Allgemeiner Politik Thread

:tnx:

Zumindest stellen sie derzeit noch keine Alternative da. Das braucht Zeit und viel Geld. Und der Stromhunger in Deutschland wird in den nächsten Jahren noch steigen. Allein weil wir jetzt bald die ersten vollwertigen Elektroserienfahrzeuge haben werden.
Ranga Yogeshwar hat die ganze Situation auf Phoenix eigentlich sehr nüchtern betrachtet. Und er ist nun auch kein Freund der Atomenergie.

Ja, stimmt, aber warum sind keine Alternativen da? Weil in den vergangen Jahren zu wenig Geld in die Erforschung erneuerbarer Energien investiert wurde, da die Bundesregierungen (und da schließe ich auch ausdrücklich die Regierung Schröder mit ein) sich von der Atomlobby haben bestechen lassen, damit die Pläne für erneuerbare Energien schön in der Schublade bleiben!:zweifeln::wild:

Abgesehen davon...was heißt hier abartig? Und auf Kosten der Toten in Japan?!? Was hat das denn damit zu tun?!? Ich finde man kann und muss angesichts der Katastrophe nachdenken, ob Atomkraft in Deutschland eine Zukunft hat. Dass heißt nicht, dass ich denke: "oh prima, dank der Katastrophe bekommt die Anti-Atomkraft Bewegung neuen Schwung" Das zu unterstellen, sowohl mir als auch den Grünen, das ist abartig:wuerg: Ich bin, war und werde immer gegen Atomkraft sein!!!:tnx:
 
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Zumindest stellen sie derzeit noch keine Alternative da. Das braucht Zeit und viel Geld. Und der Stromhunger in Deutschland wird in den nächsten Jahren noch steigen. Allein weil wir jetzt bald die ersten vollwertigen Elektroserienfahrzeuge haben werden.
Ranga Yogeshwar hat die ganze Situation auf Phoenix eigentlich sehr nüchtern betrachtet. Und er ist nun auch kein Freund der Atomenergie.

Edit: "Wahlkampf auf japanische Kosten" - Artikel aus RP-Online zu dem Thema

:rolleyes:
 
Wenn Du in den USA, den Benelux-Ländern oder in Skandinavien auch nur im Entferntesten auf solche Ideen kämst wie Atomkraftwerke abzuschalten, würde dort so eine Partei auf Nimmerwiedersehen verschwinden und nicht im Ansatz die nötigen Wählerstimmen erhalten, um auch nur in Reichweite irgendeiner Regierungsbeteiligung zu gelangen.

Was nicht heisst, dass die Idee an sich falsch ist. Bloss (längst noch) nicht umsetzbar. Das wird noch richtig heikel für unsere ohnehin angeschlagene Wirtschaftssituation.
 
Ja, stimmt, aber warum sind keine Alternativen da? Weil in den vergangen Jahren zu wenig Geld in die Erforschung erneuerbarer Energien investiert wurde, da die Bundesregierungen (und da schließe ich auch ausdrücklich die Regierung Schröder mit ein) sich von der Atomlobby haben bestechen lassen, damit die Pläne für erneuerbare Energien schön in der Schublade bleiben!:zweifeln::wild:

Abgesehen davon...was heißt hier abartig? Und auf Kosten der Toten in Japan?!? Was hat das denn damit zu tun?!? Ich finde man kann und muss angesichts der Katastrophe nachdenken, ob Atomkraft in Deutschland eine Zukunft hat. Dass heißt nicht, dass ich denke: "oh prima, dank der Katastrophe bekommt die Anti-Atomkraft Bewegung neuen Schwung" Das zu unterstellen, sowohl mir als auch den Grünen, das ist abartig:wuerg: Ich bin, war und werde immer gegen Atomkraft sein!!!:tnx:

Atomkraft hat in Deutschland keine Zukunft. Das ist doch entschieden. Auch die Schwarz/Gelbe-Regierung hat keinen Wiedereinstieg beschlossen, sondern ein realistisches Szenario aufgestellt, wie lange wir brauchen werden, um Umsteigen zu können. Da sollte man mal zur Kenntnis nehmen. Nochmal: Du bleibst die Antwort schuldig wie wir gegen Anwohnerproteste bis 2020 allein die 3600 KM benötigten neuen Leitungen bauen sollen. Das hängt eben nicht nur am Geld. Übrigens die 3600 Km werden für einen EE-Anteil von 35 % benötigt.

Und es ist Wahlkampf auf Kosten der Opfer. Das wird in dem RP-Artikel ziemlich deutlich beschrieben. Das ist abartig. Sorry.
 
Das sture Festhalten der "Regierung" an der Atomenergie könnte weitere Stimmen kosten!! :cool: Bin schon gespannt, ob sich dass jetzt schon bei der Wahl in Baden-Württemberg zeigt. Laut aktueller Umfragen reicht es für den Atom-Ministerpräsidenten Mappus nur in einer großen Koalition mit SPD zum weiter regieren! Möglich wäre aktuell aber auch eine rot-rot-grünes Bündnis:lol: Na, ob Mappus dann auch noch so "strahlt"?:D

Auch wenn Tschernobyl seinerzeit meine Meinung über die Atomenergie begründet hat, finde ich finde es politisch äußerst fragwürdig, wenn in einer Landtags- oder Kommunalwahl bundespolitische Themen maßgeblichen Einfluß auf den Wahlausgang haben. Ein Plebiszit auf Landes- oder Kommunalebene soll über die Landes- oder Kommunalpolitik entscheiden und nicht über die politischen Entscheidungen der Bundesregierung; in solchen Fällen kann es durchaus passieren, daß die Politik der lokalen Regierung von der Mehrheit der dortigen Wahlberechtigten dort grundsätzlich zwar getragen wird, sie diese Arbeit durch bundespolitische Einflüsse bei der Wahl jedoch nicht mehr fortführen kann.

Es wäre allerdings Pharisäertum, wenn Schwarz-Gelb jetzt darüber lamentieren würden, daß die Atompolitik bei den bevrostehenden Landtagswahlen eine Rolle spielt, denn Roland Koch's Einbringen des Themas „doppelten Staatsbügerschaft“ in den hessischen Wahlkampf 1999 hatte einen nicht unerheblichen Anteil an dem Wahlsieg von CDU und FDP.
 
Atomkraft hat in Deutschland keine Zukunft. Das ist doch entschieden. Auch die Schwarz/Gelbe-Regierung hat keinen Wiedereinstieg beschlossen, sondern ein realistisches Szenario aufgestellt, wie lange wir brauchen werden, um Umsteigen zu können. Da sollte man mal zur Kenntnis nehmen. Nochmal: Du bleibst die Antwort schuldig wie wir gegen Anwohnerproteste bis 2020 allein die 3600 KM benötigten neuen Leitungen bauen sollen. Das hängt eben nicht nur am Geld. Übrigens die 3600 Km werden für einen EE-Anteil von 35 % benötigt.

Und es ist Wahlkampf auf Kosten der Opfer. Das wird in dem RP-Artikel ziemlich deutlich beschrieben. Das ist abartig. Sorry.

Die schwarz-gelbe Regierung hat aber den beschlossenen Atomausstieg zurückgenommen, bzw. vertagt. Aber nicht, weil es bis dahin keine Alternativen gibt, sondern weil Merkel sich die Konditionen von den Energierkonzernen hat diktieren lassen!! Aber das die CDU und vor allem die FDP nur Lobby-Politik macht ist ja nichts neues:lol:

Mag ja Deine Meinung sein, aber in meinen Augen ist das kein Wahlkampf auf Kosten der Opfer, man nimmt nur die Katastrophe als Anlass um über Atomkraft zu reden. Dass ist doch ein völlig normaler Vorgang. Wann immer solch eine Katastrophe passiert, denkt man darüber nach, was bei uns wäre: nach jedem Tsunami wird darüber beraten, ob unsere Küsten sicher wären, nach jedem Terroranschlag wird beraten, ob unserer Flughäfen etc. sicher sind. Das hat nichts mit Wahlkampf zu tun und schon gar nicht auf Kosten der Opfer in Japapn:wall:
 
Wenn Du in den USA, den Benelux-Ländern oder in Skandinavien auch nur im Entferntesten auf solche Ideen kämst wie Atomkraftwerke abzuschalten, würde dort so eine Partei auf Nimmerwiedersehen verschwinden und nicht im Ansatz die nötigen Wählerstimmen erhalten, um auch nur in Reichweite irgendeiner Regierungsbeteiligung zu gelangen.

Was nicht heisst, dass die Idee an sich falsch ist. Bloss (längst noch) nicht umsetzbar. Das wird noch richtig heikel für unsere ohnehin angeschlagene Wirtschaftssituation.

Stimmt, denn in Finnland werden grad 2 neue gebaut und gleichzeitig ordentlich in die forschung nach erneuerbaren energien investiert, man sieht, es geht auch anders
 
Ja, stimmt, aber warum sind keine Alternativen da? Weil in den vergangen Jahren zu wenig Geld in die Erforschung erneuerbarer Energien investiert wurde, da die Bundesregierungen (und da schließe ich auch ausdrücklich die Regierung Schröder mit ein) sich von der Atomlobby haben bestechen lassen, damit die Pläne für erneuerbare Energien schön in der Schublade bleiben!

Die Alternativen sind doch längst bekannt - was fehlt, ist die Umsetzung der vorhandenen Möglichkeiten, insbesondere der notwendige Umbau des Stromnetzes sowie die Schaffung und Anbindung von Speichermöglichkeiten. Das ist aber nicht unbedingt ein Verschulden der Atomlobby, sondern vor allem etwas, das von Bürgerinitiativen massiv vor Ort behindert wird. Egal, um welche Technik es geht - Windkraft, Biomasse, Photovoltaik, Geothermie oder Wasserkraft -, bei nahezu jedem Projekt findest du innerhalb kürzester Zeit ein Gruppe von unmittelbar, mittelbar oder gar nicht Betroffenen, die sich dagegen vehement zur Wehr setzen mit Argumenten, die teils jeder Beschreibung spotten. Jede sachliche Debatte lässt sich in kürzester Zeit stoppen, sobald jemand äußert, dass er Angst vor den Auswirkungen habe...

Aber das die CDU und vor allem die FDP nur Lobby-Politik macht ist ja nichts neues

Das ist ein Vorwurf, den du ausnahmslos jeder Partei machen kannst. Deine Grünen bilden da absolut keine Ausnahme; jede Partei hat ihr Klientel, das sie vorrangig bedient.
 
Die Alternativen sind doch längst bekannt - was fehlt, ist die Umsetzung der vorhandenen Möglichkeiten, insbesondere der notwendige Umbau des Stromnetzes sowie die Schaffung und Anbindung von Speichermöglichkeiten. Das ist aber nicht unbedingt ein Verschulden der Atomlobby, sondern vor allem etwas, das von Bürgerinitiativen massiv vor Ort behindert wird. Egal, um welche Technik es geht - Windkraft, Biomasse, Photovoltaik, Geothermie oder Wasserkraft -, bei nahezu jedem Projekt findest du innerhalb kürzester Zeit ein Gruppe von unmittelbar, mittelbar oder gar nicht Betroffenen, die sich dagegen vehement zur Wehr setzen mit Argumenten, die teils jeder Beschreibung spotten. Jede sachliche Debatte lässt sich in kürzester Zeit stoppen, sobald jemand äußert, dass er Angst vor den Auswirkungen habe...


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Genau das ist das Problem. Daher gibt es die Alternativen derzeit nur theoretisch. Und eben nicht praktisch. Habe versucht es allein an dem Neubaubedarf in den Netz bis 2020 versucht zu schildern. Und da sprechen wir gerade mal von 35 % EE.
 
Mag ja Deine Meinung sein, aber in meinen Augen ist das kein Wahlkampf auf Kosten der Opfer, man nimmt nur die Katastrophe als Anlass um über Atomkraft zu reden. Dass ist doch ein völlig normaler Vorgang. Wann immer solch eine Katastrophe passiert, denkt man darüber nach, was bei uns wäre: nach jedem Tsunami wird darüber beraten, ob unsere Küsten sicher wären, nach jedem Terroranschlag wird beraten, ob unserer Flughäfen etc. sicher sind. Das hat nichts mit Wahlkampf zu tun und schon gar nicht auf Kosten der Opfer in Japapn:wall:

Durch die Katastrophe hat sich doch in Deutschland erstmal nichts geändert. Man muss jetzt die Erkenntnisse aus Japan abwarten und daraus Schlüsse für die Sicherheit ziehen.
Im Übrige wäre die Lage keine andere ohne die Laufzeitverlängerung. Übrigens würde sich die sogar noch in stärkerem Maße stellen, da die rot-grüne Regierung keine Nachrüstung mehr gefordert hat. hat Ranga Yogeshwar mehrfach bestätigt und er ist eben kein Freund der Atomenergie.
 
Behauptung. Quelle?
Aha. Und alle anderen machen Politik im Sinne des Wählers? :eek:

Natürlich gibt es dafür keine Quelle;) Sie hat sich ja hingestellt und geprahlt dass sie ein "tolles Ergebnis" ausgehandelt hätte. Und am Ende waren die neuen Laufzeitverträge ja sowieso nur wieder "alternativlos", das ist ja ihr Lieblingswort, wenn wieder irgendwas unangenehmes zu verkünden ist, dann ist es "alternativlos" :wuerg:
 
Der war im Übrigen wirklich sehr gut und unaufgeregt gestern auf Phoenix.

Ich muss auch zu meinem Erstaunen tatsächlich mal Westerwelle loben. Der macht momentan in der Krise einen recht nüchternen und kompetenten Eindruck. Und wenn ich das sage, soll das schon was heißen.;)

Zu Westerwelle sag ich jetzt mal nichts.

Aber wie gesagt Yogeshwar hat sich wirklich mal abgehoben, von den ganzen anderen "Experten", die in irgeneiner völligen Panik sich ständig mit dem Worstcase beschäftigt haben. Er hat ziemlich deutlich und - wie ich fand auch für den Otto-Normal-Bürger - verständlich erklärt, was passieren kann, was bisher passiert sein soll und wie viel man weiss.
 

Es ist schon ein Unterschied, ob man Wahlkampf auf Kosten der Opfer macht, oder man diese schrecklichen Ereignisse als Aufhänger nimmt, über die Gefahren der Atomenergie zu reden, wie es schon zu Zeiten von Tschernobyl der Fall gewsen ist.

Unter diesem Aspekt önnte man der Rheinischen Post vorwerfen, politische Meinungsbildung auf Kosten der Opfer zu betreiben, und das ist ebenfalls abartig.

Zudem stellt sich die Frage, warum es erst den schlimmsten atomaren Unfall seit 25 Jahren bedurfte, daß die Bundesregierung in einer von ihr bisher noch nicht dagewesenen Deutlichkeit zumindest nach außen hin Gesprächsbereitschaft über die Atompolitik gezeigt hat? Ist das spät einkehrende Vernunft oder vllt auch abartiges wahltaktisches Geplänkel auf Kosten der Opfer?
 

Sven Grösmann, ehemaliger stellvertretender Chefredakteur der BILD Hamburg entdeckt plötzlich Ethik und Moral bei Berichterstattung und Wahlkampf für sich? Tut mir leid, aber den kann ich nicht ernst nehmen.

Im Übrigen: Ist das, was er da schreibt nicht ebenfalls eine Art Wahlkampf? Dem politischen Gegner Kaltherzigkeit und Ignoranz vorwerfen, weil einem das Thema nicht passt? Die RP ist ja nicht gerade ein Blatt links der Mitte. Ich weiß nicht, was daran zielführend ist, Diskussionen zu unterbinden, als ob das den Japanern helfen oder sie gar interessieren würde. Und warum die Vorwürfe kommen, 14 Tage vor den Landtagswahlen, ist mir angesichts der Richtung aus der sie kommen, klar. Das ist doch genauso Wahlkampf - von allen Parteien.
 
Es ist schon ein Unterschied, ob man Wahlkampf auf Kosten der Opfer macht, oder man diese schrecklichen Ereignisse als Aufhänger nimmt, über die Gefahren der Atomenergie zu reden, wie es schon zu Zeiten von Tschernobyl der Fall gewsen ist.

Unter diesem Aspekt önnte man der Rheinischen Post vorwerfen, politische Meinungsbildung auf Kosten der Opfer zu betreiben, und das ist ebenfalls abartig.

Zudem stellt sich die Frage, warum es erst den schlimmsten atomaren Unfall seit 25 Jahren bedurfte, daß die Bundesregierung in einer von ihr bisher noch nicht dagewesenen Deutlichkeit zumindest nach außen hin Gesprächsbereitschaft über die Atompolitik gezeigt hat? Ist das spät einkehrende Vernunft oder vllt auch abartiges wahltaktisches Geplänkel auf Kosten der Opfer?


Es ist noch gar nicht gesichert, dass sich derzeit in Japan, um den schlimmsten Unfall der letzten 25 Jahre handelt. Es gab bereits 1999 in Japan einen Unfall, der von der IAEO mit INES 4 eingestuft wurde. Allerdings wurde der öffentlich nicht so wahrgenommen.
Es geht doch gerade darum, dass wir noch gar nicht wissen, was genau passiert ist und deswegen keine wirklichen Schlüsse ziehen können. Das populistische Geschwätz von jetzt sofort und alles abschalten, kann man sich sparen, weil es eben nicht möglich ist.

Auch wenn mal wieder etwas sehr provokant formuliert: "Politische Kettenreaktion"
 
Es ist noch gar nicht gesichert, dass sich derzeit in Japan, um den schlimmsten Unfall der letzten 25 Jahre handelt. Es gab bereits 1999 in Japan einen Unfall, der von der IAEO mit INES 4 eingestuft wurde. Allerdings wurde der öffentlich nicht so wahrgenommen.

Dann wäre es eben der zweitgrößte Unfall seit 25 Jahren, aber das macht die Sache auch nicht besser.
 
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