Allgemeiner Politik Thread

Was mich politisch die letzten Tage tatsächlich mehr beschäftigt sind die Vorbereitungen Israels einen Angriffs...ääähh.. Tschuldigung... Präventivkrieg gegen den Iran zu führen.

Ein solcher Krieg wäre in der Tat der größte Fehler, den man machen könnte, von israelischer Seite. Die Folgen wären verheerend! Ich war gerade im Oktober zwei Wochen in Israel und habe die Stimmung dort etwas aufgenommen. Die Diskussionen gingen allerdings in erster Linie um Gillal Shalid und ob es richtig war, ihn gegen 1.000 verurteilte Mörder einzutauschen. Aber ich bleibe dabei, Frieden in Israel ist nicht möglich, so lange Netanjahu an der Macht ist. :mad:

Was mich allerdings schon wieder Angst gemacht hat, waren die Angriffe der Hamas auf israelische Städte nahe Gaza, da ich dort einige Leute kennen...z.B. in Ashkelon. :(
 
Ja. Ich meine in diesem Fall aber innenpolitisch. Was da für eine Lawine ins Rollen kommen könnte, wenn Assad gestürzt, das Land demokratisch wählt und nicht mehr die alewitische (schiitisch und irannahe) Assad-Familie, sondern die sunnitische Mehrheit den Kanzler stellt und somit Syrien Verhältnis zum Iran zerrüttet.

In Israel wird immer genau geschaut, was in den Nachbarländern passiert. Eine Demokratisierung wäre, auch wenn es seltsam klingt, nicht gut für Israel. Viele Israelis halten es für schlecht, was in Ägypten, Tunesien und Lybien passiert ist. Denn ein diktatorischer Herrscher ist immer noch besser für Israel, als wenn das Volk radikale Islamisten an die Macht wählt. :tnx:
 
Ohja, die Opferrolle der Israelis.

Mit dem Problem eines möglichen Krieges gegen den Iran und des Nahostkonfliktes hängen noch 2 andere offene Fragen dran: Was passiert in Palästina und was passiert in Syrien.

....:rolleyes: Ich kann nur wiederholen: wie würde Deutschland reagieren wenn Städte von Polen aus immer wieder mit Raketen beschossen würden? Wie gesagt: die Juden haben kein Problem damit, mit Moslems zu leben, umgekehrt akzeptieren die Moslems keine Juden in ihren Städten, dass darf man nicht vergessen!
 
....:rolleyes: Ich kann nur wiederholen: wie würde Deutschland reagieren wenn Städte von Polen aus immer wieder mit Raketen beschossen würden? Wie gesagt: die Juden haben kein Problem damit, mit Moslems zu leben, umgekehrt akzeptieren die Moslems keine Juden in ihren Städten, dass darf man nicht vergessen!

Schwachsinn. Sorry. Aber da solltest du dich tatsächlich mal ein wenig besser informieren. Wobei es Hardliner und Radikale eben auf beiden Seiten gibt.

Vor allem solltest du dich dann doch mal näher mit dem Islam befassen. Vielleicht auch einfach mal mit der Geschichte der Stadt Jerusalem.
 
Schwachsinn. Sorry. Aber da solltest du dich tatsächlich mal ein wenig besser informieren. Wobei es Hardliner und Radikale eben auf beiden Seiten gibt.

Vor allem solltest du dich dann doch mal näher mit dem Islam befassen. Vielleicht auch einfach mal mit der Geschichte der Stadt Jerusalem.

Hab ich :D war gerade vor 2 Wochen dort im Museum. Jerusalem hat eine sehr wechselhafte Geschichte hinter sich. Wurde immer wieder erobert und hat den Namen gewechselt. Die Bedeutung der Stadt für die Moslems hat sich mir allerdings nicht ganz erschlossen. Anders als in der Bibel wird Jerusalem im Koran selten erwähnt. Trotzdem legen die großen Wert darauf.

Dass es Hardliner auf beiden Seiten gibt, ist mir schon klar. Trotzdem halte ich die Moslems nun mal für intolleranter gegenüber Juden, als umgekehrt. Allerdings wollen die meisten Menschen auf beiden Seiten dennoch am liebsten in Frieden leben. Übrigens kann man in Jerusalem sehr gut essen, besonders in den arabischen Teilen.:grinsen:
 
Hab ich :D war gerade vor 2 Wochen dort im Museum. Jerusalem hat eine sehr wechselhafte Geschichte hinter sich. Wurde immer wieder erobert und hat den Namen gewechselt. Die Bedeutung der Stadt für die Moslems hat sich mir allerdings nicht ganz erschlossen. Anders als in der Bibel wird Jerusalem im Koran selten erwähnt. Trotzdem legen die großen Wert darauf.

Diskutiere ja gerne mit dir, aber das disqualifiziert dich gerade ein bisschen. Sorry. Dir ist schon bewusst, dass der Islam sich als letzte der drei Weltreligionen sieht und auf dem Judentum und dem Christentum aufbaut?
Und dann ist da eben Mohammeds nächliche Reise!
 
Diskutiere ja gerne mit dir, aber das disqualifiziert dich gerade ein bisschen. Sorry. Dir ist schon bewusst, dass der Islam sich als letzte der drei Weltreligionen sieht und auf dem Judentum und dem Christentum aufbaut?
Und dann ist da eben Mohammeds nächliche Reise!

Klar ist mir das bewusst. Das finde ich ja gerade so erschreckend an dem ganzen Konflikt: dass die drei Religionen so viel gemeinsam haben! Ein Bekannter von mir aus Palästina war ganz erstaunt, als ich ihm erzählte dass wir das Grab eines heiligen aus der Bibel (weiß nicht mehr wer) besucht hatten, sagte er: "Wie ich wusste gar nicht, dass die Juden den auch kannten"...:lol: Das ist leider, auch ein Teil des Problems, die wissen teilweise gar nicht, wie ähnlich sie sich sind. :( Es gibt übrigens ein schönes Gemälde, im Museum in Jerusalem, auf dem Mohammed mit den Propheten, u.a. auch Moses, Jesus..usw redet und um Vergebung und Verständnis bittet. Dies Bild zeigt, dass es früher einmal ein ganz anderes Zusammenleben von Moslems und Juden gab. http://static.cosmiq.de/data/de/3c1/2d/3c12dc4dd2f0df40eafb9562225c30e3_1.jpg

auch unter Salahedin, der damals in Jerusalem die Kreuzritter besiegte, konnten Juden in Frieden leben. Das mit dem Mohammeds nächtlicher Reise ist mir auch bewusst. War es nicht der Felsen, der dem Felsendom seinen Namen gab, von dem aus Mohammed aufbrach, gen Himmel? Trotzdem spielte Jerusalem eine geringere Rolle, als z.B. im Christentum und Judentum.

P.S. ich diskutiere auch gerne mit Dir und möchte Dich durch meine, vielleicht etwas plumpen und nicht fundierten Äußerungen nicht beleidigen oder aufregen oder so, sondern nur meine Meinung äußern. Übrigens kommt die Oma meiner Freundin auch aus Damaskus :)
 
Der Koran und der Tanach haben auch eine Schnittmenge an Büchern die den Texten zu Grunde liegen.

Wobei das Problem der geteilten Stadt Jerusalem eigentlich eine logische Konsequenz aus der 2-Staaten-Lösung war
 
....:rolleyes: Ich kann nur wiederholen: wie würde Deutschland reagieren wenn Städte von Polen aus immer wieder mit Raketen beschossen würden? Wie gesagt: die Juden haben kein Problem damit, mit Moslems zu leben, umgekehrt akzeptieren die Moslems keine Juden in ihren Städten, dass darf man nicht vergessen!

Genauso ist es.

Ich glaube Netanjahu war es, der gesagt hat: Wenn die Araber die Waffen niederlegten, gäbe es Frieden. Wenn Israel die Waffen niederlegte, gäbe es kein Israel mehr.

Angesichts solcher Feinde wie Nasrallah, Hisbollah, Hamas, Islamischer Djihad, Moslembrüder und iranisches regime, die bei jeder Gelegenheit die auslöschung Israels und der Juden propagieren, kann nur die IDF die existenz Israels sichern. Darum ist ein starkes israelisches Militär, das auch in der Lage sein muss, den Iran atomar zu entmachten, die einzige Möglichkeit Israels, überhaupt zu existieren. Insofern kann auch "Frieden" gar nicht das Ziel Israels sein, solange es von Feinden umgeben ist. Da kann nur das Ziel sein, stark genug zu sein um zu überleben. Vor diesem Hintergrund empfinde ich das Friedensgerede als zynisch. Mit Vernichtungsantisemiten kann es keinen Frieden geben, höchstens Waffenstillstände.
 
Wenn wir in dem Konflikt klar Opfer- und Täterrollen zuteilen wollen, kommen wir eh nicht weiter, weil das viel zu einfach und der Komplexität nicht gerecht wird. Zudem ist es auch moralisch fragwürdig in meinen Augen. Deswegen sollte man auf keinen Fall den Fehler machen, Israel nur in die Opferrolle zu drängen. Das ist auch faktisch einfach nicht richtig.

Nasrallah ist deswegen so renommiert, weil er an die Hisbollah Spitze gelangt ist, als die israelischen Unschuldslämmer den Südlibanon besetzt hatten. Unter ihm hat die Hisbollah die Israelis zurückgeschlagen, was einer von mehreren Gründen für das weite Ansehen der Partei im eigenen Land ist. Nasrallah ist seitdem ein großer Feind Israels und wurde immerhin gezielt bombadiert. Das darf man nicht vergessen und erklärt auch seine Feindschaft zu Israel, ohne sie zu rechtfertigen.
 
Wenn wir in dem Konflikt klar Opfer- und Täterrollen zuteilen wollen, kommen wir eh nicht weiter, weil das viel zu einfach und der Komplexität nicht gerecht wird. Zudem ist es auch moralisch fragwürdig in meinen Augen. Deswegen sollte man auf keinen Fall den Fehler machen, Israel nur in die Opferrolle zu drängen. Das ist auch faktisch einfach nicht richtig.

Nasrallah ist deswegen so renommiert, weil er an die Hisbollah Spitze gelangt ist, als die israelischen Unschuldslämmer den Südlibanon besetzt hatten. Unter ihm hat die Hisbollah die Israelis zurückgeschlagen, was einer von mehreren Gründen für das weite Ansehen der Partei im eigenen Land ist. Nasrallah ist seitdem ein großer Feind Israels und wurde immerhin gezielt bombadiert. Das darf man nicht vergessen und erklärt auch seine Feindschaft zu Israel, ohne sie zu rechtfertigen.

Sorry aber Du kannst nicht auf der einen Seite Objektivität verlangen und sagen, es sei schwierig, Täter und Opfer zu definieren (da gebe ich Dir teilweise Recht) auf der anderen Seite nennst Du die Israelis zynisch "Unschuldslämmer"?!? Wie gesagt, es sind meist die islamischen Terroristen die sich mit Unschuldigen in die Luft sprengen. Kann mich nicht erinnern, dass ein Israeli nach Gaza gefahren ist, um sich dort auf dem Marktplatz oder Busbahnhof in die Luft zu jagen?!?
 
Israel besteht gerade deswegen, weil es keine Opferrolle hat, sondern lieber einmal Täter ist, als Israelis massakrieren zu lassen. Deswegen verstehe ich auch nicht, was mit israelischer Opferrolle gemeint sein soll, Israel ist Gott sei Dank ein militärisch mächtiger Staat, der seine Existenz selbst sichern kann. Umso abenteuerlicher die absurde Diskussion über das "existenzrecht". Es gibt keine Existenzrechte. Entweder Israel schafft selbst Fakten, ist mächtig und existiert einfach - oder es wird vernichtet.
 
@slemke: Mit dem Zynismus zeige ich auf, dass Israel nicht unschuldig ist. Mehr nicht. Da steckt nicht drin, dass irgendein Land mehr oder weniger Schuld ist als ein anderes.


Ferner musst du bei einer Sache aufpassen: Du darfst nicht staatlich gelenkte Angriffe und Einzeldelitke wie Attentate durcheinander werfen. Regierungen einzelner Länder können für einen großten Teil schrecklicher Selbstmordattentate nichts.
 
@slemke: Mit dem Zynismus zeige ich auf, dass Israel nicht unschuldig ist. Mehr nicht. Da steckt nicht drin, dass irgendein Land mehr oder weniger Schuld ist als ein anderes.


Ferner musst du bei einer Sache aufpassen: Du darfst nicht staatlich gelenkte Angriffe und Einzeldelitke wie Attentate durcheinander werfen. Regierungen einzelner Länder können für einen großten Teil schrecklicher Selbstmordattentate nichts.

Na ja doch, wenn die Regierung "Hamas" heißt und ganz offiziell Selbstmordattentate begrüßt und unterstützt in dem es den Angehörigen der Täter Geld gibt (u.a. von den EU-Geldern) so geschehen vom "Friedens" Nobelpreis Träger Arafat. :(
 
Wenn der Herr Libermann in seinen Reden davon spricht, dass man das arabische Gen von diesem Planeten tilgen müsste, dann ist das natürlich vollkommen in Ordnung. So lange ein radikaler Politiker sagt, dass er Araber, Muslime, Tamilen, Hindus "vernichten" will, dann ist das schon noch irgendwie aus deren sicht, naja akzeptabel, wenn aber nun der Feind im Staat Israel sieht, dann ist eine Diskussion lösgelöst vom Holocaust und der Deutschen Geschichte komischerweise nicht möglich.

Es geht aber überhaupt nicht um eine geschichtliche Betrachtung. Sondern es ging um eine Betrachtung des Hier und Jetzt. Und eben genau um die Frage, was für Folgen sich aus einem möglichen Angriffskrieges Israels gegen Iran ergeben könnte. Insbesondere diskutierten wir die aktuelle Lage in den einzelnen arabischen Staaten. Und dabei eben auch im Libanon, wo man nun einmal festsstellen muss, dass Hasan Nasraller, der im Westen als tumber Terrorist dargestellt wird oder wie hier mit Hitler verglichen wird, weit aus cleverer ist und es deswegen geschafft eine breite, über Konfessions- und Staatsgrenzen hinweggehende, Anhängerschaft aufzubauen.
 
Das Friedensnobelpreiskommitee ist sowieso merkwürdig. Nicht nur Arafat, beispielsweise Kissinger durfte den ja auch erhalten.


Leider befürworten Parteien z.T. die Attentate und sympathisieren mit den Terroristen. Das ist eine riesen Sauerei, aber immer noch ein Unterschied, als ob sie dafür verantwortlich wären. Dennoch sind ein Großteil der Attentäter entweder Einzeltäter oder gehören alternativ einer nichtstaatlichen Organisation an. Das macht einen Unterschied, z.B. zur Intifada auf beiden Seiten.
 
Wenn der Herr Libermann in seinen Reden davon spricht, dass man das arabische Gen von diesem Planeten tilgen müsste, dann ist das natürlich vollkommen in Ordnung. So lange ein radikaler Politiker sagt, dass er Araber, Muslime, Tamilen, Hindus "vernichten" will, dann ist das schon noch irgendwie aus deren sicht, naja akzeptabel, wenn aber nun der Feind im Staat Israel sieht, dann ist eine Diskussion lösgelöst vom Holocaust und der Deutschen Geschichte komischerweise nicht möglich.

Es geht aber überhaupt nicht um eine geschichtliche Betrachtung. Sondern es ging um eine Betrachtung des Hier und Jetzt. Und eben genau um die Frage, was für Folgen sich aus einem möglichen Angriffskrieges Israels gegen Iran ergeben könnte. Insbesondere diskutierten wir die aktuelle Lage in den einzelnen arabischen Staaten. Und dabei eben auch im Libanon, wo man nun einmal festsstellen muss, dass Hasan Nasraller, der im Westen als tumber Terrorist dargestellt wird oder wie hier mit Hitler verglichen wird, weit aus cleverer ist und es deswegen geschafft eine breite, über Konfessions- und Staatsgrenzen hinweggehende, Anhängerschaft aufzubauen.

Au ja, da hast Du auch meinen besonderen "Freund" in der israelischen Politik genannt! Wieso der frei rumlaufen darf, bzw. die Politik des Landes bestimmen darf, ist mir ein Rätsel. Ich finde der gehört auf eine Stufe mit Ahmadinedschad. Zum Thema Iran: es wäre natürlich eine Katastrophe, wenn Israel im Alleingang den Iran angreifen würde. Dann würde in der ganzen Region der Krieg ausbrechen. Andererseits, sollte Iran wirklich die Atombombe bauen, und planen auf Israel zu schießen, sehe die Lage anders aus. Dann wäre es auch kein "Angriffskrieg", sondern ein "Verteidigungskrieg" von Israel. :(
 
Wie würde man selber handeln? Würde man es sehenden Auges zulassen oder aufzeigen, das man etwas sehenden Auges nicht einfach hinnehmen kann?

Würde man hier in Deutschland nen konservativen Hardliner wählen in einer solchen Lage oder jemand mit anderen Skills?
 
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