Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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@BASS-D: :tnx:
So lässt es sich natürlich einfacher formulieren. Danke.

Deswegen wird mehr als ein Unentschieden in Mainz nicht drin sein - beim besten Willen nicht!
Also, unter Berücksichtigung der Tatsachen, dass dieses Spiel keine zwei Tage nach der EL-Partie stattfindet, in Mainz noch keiner gewonnen hat, die 05er tabellarisch fast auf Augenhöhe stehen, wäre ich dort durchaus mit einem 0:0 zufrieden.
 
Klar - nach Mainz fahren und dort ein 0:0 ermauern. So geht Bank heute ...

Selbst wenn das Spiel in Mainz am Freitag stattfinden sollte, wird man da das Spiel machen und hoffentlich auch klar für sich entscheiden (da wird auch bei einer 3:0 Führung weitergestürmt!). Dann kann man nochmal nach oben angreifen, da es in den nächsten Wochen reichlich direkte Duelle der vor uns stehenden Mannschaften gibt.

Wenn man dann Pech hat (oder wieder so einen Vollpfosten wie Weiner als Schiri erwischt) und das Spiel in Mainz trotz Überlegenheit vergeigt, dann ist das eben so. Ob 0:0 oder 1:2 ist dann auch egal. Aber ich will solch ein Defensiv-Gegurke vom SV Werder jedenfalls nicht sehen.

Auch in Enschede ist man das Spiel meiner Meinung nach 100% richtig angegangen. Dass die selbst gegen einen so tiefstehenden Gegner herausgespielten 100%igen Chancen nicht genutzt wurden, ändert hieran überhaupt nichts. Auch im Spiel gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Leverkusen hat man gesehen, dass die Mannschaft - auch wenn noch längst nicht alles richtig rund läuft - stark genug ist, das Spiel zu machen. Da gibt es im Moment überhaupt keinen Anlass, abwartend/defensiv/übervorsichtig aufzutreten.

Aber es gab ja hier auch Leute, die vor dem Spiel gegen Hertha gefordert hatten, der SV Werder sollte sich erstmal hinten reinstellen und auf einen Konter hoffen. Meine Vorstellung von Fußball ist das nicht - schon gar nicht, wenn man eine solch spielstarke Mannschaft hat.
 
Zitat von Lothar Matthäus;893434:
Die Frage muss dann gestellt werden, ob diese Krisen nur hier vorkommen, nur unter TS vorkommen oder aber jeder Trainer und jede Mannschaft diese Phasen durchläuft.
Sorry, aber das geht für mich langsam aber sicher in eine Art Augenwischerei.
"Mick" hat glaube ich nicht unrecht, wenn er sagt...
Die Quittung dafür haben wir wie so oft bekommen und standen zum zigten Male nach einem solchen Spiel wie die Deppen da. Glück-und-Pech-Gejammer kann angesichts dieser Häufigkeit nun wirklich kein Argument mehr sein.
Allein unsere schon fast obligatorische Startschwäche nach der WP, kann man mit zunehmenden Maße nicht mehr als unglücklich oder gar Zufall bezeichnen.Da gibt es in den Jahren leider zu viele Parallelen.
Entscheidend ist, dass wir uns jetzt auf dem richtigen Weg befinden. Entscheidend ist, ob der Trainer es schafft, die Mannschaft zu erreichen.
Entscheidend wäre gewesen, den "richtigen Weg" gar nicht erst so lange zu verlassen, bis uns das Wasser bis zur unterlippe steht, um dann (es geht doch, wenn man will) noch zu retten, was in der BL nur noch schwer zu retten ist.
Schön, daß man sich jetzt wieder auf gewisse Dinge besinnt, wie bspw. sich vermehrt auf die Defensive zu besinnen und kompakter zu stehen, nur hat man dieses zu lange scheinbar vergessen, bzw. zu lange auf Personen vertraut (Boro), die der Aufgabe nicht gewachsen waren.
Es ist alles in allem sehr ärgerlich, denn es ist nicht so, daß die Konkurrenz in dieser Saison per se uneinholbar souverän war. Ein CL-Platz wäre durchaus ein realistisches Ziel gewesen, wenn man früher wieder den Einsatz und das Engagement gezeigt hätte, was man nun scheinbar wiedergefunden hat.
Sicherlich, nun kann man sagen, daß betrifft ja ausschließlich das kickende Personal. Nur ist es augenscheinlich so, daß auch bei wechselndem Personal, alte Fehler und Startschwierigkeiten und Durststrecken sowie Selbstzufriedenheit nach hohen Siegen geblieben sind. Nur der Trainer bleib der selbe.
Aber die Frage, die Du stellst ist ja: Lassen sich solche Krisen im Vorfeld durch das Einwirken des Trainers verhindern - oder zumindest abfedern?
Sagen wir mal so, wenn ich als Trainer die "hausinternen" Probleme der Mannschaft kenne und mittlerweile weiß, wann und wo sich unsere Schwächephasen in der Regel ankündigen, wie in den Jahren zuvor, dann muß ich umso mehr versuchen, alt bekannten Problemen entgegenzusteuern. Das sehe ich als eine der größten Aufgaben des Trainers an, die truppe nicht nur für gewisse Phasen Einzustellen und zu motivieren, sondern möglichst, mit kleinen Ausnahmen, über die gesamte Saison.
Diese Fähigkeit ist letztlich entscheidend, wie man die Saison am Ende abschließt. Wie man den Ball sauber spielt, braucht man der Truppe nicht mehr beibringen, daß beherrschen sie in größtenteils blind. Der psychologische Aspekt ist auf dem Niveau weit wichtiger.
Der Erfolg wird am Ende davon abhängen, wie gut man es schafft, die Spieler so zu erreichen, daß sie bereit sind möglichst oft das bestmögliche zu geben. Das sind sie in meinen Augen leider nicht.
Ebenso einer Selbstgefälligkeit entgegen zu wirken, die sich sehr schnell verbreiten kann.
 
Sorry, aber das geht für mich langsam aber sicher in eine Art Augenwischerei.
"Mick" hat glaube ich nicht unrecht, wenn er sagt...

Die Quittung dafür haben wir wie so oft bekommen und standen zum zigten Male nach einem solchen Spiel wie die Deppen da. Glück-und-Pech-Gejammer kann angesichts dieser Häufigkeit nun wirklich kein Argument mehr sein.

Allein unsere schon fast obligatorische Startschwäche nach der WP, kann man mit zunehmenden Maße nicht mehr als unglücklich oder gar Zufall bezeichnen.Da gibt es in den Jahren leider zu viele Parallelen.

1899% Zustimmung. Und der verkorkste Rückrundenstart ist nicht die einzige negativ auffallende Parallele in den letzten Jahren. Hinzu kommen ebenfalls langjährige Defizite wie die für einen selbst erhobenen Anspruch eines Spitzenverein eklatante Heimschwäche (seit der Saison 2004/05 endeten knapp 40% der Buli-Heimspiele mit einem Remis oder eine Niederlage), zahlreiche überlegen geführte Spiele wurden nicht gewonnen sowie mangelnde Einstellung und lange Formkrisen bei mehreren Spielern gleichzeitig.

Ohne in den Verdacht zu geraten, daß man gleich wieder über den Kopf des Coach diskutiert, so muß man schon hinterfragen, warum es einem Trainer nicht gelingt, über Jahre bekannte Defizite nicht in den Griff zu bekommen, zumal der Kader im Vergleich zu 04/05 nahezu komplett ausgetauscht wurde.
 
Klar - nach Mainz fahren und dort ein 0:0 ermauern. So geht Bank heute ...

Selbst wenn das Spiel in Mainz am Freitag stattfinden sollte, wird man da das Spiel machen und hoffentlich auch klar für sich entscheiden (da wird auch bei einer 3:0 Führung weitergestürmt!). Dann kann man nochmal nach oben angreifen, da es in den nächsten Wochen reichlich direkte Duelle der vor uns stehenden Mannschaften gibt.

Hast du schonmal die Heimbillianz von Mainz gesehn?
 
Was ändert denn die "Heimbilanz" von Mainz, wenn es um die Frage geht, wie man dort auftreten sollte ?

Meiner Meinung nach gar nichts.

Aber da hat eben jeder eine andere Philosophie. Man kann natürlich auch nach umfangreicher Video-Analyse den einen oder anderen Mainzer in Manndeckung nehmen oder aus einer Doppel-6 eine 3-fach-6 machen, Naldo/Mertesacker ein Verbot erteilen, die Mittellinie zu überschreiten, oder was auch immer.

Mit einer defensiven Grundeinstellung kann man von mir aus ins Rennen gehen, wenn es offensiv gerade überhaupt nicht läuft und man auswärts bei einem "großen" Gegner aufläuft (sagen wir mal Bayern oder HSV). Wenn man aber offensiv was zu bieten hat, sollte man diesen Vorteil auch ausspielen. Sich erstmal hinten reinstellen und das Spielen erst anzufangen, wenn man irgendwann ein Ding kassiert hat (was bei einem Spielgeschehen, das sich zumeist in der eigenen Hälfte abspielt, viel wahrscheinlicher ist - da reichen derzeit ja schon Fernschüsse ...), das ist für mich das falsche Konzept.

Wenn wir soweit sind, dass wir nach Mainz fahren, ohne den Anspruch und Willen, dort zu gewinnen, dann man gute Nacht.
 
:tnx: Das Anspruchsdenken ist eben merklich gesunken, und das ohne Not, denn man hat schließlich eine Mannschaft, die locker unter den ersten fünf mitspielen kann.

:rolleyes:Och bitte, Herr Tergat und Fink - Was derzeit hier diskutiert wird hat weniger mit Ansprucksdenken denn mit der Sondierung taktischer Möglichkeiten zu tun.

Von einem "Mauern" oder "blindem Anrennen" in Mainz oder sonstwo ist nie die Rede gewesen. - vielmehr wirft man hier auf die Anlaufphase der Rückrunde, insbesondere auf die taktische Grundausrichtung, einen (durchaus berechtigt) kritischen Blick.

Zugegeben wäre die Affinität zu diesem Sport aus bloßer Zuschauersicht einer solchen Diskusion nicht zuträglich - wessen größte sportliche Leistung darin besteht, ein Bier aus der Küche ins Wohnzimmer zu tragen ohne dabei die Hausschuhe zu verlieren, dem dürfte eine solche Diskusion, unter Einbezug sachlicher Konstruktivität, nur sehr schwer fallen.

Um es zu verbildlichen: Nachdem man, Schwarz (Frankfurt)und Weiß (Freiburg) erleben durfte, sinnt man hier berechtigter Weise über einer Unzalhl an taktisch Variablen und bringt Selbige in ein System ein. - Mick, 5vor...,Loddar, Bremen und wie sie Alle heißen bemühen sich mit viel Fingerspitzengefühl, ein taktisches Bild in verschiedenen Graunuancen zu zeichnen. Dabei radieren, korrigieren und analysieren sie die vorgebrachten Äußernugen für - und miteinander.

Und persönlich sehe ich in der Ein oder Anderen Äußerung sehr, sehr interessante Vorschläge.
 
:tnx: Das Anspruchsdenken ist eben merklich gesunken, und das ohne Not, denn man hat schließlich eine Mannschaft, die locker unter den ersten fünf mitspielen kann.

Es gibt/gäbe aber 8-9 Mannschaften, die unter den ersten 5 mitspielen
können. Genauso, wie es mehrere Manschaften gibt, die um den
Titel mitspielen können.

Zumal du hier ein wenig Äpfel mit Birnen vergleichst, wenn du das
Saisonziel mit einem Etappenziel vergleichst.
Selbstredend sollten solche Spiele wie gegen Mainz gewonnen
werden. Aber aufgrund des bisherigen Saisonverlaufs und der
aktuellen Situation sollte man dies doch ein wenig differenzierter
tun, als du es mit deiner Aussage tust.

Und ich wärme alte Kamellen auf, wenn ich sage, dass wir
aufgrund unseres Status am obersten Limit agieren.
 
Nach fast 11 Jahren muss ein neuer Trainer her. Frischer Wind auf der Trainerbank, den die Spieler nicht kennen und dessen Reaktionen sie nicht einschätzen können, das brauchen wir. Die Jungs kennen Schaaf in - und auswendig, sie wissen genau, wie sie ihn um den kleinen Finger wickeln können, sie fahren mit ihm Schlitten.

Ja, weil die ja auch alle schon soooo lange dort sind....:rolleyes:
 
Von "blindem Anrennen" hat hier wohl niemand gesprochen. Jedenfalls nicht Leute die - wie ich - die Auffassung vertreten, dass der SV Werder selbstverständlich auch in Mainz anstreben sollte, das Spiel zu machen und zu agieren statt zu reagieren.

Was hier in ellenlangen Posts von gern auch mal sich selbst zitierenden Leuten ausgewalzt wird, ist - vereinfacht ausgedrückt - die Frage, woran es liegen mag, dass es in den letzten fetten Werder-Jahren nicht noch besser gelaufen ist (und ob ggf. ein taktisch versierterer Trainer mehr bewirkt hätte - also: die gleichen Erfolge bei weniger Misserfolgen). Warum nur gab es bei den mit Platzierungen unter den top-3 abgeschlossenen Spielzeiten immer wieder Durchhänger ?

"Jammern auf hohem Niveau" ist sicher ein viel zu milder Ausdruck für diese hier breit und immer breiter ausgewalzten Grübeleien. Zumal ja auch die ganzen tollen Auftritte der Mannschaft in den letzten Jahren bei diesen Analysen zumeist ausgeblendet bzw. als selbstverständliche Basis vorausgesetzt werden.

Und so eine Ansage wie: "In Mainz wird nicht mehr als ein Unentschieden drin sein, weil alle Mannschaften wissen, wie man gegen den immer den gleichen Stiefel runterspielenden SV Werder aufzutreten hat", zeugt auch nicht von großem analytischen Hintergrund. Wenn das wirklich so wäre, wie hat es der SV Werder denn in den vergangenen Jahren regelmäßig geschafft, oben mitzuspielen, wo doch alle Welt angeblich weiß, wie easy die Truppe geschlagen werden kann ?

Die zuletzt (und auch in der Vergangenheit hier und da) durchaus erfolgreiche Strategie einiger Gegner des SV Werder, die da lautete: "Ordentlich auf die Knochen hauen, solange es der Schiri mitmacht" ist nur dann erfolgreich, wenn der Schiri es mitmacht. Mit solchen - dann extrem unbefriedigenden - Spielen muss man als spielstarke Mannschaft leben. Aber man bekommt ja nicht immer solche Typen wie Fleischer oder Weiner.
 
Von "blindem Anrennen" hat hier wohl niemand gesprochen. Jedenfalls nicht Leute die - wie ich - die Auffassung vertreten, dass der SV Werder selbstverständlich auch in Mainz anstreben sollte, das Spiel zu machen und zu agieren statt zu reagieren.

Was hier in ellenlangen Posts von gern auch mal sich selbst zitierenden Leuten ausgewalzt wird, ist - vereinfacht ausgedrückt - die Frage, woran es liegen mag, dass es in den letzten fetten Werder-Jahren nicht noch besser gelaufen ist (und ob ggf. ein taktisch versierterer Trainer mehr bewirkt hätte - also: die gleichen Erfolge bei weniger Misserfolgen). Warum nur gab es bei den mit Platzierungen unter den top-3 abgeschlossenen Spielzeiten immer wieder Durchhänger ?

"Jammern auf hohem Niveau" ist sicher ein viel zu milder Ausdruck für diese hier breit und immer breiter ausgewalzten Grübeleien. Zumal ja auch die ganzen tollen Auftritte der Mannschaft in den letzten Jahren bei diesen Analysen zumeist ausgeblendet bzw. als selbstverständliche Basis vorausgesetzt werden.

Und so eine Ansage wie: "In Mainz wird nicht mehr als ein Unentschieden drin sein, weil alle Mannschaften wissen, wie man gegen den immer den gleichen Stiefel runterspielenden SV Werder aufzutreten hat", zeugt auch nicht von großem analytischen Hintergrund. Wenn das wirklich so wäre, wie hat es der SV Werder denn in den vergangenen Jahren regelmäßig geschafft, oben mitzuspielen, wo doch alle Welt angeblich weiß, wie easy die Truppe geschlagen werden kann ?

Die zuletzt (und auch in der Vergangenheit hier und da) durchaus erfolgreiche Strategie einiger Gegner des SV Werder, die da lautete: "Ordentlich auf die Knochen hauen, solange es der Schiri mitmacht" ist nur dann erfolgreich, wenn der Schiri es mitmacht. Mit solchen - dann extrem unbefriedigenden - Spielen muss man als spielstarke Mannschaft leben. Aber man bekommt ja nicht immer solche Typen wie Fleischer oder Weiner.

Leider viel zu oft....

Ansonsten geb ich dir aber recht. :tnx:
 
Ich habe schon mit viel Gegenwind gerechnet, aber das ist meine Meinung. Viele Spieler kennen Schaaf viel zu gut. Jemand hat geschrieben, ich solle Vorschläge machen. Mein Wunschtrainer ist Lucien Favre. Der Mann ist jetzt frei, Allofs sollte handeln, auch wenn es weh tut.
 
Sorry, sowas kann ich nicht ernst nehmen!

So etwas wie dich kann man nicht ernst nehmen, toller Beitrag.
Auch als Werder Fan kann man doch der Meinung sein, dass wir so langsam mal einen neuen Trainer brauchen, wir wissen alle, dass TS viele Verdienste hat, er hat aber auch in den letzten 2 Jahren sehr viele Fehler gemacht ( natürlich auch KA). Als bestes Beispiel sehe ich die Verpflichtung von TB, den er unbedingt haben wollte, und das auch noch als 2. Sechser. Wir haben uns ja nun alle überzeugen können wie sein Wunschspieler eingeschlagen ist. Gerade er muss doch um die Zweikampfstärke von TB wissen.
Ich wäre um eine Veränderung zur neuen Saison auch nicht böse, würde mir aber wie viele Fans mit der rosaroten Brille wünschen, dass nie eine Trainer oder Spieler Werder verlassen darf!
 
Blind angerannt wird lange schon nicht mehr. Dem aufmerksamen Beobachter dürfte nicht entgangen sein, dass es mittlerweile auch der Gegner sehr schwer hat, gegen uns Chancen zu kreieren. Die gebetsmühlenartig heruntergebeteten Vorwürfe, die Mannschaft stünde zu offensiv und fängt zu viele Kontertore gilt doch schon lange nicht mehr. Standen wir im letzten Drittel der Saison, wie auch in einigen Spielzeiten zuvor, zu offensiv, fingen Tore nach eigenen Ecken, ließen die IV komplett alleine, so gilt das aktuell doch gar nicht mehr. Insofern ist die taktische Marschrichtung doch eine völlig Andere. Daher verstehe ich die derzeit hier anlaufende Diskussion auch nur ansatzweise, da die Problematik sich doch aktuell schlicht verschoben hat - nämlich das Ausnutzen der wenigen Torchancen. Wir haben gegen den zweiten der Eerendivise und dem aktuellen Tabellenführer der Buli, drei Fernschusstore kassiert, auch und vielleicht gerade weil wir defensiv gut standen. Andersherum haben wir gerade in Enschede hochkarätige Torchancen ausgelassen und insgesamt zu wenig Ertrag aus unserem Aufwand gezogen.

Vor allem Diesen, verbietet sich eigentlich eine solche Diskussion hinsichtlich des Mainz-Spiels. Ich sehe da jetzt nicht wirklich den Anlass, in unserer Spielweise etwas zu ändern. Auch wenn Mainz durchaus heimstark ist und gerade weil sie dem Gegner gerne das Mittelfeld überlassen - sollen wir deswegen das ändern, was uns ausmacht? Die Diskussion bewegt sich haarscharf an einem Eklat. Hier wird so getan, als spielten wir seit Jahren erfolglosen Harakirifußball. Das stimmt so einfach nicht, denn eben jene Spielweise hat uns zum einen viele Sympathien erbracht und zum anderen eine Menge Erfolg beschert.

Die logische Folge, dass mit einem tiefer gestallten Spiel, alte Probleme behoben werden, sehe ich nun einmal nicht. Warum sollten Pizarro, Almeida und Marin ihre Chancen verwerten, nur weil wir uns hinten einigeln? Warum sollte alles besser laufen, nur weil es anders läuft? Warum sollte sich das individuelle (z.B. Borowski, Özil) und kollektive Zweikampfverhalten verändern?

Was ich mir vom Trainer wünsche, ist mehr Wettbewerb um die Positionen zu schaffen - weniger lang an alten Zöpfen zu hängen. Die Personalien Borowski und Niemeyer sind hierfür ein gutes Beispiel, wie man es schafft, den Druck zu erhöhen. Auch Pasanen und Abdennour scheinen sich derweil einen Zweikampf um die Postion zu liefern. Das ist leistungsfördernd, man sieht, dass Ersatzleute ihre Chance nutzen wollen. Wenn kein Geld für Verstärkungen da ist, muss man intern den Wettbewerb anheizen und niemand soll sich auf alten Lorbeeren ausruhen dürfen. Das stoische Festhalten an Özil, geht mir mittlerweile auch schon wieder zu weit - zumal mit Hunt und Marin, bald auch Jensen, entsprechende Alternativen zur Hand sind. Es mag für den einen oder anderen Stammspieler gut für´s Selbstvertrauen sein und bald wieder zur alten Stärke führen - aber das geht auf Kosten des aktuellen Tabellenplatzes. Und ob Werder hier noch tatsächlich davon profitiert, stelle ich angesichts der Vertragssituation mal stark in Frage.
 
Jedenfalls nicht Leute die - wie ich - die Auffassung vertreten, dass der SV Werder selbstverständlich auch in Mainz anstreben sollte, das Spiel zu machen und zu agieren statt zu reagieren.
Auf diesen Satz wäre eigentlich erneut ein Selbstzitat fällig...:D

Im Ernst: Das ist das Problem - zu erkennen, was überhaupt reagieren und was agieren ist.
Wenn Werder wie in Enschede oder wie in Hamburg oder Frankfurt mit über 60% Ballbesitz 35mal zwischen gegnerischem Sechzehner und Mittellinie hin und her, quer und zurück passt, aber den vertikalen Weg nicht findet, dann ist das, was vordergründig so aussieht, als wäre die Mannschaft initiativ, in Wahrheit nur eine abgewandelte Form des Reagierens. Einfach, weil wir viel zu oft ein viel zu eingeschränktes Repertoire an spieltaktischen Möglichkeiten offenbaren und diese Art, das "Spiel zu machen", hat dann auch überhaupt nichts mit "Agieren" zu tun.

Denn tatsächlich dominiert der Gegner Werder defensiv und kann sich das Spiel so zurechtlegen, wie er es braucht. Weil sich das Überraschungsmoment des Kontrahenten in Grenzen hält, es gar nicht nötig ist, selbst nach spielerischen Mitteln zu suchen, auf diese Weise ungehindert die eigene Konzentration hochhalten kann.
Das in Enschede war schlicht naiv, nichts weiter. Wie so oft in den letzten Jahren. Gegen Hertha, Hopp und Leverkusen, das war kluger Fussball.

In Mainz bspw. treffen wir auf eine Mannschaft, die trotz eher biederer fussballerischer Mittel oft sehr geschickt im Raum verteidigt, doppelt, den Gegner im Spielverlauf studiert und dementsprechend handelt. Vor allem auch so spielt, um das eigene Handeln-müssen, wodurch sie meist unterlegen wären, vermeiden zu können. Tuchel hat eine recht erfolgreiche Vergangenheit in der Nachwuchsarbeit (wie Rangnick oder Slomka) und gerade da bist Du in der Pflicht, talentierte Spieler mehr als fussballerisch auch strategisch zu formen. Um den Rückstand an Erfahrung wenigstens einigermaßen ausgleichen zu können und deren Talent auch beim Sprung in den Männerbereich schneller und sofort nützlich ist.

Dort wäre Werder mit genau der gleichen Grundordnung und Spielführung wie gegen Leverkusen gut beraten. Denn da liegt die Kunst, einen nominell spielerisch schwächeren Gegner zu mehr Aktivität zu zwingen, statt selbst unnötigen und wenig erfolgversprechenden Aufwand zu betreiben, sofern die Chancen nicht zufällig sitzen. Zumal ein haushalten mit den Kräften nach dem Donnerstag-Spiel angebracht wäre. Zunächst auf ein 0:0 zu spielen, hat dann auch nichts damit zu tun, nicht gewinnen zu wollen.

Zumal ja auch die ganzen tollen Auftritte der Mannschaft in den letzten Jahren bei diesen Analysen zumeist ausgeblendet bzw. als selbstverständliche Basis vorausgesetzt werden.
Ja, das ist schon ein Aspekt der zuletzt in den Debatten viel zu kurz gekommen ist. :tnx: Hauptsächlich aber, weil solche Verweise generell wenig einbringen, wenn es darum geht, über Fehlerminimierung zu sprechen. Im Gegenteil, eher total hinderlich sind. Letztlich entwickeln sich nur die weiter, die an den Fehlern arbeiten, nicht die, die sich in vergangenen Erfolgen sonnen oder sich ausschliesslich auf das berufen, was richtig lief.

Wenn das wirklich so wäre, wie hat es der SV Werder denn in den vergangenen Jahren regelmäßig geschafft, oben mitzuspielen, wo doch alle Welt angeblich weiß, wie easy die Truppe geschlagen werden kann ?
Genau diese Frage wurde in den letzten Jahren so oft diskutiert und erörtert, dass es müssig und ermüdend wäre, dies schon wieder von vorne aufzurollen.

Die zuletzt (und auch in der Vergangenheit hier und da) durchaus erfolgreiche Strategie einiger Gegner des SV Werder, die da lautete: "Ordentlich auf die Knochen hauen, solange es der Schiri mitmacht" ist nur dann erfolgreich, wenn der Schiri es mitmacht. Mit solchen - dann extrem unbefriedigenden - Spielen muss man als spielstarke Mannschaft leben.
Sicher. Nur, wer mal eine Mannschaft trainiert oder in einer gespielt hat, weiss, dass es Mittel und Wege gibt, dem entweder zu entgehen durch geschickteres Spiel oder eben dem mit ebenso energischem, eigenen Spiel entgegenzuwirken.
 
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