Klar gibt's die. Es gibt aber auch eine Menge Studenten mit Auto, eigener Bude (statt Studiwohnheim oder WG) etc., die gleichzeitig rumheulen, weil sie Studiengebühren zahlen müssen...
Studiengebühren sind meiner Meinung nach grundsätzlich keine schlechte Sache, zumal sie dazu beitragen, dass weniger Leute im 132. Semester an der Uni rumhängen und unnütz Plätze belegen. Allerdings muss meiner Meinung nach als Voraussetzung für Studiengebühren sichergestellt sein, dass
a) das Geld wirklich zu 100 % bei den Unis ankommt und damit nicht irgendwelche Haushaltslöcher gestopft werden; und
b) es für diejenigen, die wirklich Schwierigkeiten haben, die Gebühren zu finanzieren, Finanzierungsmöglichkeiten in Form von Krediten zu günstigen Konditionen gibt, die erst zurückgezahlt werden müssen, wenn der Empfänger nach dem Studium ein gewisses Mindesteinkommen erzielt.
Bevor jetzt jemand b) liest und jammert, dass er dann ja Schulden habe - ich weiß, wovon ich spreche, denn ich habe während meines gesamten Studiums Bafög bezogen und musste einen Teil davon fünf Jahre nach dem Studium zurückzahlen. Das war zwar in dem betreffenden Jahr ein Batzen Geld (ich wollte die angebotene Ratenzahlung nicht) und somit kein Urlaub/keine Extras, aber letzten Endes ist es in meinen Augen fair, wenn man durch das Bafög (bzw. einen günstigen Kredit) die Möglichkeit hat, ein Studium zu absolvieren, das die Eltern nicht hätten finanzieren können.