Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Schalke generiert pro Konzert einen Gewinn zwischen 500.000 und 1.000.000 Euro. Hauptsächlich über das Catering.
2024 waren es im Jahr etwas über 10 Millionen.

Allerdings wird nach Bremen wohl kaum Rammstein, AC/DC, PUR oder Taylor Swift kommen. Weiteres Problem: Die Nachbarschaft. Auf Schalke schiebt man das Dach zu und hat damit einen Großteil des Lärmpegels gut im Griff. In Bremen nicht möglich.

Und Jan Delay wird wohl kaum ein Stadion voll bekommen.

Die Miete der Schalke Arena für externe Veranstaltungen beträgt übrigens 200.000 Euro. Also quasi nichts.

Es ist im echten Leben wie im Fussball: Die guten Zeiten sind lange vorbei in Bremen.

Na immerhin mal jemand der ein Beispiel nennt.

Die Veltins-Arena, der Signal Iduna Park, der Deutsche Bank Park und das Rhein-Energie Stadion erzielen Reingewinne durch Events (Konzerte, Seminare, Catering) von bis zu 10 Millionen (Schalke 04), 6 Millionen (Frankfurt & Dortmund), während Köln leer ausgeht, da das Stadion der Stadt gehört.

Wissenswert hierbei ist, dass der erzielte Reingewinn bei Schalke ca. 30 % ausmacht, bezogen auf den gesamten Reingewinn der durch Stadioneinnahmen erzielt wurde (Fußball & Nicht-Fußball). Schalke 04 ist aber nicht nur Spitzenreiter, sondern auch die absolute Ausnahme. Beim BVB sind es "nur" die 10 %, die Zahlen von Frankfurt liegen nicht vor.

Die exakten Zahlen für Werder liegen nicht vor, aber allein aufgrund des Hybridrasens (Umbau 2017) können keine Großevents mehr umgesetzt werden. Die Bremer Bürgerschaft hat im September 2026 in einer Fragestunde bestätigt, dass bis auf weiteres keine Konzerte im Weserstadion stattfinden werden, während parallel Prüfungen für eine mögliche Wiedereinführung laufen. Auch die CDU-Fraktion Bremen hat dazu einen Dringlichkeitsantrag zu Konzertveranstaltungen im Weserstadion eingebracht, was zeigt, dass das Thema politisch aktuell diskutiert wird – passend zu Ihrem Interesse an der wirtschaftlichen Nutzung des Stadions.

Für Werder gibt es an dieser Stelle also keine signifikanten Steigerungsmöglichkeiten was mich zu meiner Ausgangsaussage zurückführt, dass aktuell nur die permanente Generierung von Transfererlösen das einzige Mittel der Wahl ist.
 
Allerdings wird nach Bremen wohl kaum Rammstein, AC/DC, PUR oder Taylor Swift kommen.
Ja? Weil?
Ich habe schon Metallica im Weserstadion gesehen. AFAIK liegen _irgendwelche_ Gründe vor bzgl. Vermietung. Welche das waren, weiß ich aber gerade nicht mehr. Mal in die Recherche gehen...

edit: Hm, als Hauptargument taucht tatsächlich immer wieder der Hybridrasen auf. Andere Stadien lösen das trotz ähnlichem Rasen irgendwie anders, scheißen drauf oder verlegen neu. Keine Ahnung, warum das dort geht hier hier nicht. Bin kein Greepkeeper.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich war letzte Woche in Duisburg bei einer Stadionführung, das Stadion ist ja auch modern und durchaus für Konzerte geeignet....
Die dürfen es aber schlicht nicht, weil zwei Anwohner ihr Veto eingelegt haben...Einer reicht da offenbar schon, da geht denen auch richtig Kohle flöten.
Denke, das wird in Bremen nicht anders sein, Schalke ist etwas weg von Wohngegenden (wenn man davon in Gelsenkirchenm überhaupt sprechen kann) Frankfurt auch.

P.S. damals im Wedaustadion ist u.a. 1989 zu seiner Hochzeit Meat Loaf aufgetreten. (Also Meat Loaf hat hier natürlich nicht geheiratet, schöne deutsche Sprache)
 
Dann macht man sowas halt nur bis 22:30 Uhr. Ich war letztens auf einem Konzert (ok, es waren dann doch drei) der Hosen, da war gegen 22:30 Uhr Schluss. Einmal am WE kann man das als Anwohner auch mal ertragen.
 
Nee, das machen die Anwohner nicht mit....In Duisburg wurde sogar ein Fussballverein in Innenstadtnähe einfach komplett dichtgemacht, weil die Nachbarn gemeckert haben....
Jo. In einer Nummer kleiner hatten wir das hier im Ort auch. Da haben sich Leute, die neu zugezogen sind, in die Nähe des Sportplatzes(!), über den Lärm beschwert, der vom Sportplatz ausgeht, neben den die ja nun aktiv eingezogen sind. Ich weiß nicht warum das jetzt nicht passiert ist, aber es stand echt zur Debatte, dass der Sportplatz verlegt werden muss. Der ist aber seit zig Jahren direkt in die Ortschaft integriert.
 
Jo. In einer Nummer kleiner hatten wir das hier im Ort auch. Da haben sich Leute, die neu zugezogen sind, in die Nähe des Sportplatzes(!), über den Lärm beschwert, der vom Sportplatz ausgeht, neben den die ja nun aktiv eingezogen sind. Ich weiß nicht warum das jetzt nicht passiert ist, aber es stand echt zur Debatte, dass der Sportplatz verlegt werden muss. Der ist aber seit zig Jahren direkt in die Ortschaft integriert.
Das ist eh der Hammer oder Leute die über eine Gaststätte ziehen....Was zum Teufel ist los mit manchen Leuten?
Aber es geht schon mit den Spinnern los, die am Bahnhof oder im Zug laut telefonieren, da könnt ich schon jedesmal kotzen.
 
Rücksichtslosigkeit trifft es da eher, denke ich. Ist aber im Grunde genommen, auch eine Form von Verwahrlosung der Gesellschaft.

Bin vor ca. 6 Wochen mal wieder mit dem Zug nach Stuttgart gefahren, da saß dann auch so eine "Big Mama" (im wahrsten Sinne des Wortes) mit Migrationshintergrund und meinte, mit ihren in Muttersprache versehenen Musikvideos den ganzen Waggon zu unterhalten. Irgendwann kam dann der Zugbegkeiter und hat sie darauf hingewiesen, dass das so nicht geht. Boah, war die stinkig!
Fast jeder andere bekommt es hin, Videos, Hörspiele/-bücher oder sogar Telefonate über Kopfhörer zu konsumieren/zu führen, nur ein gewisses Klientel meint, dass alle Welt wissen will, was diese Personen interessiert oder wie es Aischas Schwester geht oder Horst die Frau vom Nachbar glücklich macht, wenn Heinz in der Spätschicht ist. :mad: Ich will so etwas nicht wissen/hören! :dagegen:
 
Nee, das machen die Anwohner nicht mit....In Duisburg wurde sogar ein Fussballverein in Innenstadtnähe einfach komplett dichtgemacht, weil die Nachbarn gemeckert haben....
Ja, ist leider so. Ich erinnere nur an die ganze Debatte rund ums Leistungszentrum. Die Anwohner am Osterdeich sind alle spaßfremd, naja nicht alle, aber genug. Und das sag ich als jemand, der sich jahrelang über laute Nachbarn aufgeregt hat. Ist aber nochmal eine andere Ebene.
Geht da auch häufig um Immobilienwerte und gar nicht um echte Störung.
 
... Einmal am WE kann man das als Anwohner auch mal ertragen.
Naja, für die Konzertbesucher ist es dann evtl. einmal am Wochenende, die Anwohner haben es dann u.U. aber 2-4x im Monat oder ca. 20 - 40x im Jahr. Kann ich einerseits verstehen, dass da gewisse Vorbehalte gegen regelmäßige Veranstaltungen bestehen, andererseits darf ich mich aber nicht über mögliche Lärmbelästigungen beschweren, wenn ich in die Nähe so einer "Multifunktionsarena" ziehe.
Ist, wie mit dem Schrebergarten, der in der Einflugschneise vom Flughafen liegt. Nicht unbedingt schön, aber im Vorfeld bekannt, wenn man dort eine Parzelle pachtet/mietet.
 
Selbst in Bremen passen auf die Bürgerweide mehr Menschen als ins Weserstadion.
Wenn man 70% der Tribünen (geschätzt, wegen Bühnenaufbau etc.) und den Großteil des Innenraums nutzen kann? Da gehen doch auch 40-50k rein oder so.

Einfach die Ticketpreise generell um 20% erhöhen würde jährlich schon mal 4 Millionen mehr in die Kasse spülen.

Der Rest der Wirtschaft macht es vor: Es gibt noch viel zu holen bei den Menschen in Deutschland. Greifen wir es ab.
Ausgrenzung übers Portemonnaie. Ist ja nicht schon alles teuer genug. AFAIK ist Bremen auch jetzt schon gut dabei mit den Ticketpreisen. Auf der anderen Seite hast du mit dem vermutlich leicht sarkastisch angehauchtem Kommentar auch nicht ganz unrecht. Zumindest auf den Straßen kann ich noch nicht erkennen, dass der Sprit 40% teurer geworden ist.
 
Zumindest auf den Straßen kann ich noch nicht erkennen, dass der Sprit 40% teurer geworden ist.
Das muss man auch so sehen. Der Deutsche hat Geld. Es ist immer nur die Frage wofür und wer. So mancher "Armer" setzt die Prioritäten seltsam und gibt Geld für Feuerwerk, Alkohol und co. aus. Ein Großteil des deutschen Vermögens und Einkommens liegt bei Boomern, die irgendwann sterben in den nächsten Jahren, makaber ausgedrückt.
 
Rücksichtslosigkeit trifft es da eher, denke ich. Ist aber im Grunde genommen, auch eine Form von Verwahrlosung der Gesellschaft.

Bin vor ca. 6 Wochen mal wieder mit dem Zug nach Stuttgart gefahren, da saß dann auch so eine "Big Mama" (im wahrsten Sinne des Wortes) mit Migrationshintergrund und meinte, mit ihren in Muttersprache versehenen Musikvideos den ganzen Waggon zu unterhalten. Irgendwann kam dann der Zugbegkeiter und hat sie darauf hingewiesen, dass das so nicht geht. Boah, war die stinkig!
Fast jeder andere bekommt es hin, Videos, Hörspiele/-bücher oder sogar Telefonate über Kopfhörer zu konsumieren/zu führen, nur ein gewisses Klientel meint, dass alle Welt wissen will, was diese Personen interessiert oder wie es Aischas Schwester geht oder Horst die Frau vom Nachbar glücklich macht, wenn Heinz in der Spätschicht ist. :mad: Ich will so etwas nicht wissen/hören! :dagegen:
Hab mal neben einer ca. 17jährigen im Schienersatzverkehr gesessen, die mit einem wohl neuen Lover telefoniert hat, nach der ca. 35minütigen Fahrt wusste ich praktisch Alles über die....
Auch schön war mal, als ich mit meinem damals 13 jährigen Neffen von der Gamescom kam, da saß im Zugabteil uns gegenüber auch so ne 17jährige oder so, die was von Pille danch erzählt hat und so, die hab ich aber dartauf hingewiesen und die hat sich weggesetzt...Bei der Ersten hab ich mir das Spektakel bis zum Ende angehört, ist halt langweilig so ne Fahrt.
Neulich war mal Einer, der ganz offen Drogengeschäfte angeleiert hat...Man erlebt immer was, wenn auch unfreiwillig
 
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