Alles rund um Schule & Lehrer

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas matt
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Nachdem ich in Bayern auch zu den "glücklichen" Schülern gehöre, die als erste das G8 machen, und gleichzeitig weiß, dass es das auch in den anderen Bundesländern mittlerweile das 8-jährige Gymnasium gibt, was denkt ihr, was ist besser. Das altbewährte G9 oder das kürzere G8.
Ich finde weiterhin das G9 besser. Zwar geht man ein Jahr länger in die Schule, sitzt aber dafür nicht wie im G8 dreimal die Woche bis 5 Uhr in der Schule.
 
Aus Sicht eines Vaters, dessen Kind nach diesem Schuljahr auf eine weiterführende Schule kommt, stehe ich dem G8 skeptisch gegenüber. Die Lehrerschaft hat schon im G9 zu wenig Zeit, um die Schülerinnen und Schüler bei Lernschwächen zu unterstützen und beim G8 wird sich dies noch weiter verschlechtern.

Und die Sache hat einen weiteren, wenn auch nur einmaligen Haken: die ersten G8er machen ihr Abi im selben Jahr wie die letzten G9er, so daß aufgrund der Entlassung von 2 Abschlußjahrgängen in einem Jahr eine Vielzahl von Abiturient(inn)en keinen Studien- oder Ausbildungsplatz bekommen werden.
 
ganz klar g9. diese ganze verkürzung - erst des studiums, jetzt der schulzeit - führt zu einem engstirnigen karrieredenken und dabei bleibt nicht zuletzt der mensch auf der spur.
 
Auc ganz klar G9, das hat von der Zeit her einigermaßen verpasst.

Meine Eltern (beide Lehrer am Gymnasium) sind nur noch am stöhnen, der Übergang im Moment ist grauenvoll. Die 9er machen ganz normal weiter, die 8er machen das, was die 9er machen und das, was sie als 9er hätten machen müssen, die 7er haben keine Ahnung von Tuten und Blasen, weil sie das machen sollen, das die 8er machen? Oder waren es die 9er?
 
also ich habe 2008 nach 12 jahren abi in bremen gemacht - ohne probleme.
wir waren damals aufer kippe der erste jahrgang und es war alles ziemlich chaotisch, von fehlendem material, über zu geringe raumkapazitäten bis zu überforderten lehrkräften, aber das sind, denke ich, eher allgemeine probleme.

vom lernstoff und -tempo her hatte ich keinerlei schwierigkeiten, auch nicht im zentralabitur (über das andere bundesländer ohnehin lachen).
dazu sollte ich aber fairerweise sagen, dass ich natürlich nur für mich sprechen kann, in meiner schriftlichen mathe-prüfung haben leute angefangen zu heulen.
ich habe abi mit 1,1 gemacht, ohne großen lernstress zu schieben, ob es nun nach 13 jahren 1,0 gewesen wäre, ist mir auch letztenendes egal.

was mir im nachhinein schlimmer erscheint ist die tatsache, dass mir einfach ein jahr erfahrung fehlt. als ich bei der erstsemestereinführung letztes jahr erzählt hab, dass ich erst 18 bin, wurd ich angeguckt wie ein alien.:rolleyes:

ein weiteres persönliches motiv, weshalb mir g8 gut getan hat, war die tatsache, dass ich 98% meiner mitschüler nicht ausstehen konnte (was auf gegenseitigkeit beruhte), und ich froh war, nicht noch ein jahr mit ihnen verbringen zu müssen.
 
:lol: Ups, falsch abgestimmt. Bin natürlich auch für das Abi nach 13 jahren.

Begründungen wurden schon oft genug genannt, wird alles einfach viel zu stressig für die Schüler (zu denen ich zum Glück icht mehr gehöre :D )
 
also ich habe 2008 nach 12 jahren abi in bremen gemacht - ohne probleme.
wir waren damals aufer kippe der erste jahrgang und es war alles ziemlich chaotisch, von fehlendem material, über zu geringe raumkapazitäten bis zu überforderten lehrkräften, aber das sind, denke ich, eher allgemeine probleme.

vom lernstoff und -tempo her hatte ich keinerlei schwierigkeiten, auch nicht im zentralabitur (über das andere bundesländer ohnehin lachen).
dazu sollte ich aber fairerweise sagen, dass ich natürlich nur für mich sprechen kann, in meiner schriftlichen mathe-prüfung haben leute angefangen zu heulen.
ich habe abi mit 1,1 gemacht, ohne großen lernstress zu schieben, ob es nun nach 13 jahren 1,0 gewesen wäre, ist mir auch letztenendes egal.

was mir im nachhinein schlimmer erscheint ist die tatsache, dass mir einfach ein jahr erfahrung fehlt. als ich bei der erstsemestereinführung letztes jahr erzählt hab, dass ich erst 18 bin, wurd ich angeguckt wie ein alien.:rolleyes:

ein weiteres persönliches motiv, weshalb mir g8 gut getan hat, war die tatsache, dass ich 98% meiner mitschüler nicht ausstehen konnte (was auf gegenseitigkeit beruhte), und ich froh war, nicht noch ein jahr mit ihnen verbringen zu müssen.

Ich glaube in NRW findet sich die Problematik auch gerade sehr stark in der Übergangsphase wieder. Da G8 dort gerade erst eingeführt wurde gibt es nun G8 und G9 Schüler an einer Schüle, einige von ihnen werden jetzt gemeinsam in die Oberstufe gehen und das Abi machen, obwohl sie in Unterschiedlichen Jahrgängen sind.
Das ist für Schüler und Lehrer äußerst verwirrend und wird jetzt ein paar Jahre lang zu vielen Problemen führen.
Meine Cousine ist gerade im letzten G9 Jahrgang. Dort werden zum Beispiel Schüler durchgezogenen, denen es sehr gut tun würde, ein Jahr zu wiederholen. Das ist aber einfach nicht möglich, da der Stoff nichgt kompatibel ist.
 
was ich als richtig seltsam empfand, war dann auch, dass ich mit meinem eineinhalb jahre älteren bruder zusammen in kursen war.:)
 
was ich als richtig seltsam empfand, war dann auch, dass ich mit meinem eineinhalb jahre älteren bruder zusammen in kursen war.:)

Genau das meine ich. Ich halte G8 im Prinzip nicht für schlechter, ich denke, wenn alle darafu eingestellt sind und sich alle zurechtgependelt hat, dann geht das auch mit dem ganzen Stoff.
Es werden ja auch Dinge gestrichen und nicht alles in die 8 Jahre gequetscht. Nur im Moment isses einfach heilloses Chaos.
 
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