Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

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Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
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Seit zwei Jahren? :confused: Das sehe ich ein Stück weit anders.
[...]

hast alles gut begründet und erklärt. Da ist bestimmt auch einiges dran.

Aber Kollege, wenn man deinen Beitrag so liest, dann muss man ja glauben, dass Werder die guten Platzierungen fast ausschließlich nur auf Grund von Vorfällen und Misserfolgen bei der Konkurrenz geholt hätte.

Man kann sich auch alles so hindrehen wie man es grad haben will. Werder hat einfach eine Zeit lang in den entscheidenden Situationen besser gepunktet als die Konkurrenz.

Und mal ganz ehrlich... Die gute Hinrunde dieses Jahr war dann wohl auch nur wieder ein Strohfeuer, dass eigentlich nur deine ganzen Ausführungen bestätigt oder wie?
 
Und mal ganz ehrlich... Die gute Hinrunde dieses Jahr war dann wohl auch nur wieder ein Strohfeuer, dass eigentlich nur deine ganzen Ausführungen bestätigt oder wie?

Habe es an anderer Stelle schon mal geschrieben und anahnd von Zahlen der vergangenen Saisons belegt:

Die Hinrunde war ok, aber nicht so gut wie einige meinen. Bei 28 Punkten aus 17 Spielen stand in den letzten Jahren in der Bundesliga keine Mannschaft besser als Platz Fünf. Wir stehen also vollkommen zu recht auf Platz Sechs nach der Hinrunde. Ob man das als gut bezeichnen darf wage ich zu bezweifeln. Allerdings war schon nach der ersten Transferperiode klar, dass mehr als ein EL-Platz kaum drin sein würde.
 
Die Bundesligaspitze ist einfach breiter geworden. Es ist eben so, dass da oben jetzt 6-7 Vereine wirklich auf einem ähnlichen Level agieren.

Achja, wenn du es doch nach der ersten Transferperiode mit den _grottenschlechten_ Transfers Pizarro und Marin schon wusstest, dann brauchst du dich ja jetzt eigentlich gar nicht mehr dran zu stören
 
So, nach vielen, vielen Spielen, die ich nur per Sky verfolgen konnte, war ich in Gladbach mal wieder im Stadion. Zusammen mit einem guten Freund, der zwar durchaus mit Werder sympathisiert, aber das nur, weil er guten Fußball mag. Er hatte zuvor lange kein Spiel mehr von Werder in ganzer Länge geguckt, eben nur die Zusammenfassungen.

Und was soll ich sagen? Er war - genau wie ich - völlig entsetzt, was da abging. Vom guten Fußball, der jetzt schon zwei Jahre her ist, ist nichts mehr zu sehen. Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Tolle Spiele zwischendurch hatten wir immer wieder. Aber eben nur zwischendurch. Auch die tolle 21-Spiele-Serie war nicht wirklich toll, wenn wir ehrlich sind.

Folgende Dinge sind uns beim Spiel besonders aufgefallen:

1) Geschwindigkeit

Egal, ob wir 3:0 führen oder 0:3 hinten liegen. Es wird immer ein Stiefel und vor allem ein Tempo runtergespielt. Und das ist nicht besonders hoch. Da kommen die mit einem 2:4 aus der Kabine und man sollte doch meinen, die Luft muss jetzt brennen. Und was passiert? Nix! Die Herren spielen weiter ihren Stiefel runter und gut ist. Sprints sieht man nur ganz vereinzelt mal. Allenfalls wenn die Gladbacher kontern, wird es mal schnell. Und dann wird es auch schnell zu schnell für Per Mertesacker. Wie kommt denn das? Ich meine, er war noch nie der Schnellste und lebt mehr von seiner Zweikampfstärke. Und das im Übrigen sehr gut. Aber im Moment läuft der, als zöge der Treckerreifen über den Sandstrand. Dass ich ihn jetzt heranziehe aus einer Truppe, in der keiner sprintet, tut mir fast schon leid. Ich bin nämlich absolut Fan vom Per und besonders seiner Persönlichkeit. Aber an ihm wird ganz besonders deutlich, dass da irgendetwas nicht stimmt!

2) Zweikampfwille

Da braucht man gar nicht so viel zu schreiben, denn dieser Wille existiert nur vereinzelt. Wenn ich mich an Zweikampfsiege von Tim Borowski erinnern möchte, dann muss ich mein Hirn schon ganz schön zermartern. Wohlgemerkt: Ich habe keinen Tropfen Alkohol angerührt. Wer - außer vielleicht noch Torsten Frings - soll in dieser Mannschaft eigentlich noch stehen für Einsatzwille? Dass alle Hoffnung hier auf Bargfrede gesetzt wird, ist schon mehr als symptomatisch.

3) Lernfähigkeit und Änderungswille

Wie viele Spiele müssen wir eigentlich noch verlieren, wie viele Tore müssen wir eigentlich noch kassieren, bis sich irgendetwas an unserer Spielweise ändert. Während sich unsere Gegner "früher mal" vielleicht vor Angst vor unserer Kreativität vor dem Spiel in die Hosen machten, müsste jetzt schon fast ihr Lachen der Grund hierfür sein. Jeder Idiot weiß mittlerweile, wie er gegen Bremen zu spielen hat. Tief stehen und kontern. So einfach ist das. Erfolgsquote mindestens 75%. Wann fangen wir mal an, irgendetwas hieran zu ändern? Und damit komme ich zum vierten und letzten Punkt.

4) Gemütlichkeit.

Dieses an und für sich schöne Wort hat sich mittlerweile wie eine schöne Wolldecke über das Bremer Spiel und augenscheinlich auch über den ganzen Verein gelegt. Unser Spiel kann man nur als gemütlich bezeichnen (s. Punkt 1). Ach komm, dann verlieren wir eben. Ach ja, dann haben wir uns eben blamiert. Ist doch nicht so schlimm. Kopf hoch. Nächsten Samstag haben wir ja wieder ein Spiel. Warum jetzt also noch eine Halbzeit richtig Gas geben, Gras fressen und einem 2:4 hinterher rennen, wenn es doch nächste Woche wieder mit einem 0:0 losgeht? Warum etwas am System ändern, wenn wir doch die letzten sechs Jahre mit Ausnahme der letzten beiden Jahre Erfolg damit hatten? Das wir schon wieder! Da warten wir einfach mal ab!


Als einzelne Spieler nach dem Schlusspfiff in die Nähe der Bremer Kurve kamen, empfingen sie dort zwei Fraktionen. Die eine skandierte "Werder, Werder!", die andere machte seinem Ärger Luft "Wir haben die Schnauze voll!". Ich gebe zu, ich habe mich der zweiten Gruppe angeschlossen und allerdings leise vor mich hingemurmelt "Wir haben die Schnauze voll!" Leid tat mit mal wieder Mertesacker, der zuletzt noch ein paar Sekunden alleine dort unten auf dem Platz stand und wie die Resignation und Ratlosigkeit in Person wirkte.

Warum ich dass alles im Thomas Schaaf-Thread poste? Ich komme mehr und mehr zu der Überzeugung, dass er nicht mehr der Richtige für uns ist. Na klar mag es Probleme mit unseren Transfers geben. Stichwort linker Verteidiger. Aber da laufen so hohe Gehälter und so große Qualitäten über den Platz, dass man damit einfach erfolgreicher spielen muss! Jetzt kann man natürlich sagen, dass dafür die Spieler in erster Linie selbst verantwortlich sind. Und das insbesondere für die oben geforderten Dinge wie Einsatzwille und Geschwindigkeit. Für mich ist aber der Trainer dafür verantwortlich, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Spieler sich selbst motivieren.

Und was die Taktik angeht. Egal, ob Thomas Schaaf die falsche Taktik spielen lässt oder die Spieler seine richtige Taktik falsch spielen. In beiden Fällen hat der Trainer das Problem. Und wenn das auch noch so ungerecht ist.

Ich danke also Thomas Schaaf für seine großartigen Leistungen und eine phantastische Zeit. Aber er sollte nicht mit dem Hintern einreißen, was er sich vorher so toll aufgebaut hat. Mit seiner Art zu spielen, werden wir wahrscheinlich erst mal keinen Erfolg mehr haben. Er möchte seine Art zu spielen aber anscheinend nicht ändern. Das kann ich nachvollziehen und gut verstehen. Dann muss er allerdings auch die Konsequenzen ziehen.
 
Und mal ganz ehrlich... Die gute Hinrunde dieses Jahr war dann wohl auch nur wieder ein Strohfeuer, dass eigentlich nur deine ganzen Ausführungen bestätigt oder wie?
Und ich wiederhole mich auch.

Die Hinrunde kann man differnzierter analysieren anstatt ausschließlich mit der ungeschlagenen Serie zu argumentieren. Die Hinrunde war für einen CL-Aspiranten nicht wirklich gut (vor allem die Heimbilanz war nicht zufriedenstellend). Wir haben viel zu oft "nur" unentschieden gespielt (u.a. Hannover und Köln), glückliche Punkte eingefahren (Nürnberg und Wolfsburg). Berlin und Stuttgart hat in der Phase so ziemlich jeder geschlagen. Unsere Pokalgegner haben oft nur zweitliganiveau gehabt. Dazu die schwächelnde Konkurrenz, die uns einen respektablen Tabellenplatz bescherten - Bayern und Schalke waren noch in der Entwicklungsphase. Dazu haben wir gegen keinen direkten Konkurrenten gewonnen - Leverkusen, Hamburg, Schalke, Bayern, Wolfsburg waren die Gegner, mit denen man sich messen wollte

Ich will das alles auch nicht schlecht reden, die Hinrunde war ja nicht miserabel, auch gegen krisengeschüttelte Gegner wie Berlin und Stuttgart muss man erstmal gewinnen (was wir überzeugt getan haben). Und auch die Spiele wie gegen Hoffenheim und Freiburg waren Lichtblicke, aber eine gute Hinrunde will ich trotzdem nicht gesehen haben - und zu dem Entschluss bin ich nicht erst jetzt gekommen
 
Die Bundesligaspitze ist einfach breiter geworden. Es ist eben so, dass da oben jetzt 6-7 Vereine wirklich auf einem ähnlichen Level agieren.

Achja, wenn du es doch nach der ersten Transferperiode mit den _grottenschlechten_ Transfers Pizarro und Marin schon wusstest, dann brauchst du dich ja jetzt eigentlich gar nicht mehr dran zu stören

Wenn du meine Beiträge in diesem Forum verfolgt hättest, dann wüsstest du, dass ich die Transfers Pizza und Marin sehr wohl als gelungen beizeichnet habe. Borowski war für mich ein Risiko und nicht der Mann, der die DM Position besetzen kann, die dringend einen zusätzlichen Mann gebraucht hätte. In Moreno hat man Hoffnungen gesetzt. Für mich war nicht ganz klar, was ich von ihm halten sollte, da er mir zu unbekannt war.

Da aber schon im Sommer die bekannten Baustellen (AV-Positionen, DM) nicht bearbeitet wurden, war mir klar, dass der Kader sowohl von der Qualität als auch von der Breite her nicht genügend hergibt, um tatsächlich eine sichere Basis für das erreichen eines CL-Platzes zu haben.

Was mich ärgert ist, dass diese bekannten Schwachstellen nicht bearbeitet wurden und auch jetzt im Winter keine Beachtung fanden. (KA: "Wir sind gut aufgestellt.")
Wir haben sowohl personelle Mängel als auch taktische, die ziemlich offensichtlich sind. In der Hinrunde wurde zudem klar, dass wir auf der DM-Position einen guten Nachwuchsmann haben, aber von dem schon zu viel abhängt. Hinzu kommt, dass offensichtlich wurde, dass wir trotz der Verpflichtungen von Pizza und Moreno ein Sturmproblem haben.
 
@ on.werder:

100% Zustimmung! :tnx:
Ich war am Samstag auch seit langer Zeit mal wieder live dabei.
Zuvor hatte ich in dieser Saison leider erst ein Spiel im Stadion verfolgen können: Das 3:0 eben gegen MGB in der Hinrunde.
Mein Gott, was haben wir da abgeklärt gespielt. Doppel-Sechs, hinten gut gestanden, geduldig nach vorn gespielt und eiskalt zugeschlagen.
Und jetzt? Raute, eine viel zu weit aufgerückte 4er-Kette (die sicherlich in der Raute weiter vorn stehen muß, als bei einer Doppel-Sechs, Hurra-Fußball nach vorne und dadurch gepaart mit nicht vorhandener Laufbereitschaft für den Gegner Löcher, so groß wie Scheunentore...
 
(...)

4) Gemütlichkeit.

Dieses an und für sich schöne Wort hat sich mittlerweile wie eine schöne Wolldecke über das Bremer Spiel und augenscheinlich auch über den ganzen Verein gelegt. Unser Spiel kann man nur als gemütlich bezeichnen (s. Punkt 1). Ach komm, dann verlieren wir eben. Ach ja, dann haben wir uns eben blamiert. Ist doch nicht so schlimm. Kopf hoch. Nächsten Samstag haben wir ja wieder ein Spiel. Warum jetzt also noch eine Halbzeit richtig Gas geben, Gras fressen und einem 2:4 hinterher rennen, wenn es doch nächste Woche wieder mit einem 0:0 losgeht? Warum etwas am System ändern, wenn wir doch die letzten sechs Jahre mit Ausnahme der letzten beiden Jahre Erfolg damit hatten? Das wir schon wieder! Da warten wir einfach mal ab! (...)

Das liegt doch an der Bremer Ruhe. Hier hat doch keiner zu irgendeinem Zeitpunkt etwas zu befürchten, so scheint mir. Da können des Trainers Lieblinge machen, was sie wollen. Da kann der Trainer seine Phrasen dreschen wie eh und je. Da kann der Chef des Ganzen von einer gut aufgestellten Truppe reden, was Augenwischerei ist. Die Offensive ist gut aufgestellt, aber alles andere ist Mittelmaß.

Die sollen sich ruhig mal etwas bekakeln und die Bremer Gemütlichkeit ad acta legen. Da passiert offenbar ja gar nichts. Träge wie die Weser...
 
Ich habe auf den letzten Seiten keinen gefunden, der die Arbeit von Thomas nicht auch kritisiert; seien es die Aufstellung, die Auswechslungen... Es geht vor allem darum, ob der Rausschmiss von Thomas angebracht wäre, oder ob man nicht zuletzt deswegen weiter mit ihm arbeiten soll, weil er ein guter Trainer ist, was er u.a. im Doublejahr, aber auch oft genug danach bewiesen hat.

Was die taktische Ausrichtung angeht; ich glaube nicht, dass deren "Berechenbarkeit" Ursache der Krise ist. Wenn es stimmen würde, dass sich unser System seit 2004 im Grunde nicht verändert hat, warum haben die anderen Trainer dann mehr als fünf Jahre gebraucht, um diese scheinbar so offensichtliche Schwachstelle zu erkennen? Es ist ja nicht so, als wäre Thomas erst vor dem Schalke-Spiel von der Doppelsechs abgewichen und seitdem liefe es nicht mehr.

Die Schwachstelle in unserem System haben andere Trainer mit Sicherheit schon viel eher ausgemacht. Man darf aber nicht vergessen, dass wir über einen sehr langen Zeitraum Spiele auch aufgrund der größeren individuellen Klasse unserer Spieler gewonnen haben. Und hier haben andere Mannschaften mittlerweile mehr, als nur gleichgezogen. Und das teilweise übrigens mit geringeren finanziellen Mitteln, als in Bremen!
 
Das Spiel im MG war ja schon ein Offenbarungseid, aber viel schlimmer fand ich die Äußerung vom Coach "Sollen wir jetzt einen Zauberer rufen?" nach dem Spiel? War es - in dieser Situation völlig unangebrachtes - Possenreißen oder schon ein Zeichen von Resignation?
Wohl eine Mischung aus beidem. Oder ganz einfach seine ihm eigene Art, mit kritischen Frage umzugehen.
Bei kritischen Fragen wirkt er in der Regel sehr unsouverän und "watscht" die Herren Voigt etc. gerne ab, geht über dessen Fragen einfach hinweg, anstatt sie zu beantworten.
Oder verfällt, wie in diesem Fall, in Sarkasmus.

Der größte Schock am Samstag, neben der erneuten Aufbietung Boro´s, war für mich der von mir befürchtete, "worst case", daß das Spiel genau so ablaufen wird, wie es in der letzten Zeit in BMG immer ablief: wir machen das Spiel - BMG macht die Tore und behält die punkte. Nur das es dieses Mal noch schlimmer wurde.
Ich hatte die naive Hoffnung, daß spätestens JETZT TS seine naive Offensivtaktik überdenken würde und dafür sorgt, daß wir zunächst defensiv sicherer stehen, um uns daraus ein gewisses Selbstvertrauen zurückzuholen.
Wie dumm von mir.
Was man dann nach 14 Minuten sehen konnte (musste), war einfach grausamste Ernüchterung. 0:3 nach 14 Min., ausgekontert, auswärts...
Mit einer Abwehreihe die quasi den widerstandslosen Freitod ERNEUT auf Höhe der Mittellinie wählte!
Das musste man erstmal sacken lassen...
Ich hatte im Vorfeld mit vielem gerechnet, dieses Szenario hätte selbst ich nicht für möglich gehalten.
Der Gipfel der Dämlichkeit, definitiv nicht mehr Steigerungsfähig.
Leider ist solch ein Auftritt in Gladbach nichts wahsinnig Neues. Eher alt bekannt. Nur die Protagonisten auf dem Feld wechseln dabei ab und an. Auf der Bank nicht.
Was auch dem letzten deutlich machen sollte, daß es nicht allein an der mangelnden Lernfähigkeit der Spieler liegen kann, daß sich solche Auftritte in aller Regelmäßigkeit wiederholen!
Diese Auftritte hat größtenteils ein Trainer zu verantworten, der am Samstag nicht zum ersten Mal zeigt, daß er in puncto System/Taktik in etwa die Felexibilität einer Bahnschiene hat.
Eine muntere Einladung an BMG uns im eingenen Stadion auszukontern. Genau das, was es zu Verhindern galt. Genau das, was man im Vorfeld befürchten mußte.

Das Problem ist mittlerweile, daß gewisse Dinge absehbar sind. Man fährt auf die Wand zu, ohne zu bremsen.
Man weiß, daß Schalke einem bspw. den Schneid im kämpferischen Bereich abkaufen wird. Ebenso Hamburg.
Das BMG oder FFM nur darauf warten, uns zuhause auszukontern.
Das wir traditionell schlecht und schläfrig aus der WP starten - wundert einen das, oder hat man sich darauf bereits insgeheim eingestellt!?

Man kann jetzt natürlich sagen, o.k., auch solch ein Tal werden wir schon selbstverständlich gemeinsam durchstehen. Kann man. Auf der anderen Seite könnte man auch versuchen, dafür sorge zu tragen, daß solche Phasen bzw. Täler gar nicht erst vorkommen.
Das Schlimme ist doch letztlich an der ganzen Situation, daß wir in diese durch Fehler geraten sind, die allesamt nicht neu und sogar bestens gekannt sind!
Das alles passiert nicht zum ersten Mal.
Mangelnde Einsatzbereitschaft in Spielen, wo es darauf ankommt, die Zweikämpfe anzunehmen, wie gegen S04 oder HH, ist kein zufälliges Phänomen, sondern tritt in aller Regelmäßigkeit auf. Und das nicht nur bei 2, 3 Spielern.
Da muß schon die Frage erlaubt sein, ob TS noch die Spieler erreicht und ob er noch in der Lage ist, diese so zu motivieren, daß man nicht nur gegen die Bayern 100% gibt. Bei diesem Punkt bin ich mir absolut nicht mehr sicher...
Auch wenn die Frage nach Alternativen sicherlich eine schwierige ist, so kann man dennoch nicht per se sagen, es darf slles so weiterlaufen wir bisher. Denn genau dabei seh ich die größte Gefahr, in dem man in Selbstgefälligkeit sio tut, als würde am Ende alles automatisch schon wieder gut enden.
Die letzte Saison endete durchaus noch gut durch den Pokalsieg und das Erreichen eines weiteren Finales.
Die Probleme in der BL wurden dadurch lediglich kaschiert und man übersah diese lapidar, da man am Ende doch zufrieden sein konnte. Was gab es da schon zu meckern?!
Augenwischerei, in meinen Augen. Denn bereits in der letzten Saison waren die Fehler zu beobachten, wie man sie heute erneut sieht.
Ob TS es irgendwann schaffen wird, alt bekannte Fehler und Einstellungsprobleme in den Griff zu bekommen? Ich weiß es nicht, habe da so allerdings meine Zweifel.
Unendlich viel Zeit sollte man ihm, trotz aller Verdienste, dafür nicht einräumen.
 
@ on.werder: :tnx: :tnx: :tnx:

@5vor12: :tnx:
Nachfolgend will ich dazu erläutern, gemeinsam mit dieser Aussage
Was die taktische Ausrichtung angeht; ich glaube nicht, dass deren "Berechenbarkeit" Ursache der Krise ist. Wenn es stimmen würde, dass sich unser System seit 2004 im Grunde nicht verändert hat, warum haben die anderen Trainer dann mehr als fünf Jahre gebraucht, um diese scheinbar so offensichtliche Schwachstelle zu erkennen? Es ist ja nicht so, als wäre Thomas erst vor dem Schalke-Spiel von der Doppelsechs abgewichen und seitdem liefe es nicht mehr.
...um es aus meiner Sicht zu erklären.

Werders grundsätzliche Qualität basiert immer auf einem sensiblen Gebilde, d.h. die Stammelf ist zwar stark genug, um um die Meisterschaft mitzuspielen, die Qualität in der Breite fehlt allerdings. Das ist sicher aus finanziellen Gründen erklärbar.
Will sagen: Ist das Team komplett, dazu physisch und psychisch auf der Höhe, kann es zwar passieren, dass die Mannschaft gelegentlich patzt, doch ist allein die Qualität zu hoch, um ständig zu verlieren.
Die fehlerhafte Umsetzung in Taktik, System und Spielausrichtung macht sich besonders bemerkbar, wenn Stammkräfte ausfallen oder mehrere Stammspieler außer Form agieren. Denn dann kommt es zwingend darauf an, a) mit dem vorhandenen Spielermaterial System und Spielweise taktisch danach zu variieren
oder
b) sich mehr am Gegner und dessen Spielweise zu orientieren
oder
c) schlicht und einfach eine passive Spielweise forcieren, geschickt und abgeklärt während eines Spiel die Möglichkeiten ausloten, inwieweit der Gegner zu mehr Aktivität zu bewegen ist. Wie das geht, wurde von mir und anderen schon mehrfach erwähnt.
a),b) und c) nutzt Werder ganz selten, seit längerem schon wieder überhaupt nicht mehr. Das ist fatal, wenn die eigenen Möglichkeiten aufgrund von Formtiefs und Ausfällen das eigene Spielsystem außer Kraft setzen. Dazu kommen dann Fehler im System. Frings ist kein Sechser, Hunt und Boro auf der Destruktivebene der Halbpositionen überfordert. Dazu kommen auch die Selbstzufriedenheit und Genügsamkeit, quasi "gefördert" durch Umfeld und geringer Medienpräsenz, explizit mangelndem Reizklima und rechtzeitigem Druck, um die Konzentration hochhalten zu können. So ist es ausserdem ein wichtiger Aspekt, ob von Werder ein Sieg erwartet wird oder die Truppe praktisch aus einer Aussenseiterrolle kommt. Letzteres liebt Werder ja so, mit ein Grund, warum nach angesprochenen Tiefs auch ein Hoch kommt - wenn nur noch wenig zu verlieren ist.

Unsere derzeitigen Schwierigkeiten liegen zudem auf einer eindimensionalen Sichtweise, wie ich finde. Denn dass Werder wieder mit der Viererkette so hoch wie früher spielt, ist ja in dieser extremen Form erst seit den letzten beiden Spielen so. Ich glaube, dass das Schaaf` s Reaktion auf die Spiele seit Köln bis Frankfurt waren, wo Werder stetig keine Mittel gegen tief stehende Teams fand.

Aber genau da liegt das Kernproblem. Offensichtlich denkt Schaaf, dass mehr Tormöglichkeiten und Tore nur so zu realisieren sind, indem noch mehr im Sinne des Pressings und frühen Störens die Mannschaftsteile weiter nach vorn geschoben werden müssen, um dies realisieren zu können. Er blendet dabei Möglichkeiten wie a), b) und c) wieder mal aus und hat scheinbar die Ursachen für die Schwierigkeiten in diesen Spielen falsch gedeutet.
Seiner Philosophie gemäß gibt es anscheinend immer nur einen hohen Aufwand, läuferisch und kämpferisch, mit viel Ballbesitz und spielerischer Überlegenheit, er glaubt nur so Spielkontrolle erlangen zu können. Dabei wird ihm doch allzu oft selbst aufgezeigt, wie es anders geht. Wolfsburg reagierte entgegen ihrem sonstigen Auftreten bis dahin auf Werder und suchte diesmal das Heil in kompaktem Auftreten, schnellem Platz schaffen nach Balleroberung und Kontern. Köln und Schalke beeindruckten Werder, indem sie erst mit vielen Fouls ständig den Spielfluss unterbrachen, Werder so den Zahn zogen, so dass sie dann den nötigen Platz geschaffen und dem Gegner die Konzentration genommen hatten. Hamburg gab nach alter Hitzfeld-Taktik 15 Minuten Vollgas, nutzte dabei die von vornherein bekannten Schwachstellen Werders, um dann nach schneller Führung die gegebenen Räume zu nutzen und passiv spielen zu können.

Das Ergebnis von Schaaf` s Umstellung nach Erkenntnis ist nun - wieder mal- , dass sich unsere Probleme praktisch nach vorn verschoben haben, dass wir nun mehr Torchancen haben und auch Tore erzielen, umgekehrt aber ebenso viel zulassen und Kontergegentore schlucken.
Es ist nun seit Jahren während dieser Phasen zu beobachten, dass wir immer wieder entweder tiefer stehend keine Mittel finden oder eben mit offenerem Visier ins Verderben rennen. Weil es immer das Gleiche ist: Hoher Aufwand, viel Ballbesitz, Inflexibilität der Spielausrichtung, mangelnde Gegnerorientierung, fehlender absoluter Siegeswille – das alles in beiden Fällen. Und für alledem steht mMn der Trainerstab hauptverantwortlich.

Logisch ist das Ganze für mich trotzdem nicht, denn ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Erkenntnisstand bei Schaaf & Co. niedriger sein sollte als bei ein paar Forumsusern und Freizeitkickern oder Trainern.
 
[...]
Unendlich viel Zeit sollte man ihm, trotz aller Verdienste, dafür nicht einräumen.

Sehr guter Beitrag! :tnx:

Nur beim letzten Satz muss ich etwas stutzen: Ich wüsste keinen Trainer, zumindest keinen verfügbaren, der dann diesen Job übernehmen sollte. Sowohl die bereits genannten Skibbe und Schuster, als auch die anderen Verfügbaren, lassen mich ein wenig schaudern.
Bremen steht gemeinhin für Kontinuität, was ich für ein großes Plus halte.
Deshalb würde mich die Variante, dass man am Ende der Saison schaut, was man wie wo besser machen kann, die Beste.
Das Kind ist doch eh bereits in den Brunnen gefallen. Absteigen werden wir wohl nicht :lol: und mit den internationalen Plätzen werden wir wohl auch nichts mehr zu tun haben. Deshalb denke ich, dass Werder sich das jetzt ganz gelassen anschauen kann, um -wie gesagt - im Zweifelsfall am Ende der Saison aktiv zu werden.

So long
Pink Panther
 
Sehr guter Beitrag! :tnx:

Nur beim letzten Satz muss ich etwas stutzen: Ich wüsste keinen Trainer, zumindest keinen verfügbaren, der dann diesen Job übernehmen sollte.
Aber genau diese Denkweise "es gibt keinen besseren..." ist doch letztlich die zweifelhafte Ausstellung einer General-Amnestie!
Das würde im Umkehrschluß ja bedeuten, wir geben ihm einen Vertrag auf Lebenszeit, lassen ihn bekannte Fehler auch noch Jahrzehnte machen und nehmen das alles so hin. Es gibt ja schließlich keinen besseren...
Das ist für mich ein Totschlagargument. Sicherlich wäre es nicht einfach, jemanden zu finden, der für eine Nachfolge geeignet ist, dennoch bedeutete dies nicht, daß es keinen geben würde. Bei TS hätte seinerzeit auch niemand damit gerechnet, daß er mehr als eine Übergangslösung sein wird, als er 1999 Magath ablöste und bis dato nur die Amas trainierte!
Die Meßlatte läge sicherlich sehr hoch, keine Frage. Allerdings bietet jeder Neuanfang auch gleichzeitig die Möglichkeit, alte Strukturen zu hinterfragen und ggfs. aufzubrechen.
 
@Mick_666: :tnx: :tnx: :tnx:
@ on.werder
@5vor12:

:tnx: ungeteilte Zustimmung

Hinzukommen dürfte noch eine gewisse Resignation seitens der Manschaft, da die kurz zuvor noch hochgesteckten Ziele speziell in der BL mehr und mehr zum scheitern verurteilt sind.
Auch kurzfristige Siege können die Löcher, die in den letzten 2 Monaten entstanden sind, jetzt kaum kitten.
Ob mansich diesjahr mit Pokal und EL als Ausgleichsventil zufrieden geben wird,bleibt abzuwarten..
 
Aber genau diese Denkweise "es gibt keinen besseren..." ist doch letztlich die zweifelhafte Ausstellung einer General-Amnestie!
Das würde im Umkehrschluß ja bedeuten, wir geben ihm einen Vertrag auf Lebenszeit, lassen ihn bekannte Fehler auch noch Jahrzehnte machen und nehmen das alles so hin. Es gibt ja schließlich keinen besseren...
Das ist für mich ein Totschlagargument. Sicherlich wäre es nicht einfach, jemanden zu finden, der für eine Nachfolge geeignet ist, dennoch bedeutete dies nicht, daß es keinen geben würde. Bei TS hätte seinerzeit auch niemand damit gerechnet, daß er mehr als eine Übergangslösung sein wird, als er 1999 Magath ablöste und bis dato nur die Amas trainierte!
Die Meßlatte läge sicherlich sehr hoch, keine Frage. Allerdings bietet jeder Neuanfang auch gleichzeitig die Möglichkeit, alte Strukturen zu hinterfragen und ggfs. aufzubrechen.


:tnx::tnx::tnx:

Es ist leider wahr. Und ich kann mir ein, zwei Trainer vorstellen, die durchaus zu Bremen passen. IMHO ist Ede Becker ein sehr guter Mann. Er hat in Karlsruhe aus sehr, sehr wenig viel gemacht. Dabei immer gutes Händchen für Nachwuchsspieler bewiesen.
Er hat in der 2. Liga den KSC quasi am Boden liegend übernommen. Aus einer Mischung vorhandener Jugendspieler und gezielten Verstärkungen ein Spitzenteam geformt und einen sehr ansehnlichen Fussballspielen lassen. In der Bundesliga hat er IMHO aus dem, was möglich war, das Beste gemacht. In der ersten Saison hat der KSC eine wahnsinnig gute Hinrunde gespielt und für einen Aufsteiger eine mehr als ordentliche Rückrunde. In der vergangenen Saison hat er aus dem kleinsten Kader und dem kleinsten Budget der Liga recht viel rausgeholt.
 
Die Bundesligaspitze ist einfach breiter geworden. Es ist eben so, dass da oben jetzt 6-7 Vereine wirklich auf einem ähnlichen Level agieren.

Achja, wenn du es doch nach der ersten Transferperiode mit den _grottenschlechten_ Transfers Pizarro und Marin schon wusstest, dann brauchst du dich ja jetzt eigentlich gar nicht mehr dran zu stören

Du sagst damit ja selbst, dass wir das Spieler Ppotential haben.
Aber die Qualität des kaders steht an dieser Stelle nicht zur Debatte. Das Team ist in der Lage besser zu Spielen, als es dies derzeit tut.
 
Aber genau diese Denkweise "es gibt keinen besseren..." ist doch letztlich die zweifelhafte Ausstellung einer General-Amnestie!
Das würde im Umkehrschluß ja bedeuten, wir geben ihm einen Vertrag auf Lebenszeit, lassen ihn bekannte Fehler auch noch Jahrzehnte machen und nehmen das alles so hin. Es gibt ja schließlich keinen besseren...
Das ist für mich ein Totschlagargument. Sicherlich wäre es nicht einfach, jemanden zu finden, der für eine Nachfolge geeignet ist, dennoch bedeutete dies nicht, daß es keinen geben würde. Bei TS hätte seinerzeit auch niemand damit gerechnet, daß er mehr als eine Übergangslösung sein wird, als er 1999 Magath ablöste und bis dato nur die Amas trainierte!
Die Meßlatte läge sicherlich sehr hoch, keine Frage. Allerdings bietet jeder Neuanfang auch gleichzeitig die Möglichkeit, alte Strukturen zu hinterfragen und ggfs. aufzubrechen.

Deshalb schrieb ich: am Saisonende schauen. Ich will TS nicht auf ein Podest heben, so dass keiner mehr herankommt, aber jetzt einen Schnellschuss zu machen (wie IMO mit Wagner, das nur nebenbei), halte ich für Grundverkehrt!
 
Deshalb schrieb ich: am Saisonende schauen. Ich will TS nicht auf ein Podest heben, so dass keiner mehr herankommt, aber jetzt einen Schnellschuss zu machen (wie IMO mit Wagner, das nur nebenbei), halte ich für Grundverkehrt!

Inwiefern ist Wagner ein Schnellschuss? Man wollte ihn so oder so holen laut Aussagen und ein Schnellschuss wäre eher ein Spieler wie Gekas um uns aktuell zu helfen.
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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