Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Was soll man machen? Den Gegner kommen lassen, der nicht kommen will? Der in beiden Spielen auf ein 0:0 spielt und hofft, durch einen Konter im Weserstadion alles klar zu machen?
Exakt. Genau das. Auf jeden Fall hätten wir dann schon mal vor dem Rückspiel vor eigener Kulisse jetzt eine andere Ausgangsposition. So haben wir den Konter bereits in der ersten von vier Halbzeiten kassiert, weil wir meinten, schon da das Tor erzwingen zu müssen, obwohl noch weitere 135 Minuten Zeit waren. Mir fällt jetzt ad hoc kein europäisches Team auf diesem Niveau ein, welches diesen Fehler machen würde oder zuletzt gemacht hat.

Werder hat auf das Auswärtstor gespielt, was sehr wichtig gewesen wäre, aber leider durch etwas Pech und Unvermögen nicht gefallen ist. So ist das im Fussball.
Nee, so ist das im Fussball nicht. Was bitte ist das denn für ein Kalkül? Auf das Auswärtstor zu warten, darauf zu spekulieren, zu schauen, wie der Gegner agiert, wenn er aktiver wird/werden muss, um die Schwachstellen zu finden - das wäre "sehr wichtig gewesen". Und nicht dem Kontrahenten noch einen Gefallen zu tun, indem wir selbst das Spiel machen, dadurch Twente die Konzentration in der Defensive hochhalten und seinerseits auf den Fehler warten konnte.

Jetzt muss man im Rückspiel alles wieder geradebiegen ... mit einem gewissen Risiko ... aber das Risiko wäre bei einem 0:0 auch da gewesen.
Richtig, nur geringer. Davon abgesehen bin ich überzeugt, dass wir mit sinnvollem Vorgehen dort auch ein Tor geschossen hätten. Weil das keine Mannschaft war, die nur den Ball rausbolzt, sondern irgendwann auch gespielt hätte. Wodurch wir wiederrum die Räume gehabt hätten.

Woher weißt Du denn heute schon, dass die Kräfte am Sonntag gegen Leverkusen nicht reichen werden?
Wissen wir nicht. Unabhängig davon stellt sich dennoch die Frage, warum Werder nicht einen abwartenden, kraftsparenderen Fussball wählt als den mit viel Ballbesitz und hohem läuferischem Aufwand. Wie Magath immer sagt: "Spitzenteams verschwenden keine Kräfte." So ist es.

Es bleibt unverständlich, wieso sich der Trainer, der in der Historie ja durchaus mal seine Verdienste hatte, nicht mal nach den Fähigkeiten seines Kaders richtet, anstatt immer eine (zwar schön anzusehende, aber erfolglose) Offensive vorgibt. Das muss doch irgendwann einmal erkannt werden, dass Kader und Spielkonzept wohl nicht zusammenpassen. Und ständiges Arm-Fuchteln in der 2. Halbzeit ist dann auch kein ausreichendes Mittel mehr.
:tnx: :tnx: :tnx:
 
Wer aus seinen Chancen Tore macht spielt erfolgreich, ein Spiel kann aber auch dann gut sein, wenn man sich ein Vielzahl von Chancen erarbeitet (was Werder in der ersten Hälfte getan) hat, dann aber an Pech, Latte, Pfosten oder dem gegnersichen Torwart scheitert.
Das stimmt. Nur wenn sich diese Art von Spielen in kürzester Historie enorm häufen, stellt sich schon die Frage, was falsch läuft.

Hamburg - dreimal Latte. Der Grund der Niederlage war aber viel mehr die völlig inflexible Spielweise, auf schwerem Boden auswärts beim gleichwertigen Gegner mit über 60% Ballbesitz (schon vorm Platzverweis) rumturnen und hin und her kombinieren, statt clever zu spielen.

Frankfurt, Gladbach, Köln, Schalke, Wolfsburg - jedes dieser Spiele hätten wir von den Spielanteilen und Spielstatistiken her gewinnen müssen. Taten wir nicht, weil wir zu dusselig waren, vor allem taktisch. Natürlich kannst Du immer und immer wieder von fehlendem Glück sprechen. Nur ist das irgendwann müßig und die Ausrede zu billig.

Schalke, selbst Bayern und andere gewinnen immer mal wieder Spiele glücklich, verlieren auch welche unglücklich. Werder dagegen war bei 80-90% der verlorenen BL-Spiele auf Messer`s Schneide, besser oder gleichwertig und hat diese auf dem Papier unglücklich verloren. Wirklich unglücklich?

Thomas bringt der Mannschaft bei, wie man den Ball so nach vorne bringt, dass ein Mitspieler in guter Ausgangslage zum Torschuss kommt. Dass dieser dann ein ums andere Mal scheitert, liegt dann nicht an der taktischen Ausrichtung, ....
Doch, manchmal schon. Denn es ist ja ein Unterschied, wie dieser Vorteil errungen wird, dass überhaupt die Lücken da sind, um den Ball nach vorne zu bringen. Und es ist wichtig, welche Möglichkeiten zeitgleich dem Gegner zum Reagieren gewährt werden. Und es ist wichtig, flexibel mit variabler Ausrichtung dies zu tun, denn Täuschung ist die älteste Taktik der Welt. Es geht um das Überraschungsmoment und darum, schlauer als der Gegner zu agieren. Die taktische Ausrichtung eben...

Das ist kein Patentrezept, auch eine defensivere Variante modernen Fussballs kann öfter scheitern. Ebenso wie dieses Schaafsche Theorem auch viele Spiele gewinnen lässt. Doch es geht schlicht und einfach um mehr Flexibilität, speziell um situationsbedingte Flexibilität! Was Werder an allen Ecken und Enden fehlt.

Aber das Werder die (anfängliche) Überlegenheit und die daraus resultierenden Chancen nicht in Tore umsetzt und dadurch nicht gewinnt, zieht sich wie ein roter Faden durch die letzen 2 Jahre. Um die Spiele aufzuzählen, die in dieser Zeit aus diesen Gründen nicht gewonnen wurden, dafür würden vier Hände nicht ausreichen, so daß man auch nicht mehr von Pech reden kann, das ist Unvermögen, welches sogar KATS mehrmals öffentlich und bestimmt intern noch viel öfters kritisiert haben.
:tnx:
Nur kann ich mich z. Bsp. noch an eine Menge dieser Spiele aus 2002/2003 erinnern, die ebenso liefen. Seit "2 Jahren" passt da mMn nicht.
Und deshalb sollten KATS dabei nicht nur Spieler kritisieren....

Zitat von Lothar Matthäus;886813:
Was spricht dagegen, dass alles Mist ist, wenn man verliert und der Himmel voller Geigen hängt, wenn wir gewinnen?
Sauberes Argument....:rolleyes:
 
Ach Mick - sich Zeit für Deine Beiträge zu nehmen ist für mich schon fast wie das morgentliche Zeitunglesen.

Sehr schön präzisiert!:knutsch:
 
Ich finde sogar nicht, dass wir unsere Tore besonders toll herausspielen. Meistens schnüren wir die Gegner über einen langen Zeitraum ein und dabei wird dann irgendwie völlig undurchdacht drauf losgerannt, losgeflankt oder geballert. Dass ein Pizarro so oft Großchancen liegenlässt, wundert mich nicht, denn es lässt sich kaum was antizipieren. So habe ich nach Werderspielen oftmals die große optische Überlegenheit und ein Chancenplus in Erinnerung. Auf den zweiten Blick stellen sich viele dieser Chancen als Zufallsprodukte (oder individuelle Aktionen) heraus, die einfach als Folge des ständigen Anrennens resultieren müssen. Aber wie oft wird bei Werder ein Stürmer mal so richtig geschickt oder "freigespielt"?
 
Ich finde sogar nicht, dass wir unsere Tore besonders toll herausspielen. Meistens schnüren wir die Gegner über einen langen Zeitraum ein und dabei wird dann irgendwie völlig undurchdacht drauf losgerannt, losgeflankt oder geballert. Dass ein Pizarro so oft Großchancen liegenlässt, wundert mich nicht, denn es lässt sich kaum was antizipieren. So habe ich nach Werderspielen oftmals die große optische Überlegenheit und ein Chancenplus in Erinnerung. Auf den zweiten Blick stellen sich viele dieser Chancen als Zufallsprodukte (oder individuelle Aktionen) heraus, die einfach als Folge des ständigen Anrennens resultieren müssen. Aber wie oft wird bei Werder ein Stürmer mal so richtig geschickt oder "freigespielt"?

:tnx: Jop, wie ich schon gesagt habe, wir sind meilenweilt von der Qualität eines K&K-Sturms entfernt... Habe mir neulich mal wieder die alten DVDs aus diesen Spielzeiten angesehen... Was waren das für Zeiten... :svw_schal: Es fehlt da vorne einfach ein klarer Nummer 1-Sturm... Jetzt mal abgesehen von der Spielweise, die du beschrieben hast... Das war früher wesentlich zielgerichteter und mit dem Unterschied, dass damals die Dinger reingemacht wurden, weil man die Leutz dazu hatte...
 
auch wenn ich vor dem spiel gegen die hertha ebenfalls unverständnis für die allzu offensive spielweise geäußert habe, sehe ich das in diesem fall etwas divergent. klar haben wir das spiel gemacht und über die zweckdienlichkeit dessen lässt sich streiten. allerdings hat man sich bei gegnerischem ballbesitz zumeist hinter die mittellinie verschoben und somit das geschehen auch defensiv überlegen geführt. bei dem gegentor lassen sich dann aber unnötig viele unserer spieler auf die linke seite ziehen, was dem späteren schützen auf rechts, der allerdings von mertesacker früher hätte gestellt werden können, zuviel platz gibt.
was in unserer punktverlustreichen phase der fall war, nämlich das übermäßige pressing schon tief in der gegnerischen hälfte, war in halbzeit 1 nicht zu sehen.
im zweiten spielabschnitt wurde es dann zusehends kopfloser und offensiver, was aber auch schwer zu vermeiden ist, wenn man sich der wertigkeit eines tores im auswärtsspiel bewusst ist. wir haben uns da dann in teilen sehr blöd angestellt.
 
Exakt. Genau das. Auf jeden Fall hätten wir dann schon mal vor dem Rückspiel vor eigener Kulisse jetzt eine andere Ausgangsposition. So haben wir den Konter bereits in der ersten von vier Halbzeiten kassiert, weil wir meinten, schon da das Tor erzwingen zu müssen, obwohl noch weitere 135 Minuten Zeit waren. Mir fällt jetzt ad hoc kein europäisches Team auf diesem Niveau ein, welches diesen Fehler machen würde oder zuletzt gemacht hat.

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Nee, so ist das im Fussball nicht. Was bitte ist das denn für ein Kalkül? Auf das Auswärtstor zu warten, darauf zu spekulieren, zu schauen, wie der Gegner agiert, wenn er aktiver wird/werden muss, um die Schwachstellen zu finden - das wäre "sehr wichtig gewesen". Und nicht dem Kontrahenten noch einen Gefallen zu tun, indem wir selbst das Spiel machen, dadurch Twente die Konzentration in der Defensive hochhalten und seinerseits auf den Fehler warten konnte.

Also sorry, aber das ist mir alles zu theoretisch. Natürlich kann man jetzt sagen, es wäre sinnvoll gewesen, im ersten Spiel defensiv zu stehen und auf 0:0 zu spielen. Was aber passiert, wenn man im Rückspiel dann merkt, dass sich evtl. ein Spiel entwickelt, bei dem man wieder die Pest am Fuss hat? Sowas gibt es nunmal und da kann kein Trainer der Welt irgendwas dran ändern oder beeinflussen. Dann wird die Truppe spätestens nach der 1. HZ nervös und fängt sich im Zweifel eher noch einen, als dass sie genügend eigene Tore erzielt.

Wenn man weiß, dass man über eine hervorrangende Offensive verfügt und auch weiß, dass man in der Vergangenheit bis auf die schwache Phase Ende Hinrunde bis zum Gladbach-Spiel diese starke Offensive gut mit der starken Defensive kombinieren konnte, weiß ich nicht, was daran so falsch sein soll, zu versuchen, das in Enschede auszunutzen? In meinen Augen haben wir zwar offensiv gespielt, aber nicht so Harakiri-mäßig, wie Du das hier darstellst. Das Gegentor, und das haben hier schon mehrere User geschrieben, enstand auch mMn nicht aufgrund einer zu offensiven Ausrichtung, es war mehr eine Kombination aus Zweikampfverweigerung einiger Spieler und Glück beim Schuss von Janssen. Solche Dinger kann man auch im DFB-Pokal gegen nen Drittligisten immer kassieren.

Es klingt ja in der Theorie toll, was Du schreibst: In einem Hinspiel die Kräfte so einteilen, dass man im Rückspiel durch einen kurzen Kraftakt und das Ausspielen eigener Stärken ein optimales Ergebnis erzielen kann. Da spielen aber mMn noch so viele Faktoren eine Rolle, dass man sich auf 90 minuten nicht einfach verlassen sollte, wenn man eigentlich 180 zur Verfügung hat, um zum Erfolg zu kommen. Da spielen die persönlichen Verfassungen der einzelnen Spieler genauso eine Rolle wie die Tatsache, dass auch der Gegner immer noch ein Wörtchen mitzureden hat. So optimal zu spielen, dass wir bei jedem Gegner mit minimalstem Einsatz das optimale Ergebnis rausholen können, ist ein schönes Ziel. Leider denke ich, dass solche Ansprüche nicht einmal Mannschaften wie Bayern, Barca oder Real regelmäßig umsetzen können. Vielleicht häufiger als wir - aber halt auch nicht immer. Was aber auch völlig verständlich ist. Es sind schließlich alles Menschen auf dem Feld bzw. auf der Trainerbank. Und Menschen machen Fehler.
 
Erstmal schön, dass wir jetzt bei einer konstruktiven Diskussion angekommen sind. :svw_applaus:

...allerdings hat man sich bei gegnerischem ballbesitz zumeist hinter die mittellinie verschoben und somit das geschehen auch defensiv überlegen geführt.
Schon richtig. Meinen Eindrücken nach war selbst dieses Spiel von der Organisation auf dem Platz her schon ein Unterschied zu den BL-Spieltagen 12-20, sehe ich auch so.

Dennoch war es ja so, dass unsere Überlegenheit immer noch auf zu viel Ballorientierung und Ballkontrolle beruhte, weniger auf Gegnerkontrolle. Das ist genauso, wie wenn wir uns im Bundesligaspiel mal zurückziehen. Dann finde ich es richtig, dass wir uns zurückziehen, WIE wir uns aber zurückziehen, ist manchmal strategisch erschreckend. Wir sind immer und überall, unabhängig von Spielverlauf und Gegner, völlig darauf fixiert, eine Partie über spielerische Lösungen zu dominieren. Wir blenden in 90% der Fälle jegliche andere Mittel wie psychologische Kriegsführung (van Bommel) oder situative Reaktion auf die punktuellen Stärken der gegnerischen Spieler viel zu oft einfach aus. Und das halte ich für einen schweren Fehler. Denn dann hätten wir am Do. spätestens nach 20 Minuten anders gespielt, dann hätten wir in Gladbach und Hamburg anders agiert.

Ausserdem fand ich schon, dass unsere Mannschaftsteile weit aufrückten, nur sind die Abstände derzeit aufgrund des 4-2-3-1 recht kurz und lässt uns einfacher die Räume verengen. Dazu kam, dass die Abseitsfalle passte, die Twente-Stürmer zu lange schalteten, gedanklich zu langsam waren. Nicht wie Elia oder Jansen, Bobadilla oder Reus....

...bei dem gegentor lassen sich dann aber unnötig viele unserer spieler auf die linke seite ziehen, was dem späteren schützen auf rechts, der allerdings von mertesacker früher hätte gestellt werden können, zuviel platz gibt.
:tnx:
Da liegt der Hund begraben. Es kamen die typischen Probleme abnehmender Konzentration, zurückzuführen auf zuvor hohem Aufwand und Frustration wegen der nicht erfolgbringenden Spielweise. Aber genau das muss doch nicht sein!

Tatsächlich war das, was Twente spielte, nichts anderes als eine defensive Variante modernen Fußballs. Zusätzlich gefördert durch einen Gegner, der dem ziemlich naiv entgegenkam. Eng stehen bei gegnerischem Ballbesitz und Platz schaffen nach Balleroberung - normale Attribute, die eigentlich nichts besonders darstellen. Gegen ein ziemlich inflexibles Werder aber immer wieder ein oft erfolgversprechendes, einfaches Mittel, leider.
Werder ist und bleibt eine Mannschaft, die nicht aus der Analyse der Gegebenheiten im Spiel folgerichtig handelt, sondern stets das eigene Spiel durchzudrücken sucht. Selbst dann, wenn die Gegebenheiten auf dem Platz normalerweise gar nichts anderes zulassen. Schlecht. Und sehr berechenbar. Die Spielweise bleibt nahezu unverändert und der Gegner stellt sich drauf ein.
 
@StoneCold
Es ist immer und alles hier reine Theorie. Was nicht bedeutet, dass diese in der Praxis nie Anwendung findet. Oft basiert sogar die Praxis genau darauf. ;)

Wenn man weiß, dass man über eine hervorrangende Offensive verfügt und auch weiß, dass man in der Vergangenheit bis auf die schwache Phase Ende Hinrunde bis zum Gladbach-Spiel diese starke Offensive gut mit der starken Defensive kombinieren konnte, weiß ich nicht, was daran so falsch sein soll, zu versuchen, das in Enschede auszunutzen?
Wie oben begründet. Es verbietet uns niemand intelligent zu spielen. Tun wir aber nicht.

In meinen Augen haben wir zwar offensiv gespielt, aber nicht so Harakiri-mäßig, wie Du das hier darstellst.
Nirgendwo habe ich was von Harakiri geschrieben, wie einige der Vorredner. Ein Spiel machen zu wollen, bedeutet nicht gleichzeitig Harakiri.

Da spielen aber mMn noch so viele Faktoren eine Rolle, dass man sich auf 90 minuten nicht einfach verlassen sollte, wenn man eigentlich 180 zur Verfügung hat, um zum Erfolg zu kommen. Da spielen die persönlichen Verfassungen der einzelnen Spieler genauso eine Rolle wie die Tatsache, dass auch der Gegner immer noch ein Wörtchen mitzureden hat.
:tnx:
Nur gerade dann ist es umso wichtiger, sowohl taktisch, als auch in der psychologischen Spielvorbereitung flexibel zu sein. Sind wir aber offenbar nicht.
Und gerade dann gilt es eben, an die 180 Minuten zu denken und nicht alles in der ersten HZ erzwingen zu wollen.

Leider denke ich, dass solche Ansprüche nicht einmal Mannschaften wie Bayern, Barca oder Real regelmäßig umsetzen können. Vielleicht häufiger als wir - aber halt auch nicht immer. Was aber auch völlig verständlich ist. Es sind schließlich alles Menschen auf dem Feld bzw. auf der Trainerbank. Und Menschen machen Fehler.
:tnx:
Eben. Nur dürfen diese Fehler nicht zu oft nach dem gleichen Muster passieren, denn auch Menschen lernen (denke ich jedenfalls). Und Fehler lassen sich zumindest oder eventuell dadurch minimieren, dass z. Bsp. Unwägbarkeiten wie vergebene Torchancen nicht zeitgleich ein verlorenes Spiel bedeuten. Indem es mehrere Varianten der Spielführung gibt, welche eine Reaktion genau darauf möglich machen.

Bayern, Barca oder Real haben da einige Mittel, soweit ich das gesehen habe.
 
Das geht aber doch jetzt schon seid ein paar Jahren so, ich persönlich hab die Hoffnung aufgegeben das wir es mal wieder schaffen eine Komplette Saison clever zu agieren.

Eigentlich bin ich ja immer noch überzeugt davon, dass wir mit unserem Kader um die CL Plätze hätten mitspielen können.

Aber taktisch versagen wir doch recht häufig, bzw. schaffen wir es leider nur für ein paar Spiele, clever und abgezockt zu sein.

Finde auch das Team wird recht schnell ungeduldig wenn sie nicht ein frühes Tor machen, bis hin zur puren Verzweiflung weil der Gegner zu kompakt steht und man kein Mittel findet ihn auszuspielen.

Ich fände es auch mal schön wenn wir einen Gegentorschnitt von unter eins über eine Saison hätten.
 
Dass sich Erfolg nur über Glück oder Pech entscheidet habe ich nicht behauptet, sondern diese These wurde von dir aufgestellt... ! Außerdem entscheidet nicht immer das Geld über Erfolg und Misserfolg (Gott sei dank). Was nützt der teuerste Kader, wenn die Mannschaft es nicht versteht zu kämpfen... Bei dem Spiel in Twente haben die Moral und auch der gezeigte Fußball der Mannschaft, in HZ.1 gestimmt. Denke nur Werder muss nicht mit aller Gewalt und überall jedes Spiel gewinnen. Das mit der Chancenverwertung ist nun mal so im Fußball (ungeschriebenes Gesetz), aber nach einer unglücklichen 0:1 Auswärtsniederlage den Trainer wieder in Frage zu stellen, halte ich absolut für absurd.. Und wenn ich mir deine Beiträge hier zum Thema Thomas Schaaf durchlese halte ich viele deiner Äußerungen ebenfalls für absurd. Werder forever :svw_applaus:

Du verstehst mich falsch... Ich hab erstens nirgends geschrieben, das Geld gleich Erfolg bedeutet, sondern ich hab nur festgestellt, dass Werder einer der teuersten Kader hat und damit kann man nicht mittelfristig um Platz 6 kämpfen, sondern muss um dei CL-Teilnahme spielen, sonst geht die Spirale schnell wieder nach unten...

Ich habe hier nicht ein einziges Mal den Trainer in Frage gestellt...ich würde auch an TS festhalten und halte ihn für den besten Trainer für Werder..ich hinterfrage lediglich die Taktik....

Und weiterhin hab ich hier lediglich betont, dass zu einem GUTEN Spiel auch gehört, dass man aus so vielen Chancen Tore macht, sonst war es kein GUTES Spiel, sondern allenfalls ein schönes Spiel.

Bevor Du also hier schreibst, das ich absurde Dinge schreibe, lies Dir meine Beiträge einfach mal durch und denke nach...denn es sind Meinungen, die jeder anders sehen kann, aber von "absurd" zu sprechen, halte ich für sehr arrogant...:svw_applaus:
 
@ Totti1974:

Moin erstmal,

sorry, dass ich Dich missverstanden habe (war wirklich nicht meine Absicht). Ich bin ein Typ Mensch, der auch eigene Fehler eingestehen kann und das tue ich mal an dieser Stelle. Denke nicht, dass ich arrogant bin obwohl das wahrscheinlich, an dieser Stelle so rüber gekommen ist - auch dafür sorry. Ich war nur etwas emotional geladen über die Kritiken an TS. Ich habe zudem auch nichts gegen Meinungsfreiheit.. In Sachen Kader und CL.-Quali sind wir uns ja einig. Mit der Chancenausbeutung haben ich dich ganz einfach missverstanden, obwohl das mit dem schönen und guten Spiel auch definitionssache ist. Natürlich nützt es nichts und ist im Endeffekt nicht gut, hochkarätike Tormöglichkeiten nicht in Erfolg umzumünzen. Es ist selbstverständlich, dass man in Sachen Taktik des Trainers manche Dinge hinterfragen kann und darf - auch da gebe ich Dir recht.
(Wie gesagt es waren in meinem Beiträgen zu viel Emotionen mit im Spiel).
So ich hoffe mal, dass alle Unklarheiten beseitigt wurden und ich hoffe auch auf ein erfolgreiches Spiel heute unserer Jungs. :beer::svw_applaus:
 
Kann hier mal jemand etwas gegen diese Endlos-Wiederholungsposts unternehmen? :tnx: Ich mag nämlich nicht 25x das selbe lesen!:wall:

So, das mußte ich mal loswerden! Ansonsten drücke ich Trainer und Spieler alle verfügbaren Daumen, Zehen etc.
Endlich mal wieder ein zu Null Sieg, bitte! :svw_schal:
 
Einfacher wäre es, wenn nicht 25x mal die selben Fragen oder Phrasen auftauchen, die schon öfter diskutiert oder beantwortet wurden. ;)

Aber ansonsten hast Du vollkommen Recht. :tnx:
 
Kann hier mal jemand etwas gegen diese Endlos-Wiederholungsposts unternehmen? :tnx: Ich mag nämlich nicht 25x das selbe lesen!:wall:

Das Kardinalproblem hier ist, dass einige Theoretiker der Ansicht sind, dass alles besser wird, sobald etwas anders gemacht wird - einige sogar sind auf dem Standpunkt, dass alles besser wird, sobald es jemand anderes macht.

Ich gebe Mick in dem Punkt absolut recht, wo er schreibt, alles sei Theorie - weder der Eine, noch der Andere, wird irgendwelche Beweise für seine Theorie anführen können. Dennoch muss es erlaubt sein, darüber zu diskutieren - nur man muss auch wissen, wo das Problem liegt: In der Theorie gibt es keinen konkreten Lösungsvorschlag. Wer behauptet, er hätte das Ei des Kolumbus gefunden und es gäbe eine Patentlösung, für alle Niederlagen, der ist leider auf dem Holzweg. Die Arbeit des Trainers steht nur im mittelbaren Einfluss zum Spielverlauf. Man kann natürlich Direktive an die Spieler ausgeben, man kann Anreize liefern, nur Lösungen müssen auf dem Feld umgesetzt werden.
Die Diskussion "diese ständigen Wiederholung von immer den gleichen Fehlern", trifft sicherlich den Kern der Arbeit des Trainers. Man, sind allerdings selten taktisch bedingt. Hier muss man auch individuell mit den Spielern sprechen und falsches situatives Verhalten, notfalls auch im individuellen Training korrigieren. Das bedingt allerdings Zeit und häufig tritt das Problem auf, dass es Rückfälle gibt. Das bedeutet allerdings nicht, dass dort nicht gearbeitet wird.

Das Spiel am Donnerstag hat uns doch aufgezeigt, dass die Mannschaft zumindest in Hälfte eins, bis auf den Abschluss alles richtig gemacht hat. Pizarro wird nun kaum einer unterstellen wollen, dass er nicht über die notwendige Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit oder Killerinstinkt verfügt, freistehend vor dem Torhüter so einen Ball zu versenken. Führen wir zu diesem Zeitpunkt 1-0, möchte ich meinen, das Spiel verläuft anders. Was also ist dann von Trainerseite falsch gelaufen?

Ich weiß nicht, ob diese Diskussion hier überhaupt zu diesem Zeitpunkt so stattfinden würde, wären wir mit einem 2-1 aus diesem Spiel heraus gegangen.

Ich will den Verlauf am Donnerstag gar nicht mit Glück oder Pech begründen, denn gerade in HZ 2 wurde Vieles falsch gemacht. Da sind viele Dinge aufgetaucht, die im Rückrundenfinale ebenfalls schief gelaufen sind. Ich habe bspw. auch nicht die Auswechslungsstrategie TS´ verstanden. Özil stand schon viel zu lange auf dem Platz und was Borowski noch bewegen soll, wenn man ein Tor erzielen möchte, ist mir ebenfalls ein Rätsel. Aber es zeigt doch, dass nicht alles im Verlaufe eines Spieles planbar, nicht alles mit einer taktischen Anweisung erklärbar ist und vor allem, alles besser läuft, sobald man es anders macht.

Dito.
Ansonsten drücke ich Trainer und Spieler alle verfügbaren Daumen, Zehen etc.
Endlich mal wieder ein zu Null Sieg, bitte! :svw_schal:

Ich auch. Diskutiert ruhig weiter. Ich werde das dennoch interessiert weiter verfolgen - auch wenn ich nicht zu Allem meinen Senf dazugebe.
 
Zitat von Lothar Matthäus;889624:
. Dennoch muss es erlaubt sein, darüber zu diskutieren - nur man muss auch wissen, wo das Problem liegt: In der Theorie gibt es keinen konkreten Lösungsvorschlag. Wer behauptet, er hätte das Ei des Kolumbus gefunden und es gäbe eine Patentlösung, für alle Niederlagen, der ist leider auf dem Holzweg.


  • Behauptet doch auch keiner, dass es eine Patentlösung gibt, alle Niederlagen zu vermeiden. Einige wären aber sicherlich zu vermeiden gewesen, wenn TS nicht immer und grundsätzlich an seiner taktischen Ausrichtung festhalten würde und in Nibelungetreue immer wieder Spieler wie Borowski und Rosenberg aufgestellt oder eingewechselt hätte.
Das Spiel am Donnerstag hat uns doch aufgezeigt, dass die Mannschaft zumindest in Hälfte eins, bis auf den Abschluss alles richtig gemacht hat. Pizarro wird nun kaum einer unterstellen wollen, dass er nicht über die notwendige Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit oder Killerinstinkt verfügt, freistehend vor dem Torhüter so einen Ball zu versenken. Führen wir zu diesem Zeitpunkt 1-0, möchte ich meinen, das Spiel verläuft anders. Was also ist dann von Trainerseite falsch gelaufen?

Das Ding ist nur, dass sie in HZ 2 nicht mehr allzu viel richtig gemacht hat und ein Fußballspiel bekanntermaßen 2 Halbzeiten hat.

Edit: Männo, wie macht ihr das immer, dass ihr mehrere Zitate in ein post einfügen könnt? Kapiere das einfach nicht!
 
Also, ich war gestern überrascht, dass Werder taktisch und strategisch so stark agierte. Die Ordnung auf dem Platz stimmte, auch wenn die Mannschaftsteile für meinen Geschmack nach wie vor zu hoch standen. Aber die Raumaufteilung, das Spiel gegen den Ball, das situative Handeln auf Geschehnisse auf dem Platz war das beste, was ich von Werder seit drei Monaten gesehen habe. Hut ab, TS. :svw_applaus: :svw_schal:

Ausserdem fand ich beeindruckend, dass das Ganze, anders als sonst so oft, nie in blinden Eifer oder latenter Ungeduld im Verbund mit anteiligem Aufgeben der Ordnung umschlug. Die Mannschaft behielt die Ruhe, auch nach Rückständen, und war stets bemüht, trotz Steigerung der Offensivbemühungen in HZ 2, die Linie beizubehalten. Leverkusen schaffte es - bis auf zwei Szenen in HZ 1 sowie in HZ 2 (wenn ich das richtig gesehen habe) - nicht, trotz vieler Versuche, mit Diagonalbällen und Kombinationsspiel, unsere Doppelsechs zu hinterlaufen oder überhaupt in den Rücken unserer Deckung zu gelangen. Die Abständen stimmten, die Laufwege auch. Das Quadrat Naldo, Merte - Niemeyer, Frings war defensiv aus meiner Sicht gestern stark.

Dass Bayer solche Tore machte, war mMn viel mehr ein Indiz ihres strotzenden Selbstvertrauens, als dass es Werder`s Dusseligkeit geschuldet war. Ich denke, hätten beide punktgleich bspw. auf Platz drei und vier gestanden, gewinnt Werder dieses Spiel. Ganz sicher.

Weiterhin ein grosses Problem, wofür der Trainer zumindest momentan sicherlich nichts kann, bleibt die spielerische Ideenlosigkeit, wenn der Gegner ebenfalls gut gegen den Ball arbeitet, so wie gestern. Ein Problem, das wir nun mittlerweile seit der Rückrunde 2007 mit uns rumschleppen. Zwischendurch im Verlauf der Hinrunde schien es mal so, als könnten wir den über Jahre verlorengegangenen Kombinationsfussball und das geradlinige und vertikale, schnelle Spiel endlich wiederbeleben, aber spätestens seit dem eklatanten Özil-Formverfall hat das wieder Hochkonjunktur.

Wir bleiben dann vordergründig abhängig von Einzelaktionen aus dem Mittelfeld, Pizarro`s Klasse vor dem Tor oder dass Hugo oder Naldo mal mit einem Krachen einnetzen.
Aber das ist erstmal zweitrangig, solange die spieltaktische Grundordnung auf dem Platz stimmt. Denn über Sicherheit kommt das Selbstvertrauen und über dieses das Spielerische. Nur so kommen wir wieder nach vorn.
 
Ich finde sogar nicht, dass wir unsere Tore besonders toll herausspielen. Meistens schnüren wir die Gegner über einen langen Zeitraum ein und dabei wird dann irgendwie völlig undurchdacht drauf losgerannt, losgeflankt oder geballert. Dass ein Pizarro so oft Großchancen liegenlässt, wundert mich nicht, denn es lässt sich kaum was antizipieren. So habe ich nach Werderspielen oftmals die große optische Überlegenheit und ein Chancenplus in Erinnerung. Auf den zweiten Blick stellen sich viele dieser Chancen als Zufallsprodukte (oder individuelle Aktionen) heraus, die einfach als Folge des ständigen Anrennens resultieren müssen. Aber wie oft wird bei Werder ein Stürmer mal so richtig geschickt oder "freigespielt"?

Und auch gestern wieder zu sehen... Dieses planlose Gebolze von hinten raus ist total grauenhaft... Da kommt so gut wie kein Ball an... Kick and rush in seiner Ursprungsform, nur mit dem Unterschied, dass es damals Leutz gab, die diese Bälle verwerten konnten...
 
Zitat von Lothar Matthäus;889624:
Das Kardinalproblem hier ist, dass einige Theoretiker der Ansicht sind, dass alles besser wird, sobald etwas anders gemacht wird .....
Sobald? Nein. "Irgendwann einmal, aber zeitig genug" trifft wohl eher das Kardinalproblem. ;)
Das Spiel am Donnerstag hat uns doch aufgezeigt, dass die Mannschaft zumindest in Hälfte eins, bis auf den Abschluss alles richtig gemacht hat.
.....denn gerade in HZ 2 wurde Vieles falsch gemacht.
Da liegt m.E. das Problem. HZ 2 und HZ 1 (die rein spielerisch wirklich gut war) voneinander zu trennen, ist einfach zu schlicht. Denn HZ 2 war ja letztlich die Folge von HZ 1, wie ich finde.
http://forum.werder.de/showpost.php?p=886064&postcount=10230

;)
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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