Die Probleme der Zuordnungen bei den AV liegen im Umkehrspiel. Bei uns ganz extrem.
In der Spielzerstörung und Balleroberung (Frings, Bargfrede, Niemeyer) sowie in der Kreativabteilung vorn (Özil, Marin, Hunt, ggflls Boro, Arnautovic) sind wir top besetzt. Was uns fehlt, ist das Bindeglied dazwischen, also ein oder zwei Spieler, die neben klugem Spiel im Raum auch die Übersicht und
Intuition mitbringen, wann ein Spiel zu verlagern wäre, wann der Sicherheitpass wichtig ist, wann der Steilpass angebracht ist usw., usf. Also die der Spielsituation angemessen meist richtig reagieren können. Baumann, Ernst oder Lisztes waren solche Spielertypen.
An bestimmten Tagen, wo mangelndes Selbstvertrauen hinzu kommt und der Gegner gute Konterspieler hat, fällt das dann exorbitant auf. Wenn riesige Abstände zwischen den Mannschaftsteilen entstehen, wenn das Verschieben in keinster Weise gelingt (Spiele gegen Bayern oder in Gladbach exemplarisch). TS ist auch nicht der Coach, der da zeitnah reagiert (aber das mit dem schweren Umdenken hatten wir ja schon an anderer Stelle), gerade deswegen ist es umso wichtiger, schon vom Spielermaterial her ausgeglichen besetzt zu sein.
Dass Frings nicht der Stratege ist, der
allein mit Spielübersicht und Stellungsspiel sowie kluger Spieleröffnung, also der Spielsituation entsprechend, die Defizite ausgleichen kann, zeigte sich insbesondere, als Bargfrede als stabilisierendes Element ausfiel. Es klappte erst wieder, als Niemeyer mit in der Doppelsechs spielte. Bei Frings macht es immer die Mischung, wenn er einen daneben hat, der diese Attribute mitbringt. Und das war letzte Saison erst recht nicht Boro.
So können die AV`s meist nur alles falsch machen. Rücken sie auf, werden sie auf dem falschen Fuss erwischt, stehen sie tiefer, entstehen riesige Lücken. Da liegt m. E. die Crux und das ist es, was bei uns diese Positionen regelmäßig überfordern lässt. Davala, Stalteri und Schulz sahen einst besser aus. Waren sie zwingend besser oder hatten wir einfach eine bessere Mischung im Gefüge?
Auch Fritz würde andernfalls mMn oft besser aussehen, als es sich manchmal darstellt.
Abdennour bspw. wurde so vor unlösbare Probleme gestellt, Probleme, die er mangels Erfahrung niemals lösen konnte, die mMn aber auch der hier geforderte Top-LV kaum hätte bewältigen können. Und genau da liegt der Knackpunkt, zwar teilweise aber nicht vordergründig darin, dass der LV keine Qualität mitbringt.
Im übrigen hast Du das 4-2-3-1 und dessen Funktionalität genau so beschrieben, wie ich es interpretieren würde (und irgendwo mit Sicherheit schon habe

).