Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

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Offensichtlich hat Schaaf doch etwas dazugelernt, indem er diesmal nicht Rosenberg eingewechselt hat, sondern mit Ayik mal etwas neues ausprobiert hat.

Da Borowski anscheinend völlig von der Rolle ist, könnte er in Mainz dann auch noch Husejinovic mal eine Chance geben.

Ist mal wieder ein Super-Spielplan: Donnerstag abend ein schweres Euro-Spiel und Samstag Mittag in Mainz antreten...

Das sollte auf jeden Fall Rotation angesagt sein...
 
Offensichtlich hat Schaaf doch etwas dazugelernt, indem er diesmal nicht Rosenberg eingewechselt hat, sondern mit Ayik mal etwas neues ausprobiert hat.

Da Borowski anscheinend völlig von der Rolle ist, könnte er in Mainz dann auch noch Husejinovic mal eine Chance geben.

Ist mal wieder ein Super-Spielplan: Donnerstag abend ein schweres Euro-Spiel und Samstag Mittag in Mainz antreten...

Das sollte auf jeden Fall Rotation angesagt sein...

Und am Samstag fehlt auch noch Frings... Borowski als Frings-Ersatz, wäre das nichts? :rolleyes:
 
Aber das ist erstmal zweitrangig, solange die spieltaktische Grundordnung auf dem Platz stimmt. Denn über Sicherheit kommt das Selbstvertrauen und über dieses das Spielerische. Nur so kommen wir wieder nach vorn.

Richtig, aber leider ist es mit der spieltaktische Grundordnung bei Werder wie das Wetter in Bremen - sehr wechselhaft. Gestern hat sie einigermaßen gestimmt, drei Tage zuvor in Enschede hatte die Werder-Elf die spieltaktische Grundordnung eines aufgescheuchten Hühnerhaufens. Die Mannschaft kann es ja, aber wie in vielen Bereichen fehlt der Mannschaft die Kontinuität, ihre Stärken über einen längeren Zeitpunkt zu zeigen.
 
Also, ich war gestern überrascht, dass Werder taktisch und strategisch so stark agierte. Die Ordnung auf dem Platz stimmte, auch wenn die Mannschaftsteile für meinen Geschmack nach wie vor zu hoch standen. Aber die Raumaufteilung, das Spiel gegen den Ball, das situative Handeln auf Geschehnisse auf dem Platz war das beste, was ich von Werder seit drei Monaten gesehen habe. Hut ab, TS. :svw_applaus: :svw_schal:

Ausserdem fand ich beeindruckend, dass das Ganze, anders als sonst so oft, nie in blinden Eifer oder latenter Ungeduld im Verbund mit anteiligem Aufgeben der Ordnung umschlug. Die Mannschaft behielt die Ruhe, auch nach Rückständen, und war stets bemüht, trotz Steigerung der Offensivbemühungen in HZ 2, die Linie beizubehalten. Leverkusen schaffte es - bis auf zwei Szenen in HZ 1 sowie in HZ 2 (wenn ich das richtig gesehen habe) - nicht, trotz vieler Versuche, mit Diagonalbällen und Kombinationsspiel, unsere Doppelsechs zu hinterlaufen oder überhaupt in den Rücken unserer Deckung zu gelangen. Die Abständen stimmten, die Laufwege auch. Das Quadrat Naldo, Merte - Niemeyer, Frings war defensiv aus meiner Sicht gestern stark.

Dass Bayer solche Tore machte, war mMn viel mehr ein Indiz ihres strotzenden Selbstvertrauens, als dass es Werder`s Dusseligkeit geschuldet war. Ich denke, hätten beide punktgleich bspw. auf Platz drei und vier gestanden, gewinnt Werder dieses Spiel. Ganz sicher.

Weiterhin ein grosses Problem, wofür der Trainer zumindest momentan sicherlich nichts kann, bleibt die spielerische Ideenlosigkeit, wenn der Gegner ebenfalls gut gegen den Ball arbeitet, so wie gestern. Ein Problem, das wir nun mittlerweile seit der Rückrunde 2007 mit uns rumschleppen. Zwischendurch im Verlauf der Hinrunde schien es mal so, als könnten wir den über Jahre verlorengegangenen Kombinationsfussball und das geradlinige und vertikale, schnelle Spiel endlich wiederbeleben, aber spätestens seit dem eklatanten Özil-Formverfall hat das wieder Hochkonjunktur.

Wir bleiben dann vordergründig abhängig von Einzelaktionen aus dem Mittelfeld, Pizarro`s Klasse vor dem Tor oder dass Hugo oder Naldo mal mit einem Krachen einnetzen.
Aber das ist erstmal zweitrangig, solange die spieltaktische Grundordnung auf dem Platz stimmt. Denn über Sicherheit kommt das Selbstvertrauen und über dieses das Spielerische. Nur so kommen wir wieder nach vorn.

Dem Ganzen schließe ich mich unumwunden an. Man merkt seit einigen Wochen, dass es eine eindeutige Tendenz gibt in der Mannschaft. Man hat die Grundordnung wiedergefunden, sich defensiv wieder stabilisiert. Ausreißer, wie die zwei Distanztore oder auch das Gegentor in Enschede, sind nie auszuschließen. Solche Tore sind nur zu vermeiden, indem man frühzeitig die Gefahr erkennt und auch wirklich jeder, diese Zweikämpfe annimmt, bzw. was den gestrigen Freistoß angeht, solche Fouls vermeidet. Aber man sieht allein schon an dieser Argumentation, dass es ein Verbanquespiel ist, mit dem ich hier argumentiere: Wenn man diese Zweikämpfe annimmt, kann es auch zu solchen Freistößen kommen und die Ausführung aller drei Torschüsse war nun einmal Oberklasse. Das muss man dann auch anerkennen.

Erfreulich auch, dass bei Özil mehr Einsatzwille vorhanden ist - über den Willen kommt auch die Leistung zurück. Er hat allerdings noch Einiges an Distanz zurück zu legen, bis er dort angelangt, wo er schon war. Ich bin davon überzeugt, dass auch hier ein längeres Festhalten an dem Spieler, sich im Verlaufe dieser Saison wieder auszahlen wird. Und das hier:
Wir bleiben dann vordergründig abhängig von Einzelaktionen aus dem Mittelfeld, Pizarro`s Klasse vor dem Tor oder dass Hugo oder Naldo mal mit einem Krachen einnetzen.
wird dann hoffentlich auch bald der Vergangenheit angehören.

Da liegt m.E. das Problem. HZ 2 und HZ 1 (die rein spielerisch wirklich gut war) voneinander zu trennen, ist einfach zu schlicht. Denn HZ 2 war ja letztlich die Folge von HZ 1, wie ich finde.
http://forum.werder.de/showpost.php?...ostcount=10230

Die Halbzeiten voneinander zu trennen, ist nicht schlicht, sondern differenziert. Die HZ waren nun einmal unterschiedlich von der Ausführung, wie auch von den spielerischen Voraussetzungen. Man hat in HZ 1 das umgesetzt, was man sich vornahm, leider mit ausbleibendem Erfolg. In der zweiten HZ, als man dem Rückstand hinterlief, wurde man wieder ungeduldig und verlor die Linie - so wie zu weiten Teilen der zurückliegenden schwachen Auftritte. Und natürlich war die zweite Hälfte das Resultat vom ersten Abschnitt/dem Rückstand. Warum sollte ich mich der Schlichtheit schuldig gemacht haben, wenn ich also die Bewertung des Spieles unterteile?
 
Zitat von Lothar Matthäus;892654:
...Man merkt seit einigen Wochen, dass es eine eindeutige Tendenz gibt in der Mannschaft. Man hat die Grundordnung wiedergefunden, sich defensiv wieder stabilisiert....
Richtig. Nur, behaupte ich mal spöttisch, kommt dieses Wiedererlangen alter def. Stabilität zu spät!
Warum muß es immer erst solch ein langes Tief geben?
Warum muß die Mannschaft erst wieder mit dem A. an der Wand stehen, bis sie sich auf die wesentlichen, grundlegenden Dinge besinnt? Laufbereitschaft, Ehrgeiz, Zweikampfverhalten...
Momentan hängen wir zwischen Baum und Borke, da wir bereits zu viele Punkte liegen gelassen haben und zu viele Auftritte ablieferten, die uns in die jetztige Situation brachten.
Mein persönliches Hauptaugenmerk richtet sich auf die EL, bzw noch mehr auf den Pokal. Ein Sieg gegen Augsburg könnte unsere ganze BL-Saison retten, in dem wir dadurch die EL-Teilnahme für´s nächste Jahr sichern.
Daher verliert die BL für mich momentan an Reiz, denn Platz 3 ist leider aufgrund unserer langen Durststrecke zu weit weg.
Daher ist die Rückkehr zu alter Stärke zumindest in der Defensive zwar schön und gut, nur kommt sie leider etwas spät.
In der Offensive halte ich nach wie vor die Variante mit nur einem echten Stürmer für suboptimal.
 
Zitat von Lothar Matthäus;892654:
Die Halbzeiten voneinander zu trennen, ist nicht schlicht, sondern differenziert. Die HZ waren nun einmal unterschiedlich von der Ausführung, wie auch von den spielerischen Voraussetzungen. Man hat in HZ 1 das umgesetzt, was man sich vornahm, leider mit ausbleibendem Erfolg.
Eben da liegt das Problem, welches ich nun schon mehrfach (tut mir Leid, Leute!) angesprochen habe. Genau die genannte "Ausführung" war es. Ein Team kann sich doch nicht ernsthaft schon in der 1.HZ von vier (!) und das auswärts, davon abhängig machen, dass gleich die Chancen sitzen. Wir hätten dort viel klüger spielen, mehr auf Gegnerkontrolle und weniger auf Ballkontrolle und spielerische Lösungen, was zudem Kraft kostete, aus sein müssen. Zumal unsere herausgespielten Tor-Chancen, sagen wir mal, seit Wochen überschaubar sind und wir schon Einzelaktionen oder Standards benötigen.

Daher....
In der zweiten HZ, als man dem Rückstand hinterlief, wurde man wieder ungeduldig und verlor die Linie .....
...war das eben selbstgemachtes Leid. Zwar hätten wir natürlich auch auf die andere Weise in Rückstand liegen, wie auch mit dem wie in HZ 1 mit Glück führen können. So aber haben wir es dem Gegner zusätzlich ziemlich leicht gemacht und die Abwägbarkeit des Risikos für uns selbst unnötig eingeschränkt. Kaum eine Spitzenmannschaft handelt so. Das war einfach ein bisschen naiv - wieder mal.

Und natürlich war die zweite Hälfte das Resultat vom ersten Abschnitt/dem Rückstand. Warum sollte ich mich der Schlichtheit schuldig gemacht haben, wenn ich also die Bewertung des Spieles unterteile?
Trenne "vom ersten Abschnitt" und "dem Rückstand", dann hast Du die Antwort. Wie oben begründet.
 
Ein Sieg gegen Augsburg könnte unsere ganze BL-Saison retten, in dem wir dadurch die EL-Teilnahme für´s nächste Jahr sichern.

In der letzten Saison hat der DFB-Pokal-Sieg Werder die Teilnahme an der EL gesichert, so daß die von KA in der Winterpause vollmundig angekündigte Durchleuchtung des Kaders ausblieb und bei Werder zu Beginn der aktuellen Saison die personellen Baustellen nicht behoben wurden. Dies hat sich in dieser Saison schon mehr als oft genug gerächt und mit einem Sieg gegen Augsburg ist zu befürchten, daß durch die auf diesem Wege erfolgte Qulaifikation für die EL KATS erneut keinen Anlaß sehen, trotz einer enttäuschenden Bundesligasaison die bekannten Baustellen im Kader zur Saison 2010/11 zu beheben.
 
Richtig. Nur, behaupte ich mal spöttisch, kommt dieses Wiedererlangen alter def. Stabilität zu spät!
Warum muß es immer erst solch ein langes Tief geben?
Warum muß die Mannschaft erst wieder mit dem A. an der Wand stehen, bis sie sich auf die wesentlichen, grundlegenden Dinge besinnt?
Das sind eben die entscheidenden Fragen. Ich wiederhole`s gern nochmal: Für mich sind Schaaf`s Konzept und System klar strukturiert, und wenn es funktioniert, ist es famos und sehr nah dran am modernen Fussball. Was mich aber - und ich glaube, da geht es einigen logisch und normal denkenden Werder-Fans ähnlich - irgendwie krank macht, ist a) die unglaubliche Trägheit, die TS & Co. vorleben, ehe auf eindeutige Fehlentwicklungen, auf nicht funktionierende Mannschaftsteile, nicht funktionierendes System oder nicht funktionierende Spieler reagiert wird, teils solange, bis sich die halbe Mannschaft in Formkrisen gespielt hat und b) die chronisch wiederkehrende Analogie dieser Ereignisse.

In der Offensive halte ich nach wie vor die Variante mit nur einem echten Stürmer für suboptimal.
Teilweise stimme ich da zu. Nur, wenn ich bspw. sehe, wie MM gestern gegen LEV im Mf spielte, bin ich manchmal froh, dass nur noch ein Stürmer davor war. Jede eigensinnige Aktion kann andere Mannschaftsteile in der Rückwärtsbewegung in Schwierigkeiten bringen und wenn da nur noch wenige hinter dem Ball stehen....
Jedenfalls sind mir die vielen Kontertore z. Bsp. aufgrund der Diego`schen Spielbremsung noch unangenehm und sehr frisch in Erinnerung.

Richtig, aber leider ist es mit der spieltaktische Grundordnung bei Werder wie das Wetter in Bremen - sehr wechselhaft. Gestern hat sie einigermaßen gestimmt, drei Tage zuvor in Enschede hatte die Werder-Elf die spieltaktische Grundordnung eines aufgescheuchten Hühnerhaufens. Die Mannschaft kann es ja, aber wie in vielen Bereichen fehlt der Mannschaft die Kontinuität, ihre Stärken über einen längeren Zeitpunkt zu zeigen.
Jein.
Eher war es ja in der Vergangenheit so, dass Werder, wenn die Grundordnung einmal stimmte, wie im Schlussviertel 07/08 oder phasenweise April bis Oktober 09 relativ kontinuierlich dies beibehalten konnte. Bloß, wenn diese dann verlorenging, ließ meist eine Reaktion genau darauf viel zu lange auf sich warten.

In der letzten Saison hat der DFB-Pokal-Sieg Werder die Teilnahme an der EL gesichert, so daß die von KA in der Winterpause vollmundig angekündigte Durchleuchtung des Kaders ausblieb und bei Werder zu Beginn der aktuellen Saison die personellen Baustellen nicht behoben wurden. Dies hat sich in dieser Saison schon mehr als oft genug gerächt und mit einem Sieg gegen Augsburg ist zu befürchten, daß durch die auf diesem Wege erfolgte Qulaifikation für die EL KATS erneut keinen Anlaß sehen, trotz einer enttäuschenden Bundesligasaison die bekannten Baustellen im Kader zur Saison 2010/11 zu beheben.
:tnx:
Das trifft exakt auch meine Befürchtungen.
Vielleicht wäre ein Ausscheiden am Donnerstag gegen Twente ja in Bezug auf die BL sogar hilfreich?
 
Teilweise stimme ich da zu. Nur, wenn ich bspw. sehe, wie MM gestern gegen LEV im Mf spielte, bin ich manchmal froh, dass nur noch ein Stürmer davor war.
Hm, ich nicht so recht. Wir hatten, wie gesagt, gestern die erste "echte" Torchance in der 93. Min. Reichlich, wenig, da bringt uns immenser Ballbesitz im MF herlich wenig.
Auch verkommt Pizza dadurch letztlich vollkommen zum Alleinunterhalter, der mit einem Sturmpartner mit wesentlich besser gefiel.
Eine Szene war gestern in der ersten HZ recht bezeichnend: Marin, Özil und Pizza spielten sich den Ball gepflegt in der linken Ecke der Leverkusener im Dreieck den Ball zu. Alles ganz gepflegt und schön anzuschauen. Dann ging Marin mit dem Ball noch ein Stückchen zur Grundlinie und flankte recht passabel. Nur: dort stand weit und breit niemand! Jedenfalls kein Grün-weißer.
Da Pizza mitmachte bei der Ballstafette, war das Zentrum kpl. verweist und Marin hätte genauso gut versuchen können, ihn direkt zu verwandeln. Diese Szene fand ich sehr bedenklich und frgwürdig.
Jedenfalls sind mir die vielen Kontertore z. Bsp. aufgrund der Diego`schen Spielbremsung noch unangenehm und sehr frisch in Erinnerung.
Die obligatorische Diego-Schelte hatte bei Dir ich schon vermisst.;)
Nur wird diese in Anbetracht der Personalie Marin natürlich absurd. Denn wenn man Diego Spielverschleppung vorwirft, sollte man sich mal unsere Nr. 11 während des Spiels genauer anschauen! Nur mit dem Unterschied, daß Diego die Bälle nicht so oft verlor, sondern sie durchaus im Tor unterzubringen wusste. Wäre schön, wenn MM das auch irgendwann schafft...
Das trifft exakt auch meine Befürchtungen.
Vielleicht wäre ein Ausscheiden am Donnerstag gegen Twente ja in Bezug auf die BL sogar hilfreich?
Also so weit möchte ich dann doch nicht gehen. Ich wüsste auch nicht so recht, wie uns das in der schon recht verfahrenen BL-Situation helfen könnte:confused:
Ich hoffe schon, daß wir in der EL noch nicht am Ende sind und diese Hürde packen. Eine Finalteilnahme in HH hätte seinen Reiz!
Ebenso der pokal. Hab mir da nämlich schon ein schnuckeliges Hotel der kurzen Wege rausgesucht.:grinsen:
 
Nach fast 11 Jahren muss ein neuer Trainer her. Frischer Wind auf der Trainerbank, den die Spieler nicht kennen und dessen Reaktionen sie nicht einschätzen können, das brauchen wir. Die Jungs kennen Schaaf in - und auswendig, sie wissen genau, wie sie ihn um den kleinen Finger wickeln können, sie fahren mit ihm Schlitten.
 
Hm, ich nicht so recht. Wir hatten, wie gesagt, gestern die erste "echte" Torchance in der 93. Min. Reichlich, wenig, da bringt uns immenser Ballbesitz im MF herlich wenig.
Auch verkommt Pizza dadurch letztlich vollkommen zum Alleinunterhalter, der mit einem Sturmpartner mit wesentlich besser gefiel.
Eine Szene war gestern in der ersten HZ recht bezeichnend: Marin, Özil und Pizza spielten sich den Ball gepflegt in der linken Ecke der Leverkusener im Dreieck den Ball zu. Alles ganz gepflegt und schön anzuschauen. Dann ging Marin mit dem Ball noch ein Stückchen zur Grundlinie und flankte recht passabel. Nur: dort stand weit und breit niemand! Jedenfalls kein Grün-weißer.

Korrekt, wenn die Meisterschaft nach gepflegtem Kurzpaßspiel entschieden würde, dann können wir den Titelchampagner schon bald kaltstellen, aber die Mannschaft bzw. Teile der Mannschaft nehmen den Begriff "Spiel" beim Wort "Fußballspiel" etwas zu wörtlich, und meinen, daß das Spielerische allein ausreicht.
 
Ich wiederhole`s gern nochmal: Für mich sind Schaaf`s Konzept und System klar strukturiert, und wenn es funktioniert, ist es famos und sehr nah dran am modernen Fussball. Was mich aber - und ich glaube, da geht es einigen logisch und normal denkenden Werder-Fans ähnlich - irgendwie krank macht, ist a) die unglaubliche Trägheit, die TS & Co. vorleben, ehe auf eindeutige Fehlentwicklungen, auf nicht funktionierende Mannschaftsteile, nicht funktionierendes System oder nicht funktionierende Spieler reagiert wird, teils solange, bis sich die halbe Mannschaft in Formkrisen gespielt hat und b) die chronisch wiederkehrende Analogie dieser Ereignisse.
Ich glaube, da hast du die aktuellen/alten Probleme auf den Punkt gebracht. Besonders die Tatsache, dass phasenweise ein Großteil der Mannschaft über einen längeren Zeitraum in Formtiefs fällt, wundert mich schon seit Jahren. Ich habe mich schon länger damit abgefunden, dass es - wie du sagst - wiederkehrende Schwächephasen zu erschreckend ähnlichen Zeitpunkten gibt. Jedoch werden diese Abschnitte gefühlt von Jahr zu Jahr länger. Und das macht mir Angst.
 
Die obligatorische Diego-Schelte hatte ich bei Dir schon vermisst.;)
Nur wird diese in Anbetracht der Personalie Marin natürlich absurd. Denn wenn man Diego Spielverschleppung vorwirft, sollte man sich mal unsere Nr. 11 während des Spiels genauer anschauen! Nur mit dem Unterschied, daß Diego die Bälle nicht so oft verlor, sondern sie durchaus im Tor unterzubringen wusste. Wäre schön, wenn MM das auch irgendwann schafft...
Ich werfe beiden Spielverschleppung vor, wie Du weisst. Nur zeigte MM in den letzten vier, fünf BL-Spielen sowohl ein Auge für den Mitspieler, zugegeben viel zu selten, als auch oder besonders eine Intuition für die Spielsituation, welches ich bei Diego in drei Jahren ganz, ganz selten gesehen habe. Bloß ist das viel, viel zu selten (noch!) im Vergleich zur übertriebenen Ballverliebtheit, wodurch er letztlich immer noch meilenweit von Diego entfernt ist. Summasummarum aber eine höhere Spielintelligenz, zumindest in Ansätzen gezeigt, und damit Anlagen, die Diego einfach nicht hat.

Dagegen war Diego zweikampfstärker und torgefährlicher, und ich glaube nicht, dass MM da jemals in dieser Form hinkommt. Das ohne Frage. Nur sollte MM die angesprochenen Dinge mal konstanter konservieren können, kann er ein wichtigerer Spieler als Diego hier werden.

Also so weit möchte ich dann doch nicht gehen. Ich wüsste auch nicht so recht, wie uns das in der schon recht verfahrenen BL-Situation helfen könnte:confused:
Warum? So gross ist der Abstand zu Platz vier dann doch nicht und zweifellos ist es so, wie ich im eigens eröffneten Thread unter Allgemeines bereits letzte Woche schrieb, dass diejenigen, die länger im EC spielen, einen Wettbewerbsnachteil in der BL haben. Mit Ausnahme der Bayern. Ich hätte lieber eine Serie zum Abschluss in der BL, egal ob nun Platz 4 oder weniger, als wieder wie letzte Saison oder vor drei Jahren alles herzuschenken, um dann im Halbfinale auszuscheiden oder das Finale zu verlieren.
 
Nach fast 11 Jahren muss ein neuer Trainer her. Frischer Wind auf der Trainerbank, den die Spieler nicht kennen und dessen Reaktionen sie nicht einschätzen können, das brauchen wir. Die Jungs kennen Schaaf in - und auswendig, sie wissen genau, wie sie ihn um den kleinen Finger wickeln können, sie fahren mit ihm Schlitten.


Der Haken an dieser Behauptung ? Kein einziger Spieler spielt seit elf Jahren konstant in Bremen - also wo genau liegt die Abnutzung ? Und "Schlitten fahren " mit Schaaf ? :rolleyes: DAS würde ich keinem Spieler raten !!! ((Und glaube auch nicht ansatzweise, dass das mit Schaaf laufen würde, geschweige denn ihn ""um den Finder wickeln "!!!) Da unterschätzt du diesen Mann glaub ich ein wenig !
 
Da unterschätzt du diesen Mann glaub ich ein wenig !

Ein wenig? Sina weiß nicht, wovon sie redet und hat wohl die Zeit nach Rehhagel nicht erlebt. Sei´s drum - ernst zu nehmen ist so etwas aus meiner Sicht eh nicht.

@ Mick: Du schreibst ein wenig wirr. Ich habe doch geschrieben, dass nach der ersten Hälfte, also auch dem Rückstand, der Faden verloren ging.

Vielleicht wäre ein Ausscheiden am Donnerstag gegen Twente ja in Bezug auf die BL sogar hilfreich?

Peinliche Aussage.

Der Kader wurde durchleuchtet. Man hat im Sommer für Tosic, Vranjes & Co. keine Abnehmer gefunden. Nun hat man sie und sie sind bis auf Weiteres weg. All, ich betone alle, die jetzt noch im Kader stehen, haben in diesem Verein auch eine Perspektive. Möglicherweise nicht mehr Rosenberg, aber davon war zumindest im Sommer nicht auszugehen, dass es sich so entwickelt. Zumal Du ja nun gerade einer der Befürworter dieser Personalie warst und ihn auch vor Almeida gesehen hast.

5vor12Richtig. Nur, behaupte ich mal spöttisch, kommt dieses Wiedererlangen alter def. Stabilität zu spät!
Warum muß es immer erst solch ein langes Tief geben?
Warum muß die Mannschaft erst wieder mit dem A. an der Wand stehen, bis sie sich auf die wesentlichen, grundlegenden Dinge besinnt? Laufbereitschaft, Ehrgeiz, Zweikampfverhalten...

Entweder Du vermutest, dass essentielle Dinge, wie Laufbereitschaft, Ehrgeiz und Zweikampfverhalten, nicht in der richtigen Weise von Thomas Schaaf gefordert und gefördert werden, oder Du bist im falschen Thread. Die Frage muss dann gestellt werden, ob diese Krisen nur hier vorkommen, nur unter TS vorkommen oder aber jeder Trainer und jede Mannschaft diese Phasen durchläuft.

Entscheidend ist, dass wir uns jetzt auf dem richtigen Weg befinden. Entscheidend ist, ob der Trainer es schafft, die Mannschaft zu erreichen. Die meisten Trainer werden gar nicht die Möglichkeit erhalten, derartige Krisen bewältigen zu können. Hier ticken die Uhren anders und Du musst Dir die Frage stellen lassen, ob diese Krisen anderswo schneller und effizienter bewältigt werden. Kehren neue Besen wirklich überall gut?

Aber die Frage, die Du stellst ist ja: Lassen sich solche Krisen im Vorfeld durch das Einwirken des Trainers verhindern - oder zumindest abfedern?

Das ist eine sehr theoretische Frage, da der Gegenbeweis nicht zu vertreten ist. Wer weiß schon, inwieweit dem entgegengewirkt wurde und inwieweit die Krise sich ausgedehnt hätte, wäre man, wie hier unterstellt, mit den falschen Mitteln an sie herangetreten. Dass sie sich wiederholt, ist nicht unbedingt ein Indiz dafür, dass sie auch vermeidbar gewesen wäre, denn sie kann völlig unterschiedliche Ursachen haben, auch wenn unterm Strich dasselbe herauskommt.
 
Zitat von Lothar Matthäus;893434:
@ Mick: Du schreibst ein wenig wirr. Ich habe doch geschrieben, dass nach der ersten Hälfte, also auch dem Rückstand, der Faden verloren ging.
Du verstehst falsch und das inzwischen zum wiederholten Mal.
Es kamen die typischen Probleme abnehmender Konzentration, zurückzuführen auf zuvor hohem Aufwand und Frustration wegen der nicht erfolgbringenden Spielweise. Aber genau das muss doch nicht sein!

Tatsächlich war das, was Twente spielte, nichts anderes als eine defensive Variante modernen Fußballs. Zusätzlich gefördert durch einen Gegner, der dem ziemlich naiv entgegenkam. Eng stehen bei gegnerischem Ballbesitz und Platz schaffen nach Balleroberung - normale Attribute, die eigentlich nichts besonders darstellen. Gegen ein ziemlich inflexibles Werder aber immer wieder ein oft erfolgversprechendes, einfaches Mittel, leider.
Werder ist und bleibt eine Mannschaft, die nicht aus der Analyse der Gegebenheiten im Spiel folgerichtig handelt, sondern stets das eigene Spiel durchzudrücken sucht. Selbst dann, wenn die Gegebenheiten auf dem Platz normalerweise gar nichts anderes zulassen. Schlecht. Und sehr berechenbar. Die Spielweise bleibt nahezu unverändert und der Gegner stellt sich drauf ein.
Im Gegensatz dazu legitimierst Du wie die meisten anderen auch die erste HZ als richtige Spielweise. Rein fussballerisch mag das stimmen, aber angesichts der vier Halbzeiten war das - gerade auswärts - wieder mal ziemlich naiv. Zumal, wie @Bremen, @Berder Wremen, @Puwaldo, @uni_corn ebenfalls schrieben, dies struktureller Natur ist und in keinster Weise ein neues Problem darstellt. Die Quittung dafür haben wir wie so oft bekommen und standen zum zigten Male nach einem solchen Spiel wie die Deppen da. Glück-und-Pech-Gejammer kann angesichts dieser Häufigkeit nun wirklich kein Argument mehr sein.

Passend zu oben gesagtem sind folgende Sätze, die Du an 5vor12 richtest, exemplarisch:
Zitat von Lothar Matthäus;893434:
Die Frage muss dann gestellt werden, ob diese Krisen nur hier vorkommen, nur unter TS vorkommen oder aber jeder Trainer und jede Mannschaft diese Phasen durchläuft.
Lassen sich solche Krisen im Vorfeld durch das Einwirken des Trainers verhindern - oder zumindest abfedern?
Dass sie sich wiederholt, ist nicht unbedingt ein Indiz dafür, dass sie auch vermeidbar gewesen wäre, denn sie kann völlig unterschiedliche Ursachen haben, auch wenn unterm Strich dasselbe herauskommt.
:confused: :confused: :confused:
Es ist okay, wenn das Deine Meinung ist, aber in meinen Augen sind das dann doch Aussagen, die in Anbetracht der Diskussionen, die wir hier im Forum bereits seit drei, vier Jahren führen, ziemlich realitätsfern sind.

Wieso? :confused: Ist Dir die Bundesliga unwichtig?

Möglicherweise nicht mehr Rosenberg, aber davon war zumindest im Sommer nicht auszugehen, dass es sich so entwickelt. Zumal Du ja nun gerade einer der Befürworter dieser Personalie warst und ihn auch vor Almeida gesehen hast.
Das stimmt einfach nicht, ich würde gern wissen, wo ich das geschrieben haben soll. Ausserdem kann ich mir nicht erklären, was dies nun mit der Aussage in Bezug auf die Wertigkeit des EC`s zu tun haben soll.
 
Es ist in der Tat nicht nötig sich die Spiele unserer kommenden Gegner anzusehen - denn was man dann an taktischen Schlüssen zu ziehen vermag wird gegen uns nur noch sehr wenig dem Dargebotenem entsprechen. Ein Blinder hat erkennen müssen , dass man sich dem Bremer spiel anpassen muss um Ihnen das Leben schwer zu machen. Oder anders formuliert: Wenn Bremen gaubt das Spiel machen zu müssen, lässt man sie eben in diesem Galuben.

Deswegen wird mehr als ein Unentschieden in Mainz nicht drin sein - beim besten Willen nicht!
 
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