Allgemeiner Politik Thread

Ich bewerte die Idee den ÖPNV in die Hände der Kommunen, Länder und Metropolregionen zu legen, als sehr gut.
Wir hier in der Süderelberegion bspw. sind kaum an den HVV angeschlossen. Um in das Tarifgebiet zu kommen (ganze 5 km entfernt) muss man ordentlich in die Tasche greifen, wenn denn irgendwann einmal ein Bus fährt. :wall:
 
Dumme Sprüche muss ich mir genug anhören, dann werd ich auch mal einen raushauen dürfen, hinter dem aber sogar ein ernsthafter Gedanke steht.

Mal ganz ehrlich: Wie kommt es, dass in allen Staaten, in denen die Infrastruktur komplett in der Hand des Staates war - wie beispielsweise in DDR - nur von der Substanz gelebt wurde und diese nach 40 Jahren unendlich marode war? Wie kann es sein, dass gerade so ein Staat ökologisch alles andere als vorbildlich gehandelt hat?

Und bei der Schieneninfrastruktur und sogar in der Straßeninfrastruktur merken wir doch auch mittlerweile, dass wir sehr stark von der Substanz leben. Wenn man dem Verbraucher nicht die Macht gibt sich für das beste für ihn geeignete Angebot zu entscheiden, gibt es keinen Druck die Qualität zu halten oder zu steigern. Sollte das nicht möglich sein oder einen anderes Geschäftskonzept anbieten wollen, dann wirds meist günstiger. Häufig geht beides Hand in Hand. Wie gesagt Ryanair hat eine Flugzeutflotte, die im Schnitt 3,3 Jahre alt ist. Die kaufen ständig neue Flieger. Sie sparen nicht an der Wartung, sondern am Komfort.
 
Dumme Sprüche muss ich mir genug anhören, dann werd ich auch mal einen raushauen dürfen, hinter dem aber sogar ein ernsthafter Gedanke steht.

Mal ganz ehrlich: Wie kommt es, dass in allen Staaten, in denen die Infrastruktur komplett in der Hand des Staates war - wie beispielsweise in DDR - nur von der Substanz gelebt wurde und diese nach 40 Jahren unendlich marode war? Wie kann es sein, dass gerade so ein Staat ökologisch alles andere als vorbildlich gehandelt hat?

Und bei der Schieneninfrastruktur und sogar in der Straßeninfrastruktur merken wir doch auch mittlerweile, dass wir sehr stark von der Substanz leben. Wenn man dem Verbraucher nicht die Macht gibt sich für das beste für ihn geeignete Angebot zu entscheiden, gibt es keinen Druck die Qualität zu halten oder zu steigern. Sollte das nicht möglich sein oder einen anderes Geschäftskonzept anbieten wollen, dann wirds meist günstiger. Häufig geht beides Hand in Hand. Wie gesagt Ryanair hat eine Flugzeutflotte, die im Schnitt 3,3 Jahre alt ist. Die kaufen ständig neue Flieger. Sie sparen nicht an der Wartung, sondern am Komfort.

Hallo, du willst doch nicht ernsthaft die DDR mit der Bundesrepublik vergleichen. Auf der einen Seite eine Mangelwirtschaft, auf der anderen eine Überflussgesellschaft.

Die Frage ist doch, wie viel wir in unsere Infrastruktur stecken wollen, wie sehr wir die Notwendigkeit sehen.
Bei Prestigeobjekten kann man anscheinend unendlich viel Geld raushauen, als ob es kein Morgen mehr gibt (Bsp. aus HH: U4 und Elbphilharmonie; aus NDS: Neubau des Landtages). Weniger prestigeträchtig sind dann Landstraßen und ähnliche provinzielle Infrastrukturvorhaben.
 
Mal ganz ehrlich: Wie kommt es, dass in allen Staaten, in denen die Infrastruktur komplett in der Hand des Staates war - wie beispielsweise in DDR - nur von der Substanz gelebt wurde und diese nach 40 Jahren unendlich marode war? Wie kann es sein, dass gerade so ein Staat ökologisch alles andere als vorbildlich gehandelt hat?

Willst du es nicht verstehen, oder kannst du es nicht verstehen? Es geht bei der ganzen Diskussion nicht darum, sämtliche Bereiche in die Hand des Staates zu legen, sondern nur einige, ausgewählte.

Aber inzwischen habe ich auch das Gefühl, dass es dir um eine echte Diskussion hier gar nicht geht. Vielleicht übst du ja für deinen Wahlkampf.
 
Hallo, du willst doch nicht ernsthaft die DDR mit der Bundesrepublik vergleichen. Auf der einen Seite eine Mangelwirtschaft, auf der anderen eine Überflussgesellschaft.
.

Wodurch herrschte denn im gesamten sozialistischen Raum Mangelwirtschaft? Hat mit Politik dort sicher nichts zu tun gehabt!?
Das hängt doch alles unmittelbar miteinander zusammen.

Nur Wettbewerb garantiert bestmögliche Ergebnisse. Das meist zu einem günstigen Preis.
 
Merkwürdig, dass man mit dir an einigen Tagen relativ vernünftig diskutieren kann, und an anderen wieder nicht.

Und übrigens: Ein bisschen Selbsironie oder auch mal über die eine oder andere Bemerkung hinwegsehen zu können, hat noch keinen geschadet.

Männer haben halt auch ihre Tage! :D

Sorry, musste jetzt einfach sein. :grinsen:

Hier muss mal ein bisschen Dampf raus .... ;)
 
Willst du es nicht verstehen, oder kannst du es nicht verstehen? Es geht bei der ganzen Diskussion nicht darum, sämtliche Bereiche in die Hand des Staates zu legen, sondern nur einige, ausgewählte.

Das ist mir schon klar. Und ich habe glaube ziemlich deutlich gesagt, dass es Bereiche gibt, die man nicht privatisieren kann und darf.

Nur wenn wir gerade über die öffentliche Daseinsvorsorge reden, dann schau dir doch mal die Situation in vielen Ostdeutschen Bundesländern noch heute an. Wir haben das Haus meiner Urgroßeltern nach der Wende wieder bekommen. Da ist seit dem II. WK nichts gemacht worden. Man hat die ganze Substanz runter gewirtschaftet. Das gesamte Leitungsnetz stammte noch aus der Zeit als das Haus gebaut wurde: 1911! Da sickerte eben das Wasser aus den Leitungen.
 
Die Frage ist doch, wie viel wir in unsere Infrastruktur stecken wollen, wie sehr wir die Notwendigkeit sehen.

Nachtrag: Ein privater Unternehmer wird dabei immer auch die Interessen seiner Kunden im Blick haben, wenn er in Konkurrenz zu anderen Unternehmern steht. Sonst geht er zwangsläufig irgendwann vor die Hunde. Folglich kann er es sich nicht Leisten mangelhaft Qualität anzubieten.
 
Mal ganz ehrlich: Wie kommt es, dass in allen Staaten, in denen die Infrastruktur komplett in der Hand des Staates war - wie beispielsweise in DDR - nur von der Substanz gelebt wurde und diese nach 40 Jahren unendlich marode war? Wie kann es sein, dass gerade so ein Staat ökologisch alles andere als vorbildlich gehandelt hat?

Warum ziehst du eigentlich immer nur die DDR ran als Beispiel? Hier will doch keiner, dass es so wird wie in der DDR.

Und bei der Schieneninfrastruktur und sogar in der Straßeninfrastruktur merken wir doch auch mittlerweile, dass wir sehr stark von der Substanz leben. Wenn man dem Verbraucher nicht die Macht gibt sich für das beste für ihn geeignete Angebot zu entscheiden, gibt es keinen Druck die Qualität zu halten oder zu steigern. Sollte das nicht möglich sein oder einen anderes Geschäftskonzept anbieten wollen, dann wirds meist günstiger. Häufig geht beides Hand in Hand. Wie gesagt Ryanair hat eine Flugzeutflotte, die im Schnitt 3,3 Jahre alt ist. Die kaufen ständig neue Flieger. Sie sparen nicht an der Wartung, sondern am Komfort.

Ryanair spart nicht an der Wartung, aber an sonst allem. Beispielsweise an den Mitarbeitergehältern, was jetzt nicht unbedingt ein Plus Punkt ist. Zudem ist doch bei solchen Unternehmen die Sicherheit etwas, was sie auf jeden FAll machen müssen. Wenn ein Flugzeug von Ryanair abstürzt und danach kommt raus, dass die Dinger nicht richtig gewartet wurde, ist das Unternehmen am Ende. Genauso wie in einem Cheesburger eines großen Fast Food Konzerns BSE entdeckt wird oder so, dann kann der Konzern auch einpacken. Das ist ja nicht in erster Linie aus Liebe zu den Menschen gemacht.
 
Warum ziehst du eigentlich immer nur die DDR ran als Beispiel? Hier will doch keiner, dass es so wird wie in der DDR.

Kannst auch Polen oder Estland nehmen. Letztere haben sich extrem gut gemacht in den vergangenen Jahren.

Ryanair spart nicht an der Wartung, aber an sonst allem. Beispielsweise an den Mitarbeitergehältern, was jetzt nicht unbedingt ein Plus Punkt ist. Zudem ist doch bei solchen Unternehmen die Sicherheit etwas, was sie auf jeden FAll machen müssen. Wenn ein Flugzeug von Ryanair abstürzt und danach kommt raus, dass die Dinger nicht richtig gewartet wurde, ist das Unternehmen am Ende. Genauso wie in einem Cheesburger eines großen Fast Food Konzerns BSE entdeckt wird oder so, dann kann der Konzern auch einpacken. Das ist ja nicht in erster Linie aus Liebe zu den Menschen gemacht.

Kein Unternehmen macht etwas aus Liebe zum Menschen, sondern um Geld zu verdienen. Aber Geld kann man, wie du richtig sagst, nur dann verdienen, wenn die Kunden mir vertrauen. Und wie gesagt Ryanair hat eine der jüngsten Flotten in Gesamteuropa. Die Flotte der Lufthansa hat beispielsweise ein Durchschnittsalter von gut 13 Jahren. Wie gesagt bei Ryanair sinds gut 3,3 Jahre.
 
Kein Unternehmen macht etwas aus Liebe zum Menschen, sondern um Geld zu verdienen. Aber Geld kann man, wie du richtig sagst, nur dann verdienen, wenn die Kunden mir vertrauen. Und wie gesagt Ryanair hat eine der jüngsten Flotten in Gesamteuropa. Die Flotte der Lufthansa hat beispielsweise ein Durchschnittsalter von gut 13 Jahren. Wie gesagt bei Ryanair sinds gut 3,3 Jahre.

Ryanair ist auch erst in den Jahren extrem gewachsen und hat daher gerade sehr neue Flugzeuge weil natürlich viele bestellt werden mussten, um den Bedarf zu decken.
 
Gutes Beispiel ist mE unsere Lieblingsautobahn, die A1!

Im Bundesverkehrswegeplan war der Ausbau schon vor 1989 vorgesehen, wurde aber aus den bekannten Gründen nichts.
Jetzt gibt es ein privates Betreiberkonsortium, das eine Kapitaleinlage von 10000 € hat. Wenn das Ding finanziell vor die Wand fährt, haftet der Bund.
Also: Null Riskiko - maximale Gewinne.
So geht Privatisierung heute!
 
Und da bin ich eben mit der Performance - gerade meiner Partei - unzufrieden. Wir wollten große Reformvorhaben anpacken, von denen bisher nur Minimalteilchen, die ihre positive Wirkung auf die Wirtschaft und damit den Arbeitsmarkt zwar nicht verfehlen, umgesetzt wurden. Das ist nicht ausreichend. Dazu kommen so irre Dinge, wie der Schwenk in der Energiepoliti, der sachlich nicht begründbar ist, oder, noch viel schlimmer, diese Art der Eurorettung, die die Eurozone zu einer reinen Transferunion verkommen lässt.

(Der Schwenk in der Energiepolitik ist sehr wohl sachlich zu begründen.)

Mich irritiert und verärgert die Enthaltung der Regierung im Sicherheitsrat.

Das ist die Aufkündigung unserer Westbindung. Hierbei war Westerwelle,

so wird gemunkelt, federführend. Das erschüttert mein Vertrauen in

diese Regierung gewaltig und nachhaltig.

Freiheit und Demokratie predigen und sich im Ernstfall mit der eigenen

Vergangenheit entschuldigen.

Da muß ich mir die Augen reiben und nochmal hingucken :

Ja, tatsächlich. Unsere Regierung wird von CDU und FDP gebildet.

Hier kann man sich als Deutscher mal so richtig schämen.
 
Lieber Felis,

wenn du ernsthaft die Situation der DDR mit der unseren vergleichen willst, wünsche ich dir viel Freude dabei. Da kann und will ich einfach nicht mithalten, da dieses hanebüchend ist.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, bist du Jura-Student. Dir sollte doch klar sein, dass unser System diametral dem DDR-System gegenübersteht, oder? Stichwort: soziale Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft.
In einer sozialen Marktwirtschaft ist aber mMn der Staat dafür verantwortlich, dass die (Infra-)Struktur passt. Das ist eine originär öffentliche Aufgabe. Durch die Privatisierung einiger sensibeler Bereiche gibt die Regierung genau dieser Verantwortung ab und das ist mE massiver Unfug und absolut unerträglich.
 
Ryanair ist auch erst in den Jahren extrem gewachsen und hat daher gerade sehr neue Flugzeuge weil natürlich viele bestellt werden mussten, um den Bedarf zu decken.

Ryanair wächst schon länger. Und es gilt eigentlich für alle Low-Cost-Carrier. Was aber auch einen einfachen Grund hat. Ein neues Flugzeug ist am Ende des Tages billiger. Meist sind diese sparsamer als ältere Flugzeuge. Hinzukommt, dass ein neues Flugzeug nicht so viele Ersatzteile benötigt und du kannst sie noch zu einem guten Preis weiterverkaufen. Vor allem hat gerade Ryanair seine gesamte Flugzeugflotte auf einen Flugzeugtyp umgestellt, was eben auch kosten senkt.
 
Lieber Felis,

wenn du ernsthaft die Situation der DDR mit der unseren vergleichen willst, wünsche ich dir viel Freude dabei. Da kann und will ich einfach nicht mithalten, da dieses hanebüchend ist.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, bist du Jura-Student. Dir sollte doch klar sein, dass unser System diametral dem DDR-System gegenübersteht, oder? Stichwort: soziale Marktwirtschaft vs. Planwirtschaft.
In einer sozialen Marktwirtschaft ist aber mMn der Staat dafür verantwortlich, dass die (Infra-)Struktur passt. Das ist eine originär öffentliche Aufgabe. Durch die Privatisierung einiger sensibeler Bereiche gibt die Regierung genau dieser Verantwortung ab und das ist mE massiver Unfug und absolut unerträglich.

Natürlich sind das unterschiedliche Grundsysteme. Aber öffentliche Unternehmen werden genauso planwirtschaftlich geführt, da sie keine Konkurrenz haben. Und genau darin liegt das Problem. Der Wettbewerb ist ausgeschaltet. Der Kunde kann nicht entscheiden und muss sich an einen Betreiber binden. Komisch ist doch, dass die fast alle defizitär Arbeiten, während es private Unternehmen es dennoch schaffen im gleichen Bereich wirtschaftlich zu arbeiten. Wie erklärst du das?

Und das Sozialstaatsprinzip entfaltet andere Bindungswirkungen. Dabei geht es um den Zugang zu bestimmten Ressourcen wie eben Leitungswasser. Das hat der Staat zu gewährleisten. Und das ist auch machbar, ohne dabei staatlich kontrollierte Wasserversorger zu haben. Gilt auch für den Wohnungsmarkt. Das lässt sich per Gesetz regeln. Dafür muss der Staat aber nicht selbst als Marktakteur auftreten.
 
Mich irritiert und verärgert die Enthaltung der Regierung im Sicherheitsrat.

Das ist die Aufkündigung unserer Westbindung. Hierbei war Westerwelle,

so wird gemunkelt, federführend. Das erschüttert mein Vertrauen in

diese Regierung gewaltig und nachhaltig.

Freiheit und Demokratie predigen und sich im Ernstfall mit der eigenen

Vergangenheit entschuldigen.

Da muß ich mir die Augen reiben und nochmal hingucken :

Ja, tatsächlich. Unsere Regierung wird von CDU und FDP gebildet.

Hier kann man sich als Deutscher mal so richtig schämen.

Bin ich ganz deiner Meinung.
 
Natürlich sind das unterschiedliche Grundsysteme. Aber öffentliche Unternehmen werden genauso planwirtschaftlich geführt, da sie keine Konkurrenz haben. Und genau darin liegt das Problem. Der Wettbewerb ist ausgeschaltet. Der Kunde kann nicht entscheiden und muss sich an einen Betreiber binden. Komisch ist doch, dass die fast alle defizitär Arbeiten, während es private Unternehmen es dennoch schaffen im gleichen Bereich wirtschaftlich zu arbeiten. Wie erklärst du das?

Naja in Water makes money z.B. haben die privaten nach der Übernahme drastisch die Preise erhöht und weniger Instandsetzungen geleistet. Wenn man davon ausgeht, dass das öfter so ist, nehmen die Staatsunternehmen einfach weniger Geld von den Leuten, weil es am Ende ja auch egal ist, ob der Staat das Geld über Steuern einnimmt oder über ein Staatsunternehmen.
Wobei ich wie gesagt generell auf gar keinen Fall allgemein für Staatsunternehmen oder so bin.
 
Back
Top