1. Physis
Eine solche Physis wie im Profifußball benötigt man in KEINEM Beruf.
Und davon ist auch die Leistung extrem abhängig.
... weshalb profifussballer ja auch einen wesentlichen teil des tages damit zubringen, daran zu arbeiten. auch im "anderen" arbeitsleben ist es nicht ganz unwesentlich, sich nicht auf den einmal erworbenen fähigkeiten auszuruhen, sondern sie aufrecht zu erhalten und fortzuentwickeln.
2. Psyche
Leistungsdruck gibt es zwar auch in anderen Berufen, aber Pfiffe etc. wird man da eher nicht bekommen. Verunsicherung kommt extrem schnell auf, wenn einem ein paar Dinge nicht gelingen. Dagegen kann sie auch ganz schnell wieder verschwinden.
naja, ein chirurg, der daneben liegt, wird vllt nicht ausgepfiffen, da hast du recht. ich möchte aber nicht wissen, wie er (weiter)operiert, wenn ihm einmal ein fehler unterlaufen ist.
3. Talent und Klasse
Es ist immer davon abhängig, was du überhaupt abrufen kannst.
das trifft auf jeden beruf mehr oder minder zu. natürlich gibt es berufe, für die man nicht viel talent braucht. die werden aber i.d.r. genau deshalb auch nicht so gut bezahlt. profifussballer sind ja profifussballer, weil sie das entsprechende talent haben - und werden auch ganz gut bezahlt dafür.
4. Mannschaft
Passt man nicht in die Mannschaft oder spielt die restliche Mannschaft, kann man leicht selbst in ein Tief geraten. Okay, das trifft gewissermaßen auch auf andere Berufe zu.
genau
5. Der Gegner spielt auch mit. In normalen Berufen arbeitet man normalerweise nicht gegen jemanden. Wenn der Gegner einfach besser ist und dich zu Fehlern zwingt, kannste da nicht viel ausrichten.
da merkt man dann doch den öfftl. dienst
wenn du ein handwerker wärst und dich einmal um einen auftrag beworben hättest, dann wüßtest du sowohl, was leistungsdruck, versagensängste und wettbewerb tatsächlich sind, als auch, welche und wieviel gegner da mitspielen, ma sagn.
allein aus der tatsache, dass das fussballspiel sozusagen den überall herrschenden wettbewerb und leistungs"druck" auf 90 min und gegner-gegen-gegner reduziert und dazu auch noch ein hinterher objektives ergebnis (wer hat sich erfolgreciher angestellt?) produziert, bedeutet ja nicht, dass es woanders anders ist - nur halt mglw. nicht auf 90 min, sondern in einen längeren zeitraum gezogen. es gibt auch berufe, in denen das ganze noch kürzer gepresst ist - börsenmakler zum beispiel.
aber so interessant diese diskussion hier auch ist, sie lenkt ein wenig vom thema ab. ich glaube kaum, dass einige hunt-kritiker hier AH vorwerfen, dass er (oder die mannschaft) keinen
erfolg gehabt hätte. messlatte ist daher nicht der zählbare erfolg. messlatte ist die
anstrengung, die AH gezeigt hat. und das ist im echten arbeitsleben nicht anders.