Aktuelle Transferpolitik

aber soll ich mich nun mit der situation einfach zufrieden geben und den kopf in den sand stecken und wieder hoffen, dass das schon iwie klappen wird?
Bleibt dir was anderes übrig? Du wirst hier wohl kaum Einfluss nehmen können. Außerdem ist es bisher ja auch gut gegangen. Es ist lediglich eine Position, auf der man sich verstärken sollte, aber garantiert nicht die große Schwachstelle als die sie hier häufig ausgegeben wird.
ich bin an nem punkt, wo ich nur noch auf einer posi richtig kohle fliessen sehen will - und nich auf iwelchen anderen...
Du wirst hier auf keiner Position richtig Kohle fließen sehen. ;)
 
@mick_666: das die beiden gurken sind habe ich zb nie gesagt.

pasanen ist im grunde iv und hilft nur auf der posi aus. demnach ist pasanen eher die nummer drei. und boenisch demnach die 1 oder 2. sorry aber ich wünsche mir lieber noch n spitzen lv als 1, da boenisch noch ne menge lernen kann - aber von wem wenn er die nummer 1 ist??
 
sorry aber ich wünsche mir lieber noch n spitzen lv als 1, da boenisch noch ne menge lernen kann - aber von wem wenn er die nummer 1 ist??

wie gesagt:
Auch ich persönlich hätte mir in manchen Situationen einen erfahrenen Spieler gewünscht, an dem sich Boenisch orientieren kann. Aber da stellt sich schon die nächste Frage: Wenn es eine bloß erfahrene Ergänzung ist, muss man sich überlegen ob sie als Backup nicht zu teuer ist. Wenn es eine große Lösung wäre, stellte sich die Frage, ob man dann überhaupt noch auf Boenisch baut, denn womöglich bekäme dieser dann zu wenig Spielanteile. Mal ganz abgesehen von der immer noch ungeklärten Frage, welche Spieler tatsächlich diese wirkliche Verstärkung darstellen würden und ob und unter welchen Konditionen sie für Werder zu bekommen wären.
 
@eisbär: also für unsere verhältnisse richtig kohle :D
Um mal "unsere Verhältnisse" zu beschreiben. Das meiste Geld wird im offensiven Mittelfeld investiert, weil dort die Spieler sowieso immer teurer sind als auf anderen Positionen. Das hat sich, mal von Alberto abgesehen, ja auch immer rentiert. Aber auch dort wird i.d.R. nie mehr als 5 Millionen € ausgegeben. Das waren Ausnahme-Transfers, überwiegend von jungen Deutschen. Die Transfers jenseits der 5 Millionen kannst du fast an einer Hand abzählen. Im Mittelfeld ist das Risiko hingegen geringer als auf der LV-Position, weswegen dort eben eher investiert wird. Ganz logisch eigentlich. Wenn du nun teuer einen Riise verpflichtest und er genauso Macken vorne oder hinten hat, dann ist das Geld verpulvert und dafür ist die Wahrscheinlichkeit eben sehr hoch.
 
@dkbs: wir müssen uns auch keinen im besten fussball-alter holen. den luxus können wir uns dank boenisch ja gönnen. fabio aurelio zb wäre ein solcher spieler. gut der kostet gehalt, dafür aber keine ablöse. der hat bei weitem nicht alle spiele mitgemacht, aber bei den wichtigen war er halt dabei. warum ist man da nicht anbei? bei solchen spielern gibts immer ne lösung für jung und alt.

letztendlich haben wir nur 1,5 spieler für den lv zu gesicht bekommen.

so schönen tag noch :)
 
Ich hatte da im Reto Ziegler Thread schonmal was zu geschrieben.
Hab`s grad gelesen. :tnx:
ich bin an nem punkt, wo ich nur noch auf einer posi richtig kohle fliessen sehen will - und nich auf iwelchen anderen...
Der Satz alleine dokumentiert einmal mehr, dass Du offenbar wenig bis gar nichts verstanden hast oder partout nicht verstehen willst (was dann wieder die Diskussion aussichtslos macht), was auf den letzten Seiten geschrieben wurde. Aber darauf....
und wer is dann schuld, dass die spieler ihre leistung nicht abrufen?

...wenn die lv's alle so gut sind und waren, warum konnte sie es nicht zeigen - oder nur ein-zweimal? evtl waren sie doch nur halb so gut? ist der trainer schuld? das umfeld schuld?
... möchte ich dann doch mal eingehen. Anhand von ein paar Beispielen.
2004 kam Gustavo Nery. Er wurde zuvor mehrfach brasilianischer Meister mit dem FC Sao Paulo, war dort wichtiger Leistungsträger, fiel auf als drangvoller LV, schoss sogar wichtige Tore und leistete viele Assists. Viele europäische Klubs klopften an, er stand im Kader und auf dem Sprung in die N11 des Weltmeisters. Es war damals, wenn ich mich recht erinnere, ein langes Tauziehen für KA. (Bitte darum, sollte ich falsch liegen!) Nery scheiterte nicht primär daran, dass er die Qualität nicht mitbrachte, sondern weil er verletzt war, dann sich nicht anpassen konnte und mit knapp 28 sich nicht mehr bereit zeigte, dazuzulernen. DAS wäre aber zwingend notwendig gewesen, gerade im taktischen sensiblen Gebilde von Thomas Schaaf.
2005 kam Jelle van Damme als Leihgabe. Zu dieser Zeit wäre zu bedenken, dass wir durch die Abgänge von Ismael und Ernst gerade zwei strategisch und taktisch für unser System enorm wichtige Spieler verloren hatten, die in den Jahren zuvor auf ihrer Position zeitweise auf internationalem Topniveau auftrumpften. Für Ernst kam Frings, der zwar torgefährlicher und drangvoller als sein Vorgänger war, mehr Autorität auf dem Platz ausstrahlte und spektakulärer spielte, aber eben nicht die taktischen Qualitäten von F. Ernst hatte. Für Ismael kam Naldo, der von Beginn an Qualitäten in der Offensive zeigte, aber in Antizipation, Stellungsspiel noch dazulernen/ sich anpassen und bei seinem damals ausgeprägtem Hang zum Leichtsinn noch lernen musste, besser abzuwägen. Hinzu kam, dass sich Pasanen schwer verletzte, der eigentlich als Abwehrchef Naldo und Nebenleute führen und die Balance bringen sollte, dass Davala langzeitverletzt als Alternative komplett ausfiel, dass C. Schulz in seiner Entwicklung deutlich stagnierte und F.(Ge-)Fahrenhorst einfach nicht wie erhofft an seine Leistungen von Bochum anknüpfen konnte. In diese Situation einer Menge struktureller Schwierigkeiten hinein musste sich van Damme zurechtfinden. Was nicht klappte. Wer weiss, wie er ausgesehen hätte in einem besser austariertem System, bei einer aufeinander abgestimmten IV wie heute Merte/Naldo?
2006 kam Pierre Wome von Inter Mailand mit den Referenzen von etwa 60 Länderspielen, zwei WM-Teilnahmen und zwei Afrika-Meisterschaften mit Kamerun - sowie zuvor schon in Italien, Spanien und England gewisse Qualitäten bereits unter Beweis gestellt zu haben. In seinem ersten Jahr entpuppte er sich als offensivstarker LV, torgefährlich mit guter Schusstechnik, der allerdings in der Rückwärtsbewegung Probleme hatte. Zu dieser Zeit wäre ebenfalls zu bedenken, dass Werder sein Spiel wegen Diego als zentraler Figur komplett umstellen musste, taktisch grosse Probleme hatte, was nicht zuletzt einem eher offensiv- als defensivstarken LV natürlich nicht entgegenkam. Bei Wome zeigte sich dann aber, warum er trotz seiner unbestrittenen Fähigkeiten bei keinem Verein lange war. Nur hat TS schon ganz andere Spieler "hingebogen", weswegen da berechtigte Hoffnung bestand.
2007 kamen D. Tosic als serbischer Jungnationalspieler und Boenisch, der als 19-jähriger Jungprofi schon 22 BL-Spiele für Schalke bestritten, Juniorenauswahlen durchlaufen hatte und bei der U20-WM dabei, sowie aktueller U21-Spieler war. Boenisch war aber gleich ein halbes Jahr verletzt. und braucht, wie schon irgendwo geschrieben wurde, immer Zeit, um sich wieder ranzukämpfen.
Januar 2010 kam schließlich Leihgabe Abdennour. Er spielte in Frankfurt ordentlich. Zu diesem Zeitpunkt wäre wichtig, zu bedenken, dass sich Werder in schwerem Abwärtstrend befand und sich nicht in der Lage zeigte, taktisch auf Umstände und Ausfälle zu reagieren. Da musste der Einsatz gegen Robben und danach in Gladbach für einen taktisch noch ungereiften und nicht an das BL-Tempo gewöhnten 20-jährigen einfach schiefgehen. Denn in diesen Spielen stimmten die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen und Laufwege nicht, war das Defensivverhalten in allen Mannschaftsteilen völlig unzureichend, hinzu kam längst verlorengegangenes Selbstvertrauen bei der gesamten Mannschaft. Danach war Abdennour wieder draussen, spielte allerdings gegen Twente und Leverkusen jeweils eine HZ ordentlich. Ein Kauf schien zu riskant, aber nicht ohne Grund sagte Allofs, er werde "den Spieler im Auge behalten".

Jetzt nenne mir EINEN Fehler bei einer dieser Verpflichtungen, die KATS & Co. auf jeden Fall hätten vorhersehen können? Nenne mir die Jahre, wie von Dir behauptet, wo Werder angeblich auf dieser Position zu wenig oder gar nichts unternommen hat? Anders gefragt - wie würden Du und deinesgleichen hier im Forum reagieren, wenn jetzt ein LV mit den Meriten und Vorschusslorbeeren wie damals eines Nery, Wome, Tosic verpflichtet würde? Und nenne mir einen der Genannten, der scheiterte, weil er schlicht und einfach viel zu schlecht war und da keinesfalls irgendwelche ungünstigen Umstände reinspielten? Außer vielleicht Tosic...

Ich bin der Meinung, dass wir momentan erstmal ganz andere Schwachstellen haben. Wir haben im Mf mit Frings, Niemeyer, Bargfrede Kämpfer und Antreiber auf gutem bis hohem Niveau, mit Özil, Hunt, Marin, Borowski gutes bis herausragendes Potential im Offensivbereich. Was fehlt, und das wurde in der letzten Spielzeit einmal mehr überdeutlich, sind die Leute, die dazwischen für Struktur, für Balance und Ordnung, sowohl im Spielaufbau als auch im Spiel gegen den Ball sorgen. Kurz: der strategische Denker und Lenker.
Bekommen wir die strukturellen Defizite im Mf endlich in den Griff, wird es auch ein LV bei uns höchstwahrscheinlich leichter haben. Warum wohl funktionierten damals Stalteri, Davala, Schulz als AV`s gut? Weil sie zwingend besser waren als SB oder PP? Glaube ich nicht.
Ich halte die Personalie Wesley für viel wichtiger. Das DM ist mMn mit Frings/Bargfrede nicht gut genug besetzt, weil mir hinter Borowski/Jensen/Niemeyer zu viele Fragezeichen stehen.
:tnx: :tnx: :tnx: DER PUNKT.
Ich denke sogar, dass KATS das ganz genau so sehen.
 
Um mal "unsere Verhältnisse" zu beschreiben. Das meiste Geld wird im offensiven Mittelfeld investiert, weil dort die Spieler sowieso immer teurer sind als auf anderen Positionen. Das hat sich, mal von Alberto abgesehen, ja auch immer rentiert.
Das stelle ich allerdings in Frage. Besonders wenn ich mir die Transferaktivitäten der letzten fünf Jahre anschaue, in welchen Bereichen investiert und in welchen Bereichen vergleichsweise dazu weniger investiert wurde. Ob sich das rentiert hat, ist sicherlich Ansichts- und Interpretationssache. Meine Meinung ist, dass sich diese Vorgehensweise, betrachten wir den Weiterverkauf der Spieler, sicherlich noch rentiert hat, aber bei den eigenen Erfolgen verhältnismäßig wenig bei rausgekommen ist.
Denn unsere Probleme - schönen Fussball, die meisten Tore, die meisten herausgespielten Chancen, dafür aber vergleichsweise (zu) wenig Punkte - sind seit 2005 fast die Gleichen geblieben. Für mich daher auch eine Frage, wie in der Transferpolitik gewichtet wird.
 
Das Problem ist nunmal, dass die Vereinsführungen nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich denken.
Der Vergleich zu Schalke kann man hier wunderbar ziehen. Die haben Schulden ohne Ende, aber da der einzige Fußballexperte in persona Magath sagt, dass er mit der Personallage keine Spitzenplatz drin ist, wird Geld freigemacht.
Genauso lief und läuft es bei Werder. Wenn einer abgegeben wird, setzt man sich zusammen und schaut, wie man die Ziele des Vereins weiter verwirklichen kann. Man kann die Transferpolitik verteufeln wie man will, aber bislang hats geklappt. Und wenn Özil geht, wird mit Sicherheit schon eine "B" Lösung in der Schublade liegen. Es kommt nun ja nicht völlig überraschend.

Der Supergau wäre tatsächlich, wenn er nächstes Jahr so geht. Und wenn diese Aktion mit Mailand, verkaufen und ausleihen, klappt, hat Allofs ein Denkmal verdient
 
Der Vergleich zu Schalke kann man hier wunderbar ziehen. Die haben Schulden ohne Ende, aber da der einzige Fußballexperte in persona Magath sagt, dass er mit der Personallage keine Spitzenplatz drin ist, wird Geld freigemacht.
Genauso lief und läuft es bei Werder.
Was ich Dir schon auf den selben Beitrag im MÖ-Thread antwortete: "Genauso lief und läuft es bei Werder" ist völliger Nonsens.
 
@Mick: Gute Analyse. Kurz nochmal hierzu:

2005 kam Jelle van Damme als Leihgabe. Zu dieser Zeit wäre zu bedenken, dass wir durch die Abgänge von Ismael und Ernst gerade zwei strategisch und taktisch für unser System enorm wichtige Spieler verloren hatten, die in den Jahren zuvor auf ihrer Position zeitweise auf internationalem Topniveau auftrumpften. Für Ernst kam Frings, der zwar torgefährlicher und drangvoller als sein Vorgänger war, mehr Autorität auf dem Platz ausstrahlte und spektakulärer spielte, aber eben nicht die taktischen Qualitäten von F. Ernst hatte. Für Ismael kam Naldo, der von Beginn an Qualitäten in der Offensive zeigte, aber in Antizipation, Stellungsspiel noch dazulernen/ sich anpassen und bei seinem damals ausgeprägtem Hang zum Leichtsinn noch lernen musste, besser abzuwägen. Hinzu kam, dass sich Pasanen schwer verletzte, der eigentlich als Abwehrchef Naldo und Nebenleute führen und die Balance bringen sollte, dass Davala langzeitverletzt als Alternative komplett ausfiel, dass C. Schulz in seiner Entwicklung deutlich stagnierte und F.(Ge-)Fahrenhorst einfach nicht wie erhofft an seine Leistungen von Bochum anknüpfen konnte. In diese Situation einer Menge struktureller Schwierigkeiten hinein musste sich van Damme zurechtfinden. Was nicht klappte. Wer weiss, wie er ausgesehen hätte in einem besser austariertem System, bei einer aufeinander abgestimmten IV wie heute Merte/Naldo?

Gerade bei van Damme muss man auch sehen, dass er in den letzten Jahren Stammspieler beim RSC Anderlecht war. Sicherlich ist die belgische Liga nicht allzu stark, als "Gurkentruppe" o.ä. würde ich die Anderlechter aber nicht unbedingt bezeichnen. Dass er jetzt zu einem Aufsteiger in die Premier League gewechselt ist, wird sicherlich auch finanzielle Gründe haben.

Ein ganz so Schlechter war das sicher nicht, nur mal so als Beispiel.
 
Das stelle ich allerdings in Frage. Besonders wenn ich mir die Transferaktivitäten der letzten fünf Jahre anschaue, in welchen Bereichen investiert und in welchen Bereichen vergleichsweise dazu weniger investiert wurde. Ob sich das rentiert hat, ist sicherlich Ansichts- und Interpretationssache. Meine Meinung ist, dass sich diese Vorgehensweise, betrachten wir den Weiterverkauf der Spieler, sicherlich noch rentiert hat, aber bei den eigenen Erfolgen verhältnismäßig wenig bei rausgekommen ist.
Denn unsere Probleme - schönen Fussball, die meisten Tore, die meisten herausgespielten Chancen, dafür aber vergleichsweise (zu) wenig Punkte - sind seit 2005 fast die Gleichen geblieben. Für mich daher auch eine Frage, wie in der Transferpolitik gewichtet wird.
Darum gings in dem Argument ja nicht, sondern nur darum, dass diese Spieler ihre Ablöse im Endeffekt immer gerechtfertigt haben. Das war eben auf anderen Positionen nicht immer der Fall.
 
Darum gings in dem Argument ja nicht, sondern nur darum, dass diese Spieler ihre Ablöse im Endeffekt immer gerechtfertigt haben. Das war eben auf anderen Positionen nicht immer der Fall.
Okay, so gesehen... drum sagte ich ja, rentiert im "Weiterverkauf der Spieler" und Dir indirekt zugestimmt. Das andere Argument ist und bleibt, dass ich mir bei den ausgegebenen Geldern manchmal wünsche, dass mehr in Richtung Defensive/ Spielorganisation gewichtet wird.
Du hast mich leicht missverstanden. Den Vergleich zu Schalke bezog ich auf das Wirtschaftsdenken. Keine Investition---kein Erfolg---kein Geld.
Eben, genauso hab ich das verstanden, kann dem nicht zustimmen und bleibe dabei: Du wirst bei Werder wohl nie erleben, dass "irgendwie Gelder freigemacht werden", um (möglicherweise) den sportlichen Erfolg abzusichern. KA betont extra Jahr für Jahr, dass in der Regel nur Gelder ausgegeben, die auch eingenommen werden. Bestenfalls in Sonderfällen ganz selten Gelder in die Hand genommen werden für Transfers, und selbst die auch nur dann auf Risiko, wenn dieses absolut vertretbar (klarer Marktwert) und kalkulatorisch auf Sicht abgesichert ist (z. Bsp. durch zu erwartende CL-Einnahmen).
Das ist auch gut so, hat jedoch nichts mit dem gemein, was derzeit auf Schalke passiert und deswegen finde ich Deinen Vergleich nach wie vor unpassend.
 
Um mal "unsere Verhältnisse" zu beschreiben. Das meiste Geld wird im offensiven Mittelfeld investiert, weil dort die Spieler sowieso immer teurer sind als auf anderen Positionen. Das hat sich, mal von Alberto abgesehen, ja auch immer rentiert. Aber auch dort wird i.d.R. nie mehr als 5 Millionen € ausgegeben. Das waren Ausnahme-Transfers, überwiegend von jungen Deutschen. Die Transfers jenseits der 5 Millionen kannst du fast an einer Hand abzählen. Im Mittelfeld ist das Risiko hingegen geringer als auf der LV-Position, weswegen dort eben eher investiert wird. Ganz logisch eigentlich. Wenn du nun teuer einen Riise verpflichtest und er genauso Macken vorne oder hinten hat, dann ist das Geld verpulvert und dafür ist die Wahrscheinlichkeit eben sehr hoch.

Äh wat is los? Also zum Thema teurste Position OM möchte ich nur kurz mit dem Stichwort "Überhitzter Stürmermarkt" antworten, denn das war der Grund, dass wir für Bobbycar 5 Mios (oder habe ich das falsch im Kopf?) hinlegen mussten...ein Spieler der kein internationales Standing hatte. Das war auf jeden Fall in den letzten Jahren ein großes Schlagwort im Transferbereich.

Die Argumentation bzgl. geringerem Risiko bei Mittelfeldspielern ist mir ebenfalls unverständlich. Ein defensivschwacher Mittelfeldmann mindestens genauso schlimm wie ein LV oder RV. Durch die Mitte komme ich nicht nur schneller ans Tor, sondern habe auch wesentlich bessere Schusswinkel und damit auch entsprechende Wahrscheinlichkeiten zum Torerfolg zu kommen. Hat man hingegen einen OM als Fehleinkauf...dann baut sich mein Spiel nicht vernünftig auf und ich spiele selbst kaum Torchancen heraus.

Irgendwie liest sich deine Argumentation als wenn sich nen schlechter Mittelfeldspieler immer verkaufen lässt, schlechte LVs jedoch nicht.

Bitte nicht direkt angegriffen fühlen. Ich verstehe die Argumentation nur nicht. Evtl. kannst du das ja nochmal näher ausführen?



Jetzt mal losgelöst von dem Beitrag:

Imho ist die Position des LVs eine der schwersten im Fußball und nicht nur bei Werder. Hauptsächlich deswegen, weil man in der Regel gegen die offensivstärksten Gegenspieler antritt (dem LV steht in der Regel ein technisch starker Rechtsfuß mit Dribbelkünsten entgegen). Beidfüßige oder Linksfuß-Spieler gibt es eh selten genug und nur wenige AVs sind in der Lage als Rechtsfuß auf der Außenbahn ein Stellungsspiel und Schnelligkeit aufzubringen um den faktisch vorhandenen Nachteil des "Falsch herum spielen"-Müssens auszugleichen. Herr Lahm ist einer der Spieler die in der Lage sind das auszugleichen (auch wenn er öfter RV spielt). Solche Weltklassespieler sind für Werder in absehbarer Zeit jedoch nicht zu finanzieren.

Meiner Meinung nach sollte man Boenisch ein besseres Stellungsspiel antrainieren (was natürlich nicht gerade einfach ist) und zu weniger Grätschen erziehen. Ehrlich gesagt stehe ich drauf, wenn Boenisch die Sense auspackt und den Ball auf die Tribüne kloppt inkl. Spieler, jedoch alles fair *g*

Gebt dem Jungen noch eine weitere Saison als Stammspieler und wenn es dann nix wird, muss man wirklich mal mit den CL Millionen dieser Saison (die wir hoffentlich einnehmen) 10 Mille in die Hand nehmen und einen gestandenen Spieler langfristig binden. Vorausgesetzt man qualifiziert sich wieder für die CL. Sonst ist KA das vom Finanzgefüge wohl zu heiss.
 
Äh wat is los? Also zum Thema teurste Position OM möchte ich nur kurz mit dem Stichwort "Überhitzter Stürmermarkt" antworten, denn das war der Grund, dass wir für Bobbycar 5 Mios (oder habe ich das falsch im Kopf?) hinlegen mussten...ein Spieler der kein internationales Standing hatte. Das war auf jeden Fall in den letzten Jahren ein großes Schlagwort im Transferbereich.

Die Argumentation bzgl. geringerem Risiko bei Mittelfeldspielern ist mir ebenfalls unverständlich. Ein defensivschwacher Mittelfeldmann mindestens genauso schlimm wie ein LV oder RV. Durch die Mitte komme ich nicht nur schneller ans Tor, sondern habe auch wesentlich bessere Schusswinkel und damit auch entsprechende Wahrscheinlichkeiten zum Torerfolg zu kommen. Hat man hingegen einen OM als Fehleinkauf...dann baut sich mein Spiel nicht vernünftig auf und ich spiele selbst kaum Torchancen heraus.

Irgendwie liest sich deine Argumentation als wenn sich nen schlechter Mittelfeldspieler immer verkaufen lässt, schlechte LVs jedoch nicht.

Bitte nicht direkt angegriffen fühlen. Ich verstehe die Argumentation nur nicht. Evtl. kannst du das ja nochmal näher ausführen?



Jetzt mal losgelöst von dem Beitrag:

Imho ist die Position des LVs eine der schwersten im Fußball und nicht nur bei Werder. Hauptsächlich deswegen, weil man in der Regel gegen die offensivstärksten Gegenspieler antritt (dem LV steht in der Regel ein technisch starker Rechtsfuß mit Dribbelkünsten entgegen). Beidfüßige oder Linksfuß-Spieler gibt es eh selten genug und nur wenige AVs sind in der Lage als Rechtsfuß auf der Außenbahn ein Stellungsspiel und Schnelligkeit aufzubringen um den faktisch vorhandenen Nachteil des "Falsch herum spielen"-Müssens auszugleichen. Herr Lahm ist einer der Spieler die in der Lage sind das auszugleichen (auch wenn er öfter RV spielt). Solche Weltklassespieler sind für Werder in absehbarer Zeit jedoch nicht zu finanzieren.

Meiner Meinung nach sollte man Boenisch ein besseres Stellungsspiel antrainieren (was natürlich nicht gerade einfach ist) und zu weniger Grätschen erziehen. Ehrlich gesagt stehe ich drauf, wenn Boenisch die Sense auspackt und den Ball auf die Tribüne kloppt inkl. Spieler, jedoch alles fair *g*

Gebt dem Jungen noch eine weitere Saison als Stammspieler und wenn es dann nix wird, muss man wirklich mal mit den CL Millionen dieser Saison (die wir hoffentlich einnehmen) 10 Mille in die Hand nehmen und einen gestandenen Spieler langfristig binden. Vorausgesetzt man qualifiziert sich wieder für die CL. Sonst ist KA das vom Finanzgefüge wohl zu heiss.

Bei der Sache mit dem Linksverteidiger stimme ich Dir nur halbwegs zu. Natürlich ist es nicht einfach, diese Position zu besetzen, allerdings braucht Werder unabhängig davon einen weiteren Spieler für diese Position. Dieser muss nicht unbedingt ein Topspieler sein, sondern einfach eine solide Alternative zu Boenisch. Dass man bessere Spieler als Boenisch bekommen kann, steht außer Frage. Stuttgart hat z.b. Molinaro geholt und es gibt massig weitere Spieler für diese Seite, für die man eben mal etwas mehr als 2 Mio. ausgeben müsste. Wenn man wirklich wollen würde, dann bekommt man auch einen guten Spieler für diese Seite. Nur Werder scheint eben nicht zu wollen und das ist für mich völlig unbegreiflich, da diese Position wirklich die Schwachstelle ist. Nochmal: ich fordere hier keinen Superstar, der jenseits der 10 Mio. kostet, sondern einen weiteren Spieler, der gelernter Linksverteidiger ist. Denn davon hat Werder noch keinen und der Anspruch sollte es sein, für jede Position zwei Spieler zu haben, die diese Position auch spielen können und damit meine ich nicht für sieben Positionen einen Spieler zu nennen, weil er so flexibel ist. Es wird ja immer behauptet, links wäre das mit Pasanen und Boenisch völlig ausreichend. Nur leider ist Pasanen auf der rechten Seite deutlich beser aufgehoben (eigentlich sogar IV) und Boenisch ist auch rechtsfuß. Pasanen hat ja nicht hinten links gespielt, weil das seine Lieblingsposition wäre:rolleyes:
 
Äh wat is los? Also zum Thema teurste Position OM möchte ich nur kurz mit dem Stichwort "Überhitzter Stürmermarkt" antworten, denn das war der Grund, dass wir für Bobbycar 5 Mios (oder habe ich das falsch im Kopf?) hinlegen mussten...ein Spieler der kein internationales Standing hatte. Das war auf jeden Fall in den letzten Jahren ein großes Schlagwort im Transferbereich.
Mal davon abgesehen, dass Sanogo uns 4,5 Millionen gekostet hat, worauf willst du nun hinaus? oO Wir haben >=5 Mios nur für Frings, Mertesacker, Diego, Alberto, Marin, Arnautovic, Klose und Özil ausgegeben, wenn ich jetzt niemanden vergessen habe. Davon war nur Alberto ein Fehleinkauf. Mehr wollte ich nicht sagen.

Die Argumentation bzgl. geringerem Risiko bei Mittelfeldspielern ist mir ebenfalls unverständlich. Ein defensivschwacher Mittelfeldmann mindestens genauso schlimm wie ein LV oder RV. Durch die Mitte komme ich nicht nur schneller ans Tor, sondern habe auch wesentlich bessere Schusswinkel und damit auch entsprechende Wahrscheinlichkeiten zum Torerfolg zu kommen. Hat man hingegen einen OM als Fehleinkauf...dann baut sich mein Spiel nicht vernünftig auf und ich spiele selbst kaum Torchancen heraus.
Das geringere Risiko bezieht sich darauf, dass bei einem OM wesentlich besser einzuschätzen ist, wie er hier spielen wird, als bei einem LV, der im Normalfall bei seinem Verein ganz anders spielt wie bei uns. Dazu ist die Wertsteigerung eines OM erheblich höher als bei einem LV und damit der Wiederverkaufswert wesentlich höher. ;)
 
Bei der Sache mit dem Linksverteidiger stimme ich Dir nur halbwegs zu. Natürlich ist es nicht einfach, diese Position zu besetzen, allerdings braucht Werder unabhängig davon einen weiteren Spieler für diese Position. Dieser muss nicht unbedingt ein Topspieler sein, sondern einfach eine solide Alternative zu Boenisch. Dass man bessere Spieler als Boenisch bekommen kann, steht außer Frage. Stuttgart hat z.b. Molinaro geholt und es gibt massig weitere Spieler für diese Seite, für die man eben mal etwas mehr als 2 Mio. ausgeben müsste. Wenn man wirklich wollen würde, dann bekommt man auch einen guten Spieler für diese Seite. Nur Werder scheint eben nicht zu wollen und das ist für mich völlig unbegreiflich, da diese Position wirklich die Schwachstelle ist. Nochmal: ich fordere hier keinen Superstar, der jenseits der 10 Mio. kostet, sondern einen weiteren Spieler, der gelernter Linksverteidiger ist. Denn davon hat Werder noch keinen und der Anspruch sollte es sein, für jede Position zwei Spieler zu haben, die diese Position auch spielen können und damit meine ich nicht für sieben Positionen einen Spieler zu nennen, weil er so flexibel ist. Es wird ja immer behauptet, links wäre das mit Pasanen und Boenisch völlig ausreichend. Nur leider ist Pasanen auf der rechten Seite deutlich beser aufgehoben (eigentlich sogar IV) und Boenisch ist auch rechtsfuß. Pasanen hat ja nicht hinten links gespielt, weil das seine Lieblingsposition wäre:rolleyes:

Aber er hat dort in den letzten beiden Jahren soldie gespielt! Ähnlich wie Boenisch vor seiner Verletzung. Beide haben zumindest (bei SB mal vom DFB-Pokalfinale abgesehen) zum Großteil defensiv gut gestanden.
Und das ist es was Bremen mMn in erster Linie mal braucht. Einen defensiv gut stehenden LV.
Klar gibt es Spieler die besser (oder vllt. einfach nur weiter) sind als SB... aber ob die mit den "etwas mehr als 2 Millionen zu holen sind" wage ich sehr stark zu bezweifeln. Ich denke da müssten schon 4 - 5 Mios bezahlt werden. Daher muss ich sagen, dass die LV-Position eben doch nicht so einfach zu besetzen ist.
Warum holt z.B. Bayern wohl jetzt wahrscheinlich mit van de Wiel(?) einen RV um dann Lahm auf LV zu stellen?
 
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