Allgemeiner Politik Thread

Stimmt die nehmen jeden, sogar Oettinger und Stoiber.
...

man merkt daran aber auch, welchen Stellenwert Posten auf europäischer Ebene unter deutschen Politikern einnehmen.
Die leider z.T. eher unfähigeren Leute werden nach Brüssel wegkomplimentiert.
Oder anderes Beispiel - der Fall Özdemir:
Mit seiner Bonusflugmeilen und dem Hunziger hat er sein Bundestagsmandat abgegeben. Nach kurzer Pause ist er dann Europaparlamentarier geworden. Also eigentlich in Ungnade gefallen, aber für's EU-Parlament war er noch gut genug...
 
@Werder-tinchen
Özdemir ist Grünenchef und zieht die Fäden bei den Grünen. Dafür war er noch gut genug. Im Grunde völlig belanglos, was der so treibt.


@maddin
Gewaltentrennung ist demokratisch legitimiert. Und gemäß Grundgesetz hat das Volk (auch gewaltsam, es gibt keinen Ausschluß von Möglichkeiten in diesem Passus) das Recht (sogar die Pflicht) eine Regierung abzusetzen die nicht Volkes Willen entspricht.
 
man merkt daran aber auch, welchen Stellenwert Posten auf europäischer Ebene unter deutschen Politikern einnehmen.
Die leider z.T. eher unfähigeren Leute werden nach Brüssel wegkomplimentiert.
Oder anderes Beispiel - der Fall Özdemir:
Mit seiner Bonusflugmeilen und dem Hunziger hat er sein Bundestagsmandat abgegeben. Nach kurzer Pause ist er dann Europaparlamentarier geworden. Also eigentlich in Ungnade gefallen, aber für's EU-Parlament war er noch gut genug...

Also ist das EU-Parlament so was wie der VfL Wolfsburg der Politik...jeder der anderswo rausfliegt, absteigt oder sonst wie in Ungnade fällt, landet in Wolfsburg: Chris, Salihamidzic, Reus, Ochs...:lol:
 
Irgendwie wirken die Diskussionen hier reichlich konfus und die ganze Geschichte um Guttenberg geht mir langsam auf den Kecks. Ist ja schön, wenn wir im Moment keine anderen Probleme hätten. Dann kann man sich an irgendwelchen Blendern wie ihm aufhalten. Seine Beratertätigkeit für die EU ist zwar nen Witz, aber auch das ist nur ein kleiner Hinweis, auf die Probleme der EU-Bürokratie.

Wer da nun gute Arbeit leistet oder nicht kann man nicht einmal wirklich beurteilen, weil das ganze selbst für politisch interessierte reichlich intransparent ist.

Und ich weiss auch nicht wie man von nem dämlichen Eierwurf, gegen einen ebenso, ok das spar ich mir jetzt, Politiker auf irgendwelche Widerstandsrechte kommt ist mir reichlich schleierhaft. Und in gewisser Weise muss ich maddin recht geben, dass selbst Gewalt in einem repressivem System nicht per se als gerechtfertigt angesehen werden kann. Gerade Syrien ist in dieser Hinsicht ein spannendes Beispiel. Vielleicht sollte man sich in diesem Zusammenhang mal mit den tatsächlichen Hintergründen der "Aufstände" dort befassen. Die haben nämlich reichlich wenig mit dem sog. "Arabischen Frühling" zu tun, sondern sind ein Wiederauflammen eines schon mal gescheiterten Versuchs Syrien eine bestimmte politische Richtung zu bewegen. Das angstrebte System wäre dann sicherlich nicht weniger repressiv als das jetzige.
 
Also ist das EU-Parlament so was wie der VfL Wolfsburg der Politik...jeder der anderswo rausfliegt, absteigt oder sonst wie in Ungnade fällt, landet in Wolfsburg: Chris, Salihamidzic, Reus, Ochs...:lol:

leider ja.
mMn gibt es nur wenige richtig gute EU-Parlamentarier.
Das liegt aber halt auch an der sehr exekutivlastigen Struktur der EU. Die Legislative wird halt vernachlässigt. Das EU-Parlament hat immer noch viel zu wenige Kompetenzen im Vergleich zum Bundestag.
Es wird halt wesentlich mehr über den Ministerrat bzw. intergouvernemental entschieden.
Sorry, dass ich grad ins schwafeln gerate. Liegt an meinem derzeitigen Fernstudium in Governance... :O
 
leider ja.
mMn gibt es nur wenige richtig gute EU-Parlamentarier.
Das liegt aber halt auch an der sehr exekutivlastigen Struktur der EU. Die Legislative wird halt vernachlässigt. Das EU-Parlament hat immer noch viel zu wenige Kompetenzen im Vergleich zum Bundestag.
Es wird halt wesentlich mehr über den Ministerrat bzw. intergouvernemental entschieden.
Sorry, dass ich grad ins schwafeln gerate. Liegt an meinem derzeitigen Fernstudium in Governance... :O


Das EU-Parlament hat nicht nur zu wenig Rechte, es setzt sich auch völlig undemokratisch zusammen. Das ist ja schon der nächste Käse an dem Laden. Wie kann es sein, dass die Stimme eines Maltesers ein höheres Gewicht hat als die eines Deutschen? Da fängt doch der Unfug schon an. Und so lange all diese Dinge den Schwerpunkt im Bewusstsein der Bevölkerung über die EU ausmachen, wird dem auch keine große Akzeptanz zu teil. Dann kommen noch so andere Dinge wie gammelnde Unis in dem einen Land und in dem anderen prachtvolle Neubauten mit dem netten Hinweis "Mit Unterstützung der Europäischen Union".

Die ganze EU, nicht nur der Euro, wird scheitern, wenn man das nicht ganz schnell wieder vom Kopp auf die Füße stellt.
 
Das EU-Parlament hat nicht nur zu wenig Rechte, es setzt sich auch völlig undemokratisch zusammen. Das ist ja schon der nächste Käse an dem Laden. Wie kann es sein, dass die Stimme eines Maltesers ein höheres Gewicht hat als die eines Deutschen? Da fängt doch der Unfug schon an. Und so lange all diese Dinge den Schwerpunkt im Bewusstsein der Bevölkerung über die EU ausmachen, wird dem auch keine große Akzeptanz zu teil. Dann kommen noch so andere Dinge wie gammelnde Unis in dem einen Land und in dem anderen prachtvolle Neubauten mit dem netten Hinweis "Mit Unterstützung der Europäischen Union".

Die ganze EU, nicht nur der Euro, wird scheitern, wenn man das nicht ganz schnell wieder vom Kopp auf die Füße stellt.

Völlig richtig, aber ist es bei der UN, z.B. beim Sicherheitsrat nicht auch so, dass alle Mitglieder gleich viel zählen? Also das dort nur die Stimme zählt und nicht von welchem Land sie kommt?:confused: Scheint dann gängige Praxis zu sein. :( Aber irgendwo ist es doch so, dass die Stimmen proportional zur Größe und Einwohnerzahl des Landes zählen, oder täusche ich mich? War das bei der FIFA bei der WM-Vergabe oder wo??
 
Und in gewisser Weise muss ich maddin recht geben, dass selbst Gewalt in einem repressivem System nicht per se als gerechtfertigt angesehen werden kann. Gerade Syrien ist in dieser Hinsicht ein spannendes Beispiel. Vielleicht sollte man sich in diesem Zusammenhang mal mit den tatsächlichen Hintergründen der "Aufstände" dort befassen. Die haben nämlich reichlich wenig mit dem sog. "Arabischen Frühling" zu tun, sondern sind ein Wiederauflammen eines schon mal gescheiterten Versuchs Syrien eine bestimmte politische Richtung zu bewegen. Das angstrebte System wäre dann sicherlich nicht weniger repressiv als das jetzige.

Also, das was du hier von dir gibst, ist reichlich krass. Damals hat dieses Regime seine Macht nur deswegen bewahren können, weil sie an die Aufständischen und deren Angehörigen ein Massaker verübt hatten (T40 Tote oder so).
Das Regime jetzt hat zuletzt T5 Tote zu verantworten.
Ähnliches der Bürgerkrieg in Algerien, wo eine demokratisch geführte Wahl vom Militär einfach einkassiert wurde, weil man die Meinung der Sieger bei dieser Wahl nicht teilte.

Ich halte es eher mit peter scholl-latour (er hat dies übrigens schon Anfang der 90er gesagt): "Lasst sie es doch machen und zeigen, ob sie es besser können, wenn sie Wahlen auf demokratischer Weise gewonnen haben".

Diktaturen zu bejahen, weil die neuen demokratisch gewählten Herrscher nicht unsere politischen Meinung teilen, ist nicht der richtige Weg.

Nicht, dass wir uns missverstehen, ich teile nicht die Meinung dieser demokratisch gewählten neuen Herrscher.
 
Die UN-Vollversammlung besteht aber nicht aus Abgeordneten die von den einzelnen Ländern durch Wahlen entsand werden.
Redete ja nur vom Europäischen Parlament. Tatsächlich ist es im Europäischen Rat oder im Rat der Europäischen Union (Ministerrrat) ohnehin so, dass die Staaten jeweils eine Stimmte haben. Ging mir um die Zusammensetzung dieses an Rechten kastrierten Parlaments. Denn das Parlament ist ja ohnehin die einzige Institution, die die Bevölkerungen der Mitgliedsstaaten "direkt" wählen können. Die Sitzverteilung nach Staaten richtet sich ja nach deren Größe. So hat Deutschland beispielsweise 99 Sitze im EP und Österreich 19. Allerdings haben die kleineren Länder mehr Mitglieder pro Einwohner als die größeren Staaten. Und damit kommt es zu einer Stimmwertungleichheit, weil quasi die Stimme eines Österreichers "mehr wert" ist als die eines Deutschen Wählers.
Es steckt dahinter tatsächlich sogar ein Sinn. Aber den verstehen viele einfach nicht. Und das ist eines dieser Probleme, was der Laden mit sich herumschleppt. Ich mein ich kanns in gewisser Weise nachvollziehen. Aber es ist, wie übrigens ähnlich auch beim BRat, schon nen bisserl problematisch.
 
Also, das was du hier von dir gibst, ist reichlich krass. Damals hat dieses Regime seine Macht nur deswegen bewahren können, weil sie an die Aufständischen und deren Angehörigen ein Massaker verübt hatten (T40 Tote oder so).
Das Regime jetzt hat zuletzt T5 Tote zu verantworten.
Ähnliches der Bürgerkrieg in Algerien, wo eine demokratisch geführte Wahl vom Militär einfach einkassiert wurde, weil man die Meinung der Sieger bei dieser Wahl nicht teilte.

Ich halte es eher mit peter scholl-latour (er hat dies übrigens schon Anfang der 90er gesagt): "Lasst sie es doch machen und zeigen, ob sie es besser können, wenn sie Wahlen auf demokratischer Weise gewonnen haben".

Diktaturen zu bejahen, weil die neuen demokratisch gewählten Herrscher nicht unsere politischen Meinung teilen, ist nicht der richtige Weg.

Nicht, dass wir uns missverstehen, ich teile nicht die Meinung dieser demokratisch gewählten neuen Herrscher.


Du hast mich da falsch verstanden. Wenn die Aufstände in Syrien tatsächlich aus Bestrebungen hin zu einer Demokratie geschehen würden, dann wäre ich deiner Meinung. Diese Meinung habe ich auch in Ägypten massiv vertreten.
Was wir in Syrien erleben ist, so erscheint es zumindest, wenn man die arabischen Medien aufmerksam verfolgt, ein weiter Versuch der Saudis ein ihnen genehmes Regime in Damaskus zu installieren. Syrien quasi zu einem Saudischen-Satelliten zu machen.
Könnte hier jetzt lang und breit versuchen die momentane Situation in der arabischen und islamischen Welt darzustellen, aber das würde leider viel Zeit in Anspruch nehmen, die ich jetzt nicht habe, und auch den Rahmen dieses Forums sprengen.
Nur kurz: Saudi-Arabien ist seit einigen Jahren massiv dabei mit viel Geld seinen Einfluss in der islamischen Welt auszudehnen. Sie bilden Leute in Saudi-Arabien aus, die den Islam in Form der whabitischen Lehre, versuchen auf der ganzen Welt zu verbreiten. Mit ihren Petrodollars bauen sie auch überall Moscheen und Koranschulen. Was meinst du wessen Geld wohl hinter vielen der zuletzt terroristischen Anschläge steht? Gleichzeitig haben sie aber in der arabischen/islamischen Welt einen gewissen Gegegenpart: Die Islamische Republik Iran. Die Familie Assad gehört zu Alawiten, dass ist eine (sektirerische) Abspaltung der shiitischen Glaubensrichtung. Daher stehen diese automatisch (insbesondere nach dem Ende der UdSSR) dem Iran näher als den Saudis. Bisher wurde in Syrien die vorgennanten Bestrebungen Saudi-Arabiens immer wieder zum Scheitern gebracht.

Dazu zwei Anmerkungen:

1. Wenn von "Muslimbrüdern" die Rede ist, dann haben die zwar historisch einen ähnlichen Ursprung, nur die haben in Ägypten und Syrien unterschiedliche Wege eingeschlagen, die vielleicht am Ende noch das gleiche Ziel verfolgen. Das wird man abwarten müssen.

2. Ich habe von diesem expansivem Wahabismus, den die Saudis betreiben relativ große Befürchtungen.

Leider Gottes, haben sich die Saudis, aus was für Gründen auch immer, in eine Geschickte Partnerschaft mit dem sog. Westen begeben. Auch wenn diese Partnerschaft mehr aus gegenseitiger Abhängigkeit besteht. Es gibt aber kein unfreieres und undemokratischeres Regime in der ganzen islamischen Welt als das Saudische.
Und daher besteht meine Hoffnung, dass es in Syrien für den Großteil des Volkes bei dem "kleineren" Übel bleibt. Denn was die Anführer und die Finanziers des dortigen Aufstands wollen ist sicherlich keine Demokratie.

Edit: Ich bitte die ganzen Interpunktions- und Rechtschreibfehler zu entschudligen, habe den Text jetzt wirklich viel zu schnell geschrieben.
 
@ Felissilvestris: Das ist doch absurd, du malst mit den Saudis den Teufel an die Wand. Die Schreckensherrschaft in Saudiarabien existiert mit Hilfe von zuerst Großbritannien und jetzt USA schon seit sehr langer Zeit. Was soll sich an diesem Regime jetzt geändert haben, dass dieser zum Monstrum werden soll, um die Weltherrschaft in der arabischen Welt zu erlangen?

Ich konzentriere mich eher auf die Menschen in diesen Ländern, die nach freiheitlicher und aus ihrer Sicht demokratischer Lebensweise trachten. Die sind zwar muslimisch gefärbt, aber lange nicht so schlimm wie die gefallenen Diktaturen und das jetzige Saudiarabien. Es geht doch heutzutage darum den Menschen die Macht zu geben, um zu sehen, ob sie damit besser umgehen können als die ihnen jahrzehntelang aufoktroierten Diktaturen.
 
Nicht in der arabischen Welt. Sie versuchen das auf die gesamte muslimische Welt auszudehnen. Du scheinst ja Scholl-Latour zu lesen (wenn ich mich irre, dann korrigiere mich). Er macht macht ja seit Jahren ziemlich deutliche wie Arme Riads in immer islamische geprägten Staaten reichen. Von den zentralasiatischen ehemaligen Sowjetrepubliken mit großem muslimischen Bevölkerungsanteil, über die eignen Nachbarn bis hin in die afrikanischen Republiken. Ich erinnere hier sehr gerne an den Volksaufstand in Bahrein (mehrheitlich schiitische Bevölkerung, regiert von einer einer sunnitischen Regierungskaste mit einem sich selbst zum König erklärten absolutistischen Herrscher an der Spitze), der nicht zuletzt durch den Einmarsch Saudischer Truppen niedergeschlagen wurde. Wo war eigentlich da der große Aufschrei?

Stimme absolut zu, wenn es darum geht den Menschen zu ermöglichen in freiheitlicheren und demokratischeren Systemen zu leben. Allerdings ist ja genau das nicht, was der Aufstand in Syrien derzeit bezweckt. Es gibt einen eklatanten Unterschied zwischen dem, was in Tunesien, Ägypten und Libyen passiert ist, zu dem was derzeit in Syrien passiert. Dort gehen die Bestrebungen schlicht dahin ein dktatorisches Regime gegen ein anderes auszutauschen.
 
Stimme absolut zu, wenn es darum geht den Menschen zu ermöglichen in freiheitlicheren und demokratischeren Systemen zu leben. Allerdings ist ja genau das nicht, was der Aufstand in Syrien derzeit bezweckt. Es gibt einen eklatanten Unterschied zwischen dem, was in Tunesien, Ägypten und Libyen passiert ist, zu dem was derzeit in Syrien passiert. Dort gehen die Bestrebungen schlicht dahin ein dktatorisches Regime gegen ein anderes auszutauschen.

Meiner Ansicht nach unterscheidet sich das Regime in Syrien garnicht von denen in Ägypten und Libyen gestürzten Regime. Alle haben es gemein, dass sie mit Stasi-Methoden und härtester Gangart gegen die eigene Bevölkerung vorgehen, wenn diese sich auflehnen. Da gibt es keinen Unterschied.
 
Der komplette "arabische Frühling" ist ein Speigelbild dessen was sich vor 40 jahren n beinahe allen jetzt beteiligten Staaten schonmal abspielte. Ich gebe Felis 100% Recht, das das wenig mit Demokratie als eher mit Errichtung einer neuen Nomenklatura hat (auch wenn er Nomenklatura nicht sagte).

@tinchen

EXekutive überbewertet? Was denkst denn du was eine Exekutive in einem ungewähltem Gebilde sollen, das keine Staatsmacht ausüben DARF bzw. KÖNNEN SOLLTE?
(Bei einem nüscht bin ich bei dir :D)

Sie hat bislang nur eine eingeschränkte gesetzgebende wie Judikative Macht - und spricht da sogar den Mitgliedsstaaten gegenüber zwingendes Recht aus, wenn die das per einstimmigen Beschluß so möchten, in festgelegten Bereichen mit Ausnahmen, die gerügt werden können oder zugelassen werden können.

Das Parlament ist ein papiertiger und die Kommission - noch ungewählter als das parlament kann in dem vereinfacht beschriebenen Rahmen bestimmen. Von daher ist es klar das Flitzpiepen ins parlament gehen aber Cracks in die Kommissionen "abgewunken" werden.
hat einer Dreck am Stecken geht er Kommissär bei der EU werden noch besser er bekommt einen (angeblich) honoris causa Beraterposten.
Wie in Landesebene - da wird dann einer Kreissparkassenfrühstücksdirektor oder Krankenkassenaufsichtsrat.
 
Das steht auf nem anderen Blatt Papier :cool:

Die jetzt gestürzten Regimes werden durch das nächste Regime abgesetzt werden. Frei nach The Who "Meet the New Boss. Same As the old was!"
Ich glaube das ist auch die Quintessenz dessen, was Scholl-Latour ausdrücken möchte. Im übrigen ist er Fremdenlegionär. Das sind Leute die würde kein Bundestagsabgeordneter mit ner 30m langen Stange anfassen in Bezug auf deren politischen Ansichten. Und genau deswegen muß es sie auch geben. Entweder fürs Pro oder fürs contra aber nicht dieses unbeliebige Wischi-Waschi in Bezug auf den arabischen Raum den die political-correctness Kaste da so verbreitet.
Seine "laß die machen" Ansicht ist natürlich freilich abzulehnen. Sonst sind wir wirklich bald sone Kaputten wie z.T. unsere Freunde in Rhode Island und Philadelphia, die Chrtistmas Tree in Holiday Tree umbenennen, weil sie denken, das nimmt alle Leute aller Religionen mit. Christmas tree sei ausstoßend. Und das ranbammeln eindeutig Weihnachtlicher Prätiosen sei dies auch. Siehe Tagesaktuelle Ausgabe des Handelsblatt

Ich halte den "arabischen Frühling" nicht für eine demokratische Bewegung. Und wie gesagt - vor 40 jahren gabs das schoneinmal mit den uns bekannten Folgen. Ein Grunde: Schürfrechte an Erdöhl wurden neu verteilt, so auch diesmal.
 
Meiner Ansicht nach unterscheidet sich das Regime in Syrien garnicht von denen in Ägypten und Libyen gestürzten Regime. Alle haben es gemein, dass sie mit Stasi-Methoden und härtester Gangart gegen die eigene Bevölkerung vorgehen, wenn diese sich auflehnen. Da gibt es keinen Unterschied.

Das haben so dikatorische Regime, auch die mit ein paar scheindemokratischen Elementen (Jordanien als Beispiel), nun einmal so ansich.

Es geht darum, was danach sein sollen bzw. welche Ziele mit den Aufständen verfolgt werden. Und da gibt es imho sehr wohl massive Unterschiede.
In Ägypten sind die Menschen auf die Straße gegangen, weil sie ein Mehr an Freiheit und Demokratie haben woll(t)en. Gleiches gilt auch für Tunesien oder Bahrein.
Selbst in Libyen wird die Geschichte schon massiv undurchsichtiger. Muss man leider so sagen. Das was hinter der Revolte steckt (sicher bei einer Masse der Bevölkerung auch der Wunsch nach mehr Freiheit und Demokratie), aber die Jungs die das geführt haben und sich da jetzt an die Spitze gesetzt haben sich mir mehr als suspekt.
In Syrien ist das ganze Theater nicht mal zum schein so angelegt. Wenn man die arabischen Medien aufmerksam liest und sieht bekommt man das sehr schnell spitz. Zumal es auch keine wirkliche Bewegung aus der Bevölkerung gibt so wie es in Ägypten oder Tunesien der Fall war. Das ist im Grunde die gleiche Clique (mit den gleichen Unterstützern im Hintergrund), die das schon mal versucht haben und dann von Spezialkräfte des alten Assad wiederum zurückgeschlagen wurden.
 
@tinchen

EXekutive überbewertet? Was denkst denn du was eine Exekutive in einem ungewähltem Gebilde sollen, das keine Staatsmacht ausüben DARF bzw. KÖNNEN SOLLTE?
(Bei einem nüscht bin ich bei dir :D)

Tut mir leid, ein "nüscht" bekommste nicht von mir :p
es geht ja darum, dass die Nationalstaaten freiwillige einen Teil ihrer Verantwortlichkeiten/ihrer Macht an ein supranationales Gebilde (was sie i.Ü. selbst gegründet haben) abgeben.
Und die europ. Staaten sind ja auch demokratisch legitimiert dies zu tun. An ihrer Volksvertretung vorbei sind sie ja nicht der EU beigetreten. Insofern gibt es ein gewisses Maß an indirekter demokratischer Legitimation.*
Aber anstatt, dass die Nationalstaaten dieses europ. Gebäude mit einem starken Parlament ausstatten, erhält es ein schwaches Parlament aber eine umso stärkere interministerielle, exekutivlastige Säule. Damit entsteht das allerorts bemängelte demokratische Defizit auf eur. Ebene.

(*Das funktioniert halt nach dem Prinzipal-Agent-Prinzip: Das Volk wählt seine Volksvertreter ins Parlament, die wiederum die Regierung wählen. Der Bürger beauftragt damit den gewählten Mandatsträger seine Interessen bestmöglich zu vertreten.)
 
Das steht auf nem anderen Blatt Papier :cool:

Genau.
Und daher bin ich dafür was zu machen, was bis jetzt nicht gemacht wurde. Zumindest haben diese ganzen Umstürze diktatorischer Regime dazu geführt fest eingefahrene Strukturen aufzubrechen, es tritt an ihrer Stelle was neues. Ist das besser als vorher? Das auf jeden Fall. Ist es das was wir uns vorgestellt haben? Nein, aber vllt noch nicht. Eins ist sicher, die Menschen in diesen Ländern haben zu ihren Lebzeiten mitgekriegt, wenn man für etwas kämpft, kann man auch was erreichen. Unter diesen Menschen ist ein neues Bewusstsein entstanden. Ein neuer Diktator wird es sehr schwer haben sich so aufzuführen wie zuvor. Zumindest erscheint es mir nicht mehr denkbar, dass so ein Diktator uneingeschränkte und unendlich lang die Macht ausüben kann. Das Denken der Menschen in Bezug auf ihre Machthaber hat eine neue Qualität bekommen. Ich hoffe, dass das ebenfalls in Syrien und in Saudiarabien zu neuen Umständen führt.
 
Wo es hier gerade um Demokratien ging...mein Bruder meinte neulich mal gehört zu haben, dass es im Grunde nur sehr wenige "echte" Demokratien auf der Welt gibt, höchstens 20-30. Denn auch Länder wie Italien, Russland oder Ukraine, die zwar theoretisch demokratisch gewählte Regierungen haben, aber die Realität hat dann mit echter Demokratie nichts zu tun. Wenn man es sich mal überlegt...bleiben nur einige Länder in Europa, USA, vielleicht noch Australien, Neuseeland, dann Japan...das war's fast schon. :(
 
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