Da die Austeritätspolitik folgende Auswirkungen verursacht hat, ist es längst an der Zeit über alternative Vorgehensweisen nachzudenken:
"Griechenland hat seit Ausbruch der Krise so stark gespart wie kein anderes Land der Eurozone. Da die staatlichen wie die privaten Ausgaben während des Abschwungs gekürzt wurden, hat dies die Abwärtsspirale nur verstärkt. Das Ergebnis dieser pro-zyklischen Politik ist eine ökonomische und soziale Katastrophe:
– Die Löhne sind um 37 Prozent und die Renten um 48 Prozent gefallen,
– die Beschäftigung beim Staat wurde um 30 Prozent reduziert,
– die Konsumausgaben brachen um 33 Prozent ein,
– die Arbeitslosigkeit liegt bei 27 Prozent,
– das reale BIP ist heute um 27 Prozent niedriger als vor Ausbruch der Krise und
– die Schuldenlastquote stieg seit 2007 trotz eines Schuldenschnitts von 103 auf 180 Prozent."
Cansel Kiziltepe, MdB
Selbstverständlich müssen die Löhne fallen, wenn ich ein Haushaltsdefizit habe und 25% der Berufstätigen im Staatsdienst angestellt sind und 40% mehr verdienen als die, die im privaten Sektor arbeiten. (Vetternwirtschaft)...
Das dadurch das BIP fällt ist ja klar.
So ist es nun mal wenn man über den Verhältnissen lebt und es ist ja auch gut so, daß die Staatsangestellten um 30 % reduziert sind, was aber immer noch bedeutet, das es 18% Staatsdiener sind. (Deutschland hat 11% und ich komme mir hier schon manchmal wie in einem Bürokratenland vor)
Das muss weitergehen, so bitter das auch ist.
Konsolidierung nennt man das....macht unser Verein grad genauso.
Löhne sinken, selbstverständlich sinkt der Konsum im Inland. Die Krux war, das GR im Export nicht zugelegt hat, daß muss besprochen werden, wie da geholfen werden kann.
Außerdem wer sagt, daß dieser Prozeß nicht normal ist? Spanien rechnet erst 2016 mit einer Kehrtwende und die haben deutlich früher begonnen Reformen zu gestalten.
Ich stimme mit dir insoweit überein, dass selbstverständlich die Steuerhinterziehung usw. eingedämmt und verfolgt werden muss. Dass allerdings die Steuerhinterziehung, die Vetternwirtschaft usw. seit 2010 derart zugenommen haben sollen, um die o.g. Wirtschaftseinbrüche zu verantworten und zu erklären, halte ich für ausgeschlossen.
Sagt ja auch keiner...hab es oben grad erläutert, die Kausalität.
Griechenland hat immer noch 24% Korruption, also jeder 4 Euro läuft am Fiskus vorbei. Erschreckend. Platz 69 von 174.
60% der Griechen haben schon mal Bestechungsgeld gezahlt.
50.000 Griechen kassierten Pensionen von Toten selbst nach vorherigem Aufräumen.
Auf einer griechischen Insel haben 600 Menschen Blindengeld kassiert u.a. auch Taxifahrer.
Die rechtskräftigen Steuerschulden liegen bei 70 Milliarden Euro + 30 Milliarden von jur. Personen, AG`s und Gmbh...macht
100 Milliarden. ..die benötigen gar kein Carepaket von der EU, sie haben es doch im Land. (Steuerhinterziehung)
Griechenland hat ein Mentalitätsproblem und wahrscheinlich muss es mal knallen und weh tun, sodaß viele Menschen einsehen, daß es so nicht weitergeht. Erste Anzeichen einer Umkehr der Denkweisen ist zu erkennen.
Ich kann Dir noch einige andere Bsp. nennen, diese sollen nur aufzeigen, was in dem Land wohl am meisten hakt.
Wenn diese Probleme angegangen werden, kann man auch die EU bitten, Investitionsprogramme anzubieten, am besten und da stimme ich Dir zu, gleichzeitig.
Nachzulesen hier
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-04/griechenland-korruption-tsipras
http://www.welt.de/wirtschaft/article112766606/50-000-Griechen-kassieren-Renten-toter-Verwandter.html
http://www.welt.de/wirtschaft/artic...t-offenbar-sehenden-Menschen-Blindengeld.html
http://www.wiwo.de/politik/europa/neues-rettungspaket-vetternwirtschaft-und-klientelpolitik/6231818-5.html