Allgemeiner Politik Thread

Die Vorschläge von der guten Rita treffen wohl auch innerhalb der CDU nicht unbedingt auf große Zustimmung, wenn ich den Artikel richtig verstanden hab.

Zu den FDP-Plakaten bisher stehen im Stadtgebiet eigentlich nur die "Wesselmänner", vereinzelt schon die "normalen" Plakate und es stehen ein paar Ankündigungsplakate, die für die verschiedenen Veranstaltungen werben. Morgen ab 11 Uhr spricht beispielsweise Christian Lindner im "Swiss otel" am Hillmannplatz.
Die anderen Plakate werden durchweg ab 01. Mai gehängt. Das hat etwas mit den Erfahrungen aus dem letzten Europawahlkampf zu tun. Du musst dir überlegen, dass die "Kartonplast"-Plakate sehr teuer sind. Die Holzaufsteller der FDP-Bremen sind in den letzten Wahlkämpfen ca. zur Hälfte mutwillig zerstört worden, sodass wir dort auch nicht mehr über die Masse verfügen. Daher müssen wir die Anstrengungen ein wenig konzentrieren und versuchen den Zerstörungen, die wir während der "Maifeierlichkeiten 2009" erlebt haben, dieses Jahr aus dem Weg zu gehen.
 
Das bringt mich auch gleich zu meinen persönlichen Eindrücken der Wahlplakate dieses Jahr:

SPD: Schlicht, meist einfach nur Jens Böhrnsen drauf. Die SPD setzt ganz klar auf einen Kandidaten Wahlkampf. Meiner Meinung nach ein gutes Plakat, da ich eh kein Freund von Wahlplakaten bin, denke ich wenn, dann bitte einfach nur schlicht den Kandidaten ablichten.:thumb:

Die Böhrnsenplakate sind klassisch. Und es richtig mit dem Spitzenkandidaten zu werben. Die anderen Personenplakate sind kaum zu erkennen. Wobei die Idee durchaus ok ist. Ansonsten sind die Plakate mit dem was sie wollen ziemlich lächerlich vor dem Hintergrund, das die SPD dieses Bundesland seit 60 Jahren ununterbrochen regiert. Man fragt sich unwillkürlich: "Warum habt ihr diese Ziele in 60 Jahren" nicht verwirklicht.

Grüne: Auch ganz nett, einige markante Sprüche, teilweise lustig. Einige Plakate mit Kandidatin Linnert, aber insgesamt wie bei der SPD keine Inhalte. :thumb:

Inhaltsleer sind sie ja fast alle. Gut finde ich wirklich das Plakat mit den Springerstiefeln. Ansonsten kann man über das Biberplakat lachen, aber mehr auch nicht.

Grundsätzlich finde ich, das gilt ja jetzt auch für Die Linke, ist das werben gegen Atomkraft außerst albern, da in Bremen nun nicht ein Atomkraftwerk steht. Also Bremen nicht mal Aufsicht führt über atomare Anlagen. Wo sind die Landesthemen?

CDU: Ganz furchtbar diese künstlich gestellten, scheinbar aus dem Leben gegriffenen Plakate mit gespielten Szenen. Genau so sollte ein Wahlplakat nicht aussehen.:wuerg:

Jupp! Vor allem vermitteln sie keine Botschaft. Sieht alles so nett nach heiler Welt aus.

FDP: Bisher nur ein Plakat gesehen, darin ging es um Bildungspolitik. Damit setzt die FDP auf ihren Plakaten ganz klar auf Inhalte.:zweifeln:

Habe dir zu dem Großteil ein eigenen Post hinterlassen. Wir plakatieren natürlich die Bildungspolitik. Schließlich dürfte das auch in Zukunft eins der wichtigsten Themen sein.
Aber wie gesagt Plakate können den Inhalt natürlich nicht rüberbringen, sondern sollen auf die Themenschwerpunkte aufmerksam machen.

Piraten: Sehr billig gemachte Plakate die eigentlich nur eine Botschaft haben: wir wollen was ändern. :zzz:

Finde sie für die Piraten eigentlich ganz gelungen. Das ist natürlich schwer viele Inhalte zu transportieren, wenn du keine breite Themenpalette anbietest.
 
...habe ganz die Plakate der Linken vergessen...wie konnte das nur passieren ;)

Linke: Sehr langweilige Plakate: "Wie immer die Linke" oder so. Nach den peinlichen Auftritten bei der Bundestagswahl (Vorne: Reichtum für alle. Hinten: Reichtum versteuern!!) wollten sie sich wohl nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen:D
 
Die Vorschläge von der guten Rita treffen wohl auch innerhalb der CDU nicht unbedingt auf große Zustimmung, wenn ich den Artikel richtig verstanden hab.

Zu den FDP-Plakaten bisher stehen im Stadtgebiet eigentlich nur die "Wesselmänner", vereinzelt schon die "normalen" Plakate und es stehen ein paar Ankündigungsplakate, die für die verschiedenen Veranstaltungen werben. Morgen ab 11 Uhr spricht beispielsweise Christian Lindner im "Swiss otel" am Hillmannplatz.
Die anderen Plakate werden durchweg ab 01. Mai gehängt. Das hat etwas mit den Erfahrungen aus dem letzten Europawahlkampf zu tun. Du musst dir überlegen, dass die "Kartonplast"-Plakate sehr teuer sind. Die Holzaufsteller der FDP-Bremen sind in den letzten Wahlkämpfen ca. zur Hälfte mutwillig zerstört worden, sodass wir dort auch nicht mehr über die Masse verfügen. Daher müssen wir die Anstrengungen ein wenig konzentrieren und versuchen den Zerstörungen, die wir während der "Maifeierlichkeiten 2009" erlebt haben, dieses Jahr aus dem Weg zu gehen.

Ach ja stimmt Guido kommt ja diesmal nicht! Hatte mich schon auf seine "NEUWAHLEN" Sirenen gefreut:p Und Lindner im Swissotel? Hätte den eher in der McDonald's Kinderecke oder im Kinderparadies von IKEA vermutet:lol:
 
:tnx:

Sehe ich genauso. Habe die Thesen alle beantwortet und begründet. Beim durchsehen unserer einzelnen Kandidaten stelle ich doch durchaus unterschiede fest, so dass dieser Kandidatencheck vor dem Hintergrund des neuen Wahlrechts in meinen Augen sogar besser ist als der Wahl-o-Mat. Wobei mir schon aufgefallen ist, dass bei einigen CDU-Kandidaten (Schwachhausen beispielsweise) im Wortlaut die gleiche Begründung zu finden ist.
Und keine Antworten zu geben, ist doch auch in gewisser Weise eine Aussage. ;)

Stimmt in meinem Stadtteil stand gar kein CDU Kandidat! :p Abgesehen davon fand ich den Kandidatencheck auch wirklich sehr informativ und interessant und in der Tat besser, als Wahl-o-mat. Besonders den Link zu den einzelnen Kandidaten fand ich interessant, wo die dann auch direkte Bürgerfragen antworten. Viele Antworten sind zwar die üblichen Wahlk(r)ampffloskeln, aber in einigen Antworten kann man doch ganz gut erkennen, wofür jeder Kandidat steht:tnx:
 
Die CDU weiß, wie man auf Stimmenfang geht:
http://www.weser-kurier.de/Artikel/...nder-sollen-sonnabends-wieder-zur-Schule.html :lol::lol::lol:

Also mit der Forderung, Schüler auch Sonnabends zur Schule zu schicken hat die CDU schon mal die Stimmen der Jungwähler und der Lehrer verloren, aber die hätten vermutlich eh nicht CDU gewählt. Mal ganz abgesehen davon, verstehe ich auch die Argumente der Mohr-Lüllmann nicht, auf der einen Seite beklagt sie, dass die Bremer Lehrer keine ausreichenden Qualifikationen haben, was ja stimmen mag. Bzw. die Lehrer würden oft Fächer unterrichten, für die sie gar nicht ausgebildet waren. Auf der anderen Seite meint sie man müsse die Schüler auch Sonnabends unterrichten, damit Bremen im "Pisa" Vergleich aufholen kann. Mit anderen Worten, die Lehrer sind zwar nicht qualifiziert, aber sie sollen trotzdem mehr unterrichten, nach dem Motto: viel hilft viel, oder wie:stirn:

Mehr Arbeit für das gleiche Geld = also eine indirekte Gehaltskürzung, die unionsnahen unter den Lehrern werden von "ihrer" Partei begeistert sein. Das ist ein noch größerer Bock als der, den CDU in Niedersachsen in der Bildungspolitik geschossen hat: die Einstellung von mehr Lehrern versprochen und es mit der Aufhebung der Lern- und Lehrmittelfreiheit finanziert.

Das bringt mich auch gleich zu meinen persönlichen Eindrücken der Wahlplakate dieses Jahr:

SPD: Schlicht, meist einfach nur Jens Böhrnsen drauf. Die SPD setzt ganz klar auf einen Kandidaten Wahlkampf. Meiner Meinung nach ein gutes Plakat, da ich eh kein Freund von Wahlplakaten bin, denke ich wenn, dann bitte einfach nur schlicht den Kandidaten ablichten.:thumb:

Grüne: Auch ganz nett, einige markante Sprüche, teilweise lustig. Einige Plakate mit Kandidatin Linnert, aber insgesamt wie bei der SPD keine Inhalte. :thumb:

CDU: Ganz furchtbar diese künstlich gestellten, scheinbar aus dem Leben gegriffenen Plakate mit gespielten Szenen. Genau so sollte ein Wahlplakat nicht aussehen.:wuerg:

FDP: Bisher nur ein Plakat gesehen, darin ging es um Bildungspolitik. Damit setzt die FDP auf ihren Plakaten ganz klar auf Inhalte.:zweifeln:

Piraten: Sehr billig gemachte Plakate die eigentlich nur eine Botschaft haben: wir wollen was ändern. :zzz:

:tnx: Deckt sich mit meinem Eindrücken, von der FDP sieht man neuerdings Plakate mit einem joggenden Oliver Möllenstedt.

In punkto Plakate finde ich den Wahlkampf zur Bremischen Bürgerschaft sehr angenehm, weil man hier im Gegensatz zu anderen Bundesländerndie Stadt nicht so sehr mit Plakaten "zukleistert".
 
Mehr Arbeit für das gleiche Geld = also eine indirekte Gehaltskürzung, die unionsnahen unter den Lehrern werden von "ihrer" Partei begeistert sein. Das ist ein noch größerer Bock als der, den CDU in Niedersachsen in der Bildungspolitik geschossen hat: die Einstellung von mehr Lehrern versprochen und es mit der Aufhebung der Lern- und Lehrmittelfreiheit finanziert.



:tnx: Deckt sich mit meinem Eindrücken, von der FDP sieht man neuerdings Plakate mit einem joggenden Oliver Möllenstedt.

In punkto Plakate finde ich den Wahlkampf zur Bremischen Bürgerschaft sehr angenehm, weil man hier im Gegensatz zu anderen Bundesländerndie Stadt nicht so sehr mit Plakaten "zukleistert".

ist mir heute morgen auch noch aufgefallen! Vielleicht kommt das aber auch noch. Vielleicht warten die Parteien erst das Ende der Osterferien ab, da viele noch weg sind, lohnt es sich eventuell nicht zu plakatieren. Zudem warten die Parteien vielleicht das "heiße" Wochenende des 1.Mai ab, da bei möglichen Ausschreitungen zwischen Autonomen, NPD und Polizei das eine oder andere Plakat vielleicht zerstört werden oder in Flammen aufgehen könnte.:confused: Ansonsten habe ich Mitte März, als ich in Frankfurt war für die dortige Kommunalwahl!! mehr Plakate gesehen als hier in Bremen für die Bürgerschaftswahl!
 
Die Mai-Demos können natürlich auch ein Grund sein, aber ich bin mir ziemlich sicher, daß die Parteien in Bremen sich (ich glaube es war in den frühen 90er Jahren) darauf verständigt haben, bei der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft aus kosten- und ästhetischen Gründen die Anzahl der Wahlplakte herunterzuschrauben.

Tante Edit: Es ist wohl eine landesweite Vereinbarung, denn ich war vor ein paar Tagen in Bremerhaven, und dort war die Streuung der Wahlplakate auch sehr moderat.
 
Wie gesagt wir gehen genau wegen der Demos um den 01. Mai mit den Hauptteil der Plakate erst danach raus. Alles auch eine Frage des Geldes. Wie gesagt die Plakate sind teuer (auch die Holzständer) und deswegen überlegt man sich das gut. der 01. Mai 2009 hat uns viele Plakate zu Europawahl gekostet.
 
Wahlomat:

FREIE WÄHLER BREMEN 54 von 82 Punkten
BIW 51 von 82 Punkten
NPD 51 von 82 Punkten
FDP 38 von 82 Punkten
CDU 38 von 82 Punkten
SPD 38 von 82 Punkten
DIE LINKE 31 von 82 Punkten
Grüne 29 von 82 Punkten


Die Freien Wähler waren bei mir auch in Hessen an Nr.1..
 
Am FDP-Haus prangt seit heute ein neues Transparent. Zweitgeteilt eine Seite rot und die andere braun: Mit den Sprüchen: "Wider Die Linken Was sonst? - Wider Die Rechten Was sonst?"

:D:applaus:
 
Zitat von Stürmerbraut;1701243:
Ich wiederhole mich ungern, aber Bremen wurde sehr für sein inklusives Schulsystem gelobt, meine Prof'in sollte es ja schon wissen. ;)

Wobei sich aber nach wie vor die Frage stellt, was genau sie gelobt hat - den verzweifelten Versuch der maximalen Inklusion oder das Ergebnis des Unterrichts. Ich habe große Zweifel, ob es nennenswert Anlass zum Lob von letzterem gab.
 
Wobei sich aber nach wie vor die Frage stellt, was genau sie gelobt hat - den verzweifelten Versuch der maximalen Inklusion oder das Ergebnis des Unterrichts. Ich habe große Zweifel, ob es nennenswert Anlass zum Lob von letzterem gab.

Es ging um die Pisastudie. Laut meinen Aufschrieben bezog sich das vor allem auf die Vergleichbarkeit, und da schneidet Bremen im Vergleich zu Stuttgart gut ab, weil man eben zwei Städte vergleicht und nicht ein Zweistadtstaat und ein Flächenstaat.

Aber unabhängig davon muss die Inklusion ja laut UN-Menschenrechtskommission umgesetzt werden und auch BW täte gut daran, sich dahingehend Gedanken zu machen.

Und wer Inklusion fordert, kann nicht gleichzeitig für ein dreigliedriges Schulsystem mehr sein, denn das exkludiert ja erst recht.

Ich bin der Meinung, dass die Aussortierung im Alter von 10 Jahren (4.Klasse) unseren Kindern überhaupt nicht gut tut, sie kommen erst mal demotiviert an die Hauptschule und wir können es uns nicht leisten, diesen Teil der Kinder schlichtweg zu vernachlässigen. Das kommt uns später viel zu teuer, wenn sie keinen Beruf und keine Perspektive für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben. Oft fehlt es ihnen auch schlichtweg an positiven Vorbildern in den Klassen an der Hauptschule.

Ich bin auch nicht der Meinung, dass gute Schüler unter den schwachen leiden. Im Gegenteil, so manchen, auch gymnasialen, Schülern täte es gut, wenn sie von und an anderen Lebensverläufen lernen könnten: wir sind EINE Solidargemeinschaft, und müssen es bleiben, denn sonst zerbröselt unsere Wirtschaftswohlstandgesellschaft.

Und wenn dann nicht gespart wird, und die Stunden aller Sonderpädagogen für eine inklusive Beschulung verwendet werden, kann das ne gute Sache werden.
 
Zitat von Stürmerbraut;1703669:
Und wer Inklusion fordert, kann nicht gleichzeitig für ein dreigliedriges Schulsystem mehr sein, denn das exkludiert ja erst recht.

Diesen Schluss kann man so aber auch nur dann ziehen, wenn man ein mehrgliedriges Schulsystem grundsätzlich ablehnt und die Inklusion als Hilfskrücke in der Argumentation missbraucht. Was spricht dagegen, die Kinder in der Grundschule gemeinsam zu unterrichten und später gemäß ihrer Fähigkeiten auf die weiterführenden Schulen zu verteilen?

Zitat von Stürmerbraut;1703669:
Ich bin der Meinung, dass die Aussortierung im Alter von 10 Jahren (4.Klasse) unseren Kindern überhaupt nicht gut tut, sie kommen erst mal demotiviert an die Hauptschule und wir können es uns nicht leisten, diesen Teil der Kinder schlichtweg zu vernachlässigen. Das kommt uns später viel zu teuer, wenn sie keinen Beruf und keine Perspektive für eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben. Oft fehlt es ihnen auch schlichtweg an positiven Vorbildern in den Klassen an der Hauptschule.

Den besonders wichtigen Teil habe ich mir erlaubt zu markieren. Das Problem ist in der Tat nicht die Hauptschule an sich, sondern das Bild, das vielfach von ihr und ihren Schülern gezeichnet wird. Sobald es gelingt, sie nicht mehr als Sammelbecken der Verlierer abzuqualifizieren, sondern als Schule mit einer besonders praktischen Ausrichtung, lässt sich auch die Motivation vieler Schüler anders gestalten - zumal es auch an den Hauptschulen, die ich kenne, zahlreiche motvierte Schülerinnen und Schüler gibt, die sich dort wohlfühlen.

Zitat von Stürmerbraut;1703669:
Ich bin auch nicht der Meinung, dass gute Schüler unter den schwachen leiden. Im Gegenteil, so manchen, auch gymnasialen, Schülern täte es gut, wenn sie von und an anderen Lebensverläufen lernen könnten: wir sind EINE Solidargemeinschaft, und müssen es bleiben, denn sonst zerbröselt unsere Wirtschaftswohlstandgesellschaft.

Solidarität ist fraglos ein wichtiger Wert, aber ich bezweifle, dass er nur auf Kosten der individuellen Förderung erreicht werden kann.

Das Ziel, dass im gemeinschaftlichen Unterricht die Schwächeren von den Stärkeren automatisch mitgezogen werden, wurde nun ja schon vielfach als pädagogisches Märchen entlarvt; gleichwohl wird es immer wieder aus der ideologischen Mottenkiste gezerrt. Letztlich hat sich immer wieder gezeigt, dass die Schwächeren überwiegend auf ihrem Niveau verharren, während die Stärkeren sich ihrem Niveau angleichen.

Natürlich muss ich einräumen, dass ich vor allem nur ein Beobachter bin und mir der von der GEW gefütterte theoretische Unterbau fehlt, aber dennoch halte ich es für wesentlich klüger, wenn man die Menschen nach ihren Fähigkeiten und Neigungen individuell fördert und fordert, anstatt alle in einen großen Topf zu werfen und zu hoffen, dass es sich schon irgendwie auswächst.
 
1.Diesen Schluss kann man so aber auch nur dann ziehen, wenn man ein mehrgliedriges Schulsystem grundsätzlich ablehnt und die Inklusion als Hilfskrücke in der Argumentation missbraucht. Was spricht dagegen, die Kinder in der Grundschule gemeinsam zu unterrichten und später gemäß ihrer Fähigkeiten auf die weiterführenden Schulen zu verteilen?



2. Den besonders wichtigen Teil habe ich mir erlaubt zu markieren. Das Problem ist in der Tat nicht die Hauptschule an sich, sondern das Bild, das vielfach von ihr und ihren Schülern gezeichnet wird. Sobald es gelingt, sie nicht mehr als Sammelbecken der Verlierer abzuqualifizieren, sondern als Schule mit einer besonders praktischen Ausrichtung, lässt sich auch die Motivation vieler Schüler anders gestalten - zumal es auch an den Hauptschulen, die ich kenne, zahlreiche motvierte Schülerinnen und Schüler gibt, die sich dort wohlfühlen.



Solidarität ist fraglos ein wichtiger Wert, aber ich bezweifle, dass er nur auf Kosten der individuellen Förderung erreicht werden kann.

3. Das Ziel, dass im gemeinschaftlichen Unterricht die Schwächeren von den Stärkeren automatisch mitgezogen werden, wurde nun ja schon vielfach als pädagogisches Märchen entlarvt; gleichwohl wird es immer wieder aus der ideologischen Mottenkiste gezerrt. Letztlich hat sich immer wieder gezeigt, dass die Schwächeren überwiegend auf ihrem Niveau verharren, während die Stärkeren sich ihrem Niveau angleichen.

4. Natürlich muss ich einräumen, dass ich vor allem nur ein Beobachter bin und mir der von der GEW gefütterte theoretische Unterbau fehlt, aber dennoch halte ich es für wesentlich klüger, wenn man die Menschen nach ihren Fähigkeiten und Neigungen individuell fördert und fordert, anstatt alle in einen großen Topf zu werfen und zu hoffen, dass es sich schon irgendwie auswächst.

zu 1. Dagegen spricht, dass wir in der Grundschule ja bereits eine "Einheitsschule" (alle Kinder gehen in eine Schule) haben, die sehr gute Ergebnisse hat, bzw. noch bessere haben könnte, wenn nicht schon ab Klasse 3 nur noch die leistungsstarken für den übergang gefördert würden, die Schwachen rigoros abgehängt werden.
Übrigens: In keiner Klasse ist das Leistungsgefälle so groß wie in einer 1., eigentlich dürften nach deiner Theorie die Kinder, die schon Lesen/Rechnen können, auch nicht mit denen unterrichtet werden, die das noch nicht können! Und es liegt in jedem Selbstverständnis eines Lehrers, dass er immer mit unterschiedlichen Leistungsniveaus in einer Klasse umgehen muss. Das erfodert einen anderes Verständnis von Unterricht, der Frontalunterricht war ja eh noch nie der Beste. Man muss den Kinder unterschiedliche Lernangebote machen, für die Schwachen und für die Guten. Wo ist das Problem?

zu 2.Was wurde nicht schon alles ausprobiert: Erweitertes Bildungsangebot, Arbeitsgruppen, in BW haben wir jetzt die Werkrealschule, um die Hauptschule attraktiver zu machen.
Solange das Handwerk für die Lehre keine Hauptschüler mehr haben will, und sie für untauglich befindet, solange die Elternhäuser in der Erziehung versagen, solange behält die Schule den schwarzen Peter. Sie bereite die Schüler nicht genügend vor.

Natürlich gibt es noch Kinder, die sich dort wohlfühlen, aber mir haben schon viele anvertraut, dass sie und ihre Eltern sich doch gewünscht hätten, dass sie auf die Realschule gekommen wären. Selbst wenn man ihnen die Durchlässigkeit erklärt des Schulsystems erklärt, wissen und fühlen sie sich doch am unteren Rand.

zu 3. Ich kenne Untersuchungen, die belegen, dass nirgends so gut gelernt wird wie in gemischten Schülergruppen, dass also Schüler von Schüler am besten lernen, bzw. der am besten Bescheid weiß, der es erklären muss (learning by teaching). Was also spricht dagegen, Schüler als Schülermentoren einzusetzen?
Was du meinst, dass das Niveau nach unten geht, wenn man Einheitsbrei unterichtet, mag so wohl stimmen.

zu 4. Dann bist du also nicht der Meinung, dass ein leistungsstarker Schüler irgendwas von oder mit einem schwachen Schüler lernen könnte? Und lernen heißt in diesem Fall nicht nur kognitive Wissensvermittlung.
Was denkst du denn, wie einheitlich der Brei ist, den Kinder im Gymnasium vorgesetzt bekommen? 28 Kinder mit indivuellen Fähigkeiten und Neigungen und den unterschiedlichsten Wissenständen bekommen den gymnasialen Frontalunterricht. Das ist natürlich individuell, weil es natürlich alles Gymnasiasten sind!

Du siehst, uch dort wird wenig nach Neigung gefördert.

Dann möchte ich lieber EINE Schulform, die ALLE Kinder nach Fähigkeiten und Neigungen fördert.

Im übrigen verstehe ich deine Anspielung auf die GEW nicht. Das zeigt mir bloß, wie schnell du im Einsortieren von Meinungen und Standpunkten, und der Menschen, die dahinter stehen, bist.
 
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