Allgemeiner Politik Thread

:confused: http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,796877,00.html

Wie im Artikel steht, hat er Italien schneller in die Schulden getrieben,als seinerzeit bei uns der Dicke und das will was heißen.
Da du ja vermutlich Helmut Kohl ansprichst so ist die Verschuldung unter ihm nicht wesentlich stärker angestiegen als unter anderen Regierungen. Insbesondere muss man beachten das er die Einigung mit den daraus folgenden erheblichen Kosten zu schultern hatte.
 
Da du ja vermutlich Helmut Kohl ansprichst so ist die Verschuldung unter ihm nicht wesentlich stärker angestiegen als unter anderen Regierungen. Insbesondere muss man beachten das er die Einigung mit den daraus folgenden erheblichen Kosten zu schultern hatte.

Tatsächlich sind in den Jahren von 1982 bis 1989 die Neuverschuldung des Bundes und auch die Staatsverschuldung insgesamt zurückgefahren geworden.

Wer übrigens immernoch der Auffassung ist, dass es eine Alternative zu Wiedervereinung gegeben hätte der irrt. Läuft ja gerade wieder ein ehemalige SPD-Kanzlerkandidat durch die Talk-Shows, der allen erzählen möchte wie recht er doch hatte und alles falsch gemacht wurde.
 
Der ewige Oskar fehlt nur die Trommel dann macht er das Männchen im Roman von Grass nach.

Allerdings hätte der Dicke die Ostrentenanwartschaften nicht 1:1 übernehmen dürfen, das Westgeld nicht im Verhältnis 1:2 einführen sowie die Treuhandarbeit von Rohwedder weiterführen lassen müssen. Ansonsten gabs keine Alternative zur Wiedervereinigung. Damals hat keiner SPD gewählt weil Oskar hat raushängen lassen, daß er gegen den Osten ist. Und dort wurde die Wahl entschieden. Daß er sich heute bei der LInken anködelt ist erbärmlich wie der Schiss eines Straßenköters. Und die LInke hat endlich wieder ein Paar wie zu Beginn des 20ten Jahrhunderts. Ich sage Prosit!
 
Da du ja vermutlich Helmut Kohl ansprichst so ist die Verschuldung unter ihm nicht wesentlich stärker angestiegen als unter anderen Regierungen. Insbesondere muss man beachten das er die Einigung mit den daraus folgenden erheblichen Kosten zu schultern hatte.

Die Wiedervereinigung die er damals vehement gewollt hat und zwar nicht umbedingt aus Liebe zum Osten, sondern weil er sie gebraucht hat, um nicht 1990 schon abgewählt worden zu sein. Ohne Wiedervereinigung wäre er 1990 nicht mehr Kanzler gewesen! Um die Wiedervereinigung zu finanzieren hat Köhler (ja genau der, unser Bundespräsidentenversuch) vorgeschlagen die Renten und Sozialkassen zu plündern:wild: Natürlich gab es keine Alternative zur Wiedervereinigung, aber die Finanzierung hätte man bestimmt besser machen können.:thumb:
 
Der ewige Oskar fehlt nur die Trommel dann macht er das Männchen im Roman von Grass nach.

Allerdings hätte der Dicke die Ostrentenanwartschaften nicht 1:1 übernehmen dürfen, das Westgeld nicht im Verhältnis 1:2 einführen sowie die Treuhandarbeit von Rohwedder weiterführen lassen müssen. Ansonsten gabs keine Alternative zur Wiedervereinigung. Damals hat keiner SPD gewählt weil Oskar hat raushängen lassen, daß er gegen den Osten ist. Und dort wurde die Wahl entschieden. Daß er sich heute bei der LInken anködelt ist erbärmlich wie der Schiss eines Straßenköters. Und die LInke hat endlich wieder ein Paar wie zu Beginn des 20ten Jahrhunderts. Ich sage Prosit!

:tnx:
 
Auch wenn es wohl ein Scherz sein sollte: Ich finde den Vergleich der drittklassigen, halbgebildeten Imitation Sarah Wagenknecht mit dem Original Rosa Luxemburg ziemlich daneben.
 
Die Wiedervereinigung die er damals vehement gewollt hat und zwar nicht umbedingt aus Liebe zum Osten, sondern weil er sie gebraucht hat, um nicht 1990 schon abgewählt worden zu sein. Ohne Wiedervereinigung wäre er 1990 nicht mehr Kanzler gewesen! Um die Wiedervereinigung zu finanzieren hat Köhler (ja genau der, unser Bundespräsidentenversuch) vorgeschlagen die Renten und Sozialkassen zu plündern:wild: Natürlich gab es keine Alternative zur Wiedervereinigung, aber die Finanzierung hätte man bestimmt besser machen können.:thumb:


Das war sicher nicht der Grund, sondern ein durchaus für positiver Nebeneffekt. Der Grund war, dass die DDR nicht mehr zu halten war. Auch nicht mehr mit den Zahlungen, die aus Bundesrepublik schon während der gesamten 80er zur Stabilisierung geflossen sind. Die DDR war am Ende. Ohne Wiedervereinigung ("Kommt die DM nicht zu uns, dann kommen wir zu ihr") wäre die DDR bis schätzungsweise 1992 völlig ausgeblutet gewesen und wir hätten in der Bundesrepublik die gleichen, wenn nicht sogar noch größere Probleme gehabt.
 
Das war sicher nicht der Grund, sondern ein durchaus für positiver Nebeneffekt. Der Grund war, dass die DDR nicht mehr zu halten war. Auch nicht mehr mit den Zahlungen, die aus Bundesrepublik schon während der gesamten 80er zur Stabilisierung geflossen sind. Die DDR war am Ende. Ohne Wiedervereinigung ("Kommt die DM nicht zu uns, dann kommen wir zu ihr") wäre die DDR bis schätzungsweise 1992 völlig ausgeblutet gewesen und wir hätten in der Bundesrepublik die gleichen, wenn nicht sogar noch größere Probleme gehabt.

Das ist sicher richtig. Was ich mich damals immer gefragt habe ist allerdings die Frage, ob es nicht was geändert hätte die DDR ein Paar Jahre noch als eigenständigen Staat nebenher laufen zu lassen. Hätten dann nicht andere Länder, oder auch die EU nicht auch geholfen? Ich meine andere arme Länder in der Welt bekommen doch auch Hilfen aus EU und den USA. So aber, mit der Wiedervereinigung, haben alle gesagt (zu Recht): die DDR ist jetzt Teil von Deutschland, also ist es Euer Problem, nicht unser?:confused:

Wie gesagt, dass habe mich damals 1990 immer gefragt ohne zu wissen, ob diese Gedanken Völkerrechtlich realistisch sind. :confused:
 
Also es hätte kein anderer Staat der DDR unter die Arme gegriffen. Bereits während der gesamten 80er Jahre hat eigentlich nur noch die Bundesrepublik dafür gesorgt, dass die DDR nicht gleich zusammenbricht. Zudem warum sollte man Deutschland helfen? Deutschland ist weltweit eines der sträksten Ländern und eben in Lage das alleine zu schaffen, wie wir denke ich auch eindrucksvoll bewiesen haben.
Die DDR war Ende der 80er endgültig tot. Da war nichts mehr zu retten. Man hätte sicher vieles besser machen können. Aber auch hier gilt hinterher ist man immer schlauer. Da ich auch schon das große Privileg hatte mal mit dem damligen Außenminister persönlich über das Thema zu reden, sieht man doch, dass das ein hochkomplizierte Gemengelage damals war. Insbesondere auch die Einschätzung der wirtschaftlichen Basis der DDR ging völlig daneben.
 
Vor allem hätte man die ddr nur dann noch weiterlaufen lassen können, wenn man das Grenzregime aufrecht erhalten hätte, denn sonst wären noch viel mehr Leute in den Westen abgehauen. Zur Einführung der DM im Kurs 1:1 und der schnellen Wiedervereinigung gab es keine Alternative. Das ist weder Verdienst noch Fehler Kohls, sondern war schlicht eine Notwendigkeit aus der Situation heraus, Kohl hat das vielleicht weil er an der Regierung war und nicht in der Opposition einfach nur schneller erkannt. In der Opposition kann man ja immer viele IDeen und Theorien entwickeln, in der Regierung muss den "Sachzwängen" gefolgt werden.
 
Also es hätte kein anderer Staat der DDR unter die Arme gegriffen. Bereits während der gesamten 80er Jahre hat eigentlich nur noch die Bundesrepublik dafür gesorgt, dass die DDR nicht gleich zusammenbricht. Zudem warum sollte man Deutschland helfen? Deutschland ist weltweit eines der sträksten Ländern und eben in Lage das alleine zu schaffen, wie wir denke ich auch eindrucksvoll bewiesen haben.
Die DDR war Ende der 80er endgültig tot. Da war nichts mehr zu retten. Man hätte sicher vieles besser machen können. Aber auch hier gilt hinterher ist man immer schlauer. Da ich auch schon das große Privileg hatte mal mit dem damligen Außenminister persönlich über das Thema zu reden, sieht man doch, dass das ein hochkomplizierte Gemengelage damals war. Insbesondere auch die Einschätzung der wirtschaftlichen Basis der DDR ging völlig daneben.

Siehste, dann war ich doch einfach zu naiv damals:p Ich dachte, wenn die DDR offiziell ein eigenständiger Staat bliebe, würden andere Länder mithelfen, so wie sie auch Angola oder Tansania unterstützen. :(

Der damalige Aussenminister? War das nicht "Häuptling Doppelzunge"(Zitat Spiegel) Genscher?!? :lol: Ich hatte mal das "Vergnügen" mit Kinkel zu sprechen:eek:
 
Spätestens als Honecker in seiner Funktion als Staatsratsvorsitzender bei Dem Dicken war, wurde über eine Zukunft der DDR verhandelt. Gorbi ging es in seinen Gesprächen mit dem Dicken zentral auch um dieses Thema (und um Knatter für sein Riesenreich).

@maddin
Was an den Vergleich findest du denn daneben?
 
Ich glaube sogar, dass noch ganze andere Dinge in den Wendejahren keine glücklichen Umstände waren, sondern klares taktische Kalkül. Beweisen kann ich das leider nicht. Sicher wird man sich erst sein, wenn irgendwann bestimmtes Material vielleicht nicht mehr als "geheim" eingestuft wird.
 
Vor allem hätte man die ddr nur dann noch weiterlaufen lassen können, wenn man das Grenzregime aufrecht erhalten hätte, denn sonst wären noch viel mehr Leute in den Westen abgehauen. Zur Einführung der DM im Kurs 1:1 und der schnellen Wiedervereinigung gab es keine Alternative. Das ist weder Verdienst noch Fehler Kohls, sondern war schlicht eine Notwendigkeit aus der Situation heraus, Kohl hat das vielleicht weil er an der Regierung war und nicht in der Opposition einfach nur schneller erkannt. In der Opposition kann man ja immer viele IDeen und Theorien entwickeln, in der Regierung muss den "Sachzwängen" gefolgt werden.

war das nicht eher 2:1?

Diese schnelle Wiedervereinigung hat ihre Für-Gründe gehabt. Was dagegen sprach, dass die gesamte Wirtschaft der DDR (auch funktionierende) sofort und ungeschützt durch Handelszölle einer westlichen Turbo-Wirtschaft aufeinmal ausgesetzt war und somit dem Untergang geweiht (deswegen die Abwicklung). Im Zuge dessen verloren viele Ostdeutsche sehr schnell ihren Job. Sehr viele Ostdeutsche sind wiederum in den Westen gezogen, um dort einen Job zu bekommen. Die schnelle Wiedervereinigung hat letzlich mehr Westdeutschland geholfen.

Wenn ich hier lese, dass wir die Wiedervereinigung gut hinbekommen haben, da möchte ich nicht die vielen Ostdeutschen hören, die von heute auf morgen ihren Job verloren haben. In deren Ohren muss das doch wie ein Hohn klingen. Blühende Landschaften und der Dicke.
 
Blühender als vorher.

@Schmolle

Rosa Luxemburg musste für ihre Ideen in den Knast und sich umbringen lassen. Sahra Wagenknecht darf sich, mit angepassten, konformistischen Positionen in Talkshows rumdrücken. Man kann auch sagen: Die eine war eine große Revolutionärin, die andere eine Witzfigur.
 
war das nicht eher 2:1?

Diese schnelle Wiedervereinigung hat ihre Für-Gründe gehabt. Was dagegen sprach, dass die gesamte Wirtschaft der DDR (auch funktionierende) sofort und ungeschützt durch Handelszölle einer westlichen Turbo-Wirtschaft aufeinmal ausgesetzt war und somit dem Untergang geweiht (deswegen die Abwicklung). Im Zuge dessen verloren viele Ostdeutsche sehr schnell ihren Job. Sehr viele Ostdeutsche sind wiederum in den Westen gezogen, um dort einen Job zu bekommen. Die schnelle Wiedervereinigung hat letzlich mehr Westdeutschland geholfen.

Wenn ich hier lese, dass wir die Wiedervereinigung gut hinbekommen haben, da möchte ich nicht die vielen Ostdeutschen hören, die von heute auf morgen ihren Job verloren haben. In deren Ohren muss das doch wie ein Hohn klingen. Blühende Landschaften und der Dicke.


Es gab keine schnelle Wiedervereinigung. Wie ich bereits gesagt habe, hat sich das Ende DDR schon Jahre vorher abgezeichnet. Kurioser Weise wurde die DDR durch die Bundesrepublik und insbesondere durch das Land Bayern in den 80ern noch massiv gestützt. Vielleicht nicht zuletzt auch deswegen, weil man geahnt hat was die Wiedervereinigung für eine brutale Herkulesaufgabe werden würde. Und ich glaube auch nachhaltig, dass die Führung der Sowjetunion am Ende gezielt versucht hat die DDR loszuwerden. Habe das oben ja schon angedeutet. Denke nämlich, dass die Grenzöffnungen in Ungarn oder auch die Demos in der DDR nur mit Einverständis der Sowjetführung stattfinden konnten. Ansonsten hätte man der DDR-Führung Grünes Licht gegeben die Demos niederzuschlagen und den Ungarn gehörig auf die "Finger geklopft". Denke es sollte ein kleiner Vorgeschmack für den Westen sein, was passiert, wenn die Grenzen endgültig auf einem Umweg aufgehen und die DDR abgeschottet bleibt.

Zu den Jobverlusten. "Arbeit" konnte man das ja oftmals nicht mehr nennen. Die Leute waren zwar offiziell in Arbeit, aber am Ende war schon zu DDR-Zeiten nicht genug Beschäftigung für die Leute da.

Und was das Zitat mit den blühenden Landschaften angeht. Ganz ehrlich, wenn ich mich so an meine ersten Fahrten in den Osten erinnere, da meine Großeltern ursprünglich von da stammen, und mich an die völlig vergammelten Städte erinnere und die gleichen Städte heute sehe, dann sind das wahrlich blühende Landschaften.
 
Blühender als vorher.

@Schmolle

Rosa Luxemburg musste für ihre Ideen in den Knast und sich umbringen lassen. Sahra Wagenknecht darf sich, mit angepassten, konformistischen Positionen in Talkshows rumdrücken. Man kann auch sagen: Die eine war eine große Revolutionärin, die andere eine Witzfigur.

Wer bringt solch hanebüchenen Vergleiche. Was wer von wem hält ist dabei zweitrangig.
 
Naja, es ist die Wagenknecht selbst, die sich gern als Luxemburg geriert. So wie die Ditfurth sich als Meinhof aufführt. Albern ist das allemal. Che-Guevara-T-Shirt in noch blöder.
 
Och, große Revolutionärin. Ich kann weder Rosa noch Sarah was abgewinnen. Rumpfauen tun beide und schenken sich da auch nicht viel. auch nicht mit Wasser predigen und Wein trinken. Rosa wird überhöht und Sarah ist überhöht.
Die Umstände der Ermordung Rosa mal außen vorgelassen.
 
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