Alles zum Hauptsponsor

Mattähai als neuen Trikotsponsor...

  • ...finde ich super

    Votes: 5 38,5%
  • ...kann ich gut mit leben

    Votes: 7 53,8%
  • ...ist mir egal

    Votes: 1 7,7%
  • ...könnte besser sein

    Votes: 0 0,0%
  • ...schlimm

    Votes: 0 0,0%

  • Total voters
    13

Konnte ich mir auch nicht vorstellen.
Hatte bis dahin die Einstellung "Man kann alles essen was sich bewegt" und habe auch in meinem Freundeskreis und in der Familie keine Vegetarier.

Ich habe damals im Wartezimmer beim Arzt nen Artikel im Stern gelesen wo es um die Produktionsmethoden von Fleisch ging. Nicht nur um das Leiden der Tiere, sondern auch, wieviel Wasser man braucht um ein Steak herzustellen.

Ich habe dann gedacht: Ich mache mal ne Woche ohne Fleisch. Ohne Druck, schlecht oder schlechtes Gewissen. Mittlerweile vermisse ich es nicht mehr. Mir erschließt sich der Vegetarismus aber mehr über die Vernunft, als über die Emotion. Deswegen würde ich niemals Organisationen wir PETA usw. unterstützen.
 
Fun Fact: ein Liter normaler Rohmilch ist billiger als ein Liter Mineralwasser...

Wem da nicht auffällt, dass in diesem System etwas nicht so ganz passt, dem dürfte so ziemlich alles egal sein. Gut, den eigenen Geldbeutel einmal ausgenommen...

Das stimmt nicht. Ein Liter Mineralwasser im Discount kostet 0,13 €. Ein Liter Milch im Discount kostet ca. 0,50 €. Der Landwirt bekommt für einen Liter Rohmilch ca. 0,30 €.

Erstens ist die Milch ist deshalb so billig, weil einfach mehr produziert wird als Abnehmer vorhanden sind. Vor ein, zwei Jahren lag der Preis für die Bauern noch bei 0,40 €, als es noch bessere Exportmöglichkeiten nach Rußland und China gab.
Ich halte es für absurd, dass wir in Deutschland soviel Lebensmittel produzieren, dass wir noch außerhalb der EU exportieren müssen.

Zweitens sind Milch und auch Hähnchenfleisch natürlich billig, weil sie in Massen produziert werden und die Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten immer professioneller und effektiver, also industrieller, produziert. Das war übrigens auch jahrzehntelang Konsens, dass es positiv ist, wenn die Landwirtschaft die Bevölkerung günstig mit hochwertigen Lebensmitteln versorgt. Und genau das ist der Fall, wenn man objektive Maßstäbe anlegt. Jetzt hat ein Teil der Bevölkerung ein ethisches Problem mit den Haltungsbedingungen in der modernen Landwirtschaft und Produzenten wie Wiesenhof werden an den Pranger gestellt. Die meisten Verbraucher wollen allerdings nach wie vor bei Lidl für unter 6 Euro Hähnchenbrustfilet kaufen.

Ich finde auch, dass die Haltungsbedingungen verbessert werden müssen, das Problem ist, dass viele Landwirte ("Massentierhalter") nicht so schnell hinterher kommen, sie fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Und sie fürchten Wettbewerbsnachteile mit anderen EU - Ländern. Trotzdem muß der Weg sein, mit vernünftigen Haltungsbedingungen, ohne Antibiotikaeinsatz, gesunde Lebensmittel zu erzeugen, die dann ihren Preis haben.

Ich habe übrigens mit Wiesenhof nichts zu tun, komme aber aus der Branche und habe auch mal eine landw. Ausbildung gemacht. Aber bei Wiesenhof geht es doch in die richtige Richtung, z.B. mit dem Privathof Programm.

Komisch übrigens, dass das Sponsoring von Sprehe beim BVB und Tönnies bei Schalke viel weniger Beachtung in den Medien findet.
 
Was mich wundert...

1) Wenn WH es schafft, 6 Mio Euro für Werbung herzugeben und ihre einzige Geldquelle der Verkauf von Hühnerprodukten sind, die im Handel sehr günstig zu kaufen sind, so müssen doch entweder sauviele Produkte verkauft werden, der Gewinn pro Produkt sehr hoch sein oder beides. Wenn meines Erachtens Wiesenhof 6 Mio Euro "über hat" durch den Gewinn von billig zu erwerbenden Produkten, sagt das doch leider einiges über Wiesenhof aus.

2) Wenn es heißt, dass ein Produkt billig ist, weil der Verbraucher es eben billig haben will, dann blockiere ich jetzt solange die Tankstelle nebenan bis der Liter Diesel unter 1€ zu haben ist, weil ich es als Verbraucher ja so haben will.

Die Produkte im Handel sind nicht billig weil der Verbraucher es WILL, sondern weil ein Produzent es günstiger verkaufen will als die Konkurrenz und sich damit ein Wettbewerbsvorteil verschaffen will. Im Endeffekt produzieren aber alle günstiger, weil alle ihre Produkte verkauft haben möchten und sich einen Preisvorteil verschaffen möchten. Das geht immer weiter, so dass es irgendwann zu Lasten von Tierhaltung, anständiger Bezahlung der Mitarbeiter oder sonstigem geht. Der Verbraucher kauft es nur weil es so günstig angeboten wird, nicht weil "er es so haben will".
 
Der Verbraucher kauft es nur weil es so günstig angeboten wird, nicht weil "er es so haben will".
Naja mehr oder weniger. Der Verbraucher kauft da, wo es am günstigsten ist. Von daher "will" er das schon so. Klar könnte Wiesenhof sagen, wir schrauben die Preise hoch und geben jedem Huhn einen Hektar Auslaufgehege. Kaufen würde es dann nur keiner mehr. Solang es verschiedene Betriebe gibt, wird das immer so bleiben. Es gibt zwar ein paar Möglichkeiten aber die werden kaum funktionieren bzw. durchzusetzen sein.

1. Verbraucher kaufen von sich aus nur noch Produkte bis zu einem bestimmten Preis, alles drunter wird ignoriert (funktioniert nie und nimmer)
2. Alle Betriebe verkaufen ihr Produkt zu gleichen (höheren) Preisen (wird nicht funktionieren, weil immer einer günstiger sein will um mehr zu verkaufen als der Rest)
3. Die Politik gibt einen Mindestpreis vor (wird auch von niemandem gern gesehen)
4. Bis auf einen Betrieb machen alle andere dicht. Bzw einer übernimmt alle anderen.

Man kann die Schuld dafür weder nur den Betrieben noch nur den Kunden zuschieben. Beide sind mMn zum gleichen Teil an dieser Spirale beteiligt.
 
ich meine mal gelesen zu haben, dass für werder beim trikotverkauf eh nicht viel hängenbleibt. von daher dürften die paar weniger verkauften trikots nicht besonders ausschlaggebend sein.

Dann möchte ich mal gerne wissen, wo das ganze Geld hängenbleibt, das diese sauteuren Dinger kosten...:confused:

Zitat von Bremervörde;3174955:
Auch als absoluter Wiesenhof-Gegner muss ich leider anerkennen, dass WHP es scheinbar gut schafft, sich als regionaler Sponsor bei Werder zu engagieren. Wäre das Produkt dieser FIrma nicht so mies, könnte man ihr Engagement in Sachen Sponsoring und Loyalität fast loben. So schwer mir das über die Lippen bzw. Finger geht. :(

:tnx:

Aber auch wenn die Werder das doppelte zahlen würden, es bleibt dabei, das ich nicht mit einem Wiesenhof-Logo durch die Gegend laufe.
Was aber meine eigene persönliche Entscheidung ist.

Wenn Wiesenhof die für Werder aktuell beste Hauptsponsorlösung ist, dann ist das o.k. und dann akzeptiere ich das auch (was ich eh muß :)).
 
...
Die Produkte im Handel sind nicht billig weil der Verbraucher es WILL, sondern weil ein Produzent es günstiger verkaufen will als die Konkurrenz und sich damit ein Wettbewerbsvorteil verschaffen will. Im Endeffekt produzieren aber alle günstiger, weil alle ihre Produkte verkauft haben möchten und sich einen Preisvorteil verschaffen möchten. Das geht immer weiter, so dass es irgendwann zu Lasten von Tierhaltung, anständiger Bezahlung der Mitarbeiter oder sonstigem geht. Der Verbraucher kauft es nur weil es so günstig angeboten wird, nicht weil "er es so haben will".

Seit einiger Zeit kaufe ich frische Produkte (von Fleisch, Wurst, Käse, Eier, Gemüse und Obst) auf einem bei mir örtlichen Wochenmarkt mit Regionalen Produkten. Auch wenn ich es wirklich nicht dicke habe mit dem Geld, zahle ich doch gerne etwas mehr dafür. Mittlerweile nutze ich fast jede mir bietende Gelegenheit so einen Discounter oder auch Supermarkt zu meiden. So muss ich mich zwar mehr bewegen manchmal, aber so sehr schädlich ist das ja auch nicht. :D ... schmecken muss es!
 
1) Wenn WH es schafft, 6 Mio Euro für Werbung herzugeben und ihre einzige Geldquelle der Verkauf von Hühnerprodukten sind, die im Handel sehr günstig zu kaufen sind, so müssen doch entweder sauviele Produkte verkauft werden, der Gewinn pro Produkt sehr hoch sein oder beides. Wenn meines Erachtens Wiesenhof 6 Mio Euro "über hat" durch den Gewinn von billig zu erwerbenden Produkten, sagt das doch leider einiges über Wiesenhof aus.

Da kehrst du Ursache und Wirkung um! Werbung hat man nie "über".
Ein Unternehmen muss differenzieren zwischen "investitionen" und "Kosten". Werbung ist Investition, denn sie dient dazu, den Umsatz des Unternehmens zu erhöhen. Werbung finanziert man nicht durch Geld, was man "über hat", sondern dieser Betrag wird von vorn weg verplant, da sonst die Umsatzziele nicht erreicht werden können. Ich denke, Wiesenhof hat den Marketing-Mix einfach anders angeordnet und geht jetzt mehr Richtung Sponsoring, anstatt auf Produktwerbung. Das hat natürlich mit dem Ruf des Unternehmens und mit dem Meinungs-Wandel der Deutschen zum Thema Tierhaltung zu tun.


2) Wenn es heißt, dass ein Produkt billig ist, weil der Verbraucher es eben billig haben will, dann blockiere ich jetzt solange die Tankstelle nebenan bis der Liter Diesel unter 1€ zu haben ist, weil ich es als Verbraucher ja so haben will.

Die Produkte im Handel sind nicht billig weil der Verbraucher es WILL, sondern weil ein Produzent es günstiger verkaufen will als die Konkurrenz und sich damit ein Wettbewerbsvorteil verschaffen will. Im Endeffekt produzieren aber alle günstiger, weil alle ihre Produkte verkauft haben möchten und sich einen Preisvorteil verschaffen möchten. Das geht immer weiter, so dass es irgendwann zu Lasten von Tierhaltung, anständiger Bezahlung der Mitarbeiter oder sonstigem geht. Der Verbraucher kauft es nur weil es so günstig angeboten wird, nicht weil "er es so haben will".

Das ist gut erklärt! Aber es ist natürlich einfacher, die Schuld immer auf den Verbraucher zu schieben anstatt zu sagen: "Schuld sind wir selbst, weil wir unseren Konkurrenten im Preis unterbieten müssen."
 
Das stimmt nicht. Ein Liter Mineralwasser im Discount kostet 0,13 €. Ein Liter Milch im Discount kostet ca. 0,50 €. Der Landwirt bekommt für einen Liter Rohmilch ca. 0,30 €.

Erstens ist die Milch ist deshalb so billig, weil einfach mehr produziert wird als Abnehmer vorhanden sind. Vor ein, zwei Jahren lag der Preis für die Bauern noch bei 0,40 €, als es noch bessere Exportmöglichkeiten nach Rußland und China gab.
Ich halte es für absurd, dass wir in Deutschland soviel Lebensmittel produzieren, dass wir noch außerhalb der EU exportieren müssen.

.


Keine Ahnung was das für Mineralwasser sein sollen, denn ich kaufe nicht im Discounter ein.
Allerdings sprach ich auch vom Rohmilchpreis.
Jedenfalls die meisten Mineralwasser, die ich kenne fangen bei 50 Cent den Liter an.

Was zur produzierten Milchmenge noch zu sagen wäre, ist das diese Steigerung vor allem auf eine unglaubliche Leistungssteigerung der Milchkühe durch Überzüchtung zurückzuführen ist. Für den Milchbauern rechnet sich das, für die Kühe nicht.
Hier habe ich den neulich gelesen Artikel auch noch online gefunden:

http://www.sueddeutsche.de/wirtscha...ie-der-milchmarkt-kuehe-krank-macht-1.2614808

Man muss feststellen, dass ist leider nicht normal wenn auch alltäglich.
 
Keine Ahnung was das für Mineralwasser sein sollen, denn ich kaufe nicht im Discounter ein.
Allerdings sprach ich auch vom Rohmilchpreis.
Jedenfalls die meisten Mineralwasser, die ich kenne fangen bei 50 Cent den Liter an.

Was zur produzierten Milchmenge noch zu sagen wäre, ist das diese Steigerung vor allem auf eine unglaubliche Leistungssteigerung der Milchkühe durch Überzüchtung zurückzuführen ist. Für den Milchbauern rechnet sich das, für die Kühe nicht.
Hier habe ich den neulich gelesen Artikel auch noch online gefunden:

http://www.sueddeutsche.de/wirtscha...ie-der-milchmarkt-kuehe-krank-macht-1.2614808

Man muss feststellen, dass ist leider nicht normal wenn auch alltäglich.
Egal, wo Du einkaufst, die billigsten Mineralwässer sind immer billiger als ein Liter Milch und sind qualitativ - ob billig oder teuer - nur selten besser als Leitungswasser.

Das gegenwärtige Preisniveau trifft viele Bauern natürlich mit voller Härte. Das ist vielen Menschen in vielen Branchen allerdings schon ähnlich ergangen (mir auch).

Milchviehhaltung war jahrzehntelang quasi eine Lizenz zum Gelddrucken für Bauern. Nun schlägt der Markt gnadenlos zu.

In Hartz IV landet aber trotzdem kaum einer von denen. Die Mehzahl der Bauern sind immer noch Vermögensmillionäre, die natürlich an ihrer Scholle hängen, sich aber bei einem Verkauf einen sorgenfreien Lebensabend in der Südsee leisten könnten.

Man sollte es daher mit dem Mitleid auch nicht übertreiben.
 
2) Wenn es heißt, dass ein Produkt billig ist, weil der Verbraucher es eben billig haben will, dann blockiere ich jetzt solange die Tankstelle nebenan bis der Liter Diesel unter 1€ zu haben ist, weil ich es als Verbraucher ja so haben will.

Die Produkte im Handel sind nicht billig weil der Verbraucher es WILL, sondern weil ein Produzent es günstiger verkaufen will als die Konkurrenz und sich damit ein Wettbewerbsvorteil verschaffen will. Im Endeffekt produzieren aber alle günstiger, weil alle ihre Produkte verkauft haben möchten und sich einen Preisvorteil verschaffen möchten. Das geht immer weiter, so dass es irgendwann zu Lasten von Tierhaltung, anständiger Bezahlung der Mitarbeiter oder sonstigem geht. Der Verbraucher kauft es nur weil es so günstig angeboten wird, nicht weil "er es so haben will".

Letztlich hat es dennoch der Verbraucher in der Hand, schließlich richtet sich das Angebot an der Nachfrage. Milch und Eier kaufe ich beispielsweise nur in Bioqualität, würde das die Mehrheit machen, würden nicht in der Masse Eier aus Bodenhaltung für 99 Cent produziert werden (asozialer gehts nicht). Der durchschnittliche Deutsche investiert sein Geld aber nun mal leider lieber in andere Dinge als in gute Lebensmittel, danach richten sich Unternehmen wie Wiesenhof natürlich und nutzen die zu lasche Gesetzteslage gnaden- und skrupellos aus.
 
Man sollte es daher mit dem Mitleid auch nicht übertreiben.

Hast du den verlinkten Artikel nicht gesehen?
Mir geht es vordergründig nicht um das finanzielle Wohlergehen der Bauern, sondern ich wollte eher das aktuelle System der Lebensmittelerzeugung in Frage stellen.
Das es übrigens genügend Milchbauern gibt, die eher kleine Höfe betreiben und weit entfernt von finanziellem Überfluss sind, sollte man ebenso nicht unterschlagen.
Für diese geht es schlicht ums wirtschaftliche Überleben.
 
Was mich wundert...

1) Wenn WH es schafft, 6 Mio Euro für Werbung herzugeben und ihre einzige Geldquelle der Verkauf von Hühnerprodukten sind, die im Handel sehr günstig zu kaufen sind, so müssen doch entweder sauviele Produkte verkauft werden, der Gewinn pro Produkt sehr hoch sein oder beides. Wenn meines Erachtens Wiesenhof 6 Mio Euro "über hat" durch den Gewinn von billig zu erwerbenden Produkten, sagt das doch leider einiges über Wiesenhof aus.

2) Wenn es heißt, dass ein Produkt billig ist, weil der Verbraucher es eben billig haben will, dann blockiere ich jetzt solange die Tankstelle nebenan bis der Liter Diesel unter 1€ zu haben ist, weil ich es als Verbraucher ja so haben will.

Die Produkte im Handel sind nicht billig weil der Verbraucher es WILL, sondern weil ein Produzent es günstiger verkaufen will als die Konkurrenz und sich damit ein Wettbewerbsvorteil verschaffen will. Im Endeffekt produzieren aber alle günstiger, weil alle ihre Produkte verkauft haben möchten und sich einen Preisvorteil verschaffen möchten. Das geht immer weiter, so dass es irgendwann zu Lasten von Tierhaltung, anständiger Bezahlung der Mitarbeiter oder sonstigem geht. Der Verbraucher kauft es nur weil es so günstig angeboten wird, nicht weil "er es so haben will".

Das Problem ist, das Wiesenhof als Konzern in der Vermarktung ein absoluter Bündler ist und daher bei kleiner Marge große Gewinne macht.

Wenn ich bei einem Hähnchen 10 - 20 Cent Gewinn mache ist das bei meheren Millionen vermarkteten Tieren eine erkleckliche Summe.

Der einzelne Landwirt hat nicht so viel davon.
 
Egal, wo Du einkaufst, die billigsten Mineralwässer sind immer billiger als ein Liter Milch und sind qualitativ - ob billig oder teuer - nur selten besser als Leitungswasser.

Das gegenwärtige Preisniveau trifft viele Bauern natürlich mit voller Härte. Das ist vielen Menschen in vielen Branchen allerdings schon ähnlich ergangen (mir auch).

Milchviehhaltung war jahrzehntelang quasi eine Lizenz zum Gelddrucken für Bauern. Nun schlägt der Markt gnadenlos zu.

In Hartz IV landet aber trotzdem kaum einer von denen. Die Mehzahl der Bauern sind immer noch Vermögensmillionäre, die natürlich an ihrer Scholle hängen, sich aber bei einem Verkauf einen sorgenfreien Lebensabend in der Südsee leisten könnten.

Man sollte es daher mit dem Mitleid auch nicht übertreiben.

Betrifft die Milchviehhalter und nicht die übrigen Landwirte.

Desweiteren arbeiten Landwirte unter Bedingungen, die die meisten hier nicht würden haben wollen.

Nicht zu vergessen: sie produzieren unsere Lebensmittel, ihne sie sähen wir dumm aus. Wie sagte mir mal ein Afrikaner? Ich verstehe Euer Problem nicht: wenn ich durch die Savanne gehe und satt bin während ich einen Elefanten sehe finde ich ihn schön, habe ich aber Hunger, dann sehe ich in ihm nur Nahrung.;)
 
Man sollte es daher mit dem Mitleid auch nicht übertreiben.

In der Tat, wozu Mitleid mit Unternehmern die darüber jammern weil sie nicht NOCH mehr Geld verdienen. Wer an der Nachfrage vorbei produziert wird vom Markt gefressen und das sage ich als links angehauchter Mensch (Disclaimer: Auch wenn die Kategorisierung in links/rechts ziemlich überholt ist, aber für's Bild passt es schon). Und die Überproduktion ist lange nicht nur des (weggefallenen) russischen Marktes Realität.
 
Nicht zu vergessen: sie produzieren unsere Lebensmittel)

Und warum sollen wir sie dafür bezahlen das sie mehr produzieren, als wir brauchen? Ein Staat wie Deutschland leistet sich mit den Subventionen eine Landwirtschaft weil er zu einem gewissen Teil unabhängig vom Ausland sein möchte, obwohl es billiger wäre einfach alles einzukaufen. Das ist eine strategische Entscheidung und ist auch völlig in Ordnung (siehe z.B. Griechenland, denen fällt gerade auf die Füße das sie als Agrarstaat einen Großteil ihrer Lebensmittel importieren). Aber das heißt nicht das man eine gewinnorientierte Exportwirtschaft subventionieren muss, ganz im Gegenteil.
 
Back
Top