[Diskussion] Stadionumbau

Das mit dem Dach kann man so stehen lassen - warum das aber typisch Bremen ist, erschließt sich mir nicht ganz. Vielleicht kannst Du ja mal drauf eingehen.



Wenn Du etwas differenzierter hinschaust, wirst Du vermutlich selbst feststellen, dass das Blödsinn ist. Woran machst Du diesen Komfort denn fest, abgesehen von nahen Hintertortribünen und einem Dach mit ausreichender Länge?

Richtig ist sicherlich, dass das Weserstadion stets bröckchenweise ausgebaut wurde und uns somit kein einheitliches Erscheinungsbild bietet, wie es bei den genannten Neubauten der Fall ist.

Diese einzelnen Bauabschnitte haben es aber ermöglicht, dass das Weserstadion in Sachen komfort eben NICHT den anderen Spielstätten hinterherhinkt, sondern - im Gegenteil - gegenüber anderen Stadion teilweise sogar Vorreiter war.

Gehen wir die einzelnen Tribünen und deren Ausbaustufen ruhig mal chronologisch durch.

Westkurve: der Neubau Ende der 80er bescherte die neue Geschäftsstelle, Arztpraxen und Fanräume. Schonmal ein kleiner Fortschritt gegenüber den damals üblichen nackten Tribünen.

Südtribüne: Anfang der 90er war Werder absoluter Vorreiter in Sachen VIP-Logen. Hinzu kamen damals hochmoderne Pressebereiche, die Villa Verde, die Fankneipe und die Leichtathletikhalle unter der Tribüne.

Ostkurve: mit der Großraumloge hat Werder wieder ein neues Konzept etabliert. Dazu kommen großzügige Räumlichkeiten für das Internat, einen neuen Fanshop, dem OKS und weiteren Fan-Räumlichkeiten, einem modernen Kabinenbereich sowie selbstgenutzten Büroräumen.

Nordgerade: mit dem VIP-Bereich inklusive Außenplätzen und dem umfangreichen Catering wurde hier ein weiterer Entwicklungsschritt gemacht. Mit der vorangegangenen Tieferlegung des Spielfelds wurde man dem steigenden Zuschauer-Ansturm gerecht. Dazu kommen natürlich die Bürotürme, die großzügige Flächen für eigene Zwecke bieten, einen größeren Fanshop beherbergt, der Polizei Platz bietet, vielen Unternehmern Büroflächen mit Blick auf das Spielfeld anbietet und außerdem großzügige Flächen für das Catering bereitstellt, so dass hier für alle Plätze guter Komfort geboten wird. Das Wuseum ist ja auch nicht zu verachten.

Und jetzt werden die Catering-Möglichkeiten und die sanitären Anlagen in den Kurven optimiert. Es entsteht zusätzlicher Raum für die Fans in der Ostkurve, die Großraumloge wird komfortabler, eine Aufwärmhalle wird gebaut. In der Westkurve entstehen weitere attraktive Logen, ein Restaurant sowie eine Fankneipe. Nebenbei seien noch die modernen, größeren Videowände erwähnt.

Warum die Aufzählung der einzelnen Ausbaustufen?
Ganz einfach, um folgende Fragen zu stellen.

1.) Was hätte wohl ein Neubau gekostet, der ebenfalls all diese oben genannten Einrichtungen integriert hätte? Sowas hätten wir hier doch gar nicht realisiert bekommen. Alle, die das "Flickwerk" kritisieren oder neidisch nach Meinz oder Aachen schaun, sollten sich mal überlegen was diese Stadien außer langen Dächern und herangezogenen Kurven überhaupt so zu bieten haben. Und ich wage mal zu behaupten, dass wir in Bremen im Falle eines Neubaus nicht wesentlich mehr Komfort gesehen hätten.

2.) Ist das Weserstadion in den letzten 10 Jahren in Sachen Komfort wirklich schlechter gewesen als andere Stadien (auch komplette Neubauten), so wie von Bam Bam behauptet? Angesichts der permanenten Verbesserungen in den letzten Jahren behaupte ich: nein.

3.) Unabhängig von der obigen Aufzählung: welchen Standard hätte wohl jetzt ein Neubau, den man Anfang der 90er an irgendein Autobahnkreuz gebaut hätte? Und vor allem: welche Kapazität hätte man wohl bei einem damaligen Zuschauerschnitt von unter 20.000 gewählt?

Ich glaube einfach, dass in Bremen sehr viel aus den Möglichkeiten gemacht wurde, die das Stadion geboten hat. Die einzelnen, kleineren Baustufen haben bewirkt, dass inzwischen überhaupt der Komfort da ist den wir jetzt vorfinden.

Wer nun neidisch zu anderen Stadien hinaufschaut, der sollte auch bedenken dass München finanziell außer Konkurrenz ist. Hamburg, Schalke und Dortmund hatten zumindest zum Teil riskante Finanzierungen zur Realisierung der Pläne auf die Beine gestellt. Leverkusen hat einen großen Konzern im Rücken. Übrige Stadien wie in Mönchengladbach, Köln oder Aachen mögen von vielen als ansehnlich empfunden werden, sie dürften aber lange nicht die Möglichkeiten bieten, die das Weserstadion bietet. Denn das bietet nicht nur umfangreiche Nutzungsmöglichkeiten, sondern gleichzeitig auch zusätzliche Einnahmemöglichkeiten, die zur schnelleren Amortisierung der Investitionen beitragen.



Wenn man die Kosten mit unserem Geldbeutel vergleicht, ist das selbstverständlich eine Menge Geld. Aber welche Fakten sagen Dir, dass das überteuert ist? Welche Anhaltspunkte hast Du für die Einschätzung, ob es nun teuer oder günstig ist? Kannst Du die Mehrkosten beziffern, die für die Beseitigung der von Dir genannten Kompromisse hätten aufgewendet werden müssen? Ich finde, darüber sollte man sich schon Gedanken machen ehe man sich weit aus dem Fenster lehnt und von Fehlplanung, Peinlichkeit etc. spricht.



Diese paar Leute blenden aber wenigstens nicht die Hintergründe aus, warum so gehandelt wird wie gehandelt wird. Diese wenigen Leute haben zumindest ansatzweise schonmal Dinge wie Kalkulation, Amortisationsrechnung oder Kosten-Nutzen-Analyse gehört oder eben auch Risiko-Controlling gehört. Und sie stellen sich nicht als Laien hin und stellen Aussagen von ausgebildeten Planern in Frage. Oder sind es vielleicht doch nicht nur "ein paar Leute"? ;)



Wie viele Stellungnahmen willst Du denn noch haben? Es wird wohl auch in Zukunft keine Stellungnahme dabei sein, die Dir nach Ablauf eines Monats noch geläufig ist ;)

Ist ja alles schön und gut, jeder hat dazu seinen Standpunkt.Mit Typisch Bremen meinte ich guck dich mal in der Liga um,wo hinken wir den was das Stadion angeht überall hinterher.Oder meinst Du unsere Arena wird von der Uefa jemals ein Europäisches Endspiel austragen.Oder auch mal wieder ein wichtiges Länderspiel bekommen.Oder auch mit den alten Umbau Plänen was die Kapazität angeht.Dort hieß es damals wir brauchen unbedingt ein Stadion mit 50000 Plätzen.Nicht zu vergeßen die sache mit den Flutlichtern die ja so was von nicht mehr Zeitgemäß sind usw usw. das meine ich mit Typisch Bremen,und Monate später ist auf einmal alles wieder gut...Gegenfrage, wer sagt dir den das alles so teuer gewesen wer, wenn man ein längers Dach usw. gemacht hätte.Wir drehen uns doch im Kreis,Du hast deinen Standpunkt ich den meinen.Ich kann mich wirklich immer nur wiederholen,daß ich diese Bauweise des Daches nicht schön finde,hätten die sowas in Hamburg gebaut möchte ich nicht wissen was hier gelästert würde.Sieht ja nun wirklich kommisch aus mit diesen Stahlträgern auf den abgefresten alten Betonbindern mit soviel ungenutzten Platz zwischen Tribüne und Dach.Ich hätte das Stadion nach und nach umgebaut wie zb.in Hamburg oder Hannover.

PS.Ich habe auch schon 1000 mal gesagt das ich mich auf den Umbau freue,weil alles nur besser werden kann als vorher.Aber trotz allem finde ich nicht alles gut was passiert,und wenn man nicht vorher meckern darf wann dann?Wenn alles fertig ist,ist es äh zu spät.Obwohl wir hier sowieso leider nichts beeinflussen können...
 
:eek: Wie kann man das geil finden? Im Ernst jetzt?! Was konkret findest Du denn daran gut? Es sieht doch aus, als wollte man eine hässliche Schale kaschieren, was nicht gelungen ist. Zum Glück bleibt es so nicht, da das neue Dach viel vom Lichteinfall nimmt.

PS: Bitte nicht gleich angegriffen fühlen, das ist eine Ernst gemeinte Frage.

Ich finde es toll, das man die Wandlung und Geschichte des Stadions auch noch erkennen kann.
 
...
Wegen der Akustik bin ich einfach mal gespannt wie sich die neue Form auswirkt. Vorher wars ein grösseres Oval, zukünftig ein kleineres Rechteck. Ich könnte mir vorstellen das es ein grösseres Echo gibt dadurch das die Tribüne parallel zur Bühne verläuft. ...

Da würde ich mir keine Gedanken machen, da die der Bühne gegenüberliegende Tribüne ja voll besetzt sein dürfte bei einem Konzert der Größenordnung. Die Wirkung dessen ist dann ähnlich schallabsorbierend wie eine mit Molton verkleidete Wand im Indoor-Bereich.

In Sachen Konzerte sollte man sich im Weserstadion ein neues Konzept überlegen. Eine Bühne in der Mitte des Feldes klingt daher ganz gut.

Die Stadionbetreiber haben mit Bühnenbauten allerdings nix zu tun. Das ist Sache der Veranstalter. Und 360° Bühnen werden wohl eine Seltenheit bleiben, denn der Aufwand ist immens.

... Wie ich aber auch schon geschrieben habe, gehen immer mehr Künstler in die großen Hallen, daher gibt es nicht mehr so viele Konzerte in Stadien.

Das ist nur nachfrage- und jahreszeitenabhängig. Und solange es Künstler gibt, die Stadien locker füllen und die höheren Produktionskosten im Vergleich zu Indoor-Konzerten locker über den Ticketpreis weiterreichen können, ohne dass dies der Nachfrage einen Abbruch tut, wird es auch weiterhin Stadion-Konzerte geben, meine ich.
 
Habe mal hinter einer ähnlichen Fassade im Sommer Fenster ausgetauscht.Da gehst Du ein,das kannst Du mir glauben;)

Und woher nimmst du die Gewissheit, dass das beim Weserstadion auch so ist und nicht bereits bei der Planung bedacht wurde?

Das Problem an deinen Aussagen ist m.E., dass du deine Äußerungen stets als Fakten und Tatsachen verkaufst. Du würdest hier sicherlich etwas weniger Gegenwind bekommen, wenn du deine künftigen Beiträge um "könnte", "ich denke", "ich kann mir vorstellen", "vielleicht",... erweiterst.
 
Und woher nimmst du die Gewissheit, dass das beim Weserstadion auch so ist und nicht bereits bei der Planung bedacht wurde?

Das Problem an deinen Aussagen ist m.E., dass du deine Äußerungen stets als Fakten und Tatsachen verkaufst. Du würdest hier sicherlich etwas weniger Gegenwind bekommen, wenn du deine künftigen Beiträge um "könnte", "ich denke", "ich kann mir vorstellen", "vielleicht",... erweiterst.

Weil ich hinter einer vergleichbaren Fassade natürlich nicht diese Fläche selber schon gearbeitet habe.Ich denke wir werden das im Sommer als Kritikpunkt von den betroffenen Personen hören.Warten wir es ab...

Ps.ich liebe Gegenwind,war noch nie ein ja und amen sager.
 
Also sorry, aber ich habe nicht die Zeit um dem Thread hier regelmäßig zu folgen, aber heute habe ich im Umbau-Tagebuch gesehen wie das neue Dach auf der Westkurve aktuell aussieht und da ergibt sich mir folgende Frage:

Die Stützträger für das Dach, bleiben die so erhalten oder werden die nach Fertigstellung des Daches (wenn es evtl. mit den Dächern von Süd/Nord-Tribüne verbunden und somit gestützt wird) wieder abmontiert? Alles andere wäre ja wirklich unglücklich...

(Ich habe euch natürlich öfters darüber schreiben sehen, aber es da selber noch nicht so wahr genommen.)
 
Ist ja alles schön und gut, jeder hat dazu seinen Standpunkt.Mit Typisch Bremen meinte ich guck dich mal in der Liga um,wo hinken wir den was das Stadion angeht überall hinterher.

Ja, wo denn?
Mach es doch mal an konkreten Elementen des Stadions fest.

Man könnte das Dach und die Kapazität nennen. Ersteres ist in der Tat ein kleines Manko, letzteres hat nichts mit Komfort zu tun.

Soviel dazu. Und in welcher Hinsicht hinkt das Stadion sonst noch so hinterher?

Oder meinst Du unsere Arena wird von der Uefa jemals ein Europäisches Endspiel austragen.Oder auch mal wieder ein wichtiges Länderspiel bekommen.

Da kommen auch andere Dinge wie Infrastruktur, Lage oder Erreichbarkeit zum tragen. Und das kann man selbst mit perfekten Umbauplänen kaum zur Zufriedenheit der UEFA lösen. Selbst wenn wir die (zugegeben ausbaufähige) Kapazität erreichen würden, wären wir immer noch kein Kandidat für ein solches Sport-Event.

Oder auch mit den alten Umbau Plänen was die Kapazität angeht.Dort hieß es damals wir brauchen unbedingt ein Stadion mit 50000 Plätzen.

Natürlich ist Werder zum Verhängnis geworden, dass man bestimmte Entscheidungen nach außen hin so euphorisch wie möglich verkaufen muss. Das hat man getan, indem man auf die Wichtigkeit der Kapazität hingewiesen hat. Leider wurde die offensive Anpreisung der Erweiterung zum Bumerang, wie wir wissen. Aber die Gründe sind ja auch X Mal genannt, und wie ich finde auch plausibel erläutert worden. Natürlich ist es verdammt unglücklich, mit solchen Neuigkeiten dann erneut an die Öffentlichkeit treten zu müssen.
Aber was will man anderes tun, als so offen wie möglich damit umzugehen und so deutlich wie möglich die Hintergründe zu beleuchten? Dass diese dann von einigen mit aller Konsequenz ignoriert werden bzw. nicht verstanden werden wollen, dafür kann der Verein nichts.

Nicht zu vergeßen die sache mit den Flutlichtern die ja so was von nicht mehr Zeitgemäß sind usw usw. das meine ich mit Typisch Bremen,und Monate später ist auf einmal alles wieder gut...

Dass Flutlichtmasten nicht mehr zeitgemäß sondern eher was für Nostalgiker sind (zu denen ich mich in diesem Fall auch zähle), ist ja nach wie vor so.
Man darf aber auch nicht vergessen, dass es gerade in diesem Punkt eine Menge Gegenwind aus dem Fanlage gegeben hat. Somit war es doch für die Planer auch ein leichtes, hier zuerst den Rotstift anzusetzen, als die Notwendigkeit zur Reduzierung des Projekts bekannt wurde.

Gegenfrage, wer sagt dir den das alles so teuer gewesen wer, wenn man ein längers Dach usw. gemacht hätte.Wir drehen uns doch im Kreis,Du hast deinen Standpunkt ich den meinen.

Letztendlich kann man das nur schätzen. Wenn wir die alten Pläne in zwei Schritten realisiert hätte, dann hätte der erste Schritt mindestens 68 Mio und der zweite Schritt nochmal mindestens 30 Mio gekostet, diese Zahlen wurden zumindest immer wieder kolportiert. Schätzungsweise hätte man sich irgendwo in der Mitte zwischen der alten und der neuen Planung eingependelt, also vermutlich irgendwo zwischen 70 und 80 Mio. Aber das ist wirklich wild spekuliert.

Aber wenn man Manfred Müller erstens zugehört und es zweitens seine Aussagen behalten hat, dann wird man auch verstanden haben dass es gar keine Rolle spielt, wie hoch die Mehrkosten sind.

Denn das jetzige Projekt ist mit 60 Mio veranschlagt. Vielleicht wird es durch die Preiseinwicklung einen Tick günstiger. Die genannten 60 Mio sind aber die Obergrenze, was Banken der BWS ohne weiteres finanziert hätten, auch das ist in einer Pressekonferenz gesagt worden!

Mehr Finanzierungsvolumen wäre entweder möglich gewesen, wenn beide Anteileigner der BWS ihre Anteile erhöht hätten, aber dort hat bekanntlich die Stadt Bremen nicht mitgespielt. Und ein Übergewicht von Werder hätte steuerliche Nachteile nach sich gezogen, die ich im einzelnen aber nicht benennen kann.

Oder man hätte riskante Finanzierungsmodelle auf die Beine gestellt, die bei fehlenden Erträgen (z.B. ausbleibenden sportlichen Erfolg) schnell zum Eigentor werden können. Was nützt uns beispielsweise die Begebung einer Anleihe mit hohem Volumen, wenn wir die Rückzahlung nur durch regelmäßige CL-Teilnahmen gewährleisten können? Damit sind schon andere Vereine auf die Nase gefallen.

Insofern hätte man vermutlich schon harte Verhandlungen mit den Banken gehabt, wenn es "nur" um 5 Mio mehr gegangen wäre, die man ja auch nicht dem Budget aus dem Spielbetrieb nehmen möchte!

Ich kann mich wirklich immer nur wiederholen,daß ich diese Bauweise des Daches nicht schön finde,hätten die sowas in Hamburg gebaut möchte ich nicht wissen was hier gelästert würde.Sieht ja nun wirklich kommisch aus mit diesen Stahlträgern auf den abgefresten alten Betonbindern mit soviel ungenutzten Platz zwischen Tribüne und Dach.Ich hätte das Stadion nach und nach umgebaut wie zb.in Hamburg oder Hannover.

Schön finde ich es auch nicht wirklich.
Aber ich denke, man war aus Kostengründen darauf bedacht, keine völlig neue Konstruktion bauen zu müssen, sondern tragende Elemente des alten Stadions wiederzuverwenden. So haben wir keine optimale Lösung, dafür aber eine, die sich ohne große Harakiri-Aktionen finanzieren lässt.

PS.Ich habe auch schon 1000 mal gesagt das ich mich auf den Umbau freue,weil alles nur besser werden kann als vorher.Aber trotz allem finde ich nicht alles gut was passiert,und wenn man nicht vorher meckern darf wann dann?Wenn alles fertig ist,ist es äh zu spät.Obwohl wir hier sowieso leider nichts beeinflussen können...

Das ist doch schön dass Du Dich freust :)
Und: alles finde ich auch nicht schön. Und ich bin mir sicher, dass auch die Verantwortlichen durchaus die erste Lösung bevorzugt hätten. Deshalb finde ich es ja auch reichlich unsachlich, einfach mal draufzuhauen ohne überhaupt den Versuch zu starten, die getroffenen Entscheidungen nachzuvollziehen.

Und: stimmt, vorher meckern bringt nichts. Vor allem bringt es nichts, auf Verdacht Dinge anzumeckern, die sich evtl. im Nachhinein sowieso anders darstellen.


Eines aber zeigt dieser Thread eindeutig:
Die einen sind in der Planung gut aufgehoben, die anderen sind am Bau direkt gut aufgehoben. Und es ist verdammt gut, dass der eine sich nicht um den Job des anderen kümmern muss, sondern die Aufgaben auch dementsprechend verteilt sind. Ansonsten wäre das Geld wohl schon beim Aufbau der Kräne alle gewesen ;)
 
Ja, wo denn?
Mach es doch mal an konkreten Elementen des Stadions fest.

Man könnte das Dach und die Kapazität nennen. Ersteres ist in der Tat ein kleines Manko, letzteres hat nichts mit Komfort zu tun.

Soviel dazu. Und in welcher Hinsicht hinkt das Stadion sonst noch so hinterher?



Da kommen auch andere Dinge wie Infrastruktur, Lage oder Erreichbarkeit zum tragen. Und das kann man selbst mit perfekten Umbauplänen kaum zur Zufriedenheit der UEFA lösen. Selbst wenn wir die (zugegeben ausbaufähige) Kapazität erreichen würden, wären wir immer noch kein Kandidat für ein solches Sport-Event.



Natürlich ist Werder zum Verhängnis geworden, dass man bestimmte Entscheidungen nach außen hin so euphorisch wie möglich verkaufen muss. Das hat man getan, indem man auf die Wichtigkeit der Kapazität hingewiesen hat. Leider wurde die offensive Anpreisung der Erweiterung zum Bumerang, wie wir wissen. Aber die Gründe sind ja auch X Mal genannt, und wie ich finde auch plausibel erläutert worden. Natürlich ist es verdammt unglücklich, mit solchen Neuigkeiten dann erneut an die Öffentlichkeit treten zu müssen.
Aber was will man anderes tun, als so offen wie möglich damit umzugehen und so deutlich wie möglich die Hintergründe zu beleuchten? Dass diese dann von einigen mit aller Konsequenz ignoriert werden bzw. nicht verstanden werden wollen, dafür kann der Verein nichts.



Dass Flutlichtmasten nicht mehr zeitgemäß sondern eher was für Nostalgiker sind (zu denen ich mich in diesem Fall auch zähle), ist ja nach wie vor so.
Man darf aber auch nicht vergessen, dass es gerade in diesem Punkt eine Menge Gegenwind aus dem Fanlage gegeben hat. Somit war es doch für die Planer auch ein leichtes, hier zuerst den Rotstift anzusetzen, als die Notwendigkeit zur Reduzierung des Projekts bekannt wurde.



Letztendlich kann man das nur schätzen. Wenn wir die alten Pläne in zwei Schritten realisiert hätte, dann hätte der erste Schritt mindestens 68 Mio und der zweite Schritt nochmal mindestens 30 Mio gekostet, diese Zahlen wurden zumindest immer wieder kolportiert. Schätzungsweise hätte man sich irgendwo in der Mitte zwischen der alten und der neuen Planung eingependelt, also vermutlich irgendwo zwischen 70 und 80 Mio. Aber das ist wirklich wild spekuliert.

Aber wenn man Manfred Müller erstens zugehört und es zweitens seine Aussagen behalten hat, dann wird man auch verstanden haben dass es gar keine Rolle spielt, wie hoch die Mehrkosten sind.

Denn das jetzige Projekt ist mit 60 Mio veranschlagt. Vielleicht wird es durch die Preiseinwicklung einen Tick günstiger. Die genannten 60 Mio sind aber die Obergrenze, was Banken der BWS ohne weiteres finanziert hätten, auch das ist in einer Pressekonferenz gesagt worden!

Mehr Finanzierungsvolumen wäre entweder möglich gewesen, wenn beide Anteileigner der BWS ihre Anteile erhöht hätten, aber dort hat bekanntlich die Stadt Bremen nicht mitgespielt. Und ein Übergewicht von Werder hätte steuerliche Nachteile nach sich gezogen, die ich im einzelnen aber nicht benennen kann.

Oder man hätte riskante Finanzierungsmodelle auf die Beine gestellt, die bei fehlenden Erträgen (z.B. ausbleibenden sportlichen Erfolg) schnell zum Eigentor werden können. Was nützt uns beispielsweise die Begebung einer Anleihe mit hohem Volumen, wenn wir die Rückzahlung nur durch regelmäßige CL-Teilnahmen gewährleisten können? Damit sind schon andere Vereine auf die Nase gefallen.

Insofern hätte man vermutlich schon harte Verhandlungen mit den Banken gehabt, wenn es "nur" um 5 Mio mehr gegangen wäre, die man ja auch nicht dem Budget aus dem Spielbetrieb nehmen möchte!



Schön finde ich es auch nicht wirklich.
Aber ich denke, man war aus Kostengründen darauf bedacht, keine völlig neue Konstruktion bauen zu müssen, sondern tragende Elemente des alten Stadions wiederzuverwenden. So haben wir keine optimale Lösung, dafür aber eine, die sich ohne große Harakiri-Aktionen finanzieren lässt.



Das ist doch schön dass Du Dich freust :)
Und: alles finde ich auch nicht schön. Und ich bin mir sicher, dass auch die Verantwortlichen durchaus die erste Lösung bevorzugt hätten. Deshalb finde ich es ja auch reichlich unsachlich, einfach mal draufzuhauen ohne überhaupt den Versuch zu starten, die getroffenen Entscheidungen nachzuvollziehen.

Und: stimmt, vorher meckern bringt nichts. Vor allem bringt es nichts, auf Verdacht Dinge anzumeckern, die sich evtl. im Nachhinein sowieso anders darstellen.


Eines aber zeigt dieser Thread eindeutig:
Die einen sind in der Planung gut aufgehoben, die anderen sind am Bau direkt gut aufgehoben. Und es ist verdammt gut, dass der eine sich nicht um den Job des anderen kümmern muss, sondern die Aufgaben auch dementsprechend verteilt sind. Ansonsten wäre das Geld wohl schon beim Aufbau der Kräne alle gewesen ;)

Laß mal gut sein,wie gesagt Du hast deinen Standpunkt ich den meinen.Zu den Mankos gehören natürlich auch die offenen Ecken,und die Stützpfeiler die einige vor der Nase haben werden.Und die angesetzten Mobilen Tribünen,sind auch von der Optik eine sache für sich.Wenn Du diese dinge nicht als Manko siehst ist es ja gut.Von mir aus hätten sie noch ein paar Jahre im alten Stadion spielen können,um dann irgendwann mal Plan 1 zu realisieren.Bin schon immer der Meinung gewesen endweder richtig oder garnicht.Ist zb. bei mir mit meinem geplanten Bau genauso,so wie ich es haben möchte ist es zur Zeit nicht möglich.Deshalb spare und warte ich noch ein wenig,würde mich ja ärgern wenn ich jetzt auf Teufel komm raus bauen würde und mich hinterher wenn das Geld weg ist wieder ärgern müßte.Da ziehe ich parallelen zu dem Umbau des Weserstadions.Aber auch das habe ich schon mal erwähnt.Wenn Du glücklich mit diesem Umbau bist ,ist es ja legitim.Ich finde halt nicht alles so toll und rede mir ein es ging halt nicht anders.Und dieser Hype, um diese alten häßlichen Flutlichter, konnte ich noch nie verstehen.Fahre auch schon sehr sehr lange in dieses Stadion,aber ich könnte mit einer beleuchtung wie sie jetzt in den meisten Arenen ist sehr gut leben.Und würde auch optisch meiner Meinung zu den "neuen"Weserstadion besser passen.

Sieht schon scheiße aus... (-:

http://photo.citybeat.de/images/photo.jpg?id=8522841&area=news&width=900&height=637&brand=0

Schade das dieser Traum geplatzt ist...Und das Dach wer fast bis an die Seitenlinien gegangen.

http://img217.imageshack.us/i/770624072dw.jpg/

Nicht wie jetzt,ein schlechter Witz...

http://upload.wikimedia.org/wikiped...ion.JPG/260px-Dach_Südgerade_Weserstadion.JPG
 
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