Die FDP möchte mittel- und langfristig die Stromversorgung auf regenerative Energien umstellen. Dies soll allerdings nicht Knall auf Fall geschehen, wie es ein Herr Scheer an der Seite Ypsilantis in Hessen machen wollte, indem er z.B. sofort die hessischen AKws vom Netz nimmt und durch Windkraft, Solarernergie etc.ersetzt. Damit wäre höchstwahrscheinlich die Stromversorgung in Hessen nicht mehr sicher gewesen und man hätte Strom von auswärts kaufen müssen, diesen dann wahrscheinlich aus Atomkraft. Die FDP sagt nun, dass sie das gleiche Ziel anstrebt wie Herr Scheer, nur soll eben die Atomkraft als Übergangstechnologie und klimafreundlichere Variante zu Kohlekraftwerken solange bestehen bleiben, bis die Stromversorgung in Deutschland durch regenerative Energien sichergestellt ist.
Was die Subventionen angeht, gehe ich mit dir konform, dass die AKW-Betreiber die Kosten für Transport und Lagerung tragen sollten. Allerdings wird auch Wind- und Solarenergie hoch subventioniert.
Gerade wieder von der großen Anti-Atom-Demo aus Berlin gekommen werde ich mir jetzt mal die Mühe machen die Argumente zu entkräften.
Das Atomausstiegsgesetz hatte genau den Sinn, dass nichts überstürzt gemacht, das ist einfach kein Argument, dass man es jetzt überstürzt macht. Es steht seit 7 Jahren fest, dass zwischen 2009 und 2013 7 AKWs vom Netz gehen sollen. Und wenn man sich mal informiert, stellt man fest, dass in den letzten Jahren fast durchgehend 5-6 AKWs vom Netz waren, und wir haben immer noch einen riesen Haufen Strom exportiert. Wo bitte siehst du da eine Versorgungslücke? Nur weil Guido das erzählt, stimmt das noch lange nicht.
Besonders dass du meinst, dass Hessen ein abgeschottetes Energienetz hat, zeigt, dass das nicht gerade dein Thema ist^^ Selbst wenn in Hessen alle AKWs abgeschaltet werden wird es immer noch Strom aus anderen Bundesländern geben -.-
Die Atomkraft war und ist noch eine Übergangstechnologie. Aber was eine Übergangstechnologie kennzeichnet ist, dass irgendwann Ende ist. Und das Ende steht für 7 AKWs in den nächsten Jahren an.
Übrigens: sprich mal mit jemanden, der sich mit EE genauer beschäftigt. Der wird dir sagen, dass mit weiterlaufenden Atomkraftwerken keine Energiewende möglich ist. Das liegt daran, dass z.B. Windräder regelmäßig ausgeschaltet werden müssen, weil die AKWs zu unflexibel sind.
Zur Subvention: der Witz ist ja, wenn die das selber zahlen müssten, würden die die Dinger sofot freiwllig abschalten, weil dann sicher mehr als die Hälfte ihrer gesamten UN-Gewinne weg wären. Und was ist eigentlich im Fall eines GAUs? Und was ist mit der deutlich erhöhten Leukämierate bei Kindern in einem 30km Umkreis von AKW's?
Die Union und die FDP stellen die Wirtschaft vor den Menschen, das sieht man hier ganz deutlich.
Achja noch zu den Subventionen für erneuerbare: Diese Subventionen werden x-fach zurückbezahlt, weil mittlerweile in der erneuerbaren Energien Branche 300-TAUSEND Menschen arbeiten, im gesamten Umweltbereich 1,5 Millionen!! Und nun rate mal, wieviele Menschen in der AKW Branche arbeiten? 30-TAUSEND.
So und nun sei mal bitte abseits von dem FDP Kram ehrlich und erzähl mir was du davon denkst..
Ich habe die damaligen Bedenken in Hessen nur beispielhaft auf Deutschland übertragen wollen. Schließlich würden wir im Falle einer Versorgungslücke ebenfalls Strom von undseren europäischen nachbarn beziehen, welcher dann aber aus den dortigen, neu gebauten AKWs (Frankreich, Tschechien) kommt.

