Von mir stammt das genannte Zitat nicht

Meine einzige Reaktion war: "Das tut weh!"
Und ganz ehrlich es tut immernoch weh. Insbesondere vor dem Hintergrund der gleisteten Arbeit auf Stadtteilebene, die sich bei mir ja nicht nur in der Beiratstätigkeit erschöpft, sondern auch in Vereinen stattfindet. Hoffe daher immernoch, dass mein Beiratsergebnis am Ende besser ausfällt als das Ergebnis bei der Bürgerschaftswahl, auch wenn das eher wirklich eine sehr schwache Hoffnung ist. Sollte das Wahlergebnis auf Beiratsebene ähnlich ausfallen, dann werde ich daraus meine ganz persönlichen Konsequenzen ziehen. Denn dann ist dies für mich ein wirklich Tritt in den Allerwerstesten und ich bin dann auch nicht mehr bereit meine Zeit in einen Stadtteil zu investieren, der dies nicht zu würdigen weiss.
Wir sind offensichtlich mit dem Ansatz zunächst einmal die Schulden zurückzuführen, um in den Kernkompetenzen des Staates wieder handlungsfähig zu werden nicht durchgedrungen. Zudem haben die Querelen der letzten Jahre und die Bundespolitik viele unserer Wähler ganz vom wählen abgehalten. Das kann man glaube ich so an den ersten Zahlen die vorliegen schon ablesen. So lange die Menschen nicht wirklich spüren, dass die extreme Finanzlage in Bremen zu einem Problem wird, wird uns das auch nicht gelingen. In den Wahlbezirken mit einem hohen Anteil an Gewoba-Wohnungen ist jetzt schon zu sehen, dass die SPD teilweise über die 50% kommt. Sie haben es auch verstanden dort - haben auch die Manpower - an den Türen zu klingeln und den Leuten die Horrorszenarien an die Wand zu malen. Dank der Politik im Bund fällt es uns schwer überhaupt noch Gehör zu finden. Man kann es auch kurz sagen: Der Name "FDP" ist für eine ganze Zeit verbrannt. Wir werden, da gehe ich mal von aus, mindestens 10 Jahre für einen Neuaufbau brauchen. Wobei ich davon ausgehe, dass bei einer konsequente Beibehaltung der Regierungspolitik in Bremen spätestens 2019 Bremen in einem anderen Bundesland aufgehen wird. Bremen wird es nicht schaffen bis dahin das Ziel eines ausgelichenen Haushalt zu erreichen, da die Zinslastens weiter steigen werden.
Auch ist es nicht gelungen den Zusammen der Defizite in den Bereichen der inneren Sicherheit, der Infrastrukturpolitik und der Bildung eben in den Zusammenhang mit der Staatsverschuldung zu bringen.
Im übrigen für einige die jüngeren Leute in der Partei haben sich am Sonntag dann doch noch selbst gefeiert. Wir hatten ne ganz nette Party im FDP-Haus. Es war eher eine Aufbruchstimmung zu spüren, die sich jetzt in einer sicherlich auch programmatischen Neuausrichtung wiederspiegeln wird. Wohin die Reise gehen wird, wird man dann sehen. Ich habe da seit einigen Jahren - vielleicht liegt das an meiner ursprünglichen Herkunft - eine ganz eigene Meinung, die bisher in der Partei - insbesondere bei den älteren vorherrscht - nicht wirklich gut ankommt, aber ich da durchaus Notwendikeiten sehe.