Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
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Zitat von Lothar Matthäus;919324:
Aber im Grunde ist es doch so, dass es darum geht, einem formschwachen Spieler aus dem Tal zu helfen, indem man ihm Spielpraxis verschafft, ohne a) das Leistungsprinzip aus den Augen zu verlieren
Das das anhand von gegebener Spielpraxis oftmals auch nicht hilft, zeigte Rosi eindrucksvoll, zur Zeit macht Boro es ihm nach.
Leistungsprinzip ist ein gutes Stichwort. Anhand dessen gibt es momentan wenig bis gar keinen Grund, Boro zu bringen. Wenn er spielt, dann nur, weil der Rest verletzt ist. TS hat in meinen Augen schon zu lange an Boro festgehalten und eben jenes Leisatungsprinzip aus den Augen verloren, was uns punktemäßig nicht unbedingt geholfen hatte. Erst als PN dann endlich seine langersehnte Chance bekam, lief es besser.
Einen Spieler zu schnell aufzugeben ist sicher genau so fahrlässig, wie zu lange an ihm festzuhalten.
Es gibt aber auch eine Liste von Spielern, bei denen sich der lange Atem ausgezahlt hat: Fritz, Frings, Jensen und Niemeyer, nur um mal aktuelle Spieler zu nennen.
Jensen nicht wirklich. Entweder ist er verletzt, oder er erreicht bestenfalls den Status eines Mitläufers. Beim Rest geb ich Dir recht, wobei man für Fritz in der letzten Saison, als dieser auf dem Zahnfleisch lief, bspw. einem Diekmeier eine Chance hätte einräumen können.

Aktuell stellt sich die Frage, wie lange man einem Özil noch Spielpraxis geben darf bzw. muß. Eine positive Entwicklung lässt sich nur mit sehr viel wohlwollen erkennen. Andererseits bietet sich Hugo durchaus an, so daß man wieder mit einer 2 Mann Sturm Variante agieren könnte. Schön wärs...
 
Ich glaube das Problem ist vielmehr das man bei Pizza und seiner Torquote mittlerweile sehr verwöhnt geworden ist und nun meint, jede Chance müsse bei ihm sitzen.
Nein, das Problem liegt darin, dass Du und andere nicht müde werden, bei jeder Gelegenheit Pizza`s Wert zu betonen, aber gleichzeitig bei eben solchen vergebenen Chancen anderen Stürmern jegliche Klasse absprechen. Auch geht es nicht darum, Pizarro den zweifelsohne hohen Wert für die Mannschaft oder seine Qualität abzusprechen, sondern darum, beim Vergleich auch ein bisschen zu relativieren. Deshalb finde ich es in diesem Zuge manchmal nicht gerecht, wenn gerade nach so einem Spiel wie gegen Stuttgart immer wieder vom A... rettenden und lebensversichernden Stürmer gesprochen wird und solche Aussagen
Nicht nur, weil Pizza in vorderster Front den Alleinunterhalter geben muß, ....
unangebracht.

Jedenfalls, wenn man dieser Quote Beachtung schenken würde, was Gott sei dank nur Fußballtheoretiker machen.
Achso, also wie in dieser Aussage:
Besonders wenn man bedenkt, daß er in den letzten 11 Bl-Spielen 8 Tore schoß und in der EL sogar in 6 Spielen 8! Tore schoß, ist deine Statement zu ihm, nimm´s mir nicht übel, lachhaft!
;)
 
Nein, das Problem liegt darin, dass Du und andere nicht müde werden, bei jeder Gelegenheit Pizza`s Wert zu betonen, aber gleichzeitig bei eben solchen vergebenen Chancen anderen Stürmern jegliche Klasse absprechen.
Macht doch keiner. Du stellst das etwas verzerrst da.
Normalerweise macht Pizza solche Dinger. Dieses Mal tat er es nicht. Wenn man die selbe Gleichhung bei allen Stürmern ansetzen könnte, hättest Du recht. Nur ist es bspw. bei Hugo nicht wirklich eine Ausnahme, daß er frei vorm Tor recht unpräzise vergibt. Von einer Ausnahme, die die Regel bestätigt, kann man hier nicht sprechen.

Das Du Deine uminöse Stürmer-Erfolgsquote, bei der Du keierlei belegbaren Bogen zu Pizza spannen kannst, bzw. dessen "Quote" darlegen kannst, mit seiner beeindruckenden Torausbeute, die reale Fakten beinhaltet, vergleichst, ist..."erheiternd".
 
Ok, selbst wenn die Nummer stimmt, welche Quote hat Pizarro? Und welche haben andere Top-Stürmer?
Wie gesagt, ich weiss es nicht. Das war einfach mal, an @5vor12 gerichtet, in den Raum gestellt. Soll`s geben hier im Forum und auch anderen schon passiert sein, so Werte zu bringen, die nicht haarklein bewiesen werden können ... ;)
So wie die meisten Gegner gegen uns spielen ist es aber doch wohl inzwischen in der Mehrzahl der Spiele so, dass wir situationsbedingt deiner Meinung nach anders spielen müssten. Das wäre dann quasi unser neuer Automatismus. Wir würden auf lange Sicht nicht mehr in der Lage sein zu agieren und selbst das Spiel zu machen. Das ist aber genau das was ein Team wie z.B. Bochum von einem Spitzenteam unterscheidet.
Nö, genau das ist es nicht. Was Spitzenteams von anderen unterscheidet, ist, die besseren spielerischen und fussballerischen Vorrausetzungen auch gewinnbringend einsetzen zu können in der Form, diese möglichst nahe am Optimum auch in Ergebnissen unterzubringen.
Gerade bei der exorbitant vorangeschrittenen Kommerzialisierung des Sports sind Ergebnisse überlebenswichtig geworden. Oder meinst Du, Spieler verzichten dauerhaft auf höheres Gehalt, welches Ihnen Werder bei entsprechend fehlenden Tabellenplatzierungen und wegfallender CL-Einnahmen nicht mehr zahlen kann, nur weil sie bei uns schönen Fussball spielen dürfen? Naja, und irgendwann ist dann auch der schöne Fussball nicht mehr möglich, weil die Spieler dazu fehlen....
Warum wohl, wurde oft auf Bayern München oder andere geschimpft, weil die trotz hoher Klasse oft nur so spielten, wie es nötig war?

Was allein individuelle Klasse angeht, gehört Werder ohne jeden Zweifel unter die ersten Drei der BL. Das zeigt die Mannschaft auch Jahr für Jahr, denn was Ballbesitzquoten, Spielanteile, Torchancen usw., gemessen in der Quersumme der Spiele angeht, ist Werder bundesligatechnisch womöglich jedes Jahr Erster gewesen.
Nur wurde mMn sowohl bei der Förderung der eigenen Jugend/Amateure (Ausnahme Bargfrede) als auch in der Transferpolitik in den letzten Jahren ein klein wenig verpasst, für die richtige Mischung zu sorgen. Weil hauptsächlich immer technisch starke und talentierte Offensivspieler oder Stürmer geholt wurden, aber weniger Spieler mit ausgeprägtem strategischen Verstand. dazu kam m.E. dann noch, dass Spielsysteme/Spielführung beibehalten wurden, obschon, wie gesagt, der Kader das so gar nicht mehr hergab.
 
Nö, genau das ist es nicht. Was Spitzenteams von anderen unterscheidet, ist, die besseren spielerischen und fussballerischen Vorrausetzungen auch gewinnbringend einsetzen zu können in der Form, diese möglichst nahe am Optimum auch in Ergebnissen unterzubringen.

Ich versuche mal das Geschwurbel zu entwirren. ;) Ein Spitzenteam ist also besser als der Gegner und spielt so, dass sie möglichst gewinnen. Welch Erkenntnis. :D

Dann wäre Schalke also so ein Spitzenteam. Die spielen seit Jahren in etwa so, haben aber in der Zeit in der Werder große Erfolge vorweisen kann keinen Blumentopf gewonnen, obwohl sie immer oben dabei waren. Irgendetwas fehlt denen doch zum Erfolg. Und das dürfte der Mut (und die Fähigkeit) sein, selber das Spiel zu machen.

Gerade bei der exorbitant vorangeschrittenen Kommerzialisierung des Sports sind Ergebnisse überlebenswichtig geworden. Oder meinst Du, Spieler verzichten dauerhaft auf höheres Gehalt, welches Ihnen Werder bei entsprechend fehlenden Tabellenplatzierungen und wegfallender CL-Einnahmen nicht mehr zahlen kann, nur weil sie bei uns schönen Fussball spielen dürfen? Naja, und irgendwann ist dann auch der schöne Fussball nicht mehr möglich, weil die Spieler dazu fehlen....
Warum wohl, wurde oft auf Bayern München oder andere geschimpft, weil die trotz hoher Klasse oft nur so spielten, wie es nötig war?

Aus dir spricht die Angst, Werder könnte etwas verspielen, dass sie sich erarbeitet haben. Besitzstandswahrung. Wir kommen aber aus Bremen, da lautet das Motto nunmal "Buten und binnen, wagen und winnen". Passt sehr gut zu Werder, finde ich. Bajuwarische und andere Angsthasen können uns da gerne gestohlen bleiben.

Was allein individuelle Klasse angeht, gehört Werder ohne jeden Zweifel unter die ersten Drei der BL. Das zeigt die Mannschaft auch Jahr für Jahr, denn was Ballbesitzquoten, Spielanteile, Torchancen usw., gemessen in der Quersumme der Spiele angeht, ist Werder bundesligatechnisch womöglich jedes Jahr Erster gewesen.
Nur wurde mMn sowohl bei der Förderung der eigenen Jugend/Amateure (Ausnahme Bargfrede) als auch in der Transferpolitik in den letzten Jahren ein klein wenig verpasst, für die richtige Mischung zu sorgen. Weil hauptsächlich immer technisch starke und talentierte Offensivspieler oder Stürmer geholt wurden, aber weniger Spieler mit ausgeprägtem strategischen Verstand. dazu kam m.E. dann noch, dass Spielsysteme/Spielführung beibehalten wurden, obschon, wie gesagt, der Kader das so gar nicht mehr hergab.

Ich bin mir sicher, dass Werder sich einem erneuten Micoud-Transfer nicht verschliessen würde... wenn er denn finanziell machbar wäre. Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht einfach ist solche Spieler wie du sie forderst zu finden und zu bezahlen. Wenn es nicht geht, muss man eben andere Wege finden. Und das macht Schaaf doch schon ziemlich gut mit dem vorhandenen Spielermaterial.
 
Ein Spitzenteam ist also besser als der Gegner und spielt so, dass sie möglichst gewinnen. Welch Erkenntnis. :D
Prima, dann hast Du`s ja jetzt verstanden und fragst nicht drei Seiten später auf irgendeinen Beitrag wieder, was ökonomischer und intelligenter Fussball ist. :D Oder doch nicht? :confused: Wenn ich das dann lese...
Dann wäre Schalke also so ein Spitzenteam. Die spielen seit Jahren in etwa so, haben aber in der Zeit in der Werder große Erfolge vorweisen kann keinen Blumentopf gewonnen, obwohl sie immer oben dabei waren. Irgendetwas fehlt denen doch zum Erfolg. Und das dürfte der Mut (und die Fähigkeit) sein, selber das Spiel zu machen.
...wird es allmählich anstrengend, denn dies habe ich schon in sämtlichen vorangegangenen Beiträgen, auch in Reaktion auf Deine, aus meiner Sicht dargelegt. Nur soviel: S04 kann es nicht besser, Werder könnte es evtl., da die fussballerischen Möglichkeiten da sind, ist aber allzu oft nicht imstande, diese gewinnbringend zu nutzen. Davon abgesehen hat das, was Werder so spielt, mit "Spiel machen" oder "agieren" nur sehr wenig zu tun. Das ist meine Sicht der Dinge, wie oft eigentlich noch?
Im übrigen haben wir "in der Zeit" auf "Augenhöhe" mit Schalke (2005-2009)außer einem Pokalsieg auch keinen Blumentopf gewonnen. Trotz schönerem Fussball.
....da lautet das Motto nunmal "Buten und binnen, wagen und winnen". Passt sehr gut zu Werder, finde ich.
Finde ich ganz und gar nicht. Was ist denn "Wagen und winnen"? In Harlem-Globetrotter-Manier Punkte verschenken? Wobei das eher wie "Besitzstandswahrung" aussieht. Zudem klingt das Wort "Wagen" im Zusammenhang mit Werder doch ziemlich skurril. Gerade die gelebte und bewusst nach aussen zur Schau gestellte Kontinuität, das "Festklammern" an Traditionellem ist ja eher ein Zeichen für "Angst", dass "etwas wagen" das Gegenteil bewirken könnte.
Ich bin mir sicher, dass Werder sich einem erneuten Micoud-Transfer nicht verschliessen würde... wenn er denn finanziell machbar wäre. Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht einfach ist solche Spieler wie du sie forderst zu finden und zu bezahlen.
:tnx: Deswegen sagte ich ja:
Das alles ist letztlich ein Problem mangelnden, strategischen Denkens, welches in unserem Kader absolut unzureichend vorhanden ist. Mein Eindruck ist aber, dass KATS aufgrund dieser Erkenntnis schon länger genau daran arbeiten. Der Versuch mit Tziolis, was nicht klappte oder angedachte Verpflichtungen letzten Sommer wie Zuculini oder Cana deuten darauf hin. Nur ist es bisher nicht gelungen. Bin gespannt, was diesen Sommer in dieser Hinsicht gemacht wird. In meinen Augen ist es unabdingbar und sollte der Verein vorhaben, relativ viel Geld in die Hand zu nehmen, wäre es ausnahmsweise mal wichtiger, statt wiederrum eines technisch beschlagenen Offensiv-Talents oder eines Stürmers in erster Linie in einen oder zwei solcher Spieler zu investieren.
..und...
Wenn es nicht geht, muss man eben andere Wege finden.
Welch wahre Worte, genau darüber diskutieren wir hier seit Jahren... denn...
Und das macht Schaaf doch schon ziemlich gut mit dem vorhandenen Spielermaterial.
eben das ist der Punkt, wo die Meinungen deutlich auseinander gehen. Gerade bei den "neuen Wegen". Da habe ich eine andere Meinung als Du und die meisten hier. Es geht auch nicht um blosse Klugscheisserei, sondern um eine Sichtweise, die sich aus Erfahrungen und Empfindungen ergibt.

Von letztem Absatz mal abgesehen, verstehe ich sowieso nicht, warum Du die Diskussion schon wieder in eine Pseudo-Anti-Schaaf Haltung meinerseits lenken willst. Darum ging es hier gar nicht mehr und genau genommen - eigentlich noch nie. Was willst Du beweisen?
 
Prima, dann hast Du`s ja jetzt verstanden und fragst nicht drei Seiten später auf irgendeinen Beitrag wieder, was ökonomischer und intelligenter Fussball ist. :D Oder doch nicht? :confused:

Mal ehrlich, dein Satz war doch ziemlich umständlich und beinhaltet letztlich nur eine Banalität. Du kannst und willst eben kein Team nennen, das den von dir geforderten Fußball spielt. Vielleicht gibt es den ja auch so gar nicht?

Was ist denn "Wagen und winnen"? In Harlem-Globetrotter-Manier Punkte verschenken? Wobei das eher wie "Besitzstandswahrung" aussieht. Zudem klingt das Wort "Wagen" im Zusammenhang mit Werder doch ziemlich skurril. Gerade die gelebte und bewusst nach aussen zur Schau gestellte Kontinuität, das "Festklammern" an Traditionellem ist ja eher ein Zeichen für "Angst", dass "etwas wagen" das Gegenteil bewirken könnte.

Ich finde Werder wagt (wagen) im Spiel oft sehr viel, sowohl auswärts (buten) als auch zuhause (binnen) und der Erfolg gibt ihnen oft recht (winnen). Darauf bezog sich der Vergleich.

Aber auch im Verein haben gerade Schaaf und Allofs eine Menge gewagt, und sich kontinuierlich weiter entwickelt. Sogar im Finanziellen hat sich einiges getan. Was sich allerdings wenig verändert hat ist Werders Identität, und das ist doch das wunderbare an Werder. Ich denke oft, dass du genau diese ureigene Werder-Identität nicht ausstehen kannst und gerne ändern möchtest. Der obige Absatz bestätigt mich eigentlich darin.

..., verstehe ich sowieso nicht, warum Du die Diskussion schon wieder in eine Pseudo-Anti-Schaaf Haltung meinerseits lenken willst. Darum ging es hier gar nicht mehr und genau genommen - eigentlich noch nie. Was willst Du beweisen?

Stimmt, eigentlich könnte ich auch in jedem beliebigen anderen Thread in dem du postest vergleichbares finden. Am Thema Schaaf lässt sich die Absurdität deiner Gedanken aber am besten zeigen. Es ist eigentlich sogar eher eine Anti-Werder-Identität Haltung.
 
@CrystalPalace
Es stimmt, die "um-jeden-Preis-Identität-wahren"-Haltung Werder`s macht es tatsächlich hin und wieder sehr schwierig, sich damit zu arrangieren. Vor allem, wenn einer wie ich aus einer anderen Gegend Deutschlands kommt. Möglich, dass es deshalb schwerer zu verstehen ist, als Du, Paul Tergat, Jablonski oder andere das können. Möglich, dass es eine Mentalitäts-Frage ist. Vielleicht ist es wirklich notwendig, zu akzeptieren, dass zum Beispiel immer die selben Fehler gemacht werden (dürfen), weil es einfach dazugehört.

Aber eine etwas andere Denkweise, die sich stützt auf Analysen und eigenen Erfahrungen, als Absurdität oder Anti-Werder-Haltung abzukanzeln, ist unsäglich und spricht wiederrum für Dich.

Allerdings...
.........
Auch hier würde ich ein Leistungsprinzip (schlechte Spiele bedeutet Auszeit) und noch mehr Mut, unsere zweite Garde ins Spiel zu werfen begrüßen. Aber auch diese Charaktereigenschaft sehe ich bei Schaaf nicht gegeben. Er gibt ja auch zu, kein Freund der Rotation zu sein.
.........
Mut zur Neustrukturierung:
Auch eine Fähigkeit, die nicht jedem Menschen geben ist. Selbstkritik, Analysieren der gebenden Umstände, das Abwägen und den Mut alte Strukturen aufzubrechen um neue zu schaffen. All das sehe ich weder bei Schaaf noch allgemein im Moment bei Werder Bremen. Allgemein sehe ich diese geistige Flexibilität nur selten in dieser Stadt. Ich bin selbst Bremer und bin immer wieder überrascht, mit welch einer Gelassenheit und schon fast hanseatischer Sturheit in dieser Stadt Politik betrieben wird. Gute Bsp. wäre hier Städteplanung, Wirtschaftsklüngel (nicht wahr Hr. Stollberg) und Finanzpolitik. Aber sorry, ich drifte ab. Trotzdem ist diese bremensische Sturheit eine charaktereigenschaft von Schaaf.
...............
Kurz um: Auch hier glaube ich nicht, dass Schaaf die alten Fehler noch abstellen wird. In meinen Augen ist er so langsam betriebsblind geworden.
...unterlegt der Auszug aus diesem Beitrag zwar Deine Identitäts-Erklärung, zeigt aber auch, dass nicht jeder Bremer es so als gegeben hinzunehmen scheint, wie Du es darstellst.

Wenn Du wagen und gewinnen so meintest, okay! Aber dass der Erfolg dem recht gibt, ist wiederrum eine kühne These, wenn ich mir die Spielverläufe (optisches Übergewicht) anschaue und das dagegenhalte, was in der Summe dabei rausgekommen ist. Auch behaupte ich nicht, dass es diesen, idealen Fussball gibt, sondern immer nur, dass es vielleicht wünschenswert wäre, mehr in diese Richtung zu optimieren. Was sicherlich mit dem Spieler-Potential möglich sein sollte.

Naja, und darüber hinaus müsstest Du mir die erwähnte, kontinuierliche Entwicklung einmal näher erklären. Aktuell haben wir unsere Punkteausbeute der Spieltage 18-25., also dem dritten Saisonquartal und der nachweislich schlechtesten Bremer Saisonphase im Mittelwert der Schaaf-Ära mit 11 Punkten exakt eingestellt.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass wir weiterhin genau in diesem Zeitraum höhere oder anvisierte Saisonziele aufgeben müssen, KA die Ziele nach unten korrigiert, dass darüber hinaus die Muster, wie wir in diese Krisen geraten, die gleichen sind. Und komme mir nicht wieder mit Wahrscheinlichkeitsrechnung, um die Grösse des statistischen Fehlers Unkonstanz, aber nicht schlechtere Saisonphasen beweisen zu lassen. Wo sich die Fehlergrösse nur durch lediglich eine von inzwischen 11 Spielzeiten, die viel besser war, ergibt.
 
@CrystalPalace
Es stimmt, die "um-jeden-Preis-Identität-wahren"-Haltung Werder`s macht es tatsächlich hin und wieder sehr schwierig, sich damit zu arrangieren.

Den Satz rahme ich mal ein und hänge ihn hier auf. Genau deswegen eckst du hier bei vielen an. Dieser Unterton schwingt mit und lässt deine Einträge manchmal so unerträglich sein für Leute, die sich mit dem Verein identifizieren.

Aber eine etwas andere Denkweise, die sich stützt auf Analysen und eigenen Erfahrungen, als Absurdität oder Anti-Werder-Haltung abzukanzeln, ist unsäglich und spricht wiederrum für Dich.

Siehe oben, es geht nicht um die Analysen an sich, sondern mit welchem Unterton du sie rüberbringst. Aber das ist ja jetzt mal klargestellt worden, vielen Dank für die offenen Worte.

Allerdings......unterlegt der Auszug aus diesem Beitrag zwar Deine Identitäts-Erklärung, zeigt aber auch, dass nicht jeder Bremer es so als gegeben hinzunehmen scheint, wie Du es darstellst.

Wollte ich mit meinen Ausführungen nicht behaupten, natürlich kann es Menschen in allen Teilen der Welt geben, die die Werder Identität gut finden, aber ganuso kann es waschechte Bremer geben, die das nicht tun.

Naja, und darüber hinaus müsstest Du mir die erwähnte, kontinuierliche Entwicklung einmal näher erklären.

Kontinuierliche Entwicklung heisst erstmal nicht, dass es jede Saison besser wird. Das ist genauso eine Mär wie kontinuierliches Wachstum in der Wirtschaft. Es gibt keine Mannschaft, die sich über mehr als ein Jahrzehnt kontinuierlich verbessert. Die Mannschaft ist in ständgem Wandel, das wirkt sich zwangsweise auf die Art und Weise aus, wie Fußball gespielt wird und werden kann. In 11 Jahren Schaaf kann man deutlich erkennen, dass eben nicht immer derselbe Fussball gespielt wird. Die Ära Micoud war ein Quantensprung, Diego ein würdiger, wenn auch vom Typ her ein vollkommen anderer Nachfolger. Nach Diegos Abgang hat sich das Spiel wieder ein wenig verändert, es gibt gar nicht mehr den einen großen Namen der für diese Zeit steht. Nur der generelle Anspruch an das Team selbst das Spiel in die Hand zu nehmen ist immer noch da. Unter Schaaf hat Werder sich von einem Abstiegskandidaten zu einem der besten 20 Vereine Europas entwickelt. Wir können inzwischen Spieler verpflichten, die uns am Anfang der Schaaf Ära mit dem Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) nicht angeguckt hätten. Aber auch da ist eins bewahrt worden: wir machen keine verrückten Dinge. Das setzt uns je nach genereller finanzieller Lage unter bestimmt Zwänge. Es ist gar nicht so einfach Spieler wie du sie forderst zu bekommen. Wir haben es aber trotzdem geschafft oben dabei zu bleiben. Stagnation oder auch kleine Rückschritte sind dabei erlaubt, wenn sie aufgefangen werden.

Aktuell haben wir unsere Punkteausbeute der Spieltage 18-25., also dem dritten Saisonquartal und der nachweislich schlechtesten Bremer Saisonphase im Mittelwert der Schaaf-Ära mit 11 Punkten exakt eingestellt.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass wir weiterhin genau in diesem Zeitraum höhere oder anvisierte Saisonziele aufgeben müssen, KA die Ziele nach unten korrigiert, dass darüber hinaus die Muster, wie wir in diese Krisen geraten, die gleichen sind. Und komme mir nicht wieder mit Wahrscheinlichkeitsrechnung, um die Grösse des statistischen Fehlers Unkonstanz, aber nicht schlechtere Saisonphasen beweisen zu lassen. Wo sich die Fehlergrösse nur durch lediglich eine von inzwischen 11 Spielzeiten, die viel besser war, ergibt.

Es ist relativ normal, dass bei Mannschaften mit vielen jungen unerfahrenen Spielern irgendwann Schwächephasen auftreten.
Es ist logisch, dass in solchen Schwächephasen Saisonziele korrigiert werden müssen.
Es ist auch logisch, dass man bei einer bestimmten Spielweise auf eine bestimmte Art und weise leichter zu besiegen ist (Stein, Schere, Papier), und dass deswegen Niederlagen auf ähnliche Art und Weise zustande kommen. Genauso wie Siege auf ähnliche Art und Weise zustande kommen.
Es ist absolut unlogisch, warum das immer in einer bestimmten Saisonphase passieren sollte.
Es ist auch nur natürlich, dass man angesichts einer beobachteten Häufung in einer Saisonphase automatisch glaubt, dass da ein Grund dahinter stecken muss. Aus demselben Grund glaubt man aber auch, dass da jemand beim Roulette schummelt wenn 5-mal hintereinander Rot kommt.
 
Ich versuche mal das Geschwurbel zu entwirren. ;) Ein Spitzenteam ist also besser als der Gegner und spielt so, dass sie möglichst gewinnen. Welch Erkenntnis. :D

Dann wäre Schalke also so ein Spitzenteam. Die spielen seit Jahren in etwa so, haben aber in der Zeit in der Werder große Erfolge vorweisen kann keinen Blumentopf gewonnen, obwohl sie immer oben dabei waren. Irgendetwas fehlt denen doch zum Erfolg. Und das dürfte der Mut (und die Fähigkeit) sein, selber das Spiel zu machen.

absolut, die von Mick so hochgelobte effiziente Spielweise der Schalker, hat ihnen im Gegensatz zu uns in der Liga keinen Titel beschert, obwohl die Schalker in den letzten 10 Jahren weit mehr Geld in Spieler investiert haben, als Werder unter Schaaf...
Nur soviel: S04 kann es nicht besser, Werder könnte es evtl., da die fussballerischen Möglichkeiten da sind, ist aber allzu oft nicht imstande, diese gewinnbringend zu nutzen. Davon abgesehen hat das, was Werder so spielt, mit "Spiel machen" oder "agieren" nur sehr wenig zu tun. Das ist meine Sicht der Dinge, wie oft eigentlich noch?

Schalke hat in den letzten 10 Jahren mehr in Spieler investiert als Werder unter Schaaf (Ailton, Krstajic, Ernst sind nicht wegen der schönen Landschaft in den Pott gewechselt!), warum sollten die nicht besser können als Werder?
einen Farfan und ein Keffin könnte uns auch gut zu Gesicht stehen!

unterm Strich bleibt, Werder hat in diesem Zeitraum sportlich mehr erreicht, obwohl Schalke vor 10 Jahren einen wesentlich besseren Kader als Werder hatte, und in der Liga weit vor Werder platziert war!
...es kann sich wohl jeder noch daran erinnern, wie die Schalker Meister der Herzen wurden...

dass ein Huub Stevens damals, ähnlich wie Magath jetzt, auf den von Mick hochgelobten effizienten Fußball gesetzt hat, ist, denke ich, kein Geheimnis, aber Schaaf ist mit seiner Spielphilosophie nicht nur erfolgreich gewesen, sondern hat auch Werder zu einem der attraktivsten Vereine in der BL gemacht....

Im übrigen haben wir "in der Zeit" auf "Augenhöhe" mit Schalke (2005-2009)außer einem Pokalsieg auch keinen Blumentopf gewonnen. Trotz schönerem Fussball.
:eek:Hallo? Du behauptest doch ständig, dass es die Schalker besser machen als wir!

nochmal, waren die Schalker erfolgreicher? Nein!, aber sie haben mehr Geld ausgegeben ;), das wir nicht haben!

Schalke war übrigens auch schon 2001/02 besser aufgestellt als Werder, nicht erst seit 2005-2009 auf Augenhöhe wie Du uns hier erzählen willst, und Werder hat darüber hinaus sogar Leistungsträger in diesem Zeitraum an Schalke verloren!

aber selbst in der Zeit seit 2005 war Werder öfter in der CL vertreten als die Schalker, und aktuell spielt Werder international, und Schalke nicht...

auch aufgrund der Doppelbelastung hat Schalke in der Liga aktuell einen klaren Vorteil gegenüber Werder....
 
@CrystalPalace
Es stimmt, die "um-jeden-Preis-Identität-wahren"-Haltung Werder`s macht es tatsächlich hin und wieder sehr schwierig, sich damit zu arrangieren. Vor allem, wenn einer wie ich aus einer anderen Gegend Deutschlands kommt. Möglich, dass es deshalb schwerer zu verstehen ist, als Du, Paul Tergat, Jablonski oder andere das können. Möglich, dass es eine Mentalitäts-Frage ist. Vielleicht ist es wirklich notwendig, zu akzeptieren, dass zum Beispiel immer die selben Fehler gemacht werden (dürfen), weil es einfach dazugehört.

Nach diesem Satz von dir hat mich mal interessiert wie lange du schon Werder Fan bist. Das sind ja mittlerweile schon um die 24 Jahre. Was ich mich da frage, wird man es nicht irgendwann müde sich immer und immer wieder über dieselben Dinge aufzuregen. Fragt man sich da nicht ob man vielleicht irgendwie beim falschen Verein gelandet ist, wenn man sich mit seiner Philosophie nicht arrangieren kann? Das ist jetzt keinesfalls böse gemeint, sonder ne ernst gemeinte Frage! Ich zum Beispiel bin genau wegen dieser Phílosophie bei Werder geblieben.
 
Nach diesem Satz von dir hat mich mal interessiert wie lange du schon Werder Fan bist. Das sind ja mittlerweile schon um die 24 Jahre. Was ich mich da frage, wird man es nicht irgendwann müde sich immer und immer wieder über dieselben Dinge aufzuregen. Fragt man sich da nicht ob man vielleicht irgendwie beim falschen Verein gelandet ist, wenn man sich mit seiner Philosophie nicht arrangieren kann? Das ist jetzt keinesfalls böse gemeint, sonder ne ernst gemeinte Frage! Ich zum Beispiel bin genau wegen dieser Phílosophie bei Werder geblieben.

:tnx:Sehr schöner Post! Ich verstehe es auch nicht, wie man sich den lieben langen Tag so über die Sachen "aufregen" und soviel Zeit dafür investieren kann. Ich denke, dahinter steckt eine Art von Perfektionismus und wahrscheinlich kommt erst die Zufriedenheit, wenn wir wirklich über Jahrzehnte auf Augenhöhe mit den Bayern sind.

Du kannst und willst eben kein Team nennen, das den von dir geforderten Fußball spielt. Vielleicht gibt es den ja auch so gar nicht?

Das ist doch der entscheidende Punkt! Solch ein Team gibt es, wenn, dann nur in seiner Phantasie! Daher kann er auch kein Beispiele nennen. Er möchte sich halt gerne weiter über das jetzige Werder "aufregen" und das ist, finde ich zumindest, sein gutes Recht. Schade nur, dass ihn das Anschauen von Werder-Spielen, auch wenn er etwas anderes sagt, wenig Freude bereitet (hat).
Ich für meinen Teil bin jedenfalls froh, dass solche Spiele wie in Mainz eher selten vorkommen und auch wenn ich mich schon das eine oder andere Spiel in der Vergangenheit geärgert habe, sind mir die offensiven Spiele erheblich lieber, als die Spiele, in denen man nur wenig Torraumszenen sieht.
Letztendlich ist darauf unsere erfolgreiche Zeit begründet und außerdem ist Werder dadurch zu einem echten Sympathieträger in Deutschland geworden.
Nur weil wir jetzt in der Krise steck(t)en, habe ich keinen Bock auf "ökonomischen Fussball", wie er es ja so schön ausdrückt. Das heißt nämlich nix anderes, als Ergebnisfussball zu spielen, wie er in dem Stiefelland der Hinfaller und Schauspieler gespielt wird.
 
Fakt ist, Werder ist aktuell in der UEFA Vereinsrangliste auf Rang 8!

bevor Schaaf kam, war man auf Rang 58, punktgleich mit dem KSC, hinter Bayern, Dortmund, Schalke, Leverkusen, Lautern, Stuttgart... und das auch nur dank der Vizemeisterschaft 1995/96 unter Otto Rehhagel...

dass der SV Werder aktuell so gut dasteht, daran hat TS einen großen Anteil, und das, obwohl andere Vereine in diesem Zeitraum weit mehr investiert haben, als Werder!

danke dafür! :tnx:
 
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