Allgemeiner Wahl-Thread

Welche Koalition wünscht Ihr Euch?

  • CDU / CSU / SPD

    Votes: 3 17,6%
  • CDU / CSU / Grüne

    Votes: 2 11,8%
  • SPD / Grüne / Linke

    Votes: 6 35,3%
  • Nichts davon - Neuwahlen

    Votes: 6 35,3%

  • Total voters
    17
Ja. Gem. § 63 GG schlägt der Bundespräsident dem Bundestag einen Kandidaten vor (in der Praxis war das bislang immer ein Mitglied der stärksten Fraktion), wenn dieser Kandidat die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder auf sich vereinigt, ist er gewählt. Theoretisch möglich wäre also auch die Wahl eines Parteilosen.




Wenn es denn mal soviel wäre...

Ein ALG-II-Bezieher muss monatlich mit 359.-€ auskommen. Für Lebensmittel, Strom, Klamottenkaufen, Mobilität, Tageszeitung, Telefon etc.

stimmt bin ich doch eine taste zur seite gerutscht und schon sinds 100€ mehr. wenns man so einfach wäre-sorry
 
@Klinsi

wir sind uns glaube einig, dass z.B. Bergbau nicht mehr subventioniert werden sollte.

Du scheinst ja die FDP zu mögen. Dann sag mir doch bitte mal warum in Gottes Namen diese Partei AKWs noch länger laufen lassen will? Zur Info: der deutsche Steuerzahler hat die Kernenergie bisher mit mehreren hundert Millarden Euro subventioniert. Und das ist heute auch noch so, weil der Steuerzahler "Endlagerung" Transport etc bezahlt. Desweiteren trägt der Steuerzahler auch die Verantwortung für einen möglichen GAU. Und die FDP stört es kein Stück, dass die Atomkonzerne jedes jahre zig Millarden Unternehmensgewinne machen und dafür unterm Strich nicht mal Steuern zahlen. Das ist ein Witz.

WAsser predigen und Wein trinken, mehr kann die FDP nicht.
 
Hier ist ja anscheinend wie so häufig die Auffassung weit verbreitet, dass ein Staat umso sozialer ist, je mehr Geld vom Staat umverteilt wird. Demnach war die DDR tatsächlich ein Arbeiter- und Bauernparadies...


Immer dieses Totschlagargument DDR...

Nein, ich will nicht das System Erich Honecker wiederhaben.

Weil der Versuch, Wohlstand gerechter zu verteilen, gescheitert ist, soll man es nicht mehr versuchen? Der gleichen Logik folgend müsste man auch gegen einen liberalen Kapitalismus sein, denn in Simbabwe ist dieses System gescheitert. (Die Inflationsrate betrug dort im letzten Jahr elf Millionen Prozent.) Man hätte auch 1945 sagen müssen, dass in Deutschland die Demokratie keine zweite Chance verdient hätte, denn die gab es ja schon von 1919 bis 1933 und hatte nicht funktioniert...

Man könnte jetzt sagen, solche Äußerungen seien Populismus. Mit Recht.

Aber Populismus ist es auch, wenn man schreibt, dass jeder, der meint, es könne nicht hingenommen werden dass einige wenige Millionen verdienen und andere hart arbeiten und trotzdem Existenzängste haben, wolle gleich die DDR wiederhaben.
 
Oh Gott - Wahlwerbespot FW :lol:


Hässlige Frau bügelt, regt sich über die Politiker auf, absolut *öähh*, aber solche "Hupen". Am Ende sagt sie "Um mehr zu haben!" (oder so) und zieht rein Reißverschluss der Jacke ein Stück runter :lol:


Das nenn ich :stirn:
 
Zitat von Klose für Werder;609872:

Kein Grund für ein sorry, hatte nur nachgefragt, weil ich es zu Wahlzeiten genieße, schlecht gemachte Wahlwerbung zu sehen. Noch schöner finde ich ja vollkommen unrealitische "Patentrezepte". Mein Liebling: Die BüSo. Die wollen einen Transrapid entlang der einstigen Seidenstraße bauen, ("Eurasische Landbrücke als Kriegsvermeidungsstrategie") und so 10 Millionen Arbeitsplätze schaffen.
 
Noch schöner finde ich ja vollkommen unrealitische "Patentrezepte". Mein Liebling: Die BüSo. Die wollen einen Transrapid entlang der einstigen Seidenstraße bauen, ("Eurasische Landbrücke als Kriegsvermeidungsstrategie") und so 10 Millionen Arbeitsplätze schaffen.

Das ist ja mal cool, da können die Linken sich glatt noch ne Scheibe von abschneiden... :lol:

Loddar Matthäus is ja praktisch a Weltstar...
 
Kündigungsschutz weiter lockern, steuersystem weiter zugunsten der reichen verändern, studiengebühren einführen, drück auf arbeitslose erhöhen, laufzeiten der atomkraftwerke verlängern und damit den energieriesen weiter milliarden in den Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) blasen, die allgemeinheit mit den kosten für den müll belasten, auslandseinsätze der bundeswehr ausweiten......
ist vielleicht noch nicht ganz feudalsystem, aber auf dem weg dahin. und so einfach ist es, ja.

Viva la Revolucion!
Mehr fällt mir zu deinen Posts nicht ein.
 
Zitat von Klose für Werder;609856:
Oh Gott - Wahlwerbespot FW :lol:


Hässlige Frau bügelt, regt sich über die Politiker auf, absolut *öähh*, aber solche "Hupen". Am Ende sagt sie "Um mehr zu haben!" (oder so) und zieht rein Reißverschluss der Jacke ein Stück runter :lol:


Das nenn ich :stirn:

Da gab es auch schonmal ein berühmtes, entsprechendes Wahlplakat in Berlin.
Angela Merkel war mit tiefem Ausschnitt dargestellt, die CDU-Abgeordnete Vera Lengsfeld daneben lieferte ebenfalls bessere Argumente als bei jeder Diskussion.
"Wir haben mehr zu bieten".
 
Das ist ja mal cool, da können die Linken sich glatt noch ne Scheibe von abschneiden... :lol:

Ich finde es merkwürdig, dass immer wieder nur Die Linke als Beispiel für nicht zu bezahlende oder nicht zu verwirklichende Absichten genommen wird.

Die haben sogar vorgerechnet, wieviel in etwa an Kosten anfallen wird und woher das Geld stammen soll. (Die Rücknahme der Rente mit 67 wäre zB dann möglich, wenn alle Arten von Einkommen herangezogen werden, also nicht nur Lohn sondern auch Kapitalerträge und es keine Kappungsgrenzen mehr gibt).

Union und FDP hingegen versprechen Senkungen der Lohnsteuern und weniger Steuern auf die Gewinne von Unternehmen, sagen aber auch nicht, dass man dafür entweder andere Steuern (zB Mehrwertsteuer) erhöhen oder aber mehr Schulden machen müsste (was dann Steuererhöhungen für spätere Generationen bedeuten würde.)

Man kann ja über die Plänen der Linken trefflich streiten, aber von den "etablierten" Parteien scheinen mir deren Versprechen doch noch wesentlich glaubwürdiger als etwa die der SPD.

Da gab es auch schonmal ein berühmtes, entsprechendes Wahlplakat in Berlin.

Das Plakat, das Du meinst, stammt aus dem aktuellen Wahlkampf.

http://www.morgenpost.de/multimedia/archive/00430/cn_lengsfeld_DW_Pol_430742b.jpg

Im selben Wahlbezirk plakatieren die Linken so:

http://www.wawzyniak.de/wp-content/uploads/2009/08/halina_plakat.jpg


Sehr gelungen finde ich hingegen das der Grünen:

http://blog.till-westermayer.de/wp-content/uploads/2009/08/stroebele-2009-klein-175.jpg
 
Die Plakate von Ströbele sind eh die geilsten immer. Man muss wissen, dass der der einzige ist, der ein Direktmandat geholt hat als Grüner.
 
@Klinsi

wir sind uns glaube einig, dass z.B. Bergbau nicht mehr subventioniert werden sollte.

Du scheinst ja die FDP zu mögen. Dann sag mir doch bitte mal warum in Gottes Namen diese Partei AKWs noch länger laufen lassen will? Zur Info: der deutsche Steuerzahler hat die Kernenergie bisher mit mehreren hundert Millarden Euro subventioniert. Und das ist heute auch noch so, weil der Steuerzahler "Endlagerung" Transport etc bezahlt. Desweiteren trägt der Steuerzahler auch die Verantwortung für einen möglichen GAU. Und die FDP stört es kein Stück, dass die Atomkonzerne jedes jahre zig Millarden Unternehmensgewinne machen und dafür unterm Strich nicht mal Steuern zahlen. Das ist ein Witz.

WAsser predigen und Wein trinken, mehr kann die FDP nicht.

Die FDP möchte mittel- und langfristig die Stromversorgung auf regenerative Energien umstellen. Dies soll allerdings nicht Knall auf Fall geschehen, wie es ein Herr Scheer an der Seite Ypsilantis in Hessen machen wollte, indem er z.B. sofort die hessischen AKws vom Netz nimmt und durch Windkraft, Solarernergie etc.ersetzt. Damit wäre höchstwahrscheinlich die Stromversorgung in Hessen nicht mehr sicher gewesen und man hätte Strom von auswärts kaufen müssen, diesen dann wahrscheinlich aus Atomkraft. Die FDP sagt nun, dass sie das gleiche Ziel anstrebt wie Herr Scheer, nur soll eben die Atomkraft als Übergangstechnologie und klimafreundlichere Variante zu Kohlekraftwerken solange bestehen bleiben, bis die Stromversorgung in Deutschland durch regenerative Energien sichergestellt ist.
Was die Subventionen angeht, gehe ich mit dir konform, dass die AKW-Betreiber die Kosten für Transport und Lagerung tragen sollten. Allerdings wird auch Wind- und Solarenergie hoch subventioniert.

@Bremerland:
Auch wenns mittlerweile abgedroschen klingt: Aller Wohlstand, der verteilt werden will, muss ersteinmal erwirtschaftet werden. Und genau deshalb ist nicht ein System das sozialste, welches den höchsten Umverteilungsgrad hat, sondern eines, das den Menschen den Raum gibt, für sich und ihre Familien und entsprechend auch für die Volkswirtschaft den größtmöglichen Wohlstand zu erwirtschaften. Dieser Wohlstand kann dann zum Teil umverteilt werden an diejenigen, die nicht für sich selbst sorgen können. Dabei muss der Staat aber eben Maß halten und nicht den Menschen, die eigentlich für sich selbst sorgen können, soviele Steuern und Abgaben aufdrücken, dass sie selbst in Abhängigkeit vom Staat geraten. So entsteht nämlich ein Teufelskreis aus immer mehr Bedarf an Transferleistungen und immer weniger Produktivkräften, welche den benötigten Wohlstand erarbeiten. In einen solchen Teufelskreis haben wir uns in den letzten 40 Jahren immer weiter hineinmanövriert.
 
Die FDP sagt nun, dass sie das gleiche Ziel anstrebt wie Herr Scheer, nur soll eben die Atomkraft als Übergangstechnologie und klimafreundlichere Variante zu Kohlekraftwerken solange bestehen bleiben, bis die Stromversorgung in Deutschland durch regenerative Energien sichergestellt ist.

Das mit der Klimafreundlichkeit der Kernenergie ist so eine Sache: Zwar ist es richtig, dass ein AKW während des Betriebes kein Kohlendioxid ausstößt, jedoch wird bei der Gewinnung des Brennstoffs eben doch CO2 produziert. Da wir unser Uran auch noch herschaffen müssen, fällt durch den Transport auch noch Schadstoff an. Zwar ist ein Kernkraftwerk immer noch weniger belastend für das Klima als ein Braunkohlekraftwerk, aber den Begriff "klimafreundlich" finde ich trotzdem unzutreffend.

Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass ja auch die Ressource Uran ebenso wie Öl und Kohle begrenzt ist.

Was den Zeitplan für den Ausstieg ausgeht, finde ich den Kompromiss der rot-grünen Regierung etwas merkwürdig. Entweder sage ich: die Technologie ist sicher, dann sollen die Kraftwerke auch weiterlaufen. Oder ich komme zu dem Schluss: es bestehen erhebliche Gefahren, die Technologie darf keine Zukunft haben; dann aber muss ich doch sofort aussteigen, um die Bevölkerung zu schützen und nicht erst in Jahrzehnten, in der Hoffnung es werde schon nichts passieren.

Abzulehne finde ich Kernkraft vor allem aus einer Überlegung heraus: Da wird zum einen (auch seitens der FDP) gesagt, es sei unverantwortlich, Staatsschulden zu machen, da wir damit die kommenden Generationen wegen Dingen belasten, die wir verursacht haben. Aber wenn wir heute Atommüll produzieren, dann bürden wir die Folgen unseres Energiebedarfs Hunderten von kommenden Generationen auf.
 
Bei der Kernkraft können wir uns gern auf "klimafreundlicher als andere fossile Energieträger" einigen:beer:
Wie gesagt sehe ich, wie auch die FDP, die Kernkraft als eine Übergangstechnologie, die so lange noch notwendig ist, wie regenerative Energie noch nicht die komplette Stromversorgung sicher stellen kann. Auch aufgrund der Endlagerproblematik sollte die Umstellung so schnell wie möglich erfolgen. Ein überstürzter Atomausstieg, aufgrunddessen wir Atomstrom aus Tschechien oder Frankreich, die neue AKWs bauen, importieren müssten, würde aber dieses Problem nur verlagern und zudem kurzfristig unseren Strom verteuern.
 
Na dann haben wir da doch schon mal einen Konsens gefunden:beer:

Ich gehe dann mal schön demonstrieren

http://www.anti-atom-treck.de/

und dann können wir uns ja rechtzeitig vor dem Wahltermin noch über Keynesianismus, das "Freiheitskonzept" nach Friedrich August von Hayek und den Wirtschaftsliberalismus austauschen.
 
Viva la Revolucion!
Mehr fällt mir zu deinen Posts nicht ein.

na wenn son bischen soziales denken dich sofort an ne revolution erinnert, dann tuste mir wirklich leid.

die von mir angeführten punkte haben ja nun aber auch gar nichts damit zu tun, unser system abschaffen zu wollen. ich bin eben der meinung (im gegensatz zu dir) dass z.b. der zugang zum bildungssystem für alle zugänglich sein sollte, dass die soziale schere nicht weiter geöffnet werden darf (dann sehe ich durchaus die gefahr auch gewalttätiger sozialer konflikte), dass es nicht angehen kann, das gewinne von wenigen einbehalten werden, verluste oder folgekosten auf die allgemeinheit abgewälzt werden. (ich weiß, dass klingt jetzt auch platt, aber der umgang mit der wirtschaftskrise hat doch mal wieder gezeigt, dass es genauso gelaufen ist-oder hast du die hoffnung an den zockergewinnen der banken in den nächsten jahren genauso stark zu partizipieren, wie an den verlusten???)


ps
ich warte übrigens immer noch auf einfache, für mich verständlich argumente, die f.d.p. zu wählen
vater ist selbständig (arbeitet selbst und ständig) find ich nicht so überzeugend.
der hinweis auf das parteiprogramm hat mir auch nicht wietergeholfen, hab in den für mich relevanten bereichen nur plattitüden gefunden.
 
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