Deswegen habe ich ja auch gesagt, dass sie in BW Farbe bekennen müssen. Entweder halten sie die für sicher oder nicht.
Aber auch das ist ja nicht immer so gewesen
SH wurde von 1993 bis 2005 von der SPD regiert. Davon von 1996 bis 2005 zusammen mit den Grünen.
Niedersachsen wurde von 1990 bis 2003 von der SPD regiert. Von 1990 bis 1994 zusammen mit den Grünen.
Und Hessen war bis 1999 SPD regiert. Auch immer wieder mit Grüner Beteiligung
Das stimmt so. Streite ich auch nicht ab.
Auch wenn ich jetzt wieder ein Fass aufmache:
2002 ist deutlichi in der Zeitrechnung vor Fukushima anzusiedeln und ich war damals starker Befürworter für die Novellierung des Atomgesetzes.
Ich habe sogar von weiteren Protesten gegen die AKW-Betreiber abgesehen, weil mir ja klar war, dass diese Monstertechnik ein Ende haben würde; ich hätte damit leben können, dass wir das Restrisiko bis ca. 2020 ertragen müssen.
Aber diese Parteien haben die erste Regierung gestellt, die ein wirkliches Ausstiegsszenario gestaltet haben. Damals wurden die Atomausstiegsbefürworter aus CDU und FDP allenfalls belächelt.
Die weitere Novellierung 2010 (Laufzeitverlängerung) des Gesetzes fand ich einfach zum:wuerg:.
Damals wurde festgestellt, dass die (alten) Dinger sicher sind. Die Situation nach Fukushima hat sich in Deutschland nun deutlich verändert. Selbst unsere Kanzlerphysikerin hat dieses anscheinend begriffen und schreibt sich eine Energiewende auf die Fahne, Stichwort: Brückentechnologie. Interessant bleibt aber, dass AKWs, die bis vor ein paar Monaten als sicher galten, heute (für 3 Monate) abgeschaltet werden. Vor allem, wo jetzt ständig die Regierung auch noch darauf rumreitet, dass die Grünen und die SPD ja noch alle AKWs (außer Stade, Obrigheim und ...) am Netz haben würden.
Das ist mMn fadenscheinig und unglaubwürdig. Die Laufzeitverlängerung ist einzig und allein Lobbypolitik gewesen, denn kaum ein ernstzunehmender Forscher hat die Machbarkeit eines vernünftigen Atomausstiegs bis 2020 bezweifelt.
Ich war und ich bin für den schnellstmöglichen (d.h. aber nicht sofortigen)Ausstieg. Dass dieser mMn auch ohne die Laufzeitverlängerung darstellbar gewesen wäre, habe ich durch meine Posts versucht zu verdeutlichen.
Wenigstens wurde die Politik der Regierungsparteien von den Wählern abgestraft.
Die "neue" Politik der SPD und der Grünen in BaWü werde ich u. a. auf der Grundlage der Energieplotik bewerten. Sollte hier der Ausstieg nicht schnellstmöglich angestrebt oder sogar verzögert werden, werde ich keine weitere Minute meiner Freizeit für diese Parteien investieren.
Und ja: ich bin bereit auch deutlich mehr für den Strom zu zahlen, wenn wir uns dafür den Ausstieg aus der Kernkraft erkaufen können.