen ermutigt gleich das gesamte Solidarsystem eintüten. Dann musst du aber auch konsequent bleiben und allen eine Streitaxt in die Hand geben.

2. Zur Mündigkeit:

Nochmal und wir haben es bei den politischen Partizipationsmöglichkeiten, die bereichts vorhanden sind, schon angesprochen: Nicht mal die Möglichkeiten, die es bereits gibt werden von der Masse angenommen. Das ist schlicht ein Zeichen dafür, dass sich der Mensch weiterhin in einer freiwilligen Unmüdnigkeit befindet und von Niemandem dorthin gezwungen wird.
Anders ausgedrück, wer seienen A*** nicht von der Couch bekommt, der braucht nachher auch nicht meckern, dass er nicht mitreden konnte.

Stimmt. Schon mal darüber nachgedacht dass der gebotene Einheitsquark zum Kotzen ist und eben darauf spekuliert wird, wenn unausweichliche Entscheidungen auf die lange Bank geschoben werden? Die Teilnahme der Bürger an Entscheidungsprozessen soll Parteimitgliedern mit Karrierezielen am Herzen liegen? Wer's glaubt guckt keine Nachrichten. Sonntagsreden sind das, nichts weiter.
Die Demokratiedefizite der EU sind seit Jahrzehnten bekannt. Wird da was unternommen, bspw. zur Stärkung des EU-Parlaments? Nö. C.Montgomery Merkel legt sich nur dann besonders ins Zeug, wenn es darum geht den dt. Autobauern faire Abgaben wg. CO²-Belastung zu ersparen und ihr ein lächerliches EU-Umweltsigel zu schenken. Nicht, dass sich Innovationen irgendwann lohnen würden... Nicht so lange auf Teufel komm raus mit dem alten Modell gearbeitet werden kann...
Wer will sich da schon auf kommunaler Ebene mit solchen Leuten, solchen Taktiken und diesem Maß an ideologischer Verblendung rumplagen - wenn es um Ampeln hier oder da geht?


(...)
Aber wenn ich lese, dass die Leute ihre Strom- und Telefonanbieter (meist aus Bequehmlichkeit) nicht wechseln und lieber in teuren Tarifen verharren, dann sollen sie sich am Ende nicht beschweren.

Von diesen Rentnern und Leuten mit zu viel Geld schliesst du auf die Allgemeinheit?

3. Verantwortung für die Gesellschaft. Die übernimmt man sehr wohl und sehr gerne. Ich bin aber nicht bereit Leuten alles abzunehmen. Ein gewisses Maß an Eigenverantwortung muss man einem gesunden Durchschnittsmenschen abverlangen können.
Und da sage ich auch ganz ehrlich, wenn jemand, mal ein ganz praktisches Beispiel, sich heute noch auf Kaffeefahrten begibt und da gnadenlos abgezockt wird, dann tun mir diese Leute überhaupt nicht mehr leid. Vor diesen Abzockerfahrten wird seit Jahr und Tag in allen Medien rauf und runter gewarnt.

Das stimmt. Dazu ist aber

- freier Zugang zu objektiven Informationen,
- offene Wahlmöglichkeiten und
- die entsprechende Lebenseinstellung nötig.
(und vielleicht auch noch mehr...)

Und komm' mir jetzt nicht damit, dass die Menschen umerzogen werden sollen. Das ist nicht das Ziel. Sie sollen endlich selbst entscheiden, was sie wollen. Wer seine Stimme nicht erhebt ist einverstanden, da stimme ich zu. Aber immer mehr Leute erheben nun mal ihre Stimme, wurden ignoriert, ausgelacht und sind gerade dabei an Einfluß zu gewinnen...

Nebenbei gesagt ist es nicht das erste Mal, dass gesellschaftliche Umwälzungen im Zuge ökonomischer Entwicklungen vollzogen werden. Letztes super Beispiel das mir spontan einfällt dafür war die Bildungsoffensive.
 
@ Felissilvestris

Deine Ansicht, man müsse dem Markt größtmögliche Freiheiten einräumen, kommt aus deinem letzten Postings klar zum Ausdruck:

Rauchverbot:
Finde ich im Nachhinein gut. Bin selbst Raucher. Rauchverbot im Büro finde ich gut, weil ich dann weniger rauche und dann stattdessen auf dem Balkon gehe. Dh, ich atme den Rauch selbst nicht permanent ein und mute nicht anderen das zu tun.
In Retaurants finde ich es ebenfalls gut, da man das Essen ohne Rauch besser genießen kann.
In kleinen Kneipen darf man in der Regel rauchen oder es gibt separate Räume extra für Raucher.
Mit der Regelung bin ich inzwischen einverstanden und ich finde sie auch zumutbar.
Hier hat der Staat eingegriffen, weil der Marlkt alleine es nicht aus sich heraus regeln konnte.

Telefonanbieter:
Sind alle aus meiner Sicht Abzocker, da hilft es auch nicht, den Anbieter zu wechseln, deswegen ist es gut, dass der Staat da regulliert
 
Oh sorry. Hier in Berlin gibt's an jeder Ecke Rauerkneipen. :D

Oh Mann, echt. Dem Markt wird kein Angebot entzogen. Wenn du rauchen willst, geh vor die Tür. Wenn das schon zu viel ist...
Zum Furzen sollte man übrigends auch vor die Tür gehen, ist zwar kein Gesetz aber Anstand - und das macht man, oder trägt die Konsequenzen. Das mit dem Nichtrauerzwang ist derartig albern das mir die Zeit zu schade ist, darauf einzugehen.

Tut mir leid, aber es so schön passend, weil du dir in dem Punkt seöbst widersprichst:

Und komm' mir jetzt nicht damit, dass die Menschen umerzogen werden sollen. Das ist nicht das Ziel. Sie sollen endlich selbst entscheiden, was sie wollen. Wer seine Stimme nicht erhebt ist einverstanden, da stimme ich zu. Aber immer mehr Leute erheben nun mal ihre Stimme, wurden ignoriert, ausgelacht und sind gerade dabei an Einfluß zu gewinnen.

Und jetzt sag mir bitte nicht, die Leute wären sich nicht bewusst über die schädlichen Wirkungen des Rauchens. Steht fett auf jeder Zigarettenpackung!

@hammra: ich als wirklicher "Alkoholraucher", also jemand der nur raucht, wenn er unterwegs ist und sich auch fleißig einen gibt, profitiere am Ende des Tages auch davon, dass man in Restaurants etc. nicht mehr rauchen darf. Persönlich finde ich das sehr angenehm. Allerdings gab es auch schon vor dem gesetzlichen Rauchverbot Lokale in denen nicht geraucht werden durfte. Die hat man dann eben bevorzugt aufgesucht.

Es geht nicht darum, ob man persönlich das eine oder das andere lieber mag, sondern darum die Wahlfreiheit zu haben. Insbesondere auch die Wahlfreiheit für den Betreiber der jeweiligen Lokalität.


Jaja. Das könnte dir so passen, was?! Weil man die Leute zu eigenverantwortlichen Entscheidungen ermutigt gleich das gesamte Solidarsystem eintüten. Dann musst du aber auch konsequent bleiben und allen eine Streitaxt in die Hand geben.

Wenn du anderen Inkonsequenz zum Vorwurf machst, dann musst du eben auch damit leben, dass man dir den Spiegel vorhält. Ja. Man kann eben darüber durchaus streiten welche eigenverantwortliche Selbstgefährdung jetzt noch gesellschaftlichen akzeptiert ist oder nicht. Faszinierend ist, dass die Raucher da immer das Paradebeispiel sind. Wie sieht das eigentlich aus mit Personen, die sich durch den Konsum illegaler Drogen an der Gesundheit schädigen und daher der Behandlung bedürfen?


Stimmt. Schon mal darüber nachgedacht dass der gebotene Einheitsquark zum Kotzen ist und eben darauf spekuliert wird, wenn unausweichliche Entscheidungen auf die lange Bank geschoben werden? Die Teilnahme der Bürger an Entscheidungsprozessen soll Parteimitgliedern mit Karrierezielen am Herzen liegen? Wer's glaubt guckt keine Nachrichten. Sonntagsreden sind das, nichts weiter.

Das ist genau der Vorwurf den ich nicht gelten lasse und den ich bei allem Respekt als maßlose Unverschämtheit zurückweisen muss.

Nur weil sich politische interessierte Bürger entscheiden Mitglied einer Partei zu werden, ist ihre Motivation der politischen Betätigung nicht von "Karrierezielen" getrieben. Mag ja sein, dass sich so mancher als Bessermensch vorkommt, wenn er seine politische Betätigung lieber in irgendwelchen Initativen, die nur seine rein egoistischen Ziele verfolgt, oder in irgendwelche NGOs auslebt, aber deswegen ist er nicht tatsächlich besser oder schlechter.
Genau aus dem Grund habe ich mich immer dagegen gewehrt mich selbst als "Politiker" zu bezeichnen. Es gibt in dem Sinne keine "Politiker". Diese Begrifflichkeit dient in meinen Augen nur dazu eben diesen Gegensatz "von denen da Oben und uns da Unten" zu manifestieren. Leider existiert diese Begrifflichkeit. Ich bin Bürger wie jeder andere, der politisch interssiert war und ist, sich aus diesen Gründen heraus dafür entschieden hat politisch aktiv zu werden. Ich habe dafür immer sehr viel Freizeit und Geld geopfert und tue dieses noch heute.
Als Politiker wird man nicht geboren. Die Zeiten des Adels, wo die Kategorien von Oben und Unten noch eine Berechtigung hatten sind schon lange vorbei.

Daher stehe ich auch neuen Parteien oder Initativen grundsätzlich wohlwollend gegenüber auch wenn ich deren Ansichten nicht teile. Das ist mir nämlich alle mal lieber, als die ganzen Schlauschnacker, die selbst nicht bereit sind etwas zu tun, aber einen dann blöd von der Seite anmachen.
 
Tut mir leid, aber es so schön passend, weil du dir in dem Punkt seöbst widersprichst:

Und jetzt sag mir bitte nicht, die Leute wären sich nicht bewusst über die schädlichen Wirkungen des Rauchens. Steht fett auf jeder Zigarettenpackung!

Sucht? Droge mit dem größten Suchtpotential? vs. freie Entscheidung? Hallo?

(...)
Es geht nicht darum, ob man persönlich das eine oder das andere lieber mag, sondern darum die Wahlfreiheit zu haben. Insbesondere auch die Wahlfreiheit für den Betreiber der jeweiligen Lokalität.

Und jede Wahlfreiheit hat ein Ende. Das wird ausdiskutiert und die Rechte der Minderheit geachtet. Man hätte Kippen verbieten KÖNNEN, hätte dem Steuerzahler viel Geld gesparrt, wollte man nicht. Zwang ist nicht gut, über das Ausbaden der Konsequenzen eigenen Handelns ist der Aha-Effekt deutlich höher.

Wenn du anderen Inkonsequenz zum Vorwurf machst, dann musst du eben auch damit leben, dass man dir den Spiegel vorhält. Ja. Man kann eben darüber durchaus streiten welche eigenverantwortliche Selbstgefährdung jetzt noch gesellschaftlichen akzeptiert ist oder nicht. Faszinierend ist, dass die Raucher da immer das Paradebeispiel sind. Wie sieht das eigentlich aus mit Personen, die sich durch den Konsum illegaler Drogen an der Gesundheit schädigen und daher der Behandlung bedürfen?

Ja: Eigenverantwortung
Nein: Zwang

Ja: Verhältnismäßigkeit
Nein: Gleichmacherei

Wir fingen an mit dem Freiheitsbegriff der Piratenpartei, deren Ziele usw. Mittlerweile ist das hier ein wilder Ritt durch Alles. Eigentlich alle treiben Sport, daher sind Behandlungen von Sportverletzungen wohl akzeptierte Leistungen der Gesellschaft. Drogen wie Nikotin nicht mehr, daher der Ausstieg aus der Solidarität mit Rauchern. Aber die dann nicht im Regen stehen lassen, also doch, aber nur vor der Tür, nicht sinnbildlich, was also die Fürsorge der Lungenkranken et.al. betrifft.


Das ist genau der Vorwurf den ich nicht gelten lasse und den ich bei allem Respekt als maßlose Unverschämtheit zurückweisen muss.

Du wasrst als (Ex-?)Lokalpolitiker nicht gemeint. Ich dachte, dass sei klar.

Nur weil sich politische interessierte Bürger entscheiden Mitglied einer Partei zu werden, ist ihre Motivation der politischen Betätigung nicht von "Karrierezielen" getrieben. Mag ja sein, dass sich so mancher als Bessermensch vorkommt, wenn er seine politische Betätigung lieber in irgendwelchen Initativen, die nur seine rein egoistischen Ziele verfolgt, oder in irgendwelche NGOs auslebt, aber deswegen ist er nicht tatsächlich besser oder schlechter.
Genau aus dem Grund habe ich mich immer dagegen gewehrt mich selbst als "Politiker" zu bezeichnen. Es gibt in dem Sinne keine "Politiker". Diese Begrifflichkeit dient in meinen Augen nur dazu eben diesen Gegensatz "von denen da Oben und uns da Unten" zu manifestieren. Leider existiert diese Begrifflichkeit. Ich bin Bürger wie jeder andere, der politisch interssiert war und ist, sich aus diesen Gründen heraus dafür entschieden hat politisch aktiv zu werden. Ich habe dafür immer sehr viel Freizeit und Geld geopfert und tue dieses noch heute.
Als Politiker wird man nicht geboren. Die Zeiten des Adels, wo die Kategorien von Oben und Unten noch eine Berechtigung hatten sind schon lange vorbei.

So, bei den Top-Down Entscheidungsprinzipien - die in allen etablierten Parteien herrschen - da bestimmt wer den Kurs der Partei? Naaaa? Die Führungsebene der Partei. Da hast du als Parteisoldat mal gar nix zu melden. Du klebst Plakate, redest der Lieschen Müller n Brötchen ans Ohr und zahlst deine Beiträge. Die Personen, die mittels ihrer connections in die Landes- oder Bundesebene aufsteigen sagen dir dann, was sie sich ausgedacht haben. Seeehr demokratisch. Die Parteien haben sich den Staat unter den Nagel gerissen, die Mitte-Boys benutzen die Parteien zu beruflichen Zwecken. Das war bei Schröder auch so. Der wollte an die Fleischtöpfe und hat sich hochgeschleimt bis seine Partei sich hat rumkriegen lassen. Fazit: historische Chance verpasst.
Kein rein dt. Phänomen, sondern ein Problem repräsentativer Demokratie mit geringer Transparenz.


Daher stehe ich auch neuen Parteien oder Initativen grundsätzlich wohlwollend gegenüber auch wenn ich deren Ansichten nicht teile. Das ist mir nämlich alle mal lieber, als die ganzen Schlauschnacker, die selbst nicht bereit sind etwas zu tun, aber einen dann blöd von der Seite anmachen.

Danke für die Hilfe.
Ab hier kann ich - glaube ich - alleine laufen. ;)
Denn Wohlwollen wird gerne angenommen, man muß ja auch in Zukunft miteinander auskommen - im und vorm Parlament - Rücksicht wird auch gewährt.
Aber Vereinnahmung wird genauso wenig geduldet wie Vernebelung.

Daher danke ich einstweilen für diesen interessanten und mitunter lehrreichen Disput, aber ich muß jetzt dringend nach Analogistan.

:beer:
 
Es wurde nie und wäre auch weiterhin kein Nichtraucher gezwungen worden eine Raucherkneipe/lokal zu betreten.
Es ist genau diese Bevormundung.

Heute können Nichtraucher entscheiden, ob sie eine Rauchergaststätte betreten oder nicht, aber hatten sie vor Einfürhung des Rauchverbots etwa eine andere Wahl? Wohl kaum, denn durch die allgemeine Raucherlaubnis schwebte in jedem gastronomischen Betrieb eine mehr oder weniger starke blaue Dunstwolke so daß sich Nichtraucher, insbesondere Kinder, de facto dazu gezwungen/bevormundet wurden, sich dem gesundheitsgefährlichem Qualm auszusetzen, wenn man irgendwo etwas essen oder trinken gehen wollte. Und diese Gesundheitsgefährdung war ja auch der Auslöser für die Einführung des Rauchverbots, auch weil wissenschaftliche Untersuchungen ergeben haben, daß beim Passivrauchen ein wesentlich größeres Gesundheitsrisiko besteht als bei aktiven Rauchern.
 
Und das aus gutem Grund. In 2010 hat Vater Staat durch die Tabaksteuer 13,3 Mrd. € eingenommen - wer schlachtet schon eine Kuh, die noch ordentlich Milch gibt? Abgesehen davon, würde ein Verbot dem Schmuggel von Tabakwaren Tür und Tor öffenen.

Jemand, der keinen Bock hat wegen vergifteter Milch zum Arzt zu müssen?

Soweit ich weiss wiegen die 13Mrd€ die Kosten nicht wieder auf. Aber die Übernehmen die Beitragszahler.
Aber eh ne rein hypothetische Rechnung, weil politisch nicht machbar und 'n Schlag ins Kontor, der sich erst später, wenn die Raucherkrankheiten nicht mehr bezahlt werden müssen, zu rechnen beginnt.

Und: das Thema kam hier auf, weil über die Sinnlosigkeit derlei Verbote diskutiert und die Frage der freien Entscheidung aufkam. Daher die etwas verkürzte Darstellung.
 
Soweit ich weiss wiegen die 13Mrd&#8364; die Kosten nicht wieder auf. Aber die Übernehmen die Beitragszahler.
Aber eh ne rein hypothetische Rechnung, weil politisch nicht machbar und 'n Schlag ins Kontor, der sich erst später, wenn die Raucherkrankheiten nicht mehr bezahlt werden müssen, zu rechnen beginnt.

Das ist das Problem. Man kann einem Staat schon eine zynische Doppelmoral unterstellen, wenn er mit Verbrauchssteuern wie z.B. Tabak- und Branntweinsteuer Millardeneinnahmen verbuchen kann, aber gleichzeitig im Budget des Gesundheitsministeriums, dem auch eininge Institutionen, zur Suchtprävention unterstellt sind, immer mehr gekürzt wird.
 
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