Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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Status
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Das 4-5-1 ist nicht das System was besonders Piza entgegenkommt. Als spielender Stürmer fehlt ihm deutlich eine Anspielstation im Sturmzentrum. Mit Özil, Marin und Hunt hat man dann im MF auch nicht zwingend Garanten für Tore. Der Gegner hat so den Vorteil, einen Verteidiger weiter vorne stellen zu können, um so die Angriffe von Werder bereits weit vor dem 16er abzufangen. Dadurch kommt Werder immer in die Situation viel klein/klein spielen zu müssen, weil der Gegner die Räume früh schließen und so schnell doppeln kann.

Naja, mMn beschreibt dies das Problem aber nur zu einem kleinen Teil.

Du benennst lediglich die Symptome, unterschlägst aber den Ursprung der Krankheit. Dabei ist es erst in zweiter Instanz entscheidend, ob mit einem oder zwei Stürmern, im 4-4-2 oder 4-2-3-1 agiert wird.
Denn letztlich ist das Grundübel immer wieder die zu langsame, zu umständliche und unökonomische Spielentwicklung.
Besonders auffällig, wie sich unsere Edeltechniker häufig und unnötig auf engstem Raum durch`s Mittelfeld dribbeln, kombinieren, auf wenige Meter den Ball zuschieben, dies aber in der Endkonsequenz weder Raum- noch Zeitgewinn bringt. Weil zu oft der durchstartende oder mitgehende Spieler auf der Außenbahn übersehen, zu oft die Option des Flankenwechsels nicht wahrgenommen und zu oft der entscheidende Diagonalball nicht gespielt wird. Dazu dann wie zuletzt noch Frings oder Niemeyer, die zwar kämpferisch und läuferisch immer ordentlich gegen den Ball arbeiten, dafür aber in der Regel genauso außerstande sind, ein Spiel zum entscheidenden Vorteil zu verlagern.
Dadurch ist Werder meist nicht in der Lage, die Spielfeldgrösse bei Ballbesitz raumgreifend zu nutzen. Im Gegenteil, es werden durch diese Spielweise sogar weite Räume bei Ballverlust angeboten, exemplarisch das 0:1 gegen Stuttgart oder beim Gegentor in Enschede.
Zwar verbuchen wir auch dann immer wieder Torchancen, bei genauerer Betrachtung fällt allerdings auf, dass die meisten davon allein über die fussballerisch-individuelle Klasse und Wucht entstehen, als über zielstrebiges Herausspielen derer.
Ein kompakter, die Ordnung haltender, lauf- und kampfbereiter Gegner kann Werder so - trotz fussballerischer Unterlegenheit - mit einfachsten Mitteln in Schach halten und auf die Möglichkeit für den einen, entscheidenden Konter warten.

Würde Werder ökonomischer und intelligenter im Raum, schneller und dazu mehr gegnerorientiert spielen, wären ggflls Platz und Anspielmöglichkeiten da für Pizarro und andere, nachrückende Mittelfeld-Akteure. Dann ist es vordergründig unerheblich, ob der Gegner einen Verteidiger weiter vorn platzieren kann, ein oder zwei echte Stürmer spielen. Da das aber nunmal selten der Fall ist, brauchen wir meist die Physis eines Hugo Almeida da vorn, der die Räume schafft, die wir auf spielerische Weise nicht schaffen können.

Das alles ist letztlich ein Problem mangelnden, strategischen Denkens, welches in unserem Kader absolut unzureichend vorhanden ist. Mein Eindruck ist aber, dass KATS aufgrund dieser Erkenntnis schon länger genau daran arbeiten. Der Versuch mit Tziolis, was nicht klappte oder angedachte Verpflichtungen letzten Sommer wie Zuculini oder Cana deuten darauf hin. Nur ist es bisher nicht gelungen. Bin gespannt, was diesen Sommer in dieser Hinsicht gemacht wird. In meinen Augen ist es unabdingbar und sollte der Verein vorhaben, relativ viel Geld in die Hand zu nehmen, wäre es ausnahmsweise mal wichtiger, statt wiederrum eines technisch beschlagenen Offensiv-Talents oder eines Stürmers in erster Linie in einen oder zwei solcher Spieler zu investieren. Technisch und individuell hat Werder ligaweit nahezu das höchste Potential, was fehlt, sind vor allem taktisch kluge, strategisch denkende Spieler.

Nun muss man sich fragen, warum lässt Schaaf trotzdem immer im 4-5-1 spielen.
Ich nehme an, weil die Raute noch höhere Spielintelligenz erfordert, ein noch sensibleres und damit störanfälligeres Gebilde darstellt. Zwar ist dieses System flexibler und, wenn es richtig gespielt wird, für den Gegner schwerer ausrechenbar, andererseits fehlen uns, insbesondere bei Ausfällen wie Bargfrede oder Niemeyer dafür die Mittel.
Weder Boro, noch Marin, Hunt oder Özil sind ideale Halbpositionsspieler, die Du dann aber brauchst. Frings wäre einer, will dort allerdings nicht spielen.

Stuttgart war zudem noch eine Sondersituation. Weil mit Bargfrede, PN und Pasanen gleich drei Spieler ausfielen, die zumindest teilweise oben genanntes verkörpern. Dass eine Doppelsechs Boro, Frings nicht funktioniert, wissen wir spätestens seit dem Saisonstart, aber welche Alternativen hatte Schaaf? So gesehen ist es sogar noch erstaunlich, dass wir überhaupt einen Punkt gegen diesen guten Kontrahenten mitgenommen haben.
 


Ein schöner Beitrag von dir. Ich stimme mit dir aber nur teilweise überein.

Ich denke nicht nur, dass die Mannschaft zu wenig Spielintelligenz für Verlagerung, Geschwindigkeitserhöhung oder -reduktion besitzt.

Meiner Ansicht nach ist es nicht nur WErder die dieses Symptom hat, dass wenig Tore aus dem Spielverlauf heraus entstehen. Sieh dir mal Bayern an. Dort funktioniert ein flüssiges Kombinationsspiel meist nur über Robbens Seite im Verbund mit Lahm oder wenn Robben und Ribery zusammen spielen. Schweinsteiger kann das Spiel zwar gut lenken und ich traue ihm da auch das nötige Verständnis zu, dennoch hapert es dort.

Über Schalke müssen wir denke ich garnicht diskutieren. Tore aus Kombinationen gibts da nicht. Lediglich Standardsituationen und Konter, das war es.

Vizekusen hat mit uns den besten Wert an Toren nach Standartsituationen. Anfang der Saison zeigten sie tollen Kombinationsfußball eine kontrollierte Offensive und schöne Tore und Ergebnisse. Aber auch Leverkusen schießt nichtmehr so viele Tore wie zu Beginn der Saison.

Zu Hamburg kann man auch sagen, dass es meist nur über die linke Seite läuft weil ein Jansen und Elia einfach Top aufgelegt sind.

Wir werden auch wenn Özil hier bleiben sollte und zu seiner Form der Hinrunde findet oder wenn ein zweiter Micoud erscheint und uns aus unserem Tal der Tränen ;) erlöst werden wir nicht mehr solchen Fußball zeigen können wie 2003/04. Dafür hat sich die Bundesliga zu sehr verändert.
 
Ich denke, es war auch Samstag kein Zufall, daß die Tore fielen, als wir wider mit 2 Sturmspitzen agierten.
Ich hielt und halte nach wie vor sehr wenig von der momentanen Variante. Nicht nur, weil Pizza in vorderster Front den Alleinunterhalter geben muß, sondern vor allem, weil wir im MF uns fast auf den Füßen stehen. Marin, Hunt, Özil spielen sich auf engstem Raum bisweilen gepflegt den Ball zu, leider zu oft quer, klein-klein, umständlich und zu oft ohne erkennbares Vorhaben, den Ball zielgerichtet Richtung Tor zu befördern. Die Torgefahr die unsere 3 aus dem MF entfachen, ist einfach zu harmlos.
Kommt dann der Ball in die Spitze ist Pizza der einzige Abnehmer, worauf sich die Abwehr dann recht schnell einstellt.
Auch wenn Hugo über 90 Min. noch zu viel Leerlauf in seinen Spiel hat, ist mir diese VAriante neben Pizza allemal lieber, als sich auf unser fummelndes MF zu verlassen.
 
Nicht nur, weil Pizza in vorderster Front den Alleinunterhalter geben muß, .....
Also, das kann ich auch langsam nicht mehr hören. Alleinunterhalter hin oder her sind mir da mittlerweile auch zu viele krasse Formschwankungen drin. Das, was Pizarro da am Samstag spielte, sowohl von der Überheblichkeit bei der Chancenverwertung als auch sonst, hat wenig damit zu tun, dass ein Sturmpartner oder irgendwas anderes fehlte. Auch ein Herr Pizarro sollte sich langsam mal zu Gemüte führen, dass es als Sturmführer (und Top-Verdiener) unter dem Strich zu wenig ist, alle vier Wochen mal in einem EC-Spiel zu glänzen. Bei all seinen wichtigen Toren, die er zweifelsohne macht, bleibt seine Chancenverwertung unter dem Niveau eines Top-Stürmers und das war bereits letzte Saison so.

@Sly
Dass andere ähnliche Probleme haben, mag sein, hat aber nichts mit meinem obigen Beitrag zu tun. Mir geht es um Werder.
Obwohl, wenn ich tatsächlich mal vergleiche, ist gerade in Anbetracht Deiner Beispiele offensichtlich, dass Werder über viel spielerisches Potential verfügt. Nicht auszudenken, wenn wir jetzt auch noch in der Lage wären, taktisch cleverer und mit einer guten Raumaufteilung zu spielen.....
Dass Vereine wie Dortmund und Schalke in der Tabelle vor uns stehen, ist im Kadervergleich der rein fussballerischen Mittel eine schallende Ohrfeige für Werder.
 
Also, das kann ich auch langsam nicht mehr hören. Alleinunterhalter hin oder her sind mir da mittlerweile auch zu viele krasse Formschwankungen drin.
Eigentlich halte ich Dich schon für so fähig, die Bedeutung eines Sturmpartners einordnen zu können. Wenn ich allerdings das hier lese...
Auch ein Herr Pizarro sollte sich langsam mal zu Gemüte führen, dass es als Sturmführer (und Top-Verdiener) unter dem Strich zu wenig ist, alle vier Wochen mal in einem EC-Spiel zu glänzen. Bei all seinen wichtigen Toren, die er zweifelsohne macht, bleibt seine Chancenverwertung unter dem Niveau eines Top-Stürmers und das war bereits letzte Saison so.
...kommen mir gewaltige Zweifel.:zweifeln:
Besonders wenn man bedenkt, daß er in den letzten 11 Bl-Spielen 8 Tore schoß und in der EL sogar in 6 Spielen 8! Tore schoß, ist deine Statement zu ihm, nimm´s mir nicht übel, lachhaft!
Auf die Tore, die uns allein in der letzten Sasion den Ar... gerettet haben, gehe ich nicht näher ein.
Man muß keine Prophet mit sonderlich großer Phantasie sein, um zu erahnen, wo wir ohne ihn stehen würden.
Er ist oft genug unsere Lebensversicherung, der neben den Toren zusätzlich wie kaum ein anderen Stürmer für die Mannschaft arbeitet. Und auch die Herren, Hitzfeld, Magath, Scholl und Effenberg werden sich etwas dabei gedacht haben, als sie ihn unisono zum wohl komplettesten und eindeutig einen der besten BL-Spieler adelten. Eine Maschine ist er nicht, daß kann man ihm sicher "vorwerfen"...
 
Du brauchtest bloß die Frage, was dieses Chancen-vergeben mit dem Sturmpartner zu tun hat, beantworten, statt zu zweifeln. ;)

Es geht auch nicht darum, dass Pizarro generell Tore schießt, die er ja letztlich aufgrund seiner Klasse dennoch macht, sondern um die Tatsache, dass er verglichen mit den vielen Tormöglichkeiten, die er immer hatte, in den knapp zwei Jahren einfach zu viele auslässt. Werder erspielte in der letzten Saison die zweitmeisten Chancen, knapp hinter Bayern, war aber abgeschlagen Zehnter. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir fast gleichauf mit Bayern schon wieder die meisten Torchancen, aber keine realistischen Chancen mehr, unter die ersten drei zu kommen. Rate mal, wer am meisten versemmelt hat? Top-Stürmer haben eine Quote bei 31 - 35%. Pizza liegt mit Sicherheit weit drunter. Es ist unstrittig, dass er viel für`s Team arbeitet, dass CP trotzdem die wichtigen Tore macht, aber wer ständig von Lebensversicherung und A... retten spricht, darf das einfach nicht außer Acht lassen. Genau so gut könnte ja auch gesagt werden, was vielleicht möglich gewesen wäre, wenn er eine effizientere Quote zu verzeichnen hätte. Das sollte mMn bei aller Lobhudelei nicht unterschlagen werden. Und das hat darüber hinaus wenig bis gar nichts mit einem Sturmpartner zu tun.
 
Bitte bei der Borowskischelte nicht vergessen. Er schießt ein schönes Tor, das nur kapp wegen Abseits nicht gegeben wird. Offensiv im Aufwind, finde ich.

Das Tor wird übrigens bei 40% der Fälle gegeben, da Hunt versteckt gut aus dem abseits raus kommt. Pech, wenn man so will.
 
Bitte bei der Borowskischelte nicht vergessen. Er schießt ein schönes Tor, das nur kapp wegen Abseits nicht gegeben wird. Offensiv im Aufwind, finde ich.

Das Tor wird übrigens bei 40% der Fälle gegeben, da Hunt versteckt gut aus dem abseits raus kommt. Pech, wenn man so will.

Hätte, wenn und aber, das Tor hat nicht gezählt... Die Frage, die sich doch stellt: "Was rechtfertigt im Moment eine Aufstellung Borowskis?" Im Grunde gar nichts...
 
Hätte, wenn und aber, das Tor hat nicht gezählt... Die Frage, die sich doch stellt: "Was rechtfertigt im Moment eine Aufstellung Borowskis?" Im Grunde gar nichts...

Der Mangel an Alternativen und der Glaube, dass ein Spieler auch irgendwann die Wende schafft.

Ja, ja Hätte wenn und aber... drin war er trotzdem und ein guter Schuss war es zudem. aber sieht eben auch nur, was man will.

und das Boro mal besser war, das weiß Schaaf, das weißt du, das weiß ich... Von der Bank wird das aber nicht besser.
 
Der Mangel an Alternativen und der Glaube, dass ein Spieler auch irgendwann die Wende schafft.

Ja, ja Hätte wenn und aber... drin war er trotzdem und ein guter Schuss war es zudem. aber sieht eben auch nur, was man will.

und das Boro mal besser war, das weiß Schaaf, das weißt du, das weiß ich... Von der Bank wird das aber nicht besser.

Ist ja alles schön und gut, aber zum Profidasein gehört nun mal dazu, dass man regelmäßig Leistung bringt... Ansonsten kann man auch in einem Hinterhof kicken...
Klasse, und dann soll man immer alle Spieler ewig durchschleppen... Also sorry, das kann nicht Sinn der Sache sein... Wenn ein Spieler keine Leistung bringt, muss er auf die Bank... Punkt... Das, was wir da z.T. praktizieren, ist ein NICHTleistungsprinzip... Und da muss man sich dann auch nicht wundern, wenn Spiele vergeigt werden...
 
Top-Stürmer haben eine Quote bei 31 - 35%. Pizza liegt mit Sicherheit weit drunter.

Aha. Woher nimmst du diese Erkenntnis? Und wer stellt überhaupt solche Statistiken auf? Und welche Situationen werden da als Chance gewertet, und welche nicht? Müßte man nicht auch bewerten, aus welchen Situationen Stürmer Tore machen? Was ist, wenn ein Stürmer genausoviele "unmögliche" Tore macht wie er hundertprozentige Chancen vergibt?

Aber mal was anderes. Gibt es eigentlich eine Mannschaft, die so spielt, wie du es dir für Werder wünscht? Man könnte anhand dieses Satzes
Würde Werder ökonomischer und intelligenter im Raum, schneller und dazu mehr gegnerorientiert spielen,
meinen es wäre Schalke.

Sätze wie
Das alles ist letztlich ein Problem mangelnden, strategischen Denkens, welches in unserem Kader absolut unzureichend vorhanden ist.
lassen mich daran Zweifeln, ob du trotz gegenteiliger Bekundungen im Grunde Werder überhaupt an Werder glaubst. Angesichts Sätzen wie
So gesehen ist es sogar noch erstaunlich, dass wir überhaupt einen Punkt gegen diesen guten Kontrahenten mitgenommen haben.
kommt mir so vor, als ob du es fast lieber gehabt hättest, Werder hätte verloren, damit deine Thesen hier bestätigt würden. In fast jedem Beitrag schwingt hier das KNB-Gedächtnis-Flair mit. Der will ja auch durch seine "journalistisch hochwertigen" Artikel öffentlichen Druck bewirken, damit sich bei Werder die Dinge zum besseren wandeln. Da reichst du noch nicht ganz heran, aber es geht schon in die Richtung.
 
Auch von Sß4 kann man was lernen. Schnelles Umkehrspiel, Zielstrebigkeit und Effizienz. Dieses ergibt sich oft aus guter Raumaufteilung, guter Laufwege, guter Fitness und klugem Spiel auch bei ruhenden Bällen.
Welches Argument ich bei Mick am meisten unterstütze ist DIE FEHLENDE SPIELVERLAGERUNG. Einmal hat Werder es gegen Stuttgart gezeigt....und was ist passiert...der Anschlusstreffer fiel. Nach tollen Dribbling von Merte ein schnell gespielter Diagonalball über 50 Meter. SO MACHT MAN DAS!
Ansonsten spielt Werder oft den Ball auf engstem Raum ohne sich daraus zu befreien. Da kann sich jeder Gegner drauf einstellen durch BALLORIENTIERTES SPIEL. Und plötzlich hat der Gegner Überzahl in Ballnähe. Müsst ihr mal drauf achten. Da fehlt mir oft eine kluge und schnelle Spielverlagerung die in die Lücken des Gegners reinspielt. Denn der hat ja 8 oder 9 Spieler in Ballnähe. Also raus da kann ich nur zurufen^^!
 
Aha. Woher nimmst du diese Erkenntnis? Und wer stellt überhaupt solche Statistiken auf? Und welche Situationen werden da als Chance gewertet, und welche nicht? Müßte man nicht auch bewerten, aus welchen Situationen Stürmer Tore machen? Was ist, wenn ein Stürmer genausoviele "unmögliche" Tore macht wie er hundertprozentige Chancen vergibt?

Aber mal was anderes. Gibt es eigentlich eine Mannschaft, die so spielt, wie du es dir für Werder wünscht? Man könnte anhand dieses Satzes
meinen es wäre Schalke.

Sätze wie lassen mich daran Zweifeln, ob du trotz gegenteiliger Bekundungen im Grunde Werder überhaupt an Werder glaubst. Angesichts Sätzen wie kommt mir so vor, als ob du es fast lieber gehabt hättest, Werder hätte verloren, damit deine Thesen hier bestätigt würden. In fast jedem Beitrag schwingt hier das KNB-Gedächtnis-Flair mit. Der will ja auch durch seine "journalistisch hochwertigen" Artikel öffentlichen Druck bewirken, damit sich bei Werder die Dinge zum besseren wandeln. Da reichst du noch nicht ganz heran, aber es geht schon in die Richtung.
:applaus: da bin ich mal auf seine antwort gespannt
 
:applaus: da bin ich mal auf seine antwort gespannt

Ich auch! Nachdem das hingemurkste 2:1 in Mainz von ihm ja schon als ein soooo toller Sieg hingestellt wurde, sollte man wohl am besten jedes Spiel mit 9 Mann hinten stehen, das Spiel komplett zerstören und eine einzige Torchance herausspielen, die dann aber bitteschön 100%ig verwertet werden muss, denn ansonsten ist ein Stürmer mit solch einer Quote nicht zu gebrauchen. Bitte kein Fussball mehr spielen und 1:0 gewinnen.
 
es ging mick doch nicht darum, dass man einfach nur immer auf 1:0 spielen sollte um möglichst oft dreckige Siege einzufahren.

Ihm ging es darum, nicht immer mit allen Mitteln das eigene Spiel durchdrücken zu wollen, sondern eben wenn es die Gegebenheiten erfordern (wie gegen Mainz als die Beine müde waren oder gegen Gegner wie Köln) andere Mittel aufzuziehen als mit denen Werder normalerweise spielt.

Dass wenn Werder gut drauf ist und der Gegner ebenso versucht mitzuspielen es nur wenige Mannschaften in Europa gibt, die da dagegen halten können, weiß hier wohl jeder.

Ihm ging es einfach nur darum gegebene Situationen anzunehmen und dadurch entsprechende taktische Änderungen nutzen. Mick will sicher nicht ein zweites Schalke, wenn man sich hier nur auf Konter und Standardsituationen verlässt.

Ihr tut dem Kerl ernsthaft unrecht.
 
Und welche Situationen werden da als Chance gewertet, und welche nicht? Müßte man nicht auch bewerten, aus welchen Situationen Stürmer Tore machen? Was ist, wenn ein Stürmer genausoviele "unmögliche" Tore macht wie er hundertprozentige Chancen vergibt?
Da werden Chancen gewertet, die den Stürmer explizit betreffen, solche wie gegen Stuttgart zum Beispiel. Keine zufällig durch den Gegenspieler abgefälschten, keine angeschossenen oder bspw. aufgrund eines Platzfehlers verhoppelten Bälle, sondern nur klare Tormöglichkeiten. Aber letztlich gebe ich Dir recht, sowohl die von mir angeführte Statistik als auch diese Art der Torchancen-Bewertung, kenne ich quasi auch nur vom Hörensagen und kann es nicht beweisen. Bei Seminaren zum C- sowie zum B-Schein wird die 33% - Statistik für "Top-Knipser", unabhängig von der Höhe der Spielklasse, weil nur auf die jeweilige Liga bezogen, ebenso gern benannt wie auch oft von routinierten Übungsleitern. Allerdings nur am Rande, denn vordergründig geht es da immer darum, am Beispiel solcher Stürmer aufzuzeigen und zu vermitteln, was machbar ist, wenn zu hohem fussballerischen Talent, zu Schusstechnik, Athletik und Spielverständnis auch die nötige Ruhe am Ball oder Dinge wie eine optimiertere Schusshaltung sowie das Abwägen, wann sofortiger, direkter Abschluss oder wann die Ballannahme sinnvoller ist, dazukommen. Damit eben der Torabschluss besser wird.

Aber mal was anderes. Gibt es eigentlich eine Mannschaft, die so spielt, wie du es dir für Werder wünscht? Man könnte anhand dieses Satzes
Würde Werder ökonomischer und intelligenter im Raum, schneller und dazu mehr gegnerorientiert spielen,...
meinen, es wäre Schalke.
Ich auch! Nachdem das hingemurkste 2:1 in Mainz von ihm ja schon als ein soooo toller Sieg hingestellt wurde, sollte man wohl am besten jedes Spiel mit 9 Mann hinten stehen, das Spiel komplett zerstören und eine einzige Torchance herausspielen, die dann aber bitteschön 100%ig verwertet werden muss, denn ansonsten ist ein Stürmer mit solch einer Quote nicht zu gebrauchen. Bitte kein Fussball mehr spielen und 1:0 gewinnen.
Absätze wie diese zeigen eindeutig auf, dass entweder der Sinn/Kern der bisherigen Diskussion an einigen bewusst vorbeigegangen ist/von jenen ignoriert wird oder ich es nicht gut und verständlich genug vermitteln konnte, worum es mir ging.
Nochmal werde ich nicht alles aufbrühen, nur am Beispiel des Mainz-Spiels wollte ich aussagen, dass es eben enorm wichtig ist, bei Dreifachbelastung so ökonomisch wie möglich zu spielen. Werder war dort völlig ausgelaugt und hat es in Mainz m.E. vollkommen richtig gemacht. Ausserdem glaube ich, dass das genau das erzwungene/erarbeitete Glück war, welches Bayern oder Schalke immer nachgesagt wird. Zudem spielten wird dort aus meiner Sicht taktisch weitaus geschickter, als es hier von manchen dargestellt wurde. Zaubern kann ein Team, wenn es genügend Punkte hat oder ein Spiel bereits im Verlauf durch ist, aber nicht, wenn a) der Fokus auf mehreren Wettbewerben liegt und b) es situationsbedingt allein nötig ist, die Punkte einzufahren, egal wie.

Gegenbeispiele, so zu spielen, wie es situationsbedingt nicht wünschenswert ist, lieferte nun gerade Werder schon en masse.
Wie das erst Spiele nach der WP. 2008 1:2 gegen Bochum, 2009 1:2 gegen Bielefeld, 2010 0:1 in Frankfurt. Obwohl in allen, diesen Partien die Schiedsrichterleistung sowie mangelndes Glück (nach aussen hin) mit reinspielte, waren die Spielverläufe, die Spielführung Werder`s ähnlich. Nach einer Spielpause ist es logischerweise so, dass Automatismen wie Laufwege, aufeinander abgestimmte Mannschaftsteile etc. noch nicht gleich wieder passen können. Da ist es umso wichtiger, als erstes die Sicherheit in den Mannschaftsteilen zu finden, um Selbstvertrauen zu wahren, um den Rhytmus zu kriegen. Möglichst über zielstrebiges Spiel in die Vertikale, über kontrollierendes Verschieben. Doch gerade da zeigt Werder auf ziemlich zuverlässige Weise das Gegenteil von dem, was sinnvoll wäre. Da wird dann mit zig Prozent Ballbesitz auf engstem Raum kombiniert, der Platz für das eigene Spiel unnötig kleingemacht und bei Ballverlust wird das Ganze plötzlich gross und bietet dem Gegner reichlich Raum.
Auch die Spiele in Hamburg und Enschede waren exemplarische Beispiele, wo Werder genau so nicht spielte, wie es absolut nötig gewesen wäre.
Naja, und kurioserweise bekommen wir - Glück hin oder her - ja dafür auch in schöner Regelmäßigkeit die Quittung in Form des Ergebnisses.

Sätze wie
Das alles ist letztlich ein Problem mangelnden, strategischen Denkens, welches in unserem Kader absolut unzureichend vorhanden ist.
lassen mich daran Zweifeln, ob du trotz gegenteiliger Bekundungen im Grunde Werder überhaupt an Werder glaubst.
:confused:
Die Logik erschliesst sich mir nun überhaupt nicht, was die Feststellung anhand der Spielweise, dass uns solche Spieler fehlen, die für eine cleverere Spielweise als die oben genannte nötig wären, damit zu tun haben könnte, nicht an Werder zu glauben? :confused:

Angesichts Sätzen wie kommt mir so vor, als ob du es fast lieber gehabt hättest, Werder hätte verloren, damit deine Thesen hier bestätigt würden. In fast jedem Beitrag schwingt hier das KNB-Gedächtnis-Flair mit. Der will ja auch durch seine "journalistisch hochwertigen" Artikel öffentlichen Druck bewirken, damit sich bei Werder die Dinge zum besseren wandeln. Da reichst du noch nicht ganz heran, aber es geht schon in die Richtung.
Ich kenne "KNB" nicht (sollte ich?), weiss nur, dass es hier einen User gibt, der sich KNB_for Pulitzer nennt, woraus zu schließen ist, dass es ein Journalist sein muss. Namen von denen merke ich mir meist sowieso nicht. Wer ist das? Naja, ich bin auch kein Bremer, kenne die Stadt nur von den Wochenenden mit Fussball und darüber hinausgehenden City-Besichtigungen her.
 
Genau so gut könnte ja auch gesagt werden, was vielleicht möglich gewesen wäre, wenn er eine effizientere Quote zu verzeichnen hätte.
Da ich die Diskussion über Pizza´s angeblich so vielen vergebenen Chancen aufgrund seiner Spiele/Tor-Quote für beinahe absurd halte, bediene ich mir einer bereits gegebenen Antwort
Zitat von CrystalPalace
Aha. Woher nimmst du diese Erkenntnis? Und wer stellt überhaupt solche Statistiken auf? Und welche Situationen werden da als Chance gewertet, und welche nicht? Müßte man nicht auch bewerten, aus welchen Situationen Stürmer Tore machen? Was ist, wenn ein Stürmer genausoviele "unmögliche" Tore macht wie er hundertprozentige Chancen vergibt?
Es gibt nebenbei keinen Stürmer, der sich derart viele Chancen wie Pizza erarbeitet und diese allesamt nutzt. Eto´o hat in Mailand in der CL vor kurzem aus 2 Metern über den Ball gehauen. Und? Passiert. Selbst v. Nistelr. scheiterte gegen Hertha recht kläglich frei vor Drobny. Und? Auch das passiert.
Ich glaube das Problem ist vielmehr das man bei Pizza und seiner Torquote mittlerweile sehr verwöhnt geworden ist und nun meint, jede Chance müsse bei ihm sitzen. Leicht abgedrecht, wenn man bedenkt, was andere alles liegen lassen.

P.S. Diese uminöse Statistik - geschenkt. Ähnlich wie die der gehaltenen Bälle bei Keepern. Da sorgt der eine Ball, der harmlos in 90 min aufs Tor kam, dann schnell für eine 100%ige Quote, wobei der Keeper, der 3 glaskare Chancen vereitelt, aber einen unhaltbaren reinlässt, natürlich dumm aussieht. Jedenfalls, wenn man dieser Quote Beachtung schenken würde, was Gott sei dank nur Fußballtheoretiker machen.
 
es ging mick doch nicht darum, dass man einfach nur immer auf 1:0 spielen sollte um möglichst oft dreckige Siege einzufahren.

Ihm ging es darum, nicht immer mit allen Mitteln das eigene Spiel durchdrücken zu wollen, sondern eben wenn es die Gegebenheiten erfordern (wie gegen Mainz als die Beine müde waren oder gegen Gegner wie Köln) andere Mittel aufzuziehen als mit denen Werder normalerweise spielt.

Dass wenn Werder gut drauf ist und der Gegner ebenso versucht mitzuspielen es nur wenige Mannschaften in Europa gibt, die da dagegen halten können, weiß hier wohl jeder.

Ihm ging es einfach nur darum gegebene Situationen anzunehmen und dadurch entsprechende taktische Änderungen nutzen. Mick will sicher nicht ein zweites Schalke, wenn man sich hier nur auf Konter und Standardsituationen verlässt.

Ihr tut dem Kerl ernsthaft unrecht.

bist Du jetzt der Pressesprecher oder der Anwalt von Mick, der uns erklären muss, was Mick uns sagen will?

@ CrystalPalace

:tnx:
 
Hätte, wenn und aber, das Tor hat nicht gezählt... Die Frage, die sich doch stellt: "Was rechtfertigt im Moment eine Aufstellung Borowskis?" Im Grunde gar nichts...

Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten.

Aber im Grunde ist es doch so, dass es darum geht, einem formschwachen Spieler aus dem Tal zu helfen, indem man ihm Spielpraxis verschafft, ohne a) das Leistungsprinzip aus den Augen zu verlieren und b) ohne dass eine schwächere Leistung des Spielers, Punkteinbußen zur Folge haben. Das ist schwer unter einen Hut zu bekommen, ich weiß. Aber man sollte nicht vergessen, dass auch Timbo ein gut Stück Kapital für den Verein darstellt und durchaus über sportliche Fähigkeiten verfügt, die der Mannschaft weiterhelfen könnten - wenn er denn mal in Form kommt. Die Sache ist die, dass TS an diesen Spieler glaubt, sonst hätte er ihn nicht geholt. Nur irgendwann wird auch bei Schaaf die Geduld am Ende sein. Nur das passiert nicht innerhalb von ein paar Monaten, wie wir alle, teils schon schmerzvoll, erfahren haben.

Es gibt aber auch eine Liste von Spielern, bei denen sich der lange Atem ausgezahlt hat: Fritz, Frings, Jensen und Niemeyer, nur um mal aktuelle Spieler zu nennen. Ob es sich auch bei Timbo auszahlen wird, weiß ich letztlich auch nicht. Der krebst leider schon seit Jahren auf einem recht niedrigen Niveau herum.
 
Bei Seminaren zum C- sowie zum B-Schein wird die 33% - Statistik für "Top-Knipser", unabhängig von der Höhe der Spielklasse, weil nur auf die jeweilige Liga bezogen, ebenso gern benannt wie auch oft von routinierten Übungsleitern.

Ok, selbst wenn die Nummer stimmt, welche Quote hat Pizarro? Und welche haben andere Top-Stürmer? Mich hat Pizarros "Schludrigkeit" auch schon manches mal geärgert, und gerade die Situation gegen Stuttgart ist ein Paradebeispiel dafür, aber mit derselben Abgebrühtheit macht er ja sonst auch seine Tore. Almeida hätte in der Situation bei voller Konzentration vermutlich Lehman mit ins Tor gebolzt, bei schlechter Konzentration aber vielleicht eine Delle in die Latte gehämmert.

Gegenbeispiele, so zu spielen, wie es situationsbedingt nicht wünschenswert ist, lieferte nun gerade Werder schon en masse.

So wie die meisten Gegner gegen uns spielen ist es aber doch wohl inzwischen in der Mehrzahl der Spiele so, dass wir situationsbedingt deiner Meinung nach anders spielen müssten. Das wäre dann quasi unser neuer Automatismus. Wir würden auf lange Sicht nicht mehr in der Lage sein zu agieren und selbst das Spiel zu machen. Das ist aber genau das was ein Team wie z.B. Bochum von einem Spitzenteam unterscheidet.

:confused:
Die Logik erschliesst sich mir nun überhaupt nicht, was die Feststellung anhand der Spielweise, dass uns solche Spieler fehlen, die für eine cleverere Spielweise als die oben genannte nötig wären, damit zu tun haben könnte, nicht an Werder zu glauben? :confused:

Naja, wenn du es so schreibst, ist es ok. Aber du hast folgendes geschrieben:
Das alles ist letztlich ein Problem mangelnden, strategischen Denkens, welches in unserem Kader absolut unzureichend vorhanden ist.

Damit sprichst du unserem Kader eine Qualität ab, und traust ihm nichtmal zu, dass er es besser könnte. Es sind ja auch "nur" die Zwischentöne, die mir hier aufstossen.
 
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