Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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    946
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Laß mich mal überlegen: DFB-Pokalsieg, Uefa-Finalteilnahme, 2 -3 CL-Teilnahmen ...

Hast recht, ist viel zu wenig. Hätten wir endlich endlich die verflixten Probleme in den Griff bekommen, hätten wir alle Spiele gewonnen und wären 3-4x Meister, 3-4xPokalsieger und 3-4xCL-Sieger geworden. Dazu noch die schönen Weltpokale. Mann, ich mag gar nicht daran denken, was mit dieser Mannschaft möglich gewesen wäre und was der Trainer daraus gemacht hat!
Schaaf raus!
 
Das Ausscheiden ist ebenso überflüssig wie ärgerlich.....
Ich bin mir jedoch fast sicher, dass diejenigen, die jetzt zetern, was TS taktisch alles falsch gemacht haben soll/könnte, die ersten gewesen wären, die ihn hier für seinen Mut, so offensiv spielen zu lassen, gelobt hätten, wenn die nächste Runde erreicht worden wäre....
 
Stimmt, Felix Magath wäre sicher eine sehr passende Alternative für Werder. Mir war so, als wäre da schon mal was gewesen:confused:

Du hast soeben ein treffendes Beispiel dafür gebracht, wieso Trainer, die andernorts erfolgreich sind, das nicht unbedingt in Bremen sein müssen. Es kommt ja auch gar nicht auf das Umfeld des Vereins an...

Offenbar erschließt sich dir nicht, dass ich durchaus viele Dinge sehe, die mit TS nicht gut laufen, die man durchaus verbessern muss...es ging mir nur um die Art der Diskussion wie du sie führst.

Aber dass du persönlich werden musst (GERADE ich bin ja so amüsant, wenn GERADE ich über komplexe Zusammenhänge spreche), unterstreicht dies nur.

:eek: Oh weh, diese Feststellung ging natürlich hart ins Persönliche. Dabei bist du es, die an Überheblichkeit (ja, warum eigentlich?) kaum zu überbieten ist. Ich empfehle dir, einfach nicht mehr auf meine "Gehässigkeiten" einzugehen und dich jetzt in deine T.Schaaf-Gedächtnisdecke zu trollen. Gute Nacht ;)
 
Immer die selben Fehler Herr Schaaf...WHY:confused:,kann man in so einem Spiel nicht alles versuchen erstmal hinten sicher zu stehen?Valencia mußte doch ein Tor machen nicht wir.Und dann steht es nach 15 min. 0-2 unglaublich:wild:

Genau, Herr Schaaf hat vor dem Spiel gesagt: "Männer, tut mir nur den einen Gefallen: Steht hinten nicht sicher und laßt euch in der ersten Minute bitte gleich einen einschenken!"
Kann es evtl. vielleicht sogar sein, dass Schaaf defensiv agieren wollte, die erste Minute sein Konzept aber komplett über den Haufen geworfen hat? Und mit einem 0:1 wären wir auch ausgeschieden, wenn ich mich nicht irre? Daher musste er doch schon ab Minute 2 etwas offensiver werden.
Klar ist das Mist, dass man nach kurzer Zeit 0:1 und 0:2 zurückliegt. Aber das nach einem solchen Start ein komplett anderes Spiel, als geplant, entsteht, ist doch mehr als verständlich.
Wenn die Kritiker der "offensiven Spielweise" sich nach einem 0:1 zu einem späteren Zeitpunkt aufregen würden, weil Werder ohne Grund alles nach vorne geworfen hätte, könnte ich das verstehen. Aber mit solch einem Beginn wird doch nahezu jede Taktik über den Haufen geworfen.
Das ist Fussball.
 
:eek: Oh weh, diese Feststellung ging natürlich hart ins Persönliche. Dabei bist du es, die an Überheblichkeit (ja, warum eigentlich?) kaum zu überbieten ist. Ich empfehle dir, einfach nicht mehr auf meine "Gehässigkeiten" einzugehen und dich jetzt in deine T.Schaaf-Gedächtnisdecke zu trollen. Gute Nacht ;)

Wo war ich denn überheblich? Ich habe doch nur eine ganz normale Frage gestellt und zwar wen DU lieber sehen würdest als TS. Die Antwort bist du mir bisher schuldig geblieben. Aber das wirst du wohl auch weiterhin. (Genau wie die Antwort, warum gerade ich keine komplexen Zusammenhänge erkennen kann.)

Wirklich interessant, dass gerade die, die immer behaupten, dass Kritikern hier der Mund verboten würde, anscheinend nur auf einer polemischen Ebene "diskutieren" können. Genau wie dann immer unterstellt wird, dass man zwangsweise alles positiv findet, nur weil man nicht alles negativ sieht.
 
Genau, Herr Schaaf hat vor dem Spiel gesagt: "Männer, tut mir nur den einen Gefallen: Steht hinten nicht sicher und laßt euch in der ersten Minute bitte gleich einen einschenken!"
Kann es evtl. vielleicht sogar sein, dass Schaaf defensiv agieren wollte, die erste Minute sein Konzept aber komplett über den Haufen geworfen hat? Und mit einem 0:1 wären wir auch ausgeschieden, wenn ich mich nicht irre? Daher musste er doch schon ab Minute 2 etwas offensiver werden.
Klar ist das Mist, dass man nach kurzer Zeit 0:1 und 0:2 zurückliegt. Aber das nach einem solchen Start ein komplett anderes Spiel, als geplant, entsteht, ist doch mehr als verständlich.
Wenn die Kritiker der "offensiven Spielweise" sich nach einem 0:1 zu einem späteren Zeitpunkt aufregen würden, weil Werder ohne Grund alles nach vorne geworfen hätte, könnte ich das verstehen. Aber mit solch einem Beginn wird doch nahezu jede Taktik über den Haufen geworfen.
Das ist Fussball.

Da hast Du recht,aber ich denke mit einer Niemeyer oder Bargfrede-Frings doppel 6er,hätten wir die Buden nicht bekommen.Konnten leider beide nicht spielen,deshalb mußte ja unser toller 6er Herr Borowski ran,und wenn der mit Frings spielt,geht das selten gut.Weil er halt ein offensiver ist und auch das sollte doch unser Trainer so langsam mal wissen...
 
Da hast Du recht,aber ich denke mit einer Niemeyer oder Bargfrede-Frings doppel 6er,hätten wir die Buden nicht bekommen.Konnten leider beide nicht spielen,deshalb mußte ja unser toller 6er Herr Borowski ran,und wenn der mit Frings spielt,geht das selten gut.Weil er halt ein offensiver ist und auch das sollte doch unser Trainer so langsam mal wissen...

Das stimmt natürlich, aber m.E. ist das 0:1 durch einen Fehler von Naldo entstanden. Da weiß ich nicht genau, was Borowski da falsch gemacht haben soll bzw. was Bargfrede oder Niemeyer anders und besser gemacht hätten.
Ich will Borowski nicht aus der Schusslinie nehmen, aber ihn oder Schaaf für einen individuellen Fehler eines anderen Spielers in den ersten Minuten verantwortlich zu machen, der dem Spiel eine völlig andere Richtung gegeben hat, halte ich für nicht richtig.
 
Bringt sowieso nichts mehr,hätte wenn und aber...Bin so leer nach diesem Spiel und die endtäuschung ist so groß.Das ich mich auf Bochum und Augsburg nocht nicht freuen kann.Und wenn morgen die Auslosung ist,daß tut nochmal richtig weh:o
 
Das stimmt natürlich, aber m.E. ist das 0:1 durch einen Fehler von Naldo entstanden. Da weiß ich nicht genau, was Borowski da falsch gemacht haben soll bzw. was Bargfrede oder Niemeyer anders und besser gemacht hätten.
Ich will Borowski nicht aus der Schusslinie nehmen, aber ihn oder Schaaf für einen individuellen Fehler eines anderen Spielers in den ersten Minuten verantwortlich zu machen, der dem Spiel eine völlig andere Richtung gegeben hat, halte ich für nicht richtig.

Klar war da Borowski nicht der Schuldige, aber man muss doch mal allgemein sehen, was für Riesenlücken zwischen Mittelfeld und Abwehr klaffen, wenn er spielt... Das ist haarsträubend... Thema Zweikämpfe: Er kommt fast nie rein bzw. ist viel zu langsam und was kommt dann? Absolut überflüssige Fouls, weil der Ball schon meterweit weg ist... Und gerade das Thema Zweikampf ist immens wichtig, wenn es um das defensive Mittelfeld geht... Und das muss man TS vorwerfen... Dass er einen Spieler auf eine Position stellt, für die der Spieler nicht, aber auch wirklich gar nicht geeignet ist... Noch dazu dann das viel zu lange Festhalten an manchen Spielern... Es muss der Spieler spielen, der am besten drauf ist und fertig... Wie schonmal gesagt, was wir da z.T. praktizieren, ist ein NICHTLeistungsprinzip, bei dem manche spielen können wie sie wollen und das kann es nicht sein... Noch dazu ist das für die Mitspieler eine Riesenlast, wenn sie jemanden "mitschleppen" müssen...
 
So, ich hab mir das jetzt alles in Ruhe durchgelesen und stelle die übliche, verfahrene Situation fest: Auf der einen Seite die, die umgehend entweder direkt oder indirekt einen Trainerwechsel fordern, auf der anderen Seite die, die mit den immer gleichen Argumenten "was hatten wir mit TS nicht alles für tolle Erfolge und heute haben wir wieder unsere Sympathiewerte unter Beweis gestellt. Es war ein super-Spiel." dagegenhalten. Nur, uns helfen weder unendliches Heroisieren und Schwelgen in der Vergangenheit, noch tumbes Schaaf-raus-Gedisse.

Doch heuer sehe ich nicht, wieso die Hauptschuld bei Thomas Schaaf liegen sollte.

Gerade auf die defensive Ausrichtung habe ich von Anfang an geachtet. Dabei ist mir aufgefallen (Sicht Mitte Ober-Rang Ostkurve), dass die Mannschaft versuchte, sofort eine klare Linie zu finden. Die Viererkette stand, jedenfalls nach meinem Eindruck, nicht so hoch wie sonst in einigen Spielen, davor gab es eine klare Doppelsechs und Dreierreihe-Positionierung mit deutlich erkennbaren Zuordnungen. Sogar Hunt oder Özil rückten hin und wieder ein und schufen bzw. versuchten, einen Riegel zu ziehen. Auch nach dem 0:1 wurde versucht, die Räume eng zu halten, zu doppeln. Es wurde notfalls versucht, gesichert hinten rum zu spielen, um dann in die Breite zu verlagern. Und bei Ballbesitz wurde versucht, schnell umzuschalten und steil zu spielen.

Das ist für mich ein Indiz, dass der Trainer klare Vorgaben machte. Zudem waren Laufbereitschaft, Kampf und Einsatz stets vorhanden.
Leider waren es meist "Versuche", denn die Mannschaft hat es geschafft, insbesondere in der 1. HZ im Mittelfeld, mit einer derart schlechten Raumdeckung und einem unterdurchschnittlichen Verhalten gegen den Ball zu agieren, dass es die Spanier verstanden, nach Balleroberung und schnellen Diagonalpässen entweder sofort in Überzahlsituationen in Tornähe zu kommen oder den Ball mit kluger Spielverlagerung in die entstandenen Lücken zu spielen. Unsere Doppelsechs Frings/Boro hat schon nach wenigen Minuten, wie schon im Hinspiel, bewiesen, dass sie in dieser Zusammensetzung den Raum nicht beherrschen kann und unsere Dreierreihe Marin/Hunt/Özil nachhaltig gezeigt, dass ihnen in der Rückwärtsbewegung elementare Dinge fehlen. Hier fehlt es nach wie vor entscheidend an strategischem Verstand.

Ich habe heute Vorgaben des Trainers erkennen können, die schlicht nicht umgesetzt wurden/vom aufgestellten Personal – und TS fehlten schließlich wertvolle Alternativen - auch schwer umzusetzen sind. Und dann war da noch ein Klassegegner, der genau das schonungslos aufdeckte, seine Chancen nutzte. Dazu kamen schwere individuelle Patzer in wichtigen Spielphasen, die zu Gegentoren führten und die Ausgangspositon des Hinspiels ad hoc liquidierte. Das alles ist schwer plan- oder vorhersehbar. Außerdem war TS sehr aktiv in der Coaching-Zone unterwegs, hat diesmal schnell reagiert mit Hugo für Boro. Jetzt bleibt natürlich die Frage, warum das nicht schon in der Startelf geschah. Doch dann wäre mit dem Personal praktisch nur die Raute spielbar gewesen. Jene Raute, die uns wegen der Instabilität ohne PB und PN fünf BL-Niederlagen in Folge brachte, woraufhin einige, inklusive mir, den Systemwechsel forderten. Warum also hätte TS ein nachweislich noch instabileres System ausgerechnet gegen diesen Gegner mit einem 1:1 im Rücken bringen sollen? Nachher ging`s nicht mehr anders….
Die Spielführung und taktische Grundformation fand ich bei weitem nicht so naiv wie seinerzeit gegen Gladbach, Frankfurt, Schalke oder Hamburg. Und Valencia ist auch nicht mit Gladbach, Frankfurt, Schalke oder Hamburg vergleichbar. Die haben brutal schnell, genau und direkt Fussball gespielt.

Das war heute tatsächlich einfach ein Klasse-Spiel mit zwei Klasse-Teams. Ich habe schon lange nicht mehr so emotional ein Spiel im Weserstadion erlebt. Bin nach zwei Stunden in der Kneipe am Osterdeich sowie 3 Stunden Rückfahrt immer noch total aufgewühlt, zwar enttäuscht, aber weder sauer auf den Trainer noch total sauer auf die Mannschaft.
 
Wem sonst, als dem Trainer, sollte man diese jährlich wiederkehrende Situation anlasten? Den Abwehrspielern, die als Einzelspieler teilweise zu den Besten der Liga gehören? Oder gar unserem exzellenten Torhüter? Nein, hier schafft es ein Trainer nicht, eine richtig starke Truppe, mit vielen sehr guten Einzelspielern, in die Spitzengruppe der Liga zu führen. Hier werden einmalige Chancen vertan, diese Spieler längerfristig an den Verein zu binden, da selbst ein Marin, der gerade erst gekommen ist, in dieser Form nicht lange zu halten ist. Dann ist es erstmal vorbei mit internationalem Fußball in Bremen, und alle denken sie noch an die schönen Jahre 2003-2007, danken ihrem Trainergott, der dies alles ermöglichte und denken keine Sekunde daran was noch möglich gewesen wäre.



Und wer hat diese Spieler zu dem gemacht, was sie heute sind? Wer hat Naldo, Merte, Marin - zuvor Micoud, Diego, Ismael und so viele andere - zu absoluten Höhepunkten in ihren Karrieren geführt, die sie davor (und danach) nie erreichten?

Thomas ist ein herausragend guter Fußballlehrer. Kein fehlerfreier, keine Frage. Es geht hier nicht darum, ihn zu vergöttern, sondern darum zu hinterfragen, wie seine Gesamtleistung zu beurteilen ist. Und die finde ich nach wie vor herausragend gut.
 
Es kann jetzt aber auch keiner sagen ob wir mit einem anderen Trainer am Ende nicht sogar erfolgreicher wären. Aber jetzt bitte nicht so hinstellen das ich einen neuen Trainer möchte, davon war nicht die Rede.

Es kommt halt immer darauf an, welche Philosophie ein neuer Trainer mitbringen würde. Wenn ein Trainer ähnliche Ansichten mitbringt und bessere Qualitäten in Bereichen hat, die Schaaf gerne vorgeworfen werden (z.B. Sturheit oder Psychologie), dann mag er sehr schnell in seine Fußstapfen treten können und auch Verbesserungen herbeiführen.

Wenn ein Trainer aber einen völligen Neuaufbau durchziehen möchte, dann kann man davon ausgehen dass ein länger andauernder Prozess ansteht, mit einer ebenso langen Wirkungskette. Das kann schlimmstenfalls wieder bedeuten, dass es für eine gewisse Zeit überhaupt keine internationalen Spiele gibt.

Mit Träumen hat das nichts zu tun, ich bin jedenfalls der Meinung das mit diesem Kader einfach in der letzten und auch in dieser Saison mehr drinnen sein müsste und mit mehr meine ich am Ende wenigstens Rang 3.

Wenn man seine Beurteilung nur auf den eigenen Kader beschränkt, ist das sicherlich richtig. Was dabei aber m.E. vergessen wird ist, dass die Spitzengruppe größer geworden ist und Vereine dabei sind, die eine Menge Geld in die Hand genommen haben und dies eben auch konnten. Dortmund hat sich die letzten Jahre etwas aufgebaut, Schalke hat zu den teuren Ausgaben der letzten Jahre zusätzlich noch Glück mit den Talenten und endlich einen Top-Trainer. Leverkusen ist stabiler geworden, die Bayern sind natürlich immer ein Thema. Zudem gibt es immer auch 1-2 Überraschungsteams in der Saison. Das macht die Sache für Werder nicht leichter.

Und genau das ist es was mich schon etwas ärgert und Schuld dran haben die Spieler genauso wie die Verantwortlichen, stichpunkt, sich wiederholende Fehler.

Die wiederholenden Fehler könnte man ganz schnell abstellen, in dem man für entsprechendes Spielermaterial sorgt. Ich denke schon, dass Schaaf und seine Co-Trainer bzw. auch Allofs diese Fehler nicht verborgen bleiben.
Aber es ist doch so: Werder hat über Jahre eine super Entwicklung hingelegt, immer wieder schmerzende Abgänge kompensiert und auch Glück mit jungen Spielern gehabt.

Dabei darf man zwei Dinge nicht vergessen:

1.) Mit steigender Kaderqualität ist es immer schwieriger, Verbesserungen herbeizuführen. Zwangsläufig ist es jetzt wesentlich schwieriger als noch vor 5 Jahren, 2-3 Spieler während einer Transferperiode zu verpflichten, die auch auf jeden Fall eine Verstärkung herbeiführen. Entweder bringt dann ein Transfer höchstens etwas für die Kaderbreite, oder aber ein als Verstärkung gedachter Spieler findet sich als Ergänzungsspieler auf der Bank wieder.

2.) Der sportliche Erfolg und vor allem die damit zusammenhängenden Erwartungen aus dem Umfeld sind gegenüber den finanziellen Möglichkeiten überproportional gestiegen. Werder hat gewisse Baustellen. Mit Marin und Pizarro hat man Löcher stopfen können. Um aber lange bekannte Spieler abzustellen, hätte man im Grunde eine ähnliche Qualität für das defensive Mittelfeld und die Außenpositionen holen müssen - hier hat man m.E. einen Riegel vorgeschoben, um das Budget nicht zu sprengen

Mag sein, dass finanziell sogar noch etwas gegangen wäre. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir auch in der nächsten Saison nicht in der CL spielen werden. Wenn man nun etwas Risiko geht und noch mehr in Beine investiert, kann es natürlich sein dass man dennoch keinen Tabellenplatz gutmacht. Dann wird man schnell auf den Verkauf von Leistungsträgern angewiesen sein, um sich finanziell nicht zu gefährden. So aber kann man den Kader 2-3 Jahre halten, ggf. mit Ausnahme von Spielern, die unbedingt weg wollen.

Das war m.E. der Grund, warum man auf den Transfermarkt verhältnismäßig vorsichtig agiert hat. Getreu dem Motto: "wer hoch hinaus will, kann ebenso tief fallen". Tief fallen heißt in unserem Fall bisher, dass wir trotzdem noch international dabei sind - das haben Schalke und Dortmund mit ihren finanziellen Harakiri-Aktionen schon anders erlebt. Und auch Hoffenheim ist drauf und dran, eine Menge Geld zu verbrennen für nichts.
 
Ich stimme dir 100% in deiner Analyse zu. Mein Problem ist die Kaderzusammenstellung insgesamt.
Defensive: seit Jahren bekannte Probleme auf den AV-Positionen. Fritz spielt im Vergleich zur Vorsaison deutlich besser, ohne aber höchsten Ansprüchen zu genügen (vgl. N11). Offensivaktionen schwach, kaum eine Flanke kommt an. Linker AV gleiches Problem, egal ob Böhnisch oder Abdennour. Böhnisch mit Kraft und ohne Technik, Abdennour ohen jegliche Erfahrung.
Mittelfeld: defensiv ein in die Jahre gekommender Torsten Frings, dann ein überraschender Bargfrede. Jensen und Niemeier mehr verletzt als einstzfähig. Borowski das große Missverständnis, weil langsam, behäbig zweikampfschwach, offensiv deutlich stärker mit guter Schusstechnik und Übersicht.
MÖ wird den Verein ohnehin verlassen. Marin insgesamt gut,
Sturm: Pizarro, dann ein riesen Abstand zu Almeida, danach nichts mehr. Rosenberg schon seit Jahren allenfalls unterer Durchschnitt. Wagner technisch schwacher Spieler, denn sonst hätte er nie in Duisburg gespielt, sondern in der 1. Liga!
Zukunft: es ist kein Geld da, also müssen ablösefreie Spieler geholt werden:
Dejagah von Wolfsburg, Hilbert Stuttgart, Ebert von der Hertha und ein Stürmer wird kommen müssen. Ein Mandzukic wird es nicht sein, weil viel zu teuer und was mich irritiert, das den kein anderer Top-Klub haben will
 
1.) Mit steigender Kaderqualität ist es immer schwieriger, Verbesserungen herbeizuführen. Zwangsläufig ist es jetzt wesentlich schwieriger als noch vor 5 Jahren, 2-3 Spieler während einer Transferperiode zu verpflichten, die auch auf jeden Fall eine Verstärkung herbeiführen. Entweder bringt dann ein Transfer höchstens etwas für die Kaderbreite, oder aber ein als Verstärkung gedachter Spieler findet sich als Ergänzungsspieler auf der Bank wieder.

2.) Der sportliche Erfolg und vor allem die damit zusammenhängenden Erwartungen aus dem Umfeld sind gegenüber den finanziellen Möglichkeiten überproportional gestiegen. Werder hat gewisse Baustellen. Mit Marin und Pizarro hat man Löcher stopfen können. Um aber lange bekannte Spieler abzustellen, hätte man im Grunde eine ähnliche Qualität für das defensive Mittelfeld und die Außenpositionen holen müssen - hier hat man m.E. einen Riegel vorgeschoben, um das Budget nicht zu sprengen

Mag sein, dass finanziell sogar noch etwas gegangen wäre. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir auch in der nächsten Saison nicht in der CL spielen werden. Wenn man nun etwas Risiko geht und noch mehr in Beine investiert, kann es natürlich sein dass man dennoch keinen Tabellenplatz gutmacht. Dann wird man schnell auf den Verkauf von Leistungsträgern angewiesen sein, um sich finanziell nicht zu gefährden. So aber kann man den Kader 2-3 Jahre halten, ggf. mit Ausnahme von Spielern, die unbedingt weg wollen.

Tja, wenn man sich also vor Augen hält, das es unser Ziel ist mehr oder weniger oft in der EL zu spielen, dann und wann in der CL und alle 10 Jahre mal Meister wird - also eigentlich kann man mit sowas leben, oder?
 
Hätte, wäre, wenn...

Nein, ich bleibe dabei, wenn man Valencia zu Hause mit einem 1:1 in Schach hält, muß man zu hause kein Feuerwerk abbrennen um in die nähste Runde der EL einzuziehen. Aber wie es hier scheint, ist das Geschmackssache.

Ich glaube nicht das Werder mit der einstellung ein Feuerwerk abbennen zu müssen ins Spiel gegangen ist.
Es war einfach dämlich, und das ist eigentlich die Schuld der Spieler, schon nach 2!!!! Minuten in Rückstand zu geraten.
Beim 0:2 ist Hunt der Hauptverantwortliche, da er ungezwungen den Ball direkt mit der Hacke zum Gegner spielt.
Nach dem 0:2 war dass dann ein Selbstläufer. Werder MUSSTE volles Risiko gehen um das Spiel zu drehen.
Das unsere Abwehr dennoch gerade beim 1:3 völlig indispuniert schien, ist ebenfalls ärgerlich.
Aber hier dem Trainer die Schuld zu geben, sehe ich völlig unangebracht.
 
Ich glaube nicht das Werder mit der einstellung ein Feuerwerk abbennen zu müssen ins Spiel gegangen ist.
Es war einfach dämlich, und das ist eigentlich die Schuld der Spieler, schon nach 2!!!! Minuten in Rückstand zu geraten.
Beim 0:2 ist Hunt der Hauptverantwortliche, da er ungezwungen den Ball direkt mit der Hacke zum Gegner spielt.
Nach dem 0:2 war dass dann ein Selbstläufer. Werder MUSSTE volles Risiko gehen um das Spiel zu drehen.
Das unsere Abwehr dennoch gerade beim 1:3 völlig indispuniert schien, ist ebenfalls ärgerlich.
Aber hier dem Trainer die Schuld zu geben, sehe ich völlig unangebracht.

was mich vielmehr schockiert und sauer macht ist das 4-3... zählt eig. noch jemand mit, das wie vielte gegentor nach ner eigenen ecke das in den letzten jahren war??? wir stellen uns an wie die kuh zum scheißen! wir haben phänomenal das 3-3 geschafft nach nem klasse freistoßtrick und ner portion glück. es sind noch 30 minuten zu spielen, aber wir lassen uns 4 minuten nach dem 3-3 so derbe auskontern - das darf es nicht geben!
und dann muss ich als trainer eben vor der ecke die anweisung geben, dass nicht alle wieder blin vorrennen und hinten polen offen ist. man hätte das ding ruhig, mit den eigenen fans und dem aufwind, ein 3-3 geschafft zu haben, runterspielen müssen, man hätte auch so noch chancen erhalten. ich verstehe diese sturheit einfach nicht - seit jahren verstehe ich es nicht.
 
was mich vielmehr schockiert und sauer macht ist das 4-3... zählt eig. noch jemand mit, das wie vielte gegentor nach ner eigenen ecke das in den letzten jahren war???
Ansichtssache. Das 1:3 fand ich gravierender, weil zum ungünstigsten Zeitpunkt und die Drei-Tore-Hürde letztlich eine zu hohe Hürde für die verbleibenden 45 Minuten war. Vor dem 3:4 sind sich Piza und Almeida vorne in Sechzehnernähe beim Kopfball nicht einig, so dass der Ball unglücklich in den freien Raum springt. Alle Bremer wurden auf dem falschen Fuss erwischt. Wie das von den Spaniern dann genutzt und gespielt wurde, ist eine Frage der Klasse. Sicherlich war noch genügend Zeit und wir standen zu offen in dieser Szene. Aber wenn eine Mannschaft sich erstmal derart berauscht hat wie zu dieser Spielphase, dann schafft es ein Trainer normalerweise nie, mit taktischen Anweisungen da noch entscheidendes zu bewirken.
Ich sehe da nicht primär das Gleiche wie bei den Ecken-Kontergegentoren in der BL.
 
Ansichtssache. Das 1:3 fand ich gravierender, weil zum ungünstigsten Zeitpunkt und die Drei-Tore-Hürde letztlich eine zu hohe Hürde für die verbleibenden 45 Minuten war. Vor dem 3:4 sind sich Piza und Almeida vorne in Sechzehnernähe beim Kopfball nicht einig, so dass der Ball unglücklich in den freien Raum springt. Alle Bremer wurden auf dem falschen Fuss erwischt. Wie das von den Spaniern dann genutzt und gespielt wurde, ist eine Frage der Klasse. Sicherlich war noch genügend Zeit und wir standen zu offen in dieser Szene. Aber wenn eine Mannschaft sich erstmal derart berauscht hat wie zu dieser Spielphase, dann schafft es ein Trainer normalerweise nie, mit taktischen Anweisungen da noch entscheidendes zu bewirken.
Ich sehe da nicht primär das Gleiche wie bei den Ecken-Kontergegentoren in der BL.

hör doch bitte auf... es sind noch 30 minuten zu spielen und wir stehen mit 8 mann im gegnerischen 16er bei ner eigenen ecke. wir wurden nicht auf dem falschen fuß erwischt - wir wurden klassisch ausgekontert. und das sind taktische defizite, die wir seit jahren haben... aber gegen den trainer und seine taktische sturheit darf man ja nix sagen
 
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