Thomas Schaaf (verlässt Werder Bremen mit sofortiger Wirkung!)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Pingy
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Der Umbruch läuft - wie ist Eure aktuelle Meinung zu unserem Trainer?

  • TS genießt auch weit über die Saison hinaus weiterhin mein uneingeschränktes Vertrauen

    Votes: 288 30,4%
  • Wenn in der kommenden Saison kein internationaler Wettbewerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 94 9,9%
  • Wenn in dieser Saison kein internationaler Wettberwerb erreicht wird, sollte TS gehen

    Votes: 67 7,1%
  • TS wird mit diesem Verein keinen Erfolg mehr haben und sollte spätestens im Sommer gehen

    Votes: 266 28,1%
  • TS sollte sofort gehen, um einen möglichen Abstiegskampf diese Saison zu vermeiden

    Votes: 231 24,4%

  • Total voters
    946
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Jede Mannschaft spielt nur so gut, wie es der Gegner zulässt und bei den letzten Bulispielen muss man sagen hat der Gegner uns nicht spielen lassen. Meiner Meinung ist das aber keine Taktikfrage, sondern ne Einstellungs- und Kampffrage.
Wir wollen schönen Fussball spielen, deswegen spielen wir mit mindestens 3 jungen exzelenten Technikern. Die Techniker lieben oft nicht die defensiven Zweikämpfe wie wir hier auch bei Micoud und Diego gesehen haben. Özil hat sich deswegen auch schonmal positiv über die Nati geäußert, weil er da "alle freiheiten hat".
Oft ist leider so, es gibt Kämpfer (z.B.Frings) oder Techniker, selten ist das bei einem Spieler vereint, spontan fällt mir keiner ein, Ballack, Lampert vielleicht aber auch eben mehr Kämpfer.
Unsere Techniker müssen entweder mehr kämpfen oder einer von den dreien muss raus, sonst verlieren wir auch gegen Hamburg und vorallem Schalke.
 
Aus dir spricht die reine Enttäuschung eines Fans, der nicht verlieren kann.
So ist es. Wenn nach dem ersten Tor Tausende rechts, links und vor Dir in Deine Richtung skandieren "Werder Bremen Hurensöhne" oder etliche Plastebecher fliegen, das 20 Minuten anhält, später nochmal 10 Minuten wiederkehrt und wenn Du dann, frierend in der Eiseskälte siehst, wie dümmlich Werder auch noch auf dem Platz agiert und so ein Spiel unnötig herschenkt, Du dann über sechs Stunden im schwersten Schneetreiben heimfährst, nehme ich mir raus, auch mal enttäuscht sein zu dürfen.

Oder ist es vielleicht ganz normal, daß eine sich entwickelnde Mannschaft nicht sofort konstant spielen kann?
Na klar ist das normal. Nur hat das, was die letzten Wochen ablief, weniger mit einer unkonstant agierenden Mannschaft zu tun, sondern einfach mit mangelnder Variabilität, Flexibilität etc. Gerade wenn bei einem Team der Akku leer scheint, einzelne Leistungsträger unter Form agieren, muss ich doch zusehen, clever zu spielen, einfacher, ergebnisorientierter und kräftesparender. Werder aber macht seit geraumer Zeit genau das Gegenteil. Dafür ist unter anderem ein Trainer zuständig, da einem Team den Weg zu weisen.

Ich glaube kaum, dass es keine Reaktion auf bestehende Fehler gibt.
Den Satz meinst Du ernst? Aha, und wie sehen die Folgen dieser angeblichen Reaktion Deiner Meinung nach aus? Dass wir nach dem Bochum-Spiel, wo erste Ansätze von Schludrigkeit zu sehen waren, danach in Nürnberg komplett die selben Fehler, nur noch schlimmer, machen? Dass wir dann gegen Dortmund mit einem hohen Übergewicht an Ballbesitz trotz mehr Belastung als der BVB unter der Woche derart unklug agieren, uns zwischendurch von einem 6:0 in Freiburg beweihräuchern lassen, nur weil ein neuer Trainer Dutt (wohl auch der einzige) nicht wusste, wie gegen Werder zu spielen ist? Dass wir selbst gegen Wolfsburg mit 24 : 8 Torschüssen und 8:5 und wiederum einem hohen Vorteil an Ballbesitz rumlaufen, gegen eine Mannschaft, die ansonsten genau umgekehrt naiv spielt? Dass wir in Köln gegen einen limitierten Gegner nun gänzlich die Attribute vermissen lassen, wie vertikales Spiel, wie Scheindominanz, wie Schnelligkeit bei Balleroberung und dies danach auch noch von Spiel zu Spiel extremer wird? Weder Schalke, noch HSV, schon gar nicht Köln hatten in Ansätzen die individuelle Klasse wie Werder auf dem Platz, aber von der Ein- und Aufstellung und dem spieltaktischen Vorgehen hatten sie uns einiges voraus.

Seltsamerweise hat er aber mit seinen Methoden Erfolg über lange Zeiträume. Warum nur, wenn er so ein schlechter Trainer ist und "hart hinterfragt" gehört.
Das ist das übliche Argument, wenn einem nichts anderes einfällt. Unstrittig ist, dass der liebe Thomas Schaaf mit seiner Herangehensweise und der langen Leine eine Mannschaft mit geringerer Qualität zu Höchstleistungen bringt, dass sich Spieler entwickeln, die sich unter Druck vermutlich nie so entwickeln würden. Wie sich zeigt, wenn sie danach anderswo spielen. OB TS aber auch bei einer Mannschaft hoher Qualität, wie sie Werder derzeit hat, diese auch nahe am Optimum führen kann, wage ich langsam zu bezweifeln. Letztlich lässt uns das, was den Verein nach oben geführt hat, an der Schwelle zu mehr Erfolgen scheitern.

Statt einzuschreiten, wird da wieder etwas laufen gelassen, bis sich auch die letzten Spieler in Formkrisen verirrt haben.
Der letzte Satz ist an sich eine Frechheit. Wann hat es das so jemals gegeben?
Dann wollen wir die "Frechheit" doch mal auseinandersplitten. Dazu passt z. Bsp. das:
Bleiben Lutscher und Jensen die beide aber überfordert scheinen.
Tja, so ist das dann:
Frings ist weniger ein spielintelligenter Sechser, der den Ball in die Tiefe wählt oder ein Spiel über eine Zwischenstation schnell macht, im Sinne der Verlagerung hin zu den freieren Räumen, so wie Baumann es immer konnte. Seine Eröffnung besteht insbesondere im direkten langen Ball in die Spitze, was gegen im Zentrum nicht rausrückende Schalker und mit Almeida/Marin ein nahezu untaugliches Mittel darstellt. Jensen dagegen ist einer, der das anders, variabler spielt. Selbst wenn eine Doppelsechs Frings/Jensen nicht wie vor genannt und die Raute bevorzugt worden wäre, so darf die Frage erlaubt sein, weswegen eine Verschiebung Frings-Jensen nicht möglich ist. Dies hätte speziell gegen S04 den Vorteil haben können, dass Frings` s Lauf- und Zweikampfstärke sowie Balleroberung, was auf der Halbposition absolut primär ist, gegen die Schalker voll zum Tragen gekommen wäre und zumindest den Nachteil der in diesem Bereich aggressiveren Schalker hätte ausgleichen können. Während Jensen seine strategische Übersicht im Zentrum besser hätte ausspielen können.
Schon während des Köln-Spiels zeigte sich das. Was wurde getan? Es wurde laufen gelassen. Über 180 Minuten.

Oder die Personalie Prödl. Dass Fritz ausfiel, dafür kann Schaaf nichts. Doch schon im Verlauf der letzten Saison, allerspätestens nach dem UEFA-Finale und dem Saisonstart gegen Frankfurt zeigte sich überdeutlich, dass der Junge grosse Probleme im Stellungsspiel hat und noch nicht besonders gut antizipiert. Dazu war er nun lange verletzt und ohne Spielpraxis. Warum zum Geier spielt der gegen die seit Wochen in bestechender Form auftrumpfende linke HSV-Seite mit Jansen und Elia??? :confused: Scheitern absehbar. Beschäftigt sich TS mit dem Gegner? Die Logik Fritz raus und Prödl rein ist vom Kader her nachzuvollziehen, aber überhaupt nicht in Bezug auf den Gegner. Irgendwas überraschendes - Pasanen tauschen (wegen dem Stellungsspiel), notfalls sogar Jensen hinten rechts als Strategen (und wegen dem Stellungsspiel), oder Niemeyer, irgendwas, womit auch der Gegner nicht rechnet. Wir aber sind immer in höchstem Maße berechenbar. Schon vor dem Spiel gab es diese Bedenken mit Prödl von vielen Usern und im HSV-Forum wurde deswegen schon vorher gefrötzelt. Die Quittung hatten wir bereits nach zehn Minuten, als Prödl dreimal falsch stand und der HSV über diese Seite drei Chancen einleitete. TS gibt einem Spieler das Vertrauen, aber er hat hier weder dem Spieler, noch der Mannschaft einen Gefallen getan.

Oder die Wechsel nach der Pause. Sonst kritisiere ich ja keine Wechsel, nur als bereits spielerisch gegen diese Wand nichts ging, wogegen TS ja offensichtlich schon keine Mittel fand, wählte er Rosi, obwohl klar war, dass uns Räume fehlen. Die Logik, dass er am Mittwoch zweifelsohne gut spielte, ist doch nicht auf jedes Spiel übertragbar. Hätte hier Almeida mit seiner Wucht und Zweikampfstärke nicht mehr bewirken können? Zumal bis dato niemand aus der Distanz schoss.....

Dazu passt das ganze, plumpe Rumwurschteln mit zig Prozent Übergewicht an Ballbesitz ohne jede Effizienz. Ein Trauerspiel.

Nennt es "Frechheit" aber wir schlagen uns eindeutig selbst. Wobei die Mannschaft nur zum geringeren Anteil dieses Spiel verloren hat.
 
Jede Mannschaft spielt nur so gut, wie es der Gegner zulässt und bei den letzten Bulispielen muss man sagen hat der Gegner uns nicht spielen lassen. Meiner Meinung ist das aber keine Taktikfrage, sondern ne Einstellungs- und Kampffrage.
Wir wollen schönen Fussball spielen, deswegen spielen wir mit mindestens 3 jungen exzelenten Technikern. Die Techniker lieben oft nicht die defensiven Zweikämpfe wie wir hier auch bei Micoud und Diego gesehen haben. Özil hat sich deswegen auch schonmal positiv über die Nati geäußert, weil er da "alle freiheiten hat".
In deinem Beitrag steckt ein Widerspruch. Es ist keine Taktikfrage, aber wir spielen mit einem excellenten Techniker zu viel? Warum hat uns denn der Gegner nicht spielen lassen? Oder haben wir dem Gegner in die Karten gespielt? Wohl eher letzteres, denn die Eigenschaft einer echten Spitzenmannschaft zeigt sich darin, dass sie ihre höhere Klasse ausspielt, indem sie sich eben nicht den Fussball des Gegners aufzwingen lässt, indem sie kräftesparender agiert, indem sie clever und klug Fussball spielt, indem sie erst schön spielt, wenn Spielverlauf und Zwischenstand das zulassen. Und ein Spitzentrainer baut um das vorhandene Spielermaterial eine Philosophie und ein System auf, studiert die Gegner und gleichzeitig die Automatismen wie Tagesform und Verfassung der eigenen Mannschaft vor und während eines Spiels, entwickelt daran eine Strategie, die den Unterschied ausmacht. Ein Durchschnittstrainer setzt seinen Kopf durch.

Schaaf hat sich von Teilen der letztjährigen Rückrunde, etwa seit März bis Ende Oktober während dieser Hinrunde als absoluter Spitzentrainer präsentiert. Das, was die Mannschaft da spielte, zeigte in puncto Cleverness, Raumbeherrschung, Gegnerorientierung alles, was ein Spitzenteam ausmacht. Leider hatte es wieder nur über einen Zeitraum bestand, als Werder unter Druck stand - End- und Zwischenplatzierung letzte Saison, erstes Saisondrittel dieser Spielzeit.....
 
Ehrlich gesagt hätte man die Hamburger nach dem Platzverweis noch mehr ins Leere laufen lassen sollen und die ganze Breite des Platzes nutzen müssen.
:tnx: Dazu gehört nämlich auch, dass Mittel gefunden werden, wie der Gegner aus der eigenen Hälfte zu locken wäre, wie der enge Verbund der Gegenspieler auseinanderzuziehen wäre. Diese relativ einfachen Mittel fanden wir sogar gegen ein Team in Unterzahl nicht.

Selbst nach der Umstellung auf Dreierkette hinten und mit einem Stürmer mehr vorne, brauchten wir 20 Minuten, um endlich ein paar mehr Chancen zu erarbeiten - gegen zehn Mann, die erst da kräftemäßig nachliessen. Nicht aber, weil Werder cleverer spielte, es verstand, die Räume zu schaffen und dann zu nutzen. Wir spielten im Grunde über 90 Minuten das selbe.

Man hatte dann wieder das Gefühl, dass die Truppe doch plötzlich "wollte". Und da frag ich mich: Warum nicht von Anfang an?
Trugschluss. Der Gegner musste es zulassen. Das war nicht von Anfang an so.
 
Woher sollen die Kraftprobleme denn sonst kommen, wenn nicht von zu hoher Belastung? Meinst du, es wird zu wenige kondition trainiert?

Kann ich nicht beurteilen. Es kommt ja auch nicht nur bei Werder vor, andere Mannschaften haben auch damit zu kämpfen. Es ist aber ärgerlich, wenn dadurch scheinbar unnötig Punkte liegen gelassen werden.

Zitat von Mick_666:
Trugschluss. Der Gegner musste es zulassen. Das war nicht von Anfang an so.

Ähm, Moment. Du zeigst hier in ellenlangen Beiträgen auf, wie man gegen Mannschaften wie Köln und Hamburg spielen müsste, um zum Erfolg zu kommen, sagst aber gleichzeitig, die erste Halbzeit in HH kam dadurch zu Stande, dass der Gegner uns nicht hat spielen lassen? Mit Einsatz und Willen hätten doch die Spieler auf dem Platz die Dinge umsetzen können, die Du hier predigst. Nur wollten sie irgendwie nicht. Zumindest hatte man den Eindruck.
 
Ähm, Moment. Du zeigst hier in ellenlangen Beiträgen auf, wie man gegen Mannschaften wie Köln und Hamburg spielen müsste, um zum Erfolg zu kommen, sagst aber gleichzeitig, die erste Halbzeit in HH kam dadurch zu Stande, dass der Gegner uns nicht hat spielen lassen?
Nein, das hast Du falsch verstanden. Ich schrieb deswegen ja, dass Hamburg wegen nachlassender Kräfte etwas zulassen musste, nicht aber, weil Werder inzwischen anders und cleverer spielte. Es lag möglicherweise auch prozentual an Einsatz und Willen, dem würde ich aber nur einen normalen, geringeren Anteil wegen Müdigkeit oder Leere im Kopf beimessen. Aber mir sind noch einige Szenen in Erinnerung, wo z. Bsp. Özil oder auch Jensen, jenseits von Ballhöhe, händeringend in Richtung Trainerbank gestikulierten, so als ob sie nachfragen wollten: "Wie anders spielen? So geht`s nicht!"
 
Jede Mannschaft spielt nur so gut, wie es der Gegner zulässt und bei den letzten Bulispielen muss man sagen hat der Gegner uns nicht spielen lassen. Meiner Meinung ist das aber keine Taktikfrage, sondern ne Einstellungs- und Kampffrage.
Wir wollen schönen Fussball spielen, deswegen spielen wir mit mindestens 3 jungen exzelenten Technikern. Die Techniker lieben oft nicht die defensiven Zweikämpfe wie wir hier auch bei Micoud und Diego gesehen haben. Özil hat sich deswegen auch schonmal positiv über die Nati geäußert, weil er da "alle freiheiten hat".
Oft ist leider so, es gibt Kämpfer (z.B.Frings) oder Techniker, selten ist das bei einem Spieler vereint, spontan fällt mir keiner ein, Ballack, Lampert vielleicht aber auch eben mehr Kämpfer.
Unsere Techniker müssen entweder mehr kämpfen oder einer von den dreien muss raus, sonst verlieren wir auch gegen Hamburg und vorallem Schalke.


:tnx::tnx::tnx: 100% Zustimmung
 
@Karlotto
Könnte sogar sein. Kann ich auch falsch gedeutet haben.
Genauso amüsant ist aber, wenn Leute hier reinblöken, die, anders als Du, noch in keinster Weise Konstruktives beigetragen haben außer Smileys oder "ihr seid alle naiv und dumm"-Aussagen.
 
Ich stimme Euch Hessen doch gerne mal zu. Ich sehe das nämlich ebenso. Insofern ergeben sich natürlich auch Probleme, wenn man mit diesen drei exzellenten Technikern antritt, diese jedoch auch nicht die Unterstützung erhalten, die sie benötigen - sei es Frings, Jensen oder aber die AV. Jahrelang wurde philosophiert und propagiert: Nimmt man Diego die Lust am spielen, ist Werder schon geschlagen. Es kann doch nicht ernsthaft so sein, dass wenn der Gegner unseren technisch versierten Leuten auf die Socken gibt, diese in eine Spielstarre verfallen und fast nix mehr auf die Reihe bekommen. Da sind wir auch schon beim Kardinalproblem, dass die Ausgewogenheit, zwischen "Schönspielern" und "Grasfressern" nicht unstimmig wirkt. Wir benötigen, neben Frings, einen der im MF Gas gibt und diesen Druck ausübt, der für Spieler, wie Özil, Hunt, Pizarro oder Marin die Räume schafft. Wie kann es sein, dass Schalke und Hamburg einfach mehr Willen zeigt, das Spiel zu eigenen Gunsten zu entscheiden? Weil sie uns die Lust am Spielen nehmen? Wer könnte aus dem aktuellen Kader diese Position bekleiden? Niemeyer, Borowski oder Jensen verfügen nicht über die nötige Aggressivität. Ich denke, dass dort noch Handlungsbedarf besteht.

Edit:

@Karlotto
Könnte sogar sein. Kann ich auch falsch gedeutet haben.
Genauso amüsant ist aber, wenn Leute hier reinblöken, die, anders als Du, noch in keinster Weise Konstruktives beigetragen haben außer Smileys oder "ihr seid alle naiv und dumm"-Aussagen.

Ich habe den ganzen Beitrag, zugegebenermaßen auch nicht gelesen. Finde aber die Vorstellung lustig, dass Schaaf gestikulierend an der Seite steht und die Spieler achselzuckend nicht wissen, wohin sie spielen sollen. Ist nicht persönlich gemeint. :beer:
 
Zitat von Lothar Matthäus;775814:
Wie kann es sein, dass Schalke und Hamburg einfach mehr Willen zeigt, das Spiel zu eigenen Gunsten zu entscheiden? Weil sie uns die Lust am Spielen nehmen? Wer könnte aus dem aktuellen Kader diese Position bekleiden? Niemeyer, Borowski oder Jensen verfügen nicht über die nötige Aggressivität. Ich denke, dass dort noch Handlungsbedarf besteht.
Haben deswegen alle im Sommer abgedreht, als sie das Aggressiv-Video von einem Albaner von Olympique Marseille gesehen haben, der hier gehandelt wurde, aber dann zum FC Sunderland gewechselt ist?

Es geht für Werder sicher auch darum, mit den Mitteln umzugehen, die da sind, unter Abwägung des eventuellen Saisonverlaufs bei gleichzeitigem Ausschliessen des Falles, sich komplett von Europapokaleinnahmen abhängig zu machen.

Viel mehr stellt sich doch die Frage, wenn wir seit mehreren Wochen wissen, dass denen so leicht die Lust zu nehmen ist, warum wir dann nicht Umstellungen oder veränderte Spielausrichtungen bevorzugen, statt immer wieder das Gleiche zu spielen, was unser aller Erkenntnis nach zur Zeit ja wenig einbringt?

Nach Micoud wurde das Spielsystem auch Eins-zu-Eins so weiter geführt, nur mit einem anderen Protagonisten auf der Zehn, obwohl sich schnell zeigte, dass Diego einen ganz anderen Ball spielt und mehr über seine Individualität kommt. Das wurde so lange durchgezogen, bis zuerst der Kombinationsfussball auf der Strecke blieb, später das Spieltempo und am Ende die Bundesligapunkte.

Zitat von Lothar Matthäus;775814:
Ich habe den ganzen Beitrag, zugegebenermaßen auch nicht gelesen. Finde aber die Vorstellung lustig, dass Schaaf gestikulierend an der Seite steht und die Spieler achselzuckend nicht wissen, wohin sie spielen sollen. Ist nicht persönlich gemeint. :beer:
War ja auch umgekehrt geschildert, als Du schreibst. Hast wirklich nicht gelesen...:D

Frohes Fest! :beer:
 
Viel mehr stellt sich doch die Frage, wenn wir seit mehreren Wochen wissen, dass denen so leicht die Lust zu nehmen ist, warum wir dann nicht Umstellungen oder veränderte Spielausrichtungen bevorzugen, statt immer wieder das Gleiche zu spielen, was unser aller Erkenntnis nach zur Zeit ja wenig einbringt?

Sorry, aber ich finde es nicht zuviel verlangt von Fußballprofis, dass sie mit Lust an die Arbeit gehen! Die Spieler - allen voran Özil - müssen sich an die eigene Nase fassen. Ja, es war kalt, ja, die Hamburger waren aggressiv, aber dann muss man eben dagegenhalten. Meines Erachtens ist das vor allem eine Kopfsache. Und im Gegensatz zu Dir mache ich dafür nicht den Trainer verantwortlich, sondern die Jungs, die da unten stehenbleiben, Ball und Gegner hinterhergucken und lamentieren statt zu kämpfen.
 
Zitat von Lothar Matthäus;775814:
Ich stimme Euch Hessen doch gerne mal zu. Ich sehe das nämlich ebenso.
Wer könnte aus dem aktuellen Kader diese Position bekleiden? Niemeyer, Borowski oder Jensen verfügen nicht über die nötige Aggressivität. Ich denke, dass dort noch Handlungsbedarf besteht.

Danke für deine Zustimmung. :beer:
Wie schon erwähnt wurde ist es halt schwierig mit drei exzellenten Technikern jedes Spiel erfolgreich zu bestreiten.... Das "Schönwetter-Fußballspiel" bringt nicht immer gegen jeden Gegner den gewünschten Erfolg. Dann muss aber auch mal einer von den Technikern ausgewechselt werden...!
Ein Fringser alleine oder die beiden AV.-Positionen können es dann auch nicht richten... Lob an Pizza der es ja als "echter Stürmer" versteht bei Ecken gegen uns oder aus dem Spiel heraus Bälle zu gewinnen und zu behaupten...
Das ist aber nicht primäre Aufgabe eines Klasse-Knipsers wie es Claudio nun mal ist..Es besteht meiner Meinung nach auch Handlungsbedarf und den Fringser in allen Ehren, aber er wird nun mal auch nicht jünger.. Einen wie Frings oder wie unseren ehrwürdigen Dieter Eilts müsste Werder nochmal an Land ziehen, denn im Defensivbereich besteht eine gewisse Vakanz...
Bei den AV.-Pos. ist es ebenso der Fall.. Ist keine Geldfrage, denn es muss nicht immer der teuerste und kompletteste Außenverteidiger verpflichtet werden...Ich denke, dass diese Vakanzen dem Duo KATS wohl bekannt sind und dass die in dieser Hinsicht schon ausschau halten..
 
Zitat von Lothar Matthäus;775814:
Wir benötigen, neben Frings, einen der im MF Gas gibt und diesen Druck ausübt, der für Spieler, wie Özil, Hunt, Pizarro oder Marin die Räume schafft. Wie kann es sein, dass Schalke und Hamburg einfach mehr Willen zeigt, das Spiel zu eigenen Gunsten zu entscheiden? Weil sie uns die Lust am Spielen nehmen? Wer könnte aus dem aktuellen Kader diese Position bekleiden? Niemeyer, Borowski oder Jensen verfügen nicht über die nötige Aggressivität. Ich denke, dass dort noch Handlungsbedarf besteht.

Wir haben mit Bargfrede doch so nen Grasfresser. Ich finde der hat unbedingte Moral und Einsatz obwohl er bei "nur" 7000 Euro im Monat liegt.
 
Moin,
ja in Bargfrede sehe ich auch eine Menge Potential und ich denke auch, dass er sich für keine Arbeit zu schade ist... Bargfrede ist ein mannschaftsdienlicher Spieler und das hat er auch schon öfters unter Beweis gestellt... Kompliment !
Da es ja hier hauptsächlich um Thomas Schaaf geht möchte ich über seine Person noch etwas loswerden..:
Der Thomas Schaaf ist für mich einer, wenn nicht der beste Trainer in der Buli..!
Er schafft es nicht nur immer wieder junge Talente beim SVW zu integrieren (siehe Özil, Marin, Bargfrede und Hunt), sondern diese auch zu Stammspielern/ Leistungsträgern zu formen... !!! Großes Kompliment..
Welcher Verein hätte bei Hunt, unter dem Zeichen des immensen Erfolgdrucks und der Schnelllebigkeit dieses Geschäfts,soviel Geduld mit diesem Spieler aufgebracht..??? Ich denke kaum ein anderer Trainer bzw. Verein..
Özil in Schalke aussortiert gewesen (die werden jetzt lange Augen machen, aber selber schuld.. hehe). Bei Clemens Fritz ist erfreulicherweise ebenfalls ein Formanstieg zu erkennen.. Borowski bei den Bayern, Pizarro seit seinem letzten Abflug von Werder.. - Was war mit all denen ???
Das ist alles super Arbeit die der Trainer aus fachlicher und vor Allem auch aus menschlicher Sicht bei Werder leistet. Das Umfeld bei Werder bietet ihm auch die notwendigen Rahmenbedingungen.
Ich hoffe, dass das so bleiben wird, dann wird der Thomas immer wieder Talente, wie z.B. Bargfrede hervorbringen.. Das ist großartig. !
 
Fußball hat auch immer was mit Emotionen und Identifikation (Identifikation bringt auch den nötigen Kampfeswillen mit sich- und nicht das "große Geld") zu tun und wer kann sich mit dem SV Werder Bremen mehr identifizieren als Thomas Schaaf..? Ich denke da gibt es keinen anderen Trainer, der das bei Werder mit sich bringen würde... !
 

Ich halte es weniger mit der Taktik, in diesem Falle, als mit der charakterlichen Zusammenstellung des Teams. Bargfrede wurde schon genannt. Ja, den halte ich auch dafür geeignet. Weiter oben wurde ja schon festgehalten, dass wir da nicht unbedingt den größten Taktiker und Edeltaktiker für diese Position benötigen. Noch optimaler wäre der junge von Dir genannte Albaner gewesen, der auch über eine exzellente Technik, die nötige Aggressivität und die taktische Schulung verfügt - wäre allerdings teuer gewesen. Mit ihm, wäre uns möglicherweise das Talent des Philipp Bargfrede durchgerutscht. Bleibt jedem jetzt selbst überlassen, was letztlich besser ist, denn dieser junge Bargfrede war, neben Hunt und Fritz, wohl die positivste Überraschung dieser Halbserie. Das, was Werder gemacht hat, kommt der eigenen Philosophie doch am nächsten, oder? Vielleicht ist es auch ein Vorgriff gewesen, auf die nächsten Jahre und möglicherweise wird der Verein auch über Jahre davon profitieren. Möglicherweise wurde auch Rücklagen gebildet, um irgendwann den Fringser zu ersetzen oder mittelfristig, im Sturm nachzubessern. Werders Philosophie ist nun einmal nicht, Löcher mit teuren Verpflichtungen zu stopfen, sondern langfristig ein Gesamtkonzept zu fördern, indem Spieler mit Perspektive geholt werden, die kurzfristig aber keine unbedingte Verstärkung darstellen. Die gesamte Liga wundert sich immer wieder, wie Werder Abgänge kompensiert. Voila.

Dir und allen anderen auch ein frohes Fest. Ne gute Zeit, um mal zurück zu schrauben.
 
Dieser Artikel wurde heute in einem anderen Thread hier gepostet und ich finde ihn sehr lesenswert!

Schaafs Arbeitsweise kostet ihn was. Die Schublade, in die sie ihn gesteckt haben, ist nicht wirklich schön. Aber sie bringt ihm auch was: Autonomie. Er ist sein eigener Herr. Herr seiner Entscheidungen. Von außen diktiert ihm keiner was. Das kann kaum einer von sich sagen in dieser Branche. Das ist ein Erfolg. Dieser Erfolg wird nicht gewürdigt, so wie die anderen Erfolge Werders nicht gewürdigt werden. Andere brüllen lauter.

Da war ein richtig guter und objektiver Journalist am Werk, das ist echt toll!
Thomas Schaaf: Lebenslang Grün-Weiss!!!:svw_applaus:
100%WERDER
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Back
Top