Klimapolitik, Energiewende, Fridays For Future....

@ThePundit

Nachtrag zu dem von dir verlinkten WELT-Artikel - aus dem Jahr 2013 (!)

Rückblickend hat sich die zugespitzte Interpretation der damaligen Prognose nicht eindeutig bestätigt. Zwar sind hohe Energiepreise tatsächlich ein relevanter Wettbewerbsfaktor für energieintensive Unternehmen geblieben, und die Diskussion über die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland ist heute aktueller denn je. Ein klar nachweisbarer Verlust von 86.000 Arbeitsplätzen allein aufgrund der EEG-Umlage lässt sich rückblickend jedoch nicht belegen.

Das liegt auch daran, dass die deutsche Industrie seit 2013 von zahlreichen anderen Faktoren beeinflusst wurde: Automatisierung, Globalisierung, Lieferkettenprobleme, Pandemie, Ukrainekrieg und die daraus folgende Energiekrise, durch den USA-Iran-Konflikt signifikant verschärft wurde.
Die Wirkung einzelner politischer Maßnahmen lässt sich in einem solchen Umfeld kaum isoliert messen.

Hinzu kommt, dass die damalige Debatte häufig die andere Seite der Bilanz vernachlässigte. Der Ausbau erneuerbarer Energien, der Netzinfrastruktur und neuer Energietechnologien hat ebenfalls Beschäftigung geschaffen. Die Energiewende war daher weder der befürchtete Jobkiller noch ein reines Beschäftigungswunder, sondern ein Strukturwandel mit Gewinnern und Verlierern.

Der Artikel illustriert damit ein generelles Problem wirtschaftspolitischer Prognosen: Kurzfristige Modellrechnungen werden oft als sichere Vorhersagen verstanden, obwohl sie auf Annahmen beruhen, die sich später als unvollständig erweisen können. Die Zahl von 86.000 Arbeitsplätzen war letztlich weniger eine eingetroffene Vorhersage als eine Szenariorechnung unter bestimmten Bedingungen.
 
Die zentrale Schwäche Deiner Argumentation liegt darin, dass Du reale Probleme der Energiewende mit der Behauptung vermischt, die Energiewende selbst sei deren Ursache. Hohe Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und industrielle Transformationskosten sind zweifellos ernstzunehmende Herausforderungen. Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass die Energiewende gescheitert ist oder zwangsläufig scheitern muss.

Zunächst wird suggeriert, die Energiekrise sei primär das Ergebnis der Energiewende. Tatsächlich zeigte die Krisen der letzten Jahre inkl. der - von dir selbst in die Diskussion gebrachten - jüngsten Ereignisse in der Straße von Hormus vielmehr die Risiken einer anhaltenden Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die massiven Preissteigerungen entstanden vor allem durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Verknappung von Erdgas sowie globale Marktverwerfungen. Gerade diese Ereignisse verdeutlichten, wie verwundbar ein Energiesystem bleibt, das auf importierten fossilen Brennstoffen basiert.

Die Hybris ist allein schon deshalb so evident, dass die Politik zwar einerseits auf preiswerte Energie aus Russland verzichtet und dies auf Basis eines Angriffskrieges rechtfertigt, während man keine Minute zögerte sich der Schattenflotte zu bedienen, um nur noch teurer einkaufen zu müssen. Hormus verschärft das Problem enorm, ist jedoch nicht ursächlich für die selbst auferlegte Strangulierung der eigenen Wirtschaft und ändert nichts daran, dass die von mir vorgenannten Ressourcenengpässe noch dieses Jahr vehement zuschlagen werden.

Die EEG Umlage, die höchsten Spritpreise weltweit, sowie die höchste Steuer- und Abgabenlast bezeugen nur eines, diese Vorgehensweise wird bitterlich scheitern.

Um eine Metapher des Deutschlandfunk zu verwenden:

Die Energiewende ist wie ein gesunder Mensch, der im Namen der Vorsorge auf den Operationstisch gezwungen wird, obwohl die Diagnose nie sauber gestellt wurde. Man schneidet, experimentiert und belastet ihn immer weiter, bis nicht die Heilung eintritt, sondern an den unnötigen Eingriffen zugrunde geht. In diesem Bild ist das Scheitern nicht der fehlende Wille zur Genesung, sondern die Kette aus überhasteten, teuren und widersprüchlichen Maßnahmen, die den Organismus schwächen statt stärken.

Ich könnte als Betriebs- und Volkswirt auch über das Geldsystem und noch ein paar Ursachen sprechen, was ich hier aber unterlassen werde.

Auch die angeführten Arbeitsplatzverluste verdienen eine differenziertere Betrachtung. Strukturwandel führt nahezu immer dazu, dass in bestimmten Branchen Arbeitsplätze wegfallen, während in anderen neue entstehen. Die deutsche Wirtschaft hat diesen Prozess bereits mehrfach erlebt – vom Niedergang des Steinkohlebergbaus bis zur Digitalisierung zahlreicher Industriezweige. Die ausschließliche Betrachtung gefährdeter Arbeitsplätze blendet die Beschäftigungseffekte in den Bereichen erneuerbare Energien, Stromnetze, Speichertechnologien, Wasserstoffwirtschaft, Gebäudesanierung und Elektromobilität aus. Eine seriöse Bilanz muss beide Seiten berücksichtigen.

Da hätte ich gerne von Dir eine Liste erhalten, um welche neuen Jobs es sich handeln könnten, die die riesige Menge der wegfallenden Arbeitsplätze auffangen könnten. Jeder weiß, dass die Industriezweige die einmal weg sind, nie wieder kommen werden. In Baden-Württemberg stellen die Menschen gerade fest, dass die Automobilindustrie verschwinden wird und mich würde interessieren zu erfahren, welche neuen Tätigkeiten man für diese Menschen im Angebot hat.

Problematisch sind zudem die genannten Zahlen zu Hunderttausenden oder gar 750.000 gefährdeten Arbeitsplätzen. Solche Prognosen beruhen regelmäßig auf Annahmen über politische Entscheidungen, technologische Entwicklungen und globale Marktbedingungen, die sich über Jahre hinweg verändern können. Sie als feststehende Tatsachen darzustellen, vermittelt eine Sicherheit, die Prognosen grundsätzlich nicht besitzen.

An den Zahlen ist gar nichts problematisch, die kann man überall erfahren, bei Bedarf kann ich diese gerne liefern.

Darüber hinaus wird ein falscher Gegensatz zwischen Energiewende und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit konstruiert. Die entscheidende Frage lautet nicht, ob Deutschland seine Energieversorgung modernisiert, sondern wie dies geschieht. Ein Verzicht auf den Umbau würde die deutsche Wirtschaft ebenfalls erheblichen Risiken aussetzen: steigende CO₂-Kosten, zunehmende internationale Konkurrenz im Bereich sauberer Technologien sowie die fortgesetzte Abhängigkeit von importierten fossilen Rohstoffen.

Die internationale Konkurrenz freut sich gerade darüber, dass man in Deutschland die Energiewende praktiziert. Die großen Player verlassen Deutschland sowieso und der Mittelstand blutet aus. Auch hier, bei Bedarf, kann ich das Drama gerne mit Zahlen belegen.

Besonders auffällig ist wieder einmal deine Rhetorik. Wer die Energiewende arbeitet oder befürwortet, wird als „ahnungslos“, „unwissend“ oder „skrupellos“ bezeichnet. Solche Formulierungen ersetzen keine sachliche Auseinandersetzung mit den Gegenargumenten. Die Herausforderungen der Transformation sind real, aber sie rechtfertigen nicht die Behauptung, jede Unterstützung der Energiewende sei verantwortungslos.

Du störst Dich an Nebensächlichkeiten, lass uns inhaltlich diskutieren und die harten Fakten besprechen.

Also wenn Du möchtest, kann ich die Zahlen des Horrors gerne liefern. Dramatische Ankündigung, aber leider der Realität entsprechend.
 
@ThePundit

Die Hybris ist allein schon deshalb so evident, dass die Politik zwar einerseits auf preiswerte Energie aus Russland verzichtet und dies auf Basis eines Angriffskrieges rechtfertigt, während man keine Minute zögerte sich der Schattenflotte zu bedienen, um nur noch teurer einkaufen zu müssen. Hormus verschärft das Problem enorm, ist jedoch nicht ursächlich für die selbst auferlegte Strangulierung der eigenen Wirtschaft und ändert nichts daran, dass die von mir vorgenannten Ressourcenengpässe noch dieses Jahr vehement zuschlagen werden.
Genre würde ich hierzu ausführlich antworten. Doch damit wäre die Grenze zu rein politischen Debatten, die aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit hier nicht gestattet sind - weil die Dinge, die du als Kleinigkeiten bagatellisiert, oft Auslöser für Kleinkriege wurden.

Die internationale Konkurrenz freut sich gerade darüber, dass man in Deutschland die Energiewende praktiziert. Die großen Player verlassen Deutschland sowieso und der Mittelstand blutet aus. Auch hier, bei Bedarf, kann ich das Drama gerne mit Zahlen belegen.
"Die internationale Konkurrenz" ist zu allgemein gehalten und daher nicht differenziert genug. Russland und USA mögen uns auslachen, weil sie auf die Energiewende pfeifen. China ist dagegen ein Vorreiter in der Energie-Transformation: nicht aus Gründen des Klimawandels, sondern weil dort früh erkannt wurde, dass je größer die Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern ist, desto größer ist die wirtschaftliche und politische Erpressbarkeit. Als Betriebs- und Volkswirt sollten dir diese kausalen Zusammenhänge eigentlich bewusst sein, die du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch bei deinen Lebenshaltungskosten spürst, oder? ;)

Und in Europa? Lachen uns wohl Dänemark, Norwegen, Schweden, der Schweiz und Österreich aus. Nicht weil unsere Energiewende mit ca. 50-60% erneuerbarer Energien auffallend hoch ist. Sondern wir diesen Ländern, der dahingehenden Anteile >70% bis 100% betragen, nur mit dem Fernglas von hinten zuwinken.
 
Naaaa, das ist eine Mär. Auch die USA bauen massiv Erneuerbare Energien aus. Dort boomt das Geschäft, selbst in Staaten wie Texas. Warum? Weil es einfach Sinn ergibt und wirtschaftlicher ist. Am Ende werden die den Trotteln, die darauf verzichtet haben noch teuer ihr Öl und Gas verkaufen. Es macht einfach keinen Sinn mehr, fossile Rohstoffe zu verbrennen. Das ist eine einzigartige Dummheit.


 
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So ist das mit der Interpretation von Worten. die Realität zeigt eine andere Welt.

Die größten Emittenten China, Russland, Indien und die USA haben einen teils deutlich anderen Zeithorizont zur Umsetzung der international vereinbarten Ziele, als die in Deutschland. In den vorgenannten Ländern stehen zudem die meisten Kernkraftwerke mit erheblichem Ausbau in China.

Klassische Kernkraftwerke stabilisieren das Stromnetz vor allem durch grundlastfähige, kontinuierliche Einspeisung und technische Systemdienstleistungen. Nennen wir es etwas verkürzend Brückentechnologie, um das Netz aufgrund der sich er gebenden Stromschwankungen nicht kollabieren zu lassen.

Länder mit vorausschauender und verantwortungsvoller Herangehensweise gefährden die Transformation nicht deshalb weil möglicherweise eine 100%ige regenerative Energieerzeugung realisierbar ist, sondern sie stellen sicher, dass der Übergang dorthin ohne Versorgungsrisiken wie Brownouts/Blackouts gelingt.

Wird in Deutschland nicht gelingen, andere Länder gehen zum Glück anders vor.

Klimaziele.jpg
 
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Wie üblich, der Hinweis auf (argumentative) Schwachstellen:

Aussage: „Die größten Emittenten China, Russland, Indien und die USA haben einen teils deutlich anderen Zeithorizont zur Umsetzung der international vereinbarten Ziele als Deutschland.“
Das ist nur eilweise zutreffend und unscharf formuliert.
China, Indien, die USA und Russland verfolgen tatsächlich unterschiedliche Klimaziele und Zeitpläne.
Allerdings gibt es keinen international vereinbarten Zeithorizont.
Im Rahmen des Paris Agreement legen Staaten ihre eigenen nationalen Beiträge (NDCs) fest. Deutschland ist zudem Teil der European Union und verfolgt überwiegend gemeinsame EU-Ziele.

Aussage: „In den vorgenannten Ländern stehen zudem die meisten Kernkraftwerke mit erheblichem Ausbau in China.“
Im Kern zutreffend, doch (bewusst?) verkürzt.
Die USA verfügen derzeit über die größte installierte Kernkraftwerkskapazität. China baut weltweit am stärksten neue Kernkraftwerke zu.
Russland und Indien bauen ebenfalls aus, allerdings deutlich weniger als China.

Aussage: „...Brückentechnologie, um das Netz aufgrund der sich ergebenden Stromschwankungen kollabieren zu lassen.“
Logischer Fehler.
So formuliert bedeutet der Satz das Gegenteil des vermutlich Gemeinten: Die Brückentechnologie würde das Netz kollabieren lassen.
Gemeint ist offenbar: „...um zu verhindern, dass das Netz aufgrund von Stromschwankungen instabil wird.“
Außerdem ist „Brückentechnologie“ bei Kernkraft sehr umstritten:
Häufig wird der Begriff für Erdgas verwendet.
Wie üblich, der Hinweis auf (argumentative) Schwachstellen:

Aussage: „Die größten Emittenten China, Russland, Indien und die USA haben einen teils deutlich anderen Zeithorizont zur Umsetzung der international vereinbarten Ziele als Deutschland.“
Das ist nur eilweise zutreffend und unscharf formuliert.
China, Indien, die USA und Russland verfolgen tatsächlich unterschiedliche Klimaziele und Zeitpläne.
Allerdings gibt es keinen international vereinbarten Zeithorizont.
Im Rahmen des Paris Agreement legen Staaten ihre eigenen nationalen Beiträge (NDCs) fest. Deutschland ist zudem Teil der European Union und verfolgt überwiegend gemeinsame EU-Ziele.

Aussage: „In den vorgenannten Ländern stehen zudem die meisten Kernkraftwerke mit erheblichem Ausbau in China.“
Im Kern zutreffend, doch (bewusst?) verkürzt.
Die USA verfügen derzeit über die größte installierte Kernkraftwerkskapazität. China baut weltweit am stärksten neue Kernkraftwerke zu.
Russland und Indien bauen ebenfalls aus, allerdings deutlich weniger als China.

Aussage: „...Brückentechnologie, um das Netz aufgrund der sich ergebenden Stromschwankungen kollabieren zu lassen.“
Logischer Fehler.
So formuliert bedeutet der Satz das Gegenteil des vermutlich Gemeinten: Die Brückentechnologie würde das Netz kollabieren lassen.
Gemeint ist offenbar:
„...um zu verhindern, dass das Netz aufgrund von Stromschwankungen instabil wird.“
Außerdem ist „Brückentechnologie“ bei Kernkraft umstritten:
Häufig wird der Begriff für Erdgas verwendet.
Kernkraft kann zwar als Übergangstechnologie bezeichnet werden, ist aber wegen langer Laufzeiten und hoher Investitionskosten und der ungelösten Endlagerfrage, der überlangen Halbwertszeiten vieler Isotope und der Risiken bei Katastrophen nicht die klassische Definition einer Brückentechnologie. Dass Kernkraft überhaupt in die Nähe eine behaupteten Nachhaltigkeit kam, ist vor allem intensiver Lobby-Arbeit vor allem in Brüssel zu 'verdanken'.

Aussage: „Länder mit vorausschauender und verantwortungsvoller Herangehensweise gefährden die Transformation nicht ...“
Das ist eine Wertung, keine Tatsachenfeststellung.
„vorausschauend“ und „verantwortungsvoll“ implizieren bereits ein politisches Urteil.
Gegner argumentieren, dass Kernenergie hohe Kosten, lange Bauzeiten und andere Risiken verursacht.

Und dazu ergänzend ein Zitat:
"Als Antwort auf bestimmte irreführende Behauptungen, "..." genügt eine einfache Antwort: »It’s Bullshit.«"
[Franziska Davies, zitierend nach Harry G. Frankfurt 'On Bullshit', 1986]
-> Wissenschaft zitiert Philosophie, um Politik zu kommentieren.
 
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Gerade auf Social Media gefunden. :D

Vergesst bei den Temperaturen nicht, ein Schälchen Lack für die Klimawandelleugner rauszustellen.

Du hast bisher nur getrollt, einen Beitrag zum Thema gab es nicht von Dir. Immerhin bist Du schon einen Schritt weiter und hast Dich vom Klimaleugner zum Klimawandelleugner entwickelt. Wenn Du es jetzt noch schaffst von "menschgemachem Klimawandel" zu reden, könntest Du Deinen Status von "Ahnungsloser" zu "Fortgeschrittener Ahnungsloser" wecheseln.

PS: Bevor mir hier wieder jemand eine Beleidigung vorwirft, er hat sich selber so genannt.
 
@ThePundit


Genre würde ich hierzu ausführlich antworten. Doch damit wäre die Grenze zu rein politischen Debatten, die aufgrund der Erfahrungen in der Vergangenheit hier nicht gestattet sind - weil die Dinge, die du als Kleinigkeiten bagatellisiert, oft Auslöser für Kleinkriege wurden.


"Die internationale Konkurrenz" ist zu allgemein gehalten und daher nicht differenziert genug. Russland und USA mögen uns auslachen, weil sie auf die Energiewende pfeifen. China ist dagegen ein Vorreiter in der Energie-Transformation: nicht aus Gründen des Klimawandels, sondern weil dort früh erkannt wurde, dass je größer die Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern ist, desto größer ist die wirtschaftliche und politische Erpressbarkeit. Als Betriebs- und Volkswirt sollten dir diese kausalen Zusammenhänge eigentlich bewusst sein, die du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch bei deinen Lebenshaltungskosten spürst, oder? ;)

Und in Europa? Lachen uns wohl Dänemark, Norwegen, Schweden, der Schweiz und Österreich aus. Nicht weil unsere Energiewende mit ca. 50-60% erneuerbarer Energien auffallend hoch ist. Sondern wir diesen Ländern, der dahingehenden Anteile >70% bis 100% betragen, nur mit dem Fernglas von hinten zuwinken.

Na ja, die von Dir genannten Länder haben insgesamt deutlich kleinere bzw. anders strukturierte Industrie als Deutschland, und die Kombination aus hoher industrieller Dichte und teuren Energiepreisen belastet den Standort Deutschland derzeit wesentlich stärker als die meisten nordischen Länder oder die Schweiz/Österreich. Strom- und Gaspreise für Industrie in Deutschland lagen zeitweise um ein Vielfaches über dem Vorkrisenniveau und deutlich über dem Niveau in USA oder vielen anderen Regionen.

Der Energy Transition Index (ETI) 2025 des WEF zeigt, dass alle von Dir genannten Länder im Bereich Netzstabilität / Versorgungssicherheit sehr gut und vielfach besser als Deutschland abschneiden.

Ich werde heute über das Stromnetz schreiben.
 
Strom- und Gaspreise für Industrie in Deutschland lagen zeitweise um ein Vielfaches über dem Vorkrisenniveau und deutlich über dem Niveau in USA oder vielen anderen Regionen.

Für die, die es immer noch nicht glauben wollen:

Hintergrund und Lage: Der Chemieriese Ineos am Standort Köln/Dormagen warnt vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Energiepreise, CO₂-Abgaben und der EU-Emissionshandel verursachen laut Unternehmen 240 Millionen Euro Zusatzkosten pro Jahr. Ein Wettbewerbsnachteil gegenüber den USA und China, der kaum noch auszugleichen ist. Ursachen und Folgen: Während sich Ministerin Mona Neubaur stur an die aktuelle Energiepolitik klammert, brechen den Unternehmen die Beine weg. Schon jetzt zahlt Ineos in Köln 100 Millionen Euro mehr für Gas und 40 Millionen Euro mehr für Strom als US-Konkurrenten. Der Konzern warnt: Wenn sich nichts ändert, steht die gesamte deutsche Chemiebranche vor dem Aus.Die Energiepolitik macht Deutschland zum Hochrisiko-Standort mit fatalen Folgen für Industrie und Nachwuchs.

Nur ein konkretes Beispiel. Und wer jetzt meint, dass ist Panikmache und stimmt alles garnicht: Ich war 5 Jahre dort am Standort. Rückgang des Auftragsvolumens für die Subkontraktoren: 50% (oder in Arbeitsplätzen 50 feste Mitarbeiter). Man geht dort ins zweite Jahr mit mittlerem 6-stelligen Minus.

Und die Kollegen der anderen großen Chemiestandorte berichten ähnliches.
 
Du hast bisher nur getrollt, einen Beitrag zum Thema gab es nicht von Dir. Immerhin bist Du schon einen Schritt weiter und hast Dich vom Klimaleugner zum Klimawandelleugner entwickelt. Wenn Du es jetzt noch schaffst von "menschgemachem Klimawandel" zu reden, könntest Du Deinen Status von "Ahnungsloser" zu "Fortgeschrittener Ahnungsloser" wecheseln.

Neulich hast Du geschrieben, die von Vielen beobachtete und gefühlte Erwärmung sei ein psychologisches Phänomen, hervorgerufen durch mediale Panikmache und Manipulation. Darauf, dass das alles etwas inkonsistent ist, habe ich Dich bereits hingewiesen.

Abgesehen davon: Ja was denn nun. Einerseits sagst du, ja, es gibt den Klimawandel, er ist nur nicht menschengemacht, andererseits unterstellst du @Bremen eine verquere, wohl durch die Medien manipulierte Erinnerung und fabulierst von einem psychologischen Phänomen.

Mehr will ich hier gar nicht mehr schreiben. :D Ich sehe keinen Sinn darin und es ist eh zu heiß. :D
 
Laut Destatis entfallen knapp 28% des industriellen Energieverbrauchs auf die Chemie, 24% auf Metallerzeugung/-bearbeitung und etwa 21% auf Mineralölverarbeitung, Papier, Glas und Steine/Erden zusammen.

Diese Branchen stehen am Anfang der Wertschöpfungsketten und stellen Energie‑, Metall‑, Chemie‑, Glas‑, Zement‑ und Papier‑Grundstoffe bereit, ohne die nachgelagerte Industrien wie Auto, Maschinenbau, Elektro/Elektronik, Bau, Verpackung und Konsumgüter nicht funktionieren.

Ein Paradebeispiel ist die BASF in Ludwigshafen (habe in der Ecke ein paar Jahre gelebt und Kunden gehabt). BASF hat ein Spar‑ und Umbauprogramm mit Schließung bzw. Drosselung mehrerer energieintensiver Anlagen in Ludwigshafen beschlossen; u.a. wurden Ammoniak‑, TDI‑ und Adipinsäure‑Anlagen stillgelegt oder heruntergefahren. Weltweit sollen tausende Stellen wegfallen, davon ein großer Teil in Deutschland.
Allein in Ludwigshafen ist von rund 2.500 bis 3.200 betroffenen Jobs im Zuge verschiedener Programme die Rede, was unmittelbare Risiken für Beschäftigte, Zulieferer und lokale Dienstleister bedeutet.

Ludwigshafen ist der größte BASF‑Standort weltweit und ein zentrales Chemiedrehkreuz für Vorprodukte (z.B. Ammoniak, Zwischenprodukte für Kunststoffe), die in zahlreichen deutschen Branchen wie Automobil, Bau, Pharma, Landwirtschaft und Konsumgüter eingesetzt werden.

Gleichzeitig verlagert BASF einen erheblichen Teil neuer Investitionen in Regionen mit günstigeren Bedingungen, insbesondere nach China, wo ein Megawerk im zweistelligen Milliardenbereich aufgebaut wird. Das sendet ein deutliches Signal an andere energieintensive Unternehmen, Investitionsentscheidungen zugunsten des Auslands zu treffen.

Die BASF kommt nicht mehr zurück, niemand kommt unter solchen Bedingungen mehr zurück und neben dem Verlust von vielen Arbeitsplätzen in einer ansonsten strukturschwachen Region ist die Tatsache, dass die Rohstoffe für weiterverarbeitende Industrie fehlt. Fragt Euch einmal wie diejenigen, die auf bestimmte medizinische Produkte angewiesen sind, diese zukünftig erhalten werden ?
 
Neulich hast Du geschrieben, die von Vielen beobachtete und gefühlte Erwärmung sei ein psychologisches Phänomen, hervorgerufen durch mediale Panikmache und Manipulation. Darauf, dass das alles etwas inkonsistent ist, habe ich Dich bereits hingewiesen.

Mehr will ich hier gar nicht mehr schreiben. :D Ich sehe keinen Sinn darin und es ist eh zu heiß. :D

Ausser als "Trusted Flagger" bist Du mir noch gar nicht aufgefallen, thematisch vollkommen unter dem Radar.
 
Wikipedia:
"Als Trusted Flagger (vertrauenswürdiger Hinweisgeber) werden in der Europäischen Union im Sinne von Artikel 22 des Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act (DSA)), anerkannte Meldestellen für illegale Hassrede und andere rechtswidrige Inhalte auf Websites bezeichnet. Onlineplattformen sind verpflichtet, Meldungen von Trusted Flaggern prioritär nachzugehen.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Flagger#cite_note-Tagesschau-1"><span><span>[</span>1<span>]</span></span></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Flagger#cite_note-2"><span><span>[</span>2<span>]</span></span></a>
Als ersten Trusted Flagger in Deutschland erkannte die Bundesnetzagentur am 1. Oktober 2024 die Meldestelle Respect!an.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Flagger#cite_note-3"><span><span>[</span>3<span>]</span></span></a> Im Juni 2025 bestellte sie drei weitere Organisationen zum Trusted Flagger: HateAid, den Verbraucherzentrale Bundesverband und den Bundesverband Onlinehandel e. V.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Flagger#cite_note-4"><span><span>[</span>4<span>]</span></span></a>"

Interessant. Wo geht es hier um illegale Hassrede? :D

Ich verfolgte bislang die Diskussion und habe zu dem Punkt, zu dem ich länger ausführte (Stichwort Manipulationsvorwurf/psychologisches Phänomen vs. reale Klimaveränderung) keine vernünftige Antwort von dir erhalten. Du bist sofort ausgewichen und hast ein neues Fass aufgemacht zum Thema böse Windenergie. In der presserechtlichen Thematik hast du, obwohl ich versuchte, dir zu erklären, dass deine Diktion ("alles Verbrecher") neben der Sache liegt, einfach auf deinem juristisch falschen Standpunkt beharrt ("Lügner sind Betrüger", blabla). Es ist offenkundig: Du verfolgst hier deine Agenda, lenkst fast bei jedem kritischen Beitrag das Thema sofort in eine andere Richtung und echauffierst dich über weitere, deiner Meinung nach skandalöse Fehlentwicklungen. Mit jemandem, der so drauf ist, diskutiere ich nicht gerne und um auf deine Mega-Posts einzugehen, habe ich eh keine Zeit.

Für mich gilt deshalb auch: Don't feed the troll. Tschüssi!
 
Für die, die es immer noch nicht glauben wollen:



Nur ein konkretes Beispiel. Und wer jetzt meint, dass ist Panikmache und stimmt alles garnicht: Ich war 5 Jahre dort am Standort. Rückgang des Auftragsvolumens für die Subkontraktoren: 50% (oder in Arbeitsplätzen 50 feste Mitarbeiter). Man geht dort ins zweite Jahr mit mittlerem 6-stelligen Minus.

Und die Kollegen der anderen großen Chemiestandorte berichten ähnliches.

Das die CO2 Steuer für die Chimiindustrie ein Problem ist mir bekannt und möchte ich nicht abstreiten.

Woher kommt das eigentlich, lässt sich Erdgass nicht durch Wasserstoff ersetzen?

Zum Strompreis. Für die Industrie wurde erst dieses Jahr ein Industriepreis eingeführt. Sollte eigentlich bekannt sein.

Und gegen Teuren Strom kann man selbst was machen PV auf das Fabrikdach und schon sinken die Energiekosten automatisch.

Wie ich schon geschrieben habe, der Preis für Erneuerbare ist der Günstigstigste Preis pro kWh. Zudem fällt der Strompreis weiter.

Das ist also kein Wettbewerbsnachteil mehr.
Es werden andere Gründe wegen einen Geringeren Absatzmarkt geben.

Auch Personalkosten können nicht das Problem sein.

Ein klein Wenig muss sich der Konzern auch selber bewegen und sich erkundigen, wie man Produktionskosten senkt.
 
Wikipedia:
"Als Trusted Flagger (vertrauenswürdiger Hinweisgeber) werden in der Europäischen Union im Sinne von Artikel 22 des Gesetzes über digitale Dienste (Digital Services Act (DSA)), anerkannte Meldestellen für illegale Hassrede und andere rechtswidrige Inhalte auf Websites bezeichnet. Onlineplattformen sind verpflichtet, Meldungen von Trusted Flaggern prioritär nachzugehen.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Flagger#cite_note-Tagesschau-1"><span><span>[</span>1<span>]</span></span></a><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Flagger#cite_note-2"><span><span>[</span>2<span>]</span></span></a>
Als ersten Trusted Flagger in Deutschland erkannte die Bundesnetzagentur am 1. Oktober 2024 die Meldestelle Respect!an.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Flagger#cite_note-3"><span><span>[</span>3<span>]</span></span></a> Im Juni 2025 bestellte sie drei weitere Organisationen zum Trusted Flagger: HateAid, den Verbraucherzentrale Bundesverband und den Bundesverband Onlinehandel e. V.<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Trusted_Flagger#cite_note-4"><span><span>[</span>4<span>]</span></span></a>"

Interessant. Wo geht es hier um illegale Hassrede? :D

Ich verfolgte bislang die Diskussion und habe zu dem Punkt, zu dem ich länger ausführte (Stichwort Manipulationsvorwurf/psychologisches Phänomen vs. reale Klimaveränderung) keine vernünftige Antwort von dir erhalten. Du bist sofort ausgewichen und hast ein neues Fass aufgemacht zum Thema böse Windenergie. In der presserechtlichen Thematik hast du, obwohl ich versuchte, dir zu erklären, dass deine Diktion ("alles Verbrecher") neben der Sache liegt, einfach auf deinem juristisch falschen Standpunkt beharrt ("Lügner sind Betrüger", blabla). Es ist offenkundig: Du verfolgst hier deine Agenda, lenkst fast bei jedem kritischen Beitrag das Thema sofort in eine andere Richtung und echauffierst dich über weitere, deiner Meinung nach skandalöse Fehlentwicklungen. Mit jemandem, der so drauf ist, diskutiere ich nicht gerne und um auf deine Mega-Posts einzugehen, habe ich eh keine Zeit.

Für mich gilt deshalb auch: Don't feed the troll. Tschüssi!

Du hast Dich außer durch ein paar Zwischenrufe nicht als Gesprächspartner erwiesen.

Davon einmal abgesehen, bin ich längst beim Thema "Konsequenzen" der Klimapolitik angelangt und habe auch dargelegt, weshalb dieser Punkt eigentlich ganz am Anfang stehen müsste. Wenn Du nur selektiv lesen möchtest kannst Du nicht erwarten, dass ich Dir die Antworten doppelt serviere.

So genug Nebensächlichkeiten, zurück zum eigentlichen Thema.
 
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