Was für abseitige Themen denn?
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Was für abseitige Themen denn?

Vermutlich die angeblich proisraelische Haltung der Bundesregierung, die in dem Moment gar nicht Thema war. Es ging doch um die Haltung Deutschlands zum Lybien-Einsatz.![]()
Man muss aber schon das Gesamterscheinungsbild Deutschlands im Nahen-Osten und unter den Arabern betrachten, wenn jemand meint wir hätten allein mit einer Zustimmung zu dem Libyen-Einsatz dort unten punkten können.
Das spielt im Gesamtbild eine untergeordnete Rolle. Man sollte bevor man so etwas in die Welt setzt sich vielleicht mal mit dem Otto-Normal-Bürger dort auf der Straße, im Teehaus oder im Imbiss unterhalten. Das natürlich nicht jeder die Möglichkeit dazu hat, ist mir schon bewusst, aber dann soll man nicht irgendwelche nichtbelegbaren Thesen in den Raum stellen.
Was heißt den internationale Verantwortung. Definiere das bitte. Sich gegen das Völkerrecht entscheiden? Es ist schon äußert fragwürdig, ob die Resolution 1973 überhaupt völkerrechtskonform ist. Ist das also internationale Verantwortung? Kommen die Chinesen, Brasilianer, Inder und Russen und die anderen 13 EU-Staaten, die die gleiche Auffassung wie Deutschland vertreten, ihrer Verantwortung nicht nach?
"Internationale Verantwortung" ist eine schöne Worthülse, die man doch bitte mit Inhalten füllen soll. Und dann kann man da gerne drüber sprechen.
Und das WW an einen Genscher nie herankommen würde, das war auch schon zuvor klar. Genscher ist wohl der beste Außenminister, den Deutschland je hatte.
Woran bitte machst Du fest, dass die Resolution völkerrechtskonform ist, bitte Fakten für eine solche Aussage. Die Wahrung des Völkerrechts und der Menschenwürde sind ureigenste Aufgabe der UN. Sich auf die Ebene mit Diktaturen wie Russland und China stellen zu wollen, ist ja fragwürdig genug. Wenn man schon unbedingt in diesen Klub eintreten musste (dieses Jahr), dann hätte man sich der Aufgaben auch stellen müssen.
In diversen juristischen Fachzeitschriften ist das Thema diskutiert worden.Reinhard Merkel hat sich dazu auch in der FAZ geäußert. Es gibt da natürlich unterschiedliche Auffassung. Das Völkerrecht verbietet grundsätzlich das Eingreifen in einen innerstaatlichen bewaffneten Konflikt (Bürgerkrieg) von Außen. Nur in absoluten Extremfällen lässt es dies zu. Die Frage ist, ob diese Ausnahmetatbestände im Fall Libyen tatsächlich vorlagen oder eben nicht. Halt eine Diskussion unter Juristen. Die Befürworter sehen teilweise die Gefahr der Tatbestandsverwirklichung, wogegen gehalten wird, dass diese nicht zwingend erkennbar war. Die anderen erweitern die Auslegung der Tatbestände.
@Feli:
Du würdest Dir also wünschen, uns Guido würde Kritik am Vorgehen äußern, da es völkerrechtlich bedenklich ist?
Deinen Gedanken kann ich ja sehr wohl folgen und begrüße sie auch, doch lehrt mich die Vergangenheit, dass das Völkerrecht einen Dreck wert ist. Es regiert die Machtpolitik und die bedient sich beizeiten zwar dem Völkerrecht, ist sich aber auch nicht zu schade, anders zu argumentieren.

Interessante Situation da in MV..
Wenn bei der Nachwahl auf Rügen in zwei Wochen ordentlich Grün und keine NPD gewählt wird könnte die NPD noch aus dem Landtag fliegen und dann wäre doch noch Rot Grün möglich? Dann müsste die CDU ja für die große Koallition nun bei der Nachwahl die NPD wählen, damit diese ja nicht aus dem Landtag fliegen?
Zu Guido:
Meiner Meinung nach einer der schlechtesten Aussenminister, die wir in der Republik je hatten. Aber für die FDP ist es ein absolutes Dilemma.