Allgemeiner Politik Thread

Ob sie taugen oder nicht, sobald Politiker in der Öffentlichkeit stehen, sind sie Vorbilder. Und deswegen ist es als Zeichen an die Jungend wichtig, dass die kapieren, dass sich solch ein Verhalten nicht durchsetzen darf, dass man mit Schummeln nicht durchkommen darf. :tnx:

Das gilt für Fußballer auch.

Nur da hört man dann, dass es ja Fußballer sind und ihr Verhalten außerhalb des Platzes nicht interessieren würde.
 
Zitat von GreenWhiteTürkiye;1968262:
Herr Thierse darf jedes Jahr am 1.Mai Nötigungen begehen, die folgenden Verfahren werden dann eingestellt. Da finde ich ihn mit einer Zahlung von 20.000 Euro schon relativ hart bedient.

hrhrhr, er weiss wohl selbst, dass er einen langen Atem hat.. mit Hilfe der Springer Presse und anderen wird ihm ein Comeback in die Landes- oder Bundespolitik gelingen... steht ausser Frage für mich.. der "Hosebloser" passt wunderbar in die Riege unserer Berufspolitiker.. und es ist doch nur konsequent wenn man einen solch edlen und gebildeten Menschen fördert .. vlt. wäre Gutfried TV Werbung ein guter Start für ihn.

http://www.hessischpedia.de/wiki/Hosebloser
 
Klar hat Guttenberg bewußt betrogen. Das ganze Urteil und der eigentliche Skandal ist aber, daß die Uni Instanzen diesem Betrug Tür und Tor öffneten. Seine Doktorarbeit wurde von mindestens zwei Gutachtern, einer unabhängigen Kontrolle unterzogen und dann mußte er auch noch disputieren - zudem gibt es auch an seiner Uni einen Leitfaden zur Erstellung von Doktorarbeiten wo genau die Zitierregeln die er einzuhalten hat stehen.
Verstehe warum man das Guttenberg vorwirft aber nicht das man seine Uni bzw. Fakultät da nicht mal lüftet.
 
Klar hat Guttenberg bewußt betrogen. Das ganze Urteil und der eigentliche Skandal ist aber, daß die Uni Instanzen diesem Betrug Tür und Tor öffneten. Seine Doktorarbeit wurde von mindestens zwei Gutachtern, einer unabhängigen Kontrolle unterzogen und dann mußte er auch noch disputieren - zudem gibt es auch an seiner Uni einen Leitfaden zur Erstellung von Doktorarbeiten wo genau die Zitierregeln die er einzuhalten hat stehen.
Verstehe warum man das Guttenberg vorwirft aber nicht das man seine Uni bzw. Fakultät da nicht mal lüftet.

:tnx::tnx::tnx:

Überhaupt ist es sehr ruhig geworden um Plagiatsgeschichten. Das Thema schein jetzt wieder "out" zu sein.
 
Unmöglich finde ich aber nun, dass Guttenberg in seinem Buch der Uni nun einen Vorwurf macht sie sei in der Sache nicht objektiv gewesen:stirn::stirn::stirn: Das ist typisch deutsch: erst betrügt man, dann leugnet man erst alles, spricht von "Fehlern" und dann gibt man anderen die Schuld, bzw. klagt andere an! Natürlich war die Uni in der Plagiatsaffäre nicht objektiv, schliesslich ging es um den Ruf der Uni.
 
Also dann hat er mit seinen Anprangerungen ja recht.
Die Frge ist ja nicht von ungefähr: Warum kommt die Uni jetzt erst zu einem objektiven Schluß anstatt vor Jahren das Papier dem Doktoranden in die hand zu drücken mit dem Hinweis: "Bitte nochmal überarbeiten, grobe Fehler drin!" ?
 
Zu diesem Thema (KT) ist im Stern ein interessanter Artikel in Form einer Psychoanalyse publiziert worden. Sehr treffend m. E. nach.

Ich bin bei der Psychoanalyse recht skeptisch, weil viele Annahmen im Grunde nicht objektiv, sondern nur subjektiv haltbar sind. Man klempnert im Menschen rum und behandelt ihn einerseits wie ein wissenschaftliches Subjekt, das man auf einzelne Faustregeln reduziert - wenn A passiert, liegt das an B. Andererseits basiert das auf subjektive Menschenkenntnis und kann oftmals nur dadurch getragen werden, dass Leute den analysierten Menschen ähnlich einschätzen.
Die Psychoanalyse hat ihre Vorteile, aber oft gleitet das ins Interpretieren ab. So, wie jeder im DEutschunterricht bestimmte Aussagen in einem Gedicht erkennen kann, wenn er sie denn nur begründet. Das machen wir unbewusst schon, wenn wir Menschenkenntnis anwenden.

Lange Rede kurzer Sinn: Vorsicht, mit der Psychoanalyse. In diesem Fall finde ich aber die Gedanken, die Wirth anstellt, nachvollziehbar und sehe wie auch oceandreamer Vieles ähnlich. Ob es so ist? Who knows.
 
Würde nicht nur sagen, dass Psychoanalyse ansich immer mit einer gewissen Vorsicht zu genießen ist, habe da so meine eigenen Erfahrungen gemacht, ich finde es absolut fragwürdig, wenn ein Psychoanalytiker eine solche "Ferndiagnose" stellt. Selbst wenn man unterschiedlichen Psychoanalytikern gegenüber sitzt, kommen diese zu teilweise völlig unterschiedlichen Ergebnissen.

Mir schein es eher so, dass es sich bei dem Autor selbst um einen durch Guttenberg veremeintlich verletzten Akademiker handelt. Daher auch dieser Hinweise im Text, dass Guttenberg seinem Doktorvater und seiner Uni geschadet hätte. Die Uni und sein Doktorvater (und die anderen Korrektoren) haben sich selbst geschadet, indem sie ihre Arbeit offensichtlich nicht richtig gemacht haben, ansonsten hätte der Titel nie verliehen werden können.

Ändert zwar nichts daran, dass Guttenberg beschissen hat, aber man sollte immer bedenken, dass sich da auch jemand hat bescheissen lassen. Und zwar jemand, der eigentlich genau das ausschließen soll.

Will Guttenberg auch nicht verteidigen und ich finde sein Comebackversuch auch reichlich verfrüht, aber wir haben in der Politik ganz andere Leute wieder in Amt und Würde. Da ist das was Guttenberg bisher nachgewiesen wurde eher ne Kleinigkeit. Die Fischködermemme, wie er jetzt neuerdings genannt wird, ist beispielsweise auch zu einer Haftsstrafe von 18 Monaten wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung verurteilt worden. Strafe wurde damals zur Bewährung ausgesetzt.
 
Grundsätzlich verdanken wir der Psychoanalyse viele Erkenntnisse. Und seriöse Psychoanalytiker stellen auch keine Ferndiagnosen. Dennoch ist die anfällig für viele Hobbypsychologen, die mal eben beweisen wollen, dass sie es voll drauf haben.
 
In der Psychologie und auch in der Psychoanalyse gilt zunächst einmal, dass keine Diagnose ohne Untersuchung gestellt werden darf. Trotzdem sind die Erkenntnisse auch aus ferndiagnosen nicht wertlos. Z.B. haben die alliierten im 2. WK eine Psychoanalyse Hitlers in Auftrag gegeben, die richtig vorhersagte, dass Hitler bis zum bitteren ende kämpfen und dann Selbstmord begehen würde. Und dass mit guttenberg gewaltig was nicht stimmt: Um das zu erkennen, muss man kein Analytiker sein.
 
Ist richtig, da wird sich aber nicht immer dran gehalten. Theorie und Praxis. Genauso wenig sollten Ärzte diagnostizieren ohne anamestisch die Kontexte zu erkunden, und tun es doch.
 
Ist richtig, da wird sich aber nicht immer dran gehalten. Theorie und Praxis. Genauso wenig sollten Ärzte diagnostizieren ohne anamestisch die Kontexte zu erkunden, und tun es doch.

Und haben dabei oft recht. Und seien wir mal ehrlich: Bei Guttenberg eine narzistische Persönlichkeit zu diagnostizieren ist eine ähnlich große Kunst wie Magen-Darm-Virus bei einem Menschen mit Durchfall.
 
Und haben dabei oft recht. Und seien wir mal ehrlich: Bei Guttenberg eine narzistische Persönlichkeit zu diagnostizieren ist eine ähnlich große Kunst wie Magen-Darm-Virus bei einem Menschen mit Durchfall.

Die ärztlichen Fehldiagnosen haben zugenommen, weil oft zu stark diagnostiziert wurde und die Lebenssituation bei manchen Ärzten vernachlässigt wird. Manche Alltagsproblematiken wurden dann mal mit hartnäckigen Krankheiten verwechselt. Einen guten Arzt erkennt man auch an der Anamnese.

@oceandreamer: Ja, Wirth ist einer der renommiertesten deutschen Psychoanalytiker. Trotzdem kann die Psychoanalyse ein heikles Thema sein.
 
@Felissilvestris: Ich hatte das jetzt auch auf niemanden bezogen, mir fiel nur auf, dass überhaupt nichts zu Wirth im Artikel stand und den kennen eigentlich "nur" die Leute vom Fach.
 
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