Gesamtsituation der Mannschaft

Moin,

ich bin nicht so geknickt wie viele andere Werderfans am heutigen Tag. Ich finde N´diaye mit Leihe und Ko und auch Regeer mit Leihe und KO sehr solide Transfers ohne Risiko, N´diaye mit Deman LV und nun mit Arthur als Leihe einen echten RV war zwingend erforderlich.

Regeer als Stage Ersatz hört sich für mich auch sehr spanned an im ZM.

Was aktuell ein Unding ist sind die schweren Verletzungen und wie schon geschrieben, entweder sind die Jungs nicht fit und das trotz fehlender Mehrfachbelastung im Pokal im letzten Jahr, oder in der medizinischen Abteilung passt wie im Seuchenjahr 2019/2020 wieder etwas nicht zusammen.

Die viel zu späte Finalisierung des Kaders kann man Fritz erneut deutlich ankreiden, das ist einfach nicht gut, so uneingespielt in eine Bundesligasaison zu starten, wie geschrieben sehe ich aber den Vorteil im DFB Pokal weiterhin dabei zu sein und diesen für die Wettkampfpraxis zusätzlich zum Ligabetrieb nutzen zu können.

Der Ausfall von Stage ist ärgerlich und auch Lynen war nie richtig fit in der Vorbereitung, auch das ist nicht optimal gelaufen, aber auch genau das ist die Chance für andere Spieler sich unersetzlich zu machen und diese Chancen sollten die Spieler nutzen.

Ja, und auch Njinmah ist nun langzeitverletzt und Mbangula ist nun in Bologna, aber dafür haben wir auf den Außen Erevbenagie, Dinkci, Grüll, Quetant, Weiser und durch den N´diaye Transfer sogar Deman.

Die RV ist mit Arthur und Schmetgens und später Agu oder in meinen Augen auch Grüll jetzt auch ausreichend besetzt.

Für mich ist der Kader aktuell nach dieser Transferphase in allen Mannschaftsteilen ausgewogen mit Erfahrung und Talenten besetzt, leider eben sehr spät, aber dieser Umbruch war unumgänglich in diesem Sommer und wir werden Lehrgeld bezahlen, aber wenn wir den Weg der Talentförderung gehen wollen müssen wir diesen Schritt jetzt auch durchziehen.

Woijcik, Schmetgens, Erevbenagie, Stalmach, Chuki, Soylu, Quentant, Musah, sind alles Spieler, die jetzt auf Spielzeit kommen werden und ich sehe das wirklich nicht negativ, es geht von Anfang an in dieser Saison nicht um höhere Ziele, wie Europa, auch wenn viele Werderfans sich danach sehnen, für uns wird entscheidend sein, so schnell wie möglich diesen Kader in sich zu einer neuen Einheit zu entwickeln, indem sich junge und alte Spieler finden, einander vertrauen und sich gegenseitig auf und neben dem Platz helfen und indem die jungen Spieler jeden Tag gefordert und gefördert werden, auch wenn ihnen Fehler unterlaufen.

Das Ziel im Laufe der Saison schnellstmöglich die 40 Punkte zu erreichen ist der wichtige Schritt in dieser neuen Kaderkonstellation, danach kann der Schritt nach höheren Zielen immer neu gesetzt werden, jetzt heißt es als Mannschaft eine Einheit zu bilden und auf dem Platz jeden Tag gemeinsam zu wachsen.

Wir werden sicherlich die eine oder andere bittere Niederlage erleben, aber vielleicht gibt es auch plötzlich die ein oder andere aktuell noch unerwartete Überraschung vom Ergebnis, da viele der neuen Spieler sehr spät zu uns gestoßen sind und das Potential noch garnicht einzuschätzen ist. Ich bin echt gespannt auf die neuen Spieler, aber auch auf die Entwicklung der jungen Spieler im Laufe der Saison und wie gesagt, ich sehe den Kader nach dem heutigen Tag homogen besetzt und wir sollten die nächsten 9 Spiele in Ruhe abwarten, auch wenn es noch die eine oder andere Niederlage geben wird, aus diesen müssen die Spieler nun lernen und sich stetig als geschlossene Einheit stabilisieren und geschlossen einander unterstüzten als Mannschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
In erster Linie muss sich nun ein Team finden, die zusammen etwas erreichen will. Europa oder sonst irgendwas wäre die total falsche Zielsetzung. 40 Punkte sind da schon realistischer. DFB Pokal sehe ich auch immer als gute Möglichkeit Geld und auch sportlich ein Erfolg zu erzielen. Je weiter man kommt, um so besser die allgemeine Stimmung, im Team, im Umfeld und bei den Fans. Geht es aber in etwa so aus wie letzte Saison, bleibt das Risiko eines Abstieges allgegenwärtig. Dann muss zwingend Oben etwas verändert werden und kein Vertrauen mehr den aktuellen Planern dieses Vereins gegeben werden. Das sollte nach 5-10 Spielen bereits Thema werden. Aber ich gebe dir recht, dass es die Zeit jetzt einfach braucht und die Spiele gegeben werden sollten. Zu guter letzt wollen wir alle das Aufleben des Vereins sehen, so wie es eigentlich in der Zeit eines Ole Werners in die richtige Tendenz ging. Noch ein abstieg wäre für den Verein sehr sehr schwer verkraftbar.
 
Moin,
ich bin nicht so geknickt wie viele andere Werderfans am heutigen Tag. Ich finde N´diaye mit Leihe und Ko und auch Regeer mit Leihe und KO sehr solide Transfers ohne Risiko, N´diaye mit Deman LV und nun mit Arthur als Leihe einen echten RV war zwingend erforderlich.

Regeer als Stage Ersatz hört sich für mich auch sehr spanned an im ZM.

Was aktuell ein Unding ist sind die schweren Verletzungen und wie schon geschrieben, entweder sind die Jungs nicht fit und das trotz fehlender Mehrfachbelastung im Pokal im letzten Jahr, oder in der medizinischen Abteilung passt wie im Seuchenjahr 2019/2020 wieder etwas nicht zusammen.

Die viel zu späte Finalisierung des Kaders kann man Fritz erneut deutlich ankreiden, das ist einfach nicht gut, so uneingespielt in eine Bundesligasaison zu starten, wie geschrieben sehe ich aber den Vorteil im DFB Pokal weiterhin dabei zu sein und diesen für die Wettkampfpraxis zusätzlich zum Ligabetrieb nutzen zu können.

Ja, Njinmah ist nun auch langzeitverletzt und Mbangula ist nun in Bologna, aber dafür haben wir auf den Außen Erevbenagie, Dinkci, Grüll, Quetant, Weiser und durch den N´diaye Transfer sogar Deman.

Die RV ist mit Arthur und Schmetgens und später Agu oder in meinen Augen auch Grüll jetzt auch ausreichend besetzt.

Für mich ist der Kader aktuell nach dieser Transferphase in allen Mannschaftsteilen ausgewogen mit Erfahrung und Talenten besetzt, leider eben sehr spät, aber dieser Umbruch war unumgänglich in diesem Sommer und wir werden Lehrgeld bezahlen, aber wenn wir den Weg der Talentförderung gehen wollen müssen wir diesen Schritt jetzt auch durchziehen.

Woijcik, Schmetgens, Erevbenagie, Stalmach, Chuki, Soylu, Quentant, Musah, sind alles Spieler, die jetzt auf Spielzeit kommen werden und ich sehe das wirklich nicht negativ, es geht von Anfang an in dieser Saison nicht um höhere Ziele, wie Europa, auch wenn viele Werderfans sich danach sehnen, für uns wird entscheidend sein, so schnell wie möglich diesen Kader in sich zu einer neuen Einheit zu entwockeln, indem sich junge und alte Spieler finden, einander vertrauen und sich gegenseitig auf und neben dem Platz helfen und indem die jungen Spieler jeden Tag gefordert und gefördert werden, auch wenn ihnen Fehler unterlaufen.

Das Ziel im Laufe der Saison schnellstmöglich die 40 Punkte zu erreichen ist generell einer der wichtigsten Schritt in einer neuen Kaderkonstellation, danach kann der Schritt nach höherem immer neu gesetzt werden, jetzt heißt es als Mannschaft eine Einheit zu bilden und auf dem Platz jeden Tag gemeinsam zu wachsen.

Wir werden sicherlich die eine oder andere bittere Niederlage erleben, aber vielleicht gibt es auch plötzlich die ein oder andere aktuell noch unerwartete Überraschung vom Ergebnis, da viele der neuen Spieler sehr spät zu uns gestoßen sind und das Potential noch garnicht einzuschätzen ist. Ich bin echt gespannt auf die neuen Spieler, aber auch auf die Entwicklung der jungen Spieler im Laufe der Saison und wie gesagt, ich sehe den Kader nach dem heutigen Tag homogen besetzt und wir sollten die nächsten 9 Spiele in Ruhe abwarten, auch wenn es noch die eine oder andere Niederlage geben wird, aus diesen müssen die Spieler nun lernen und sich stetig als geschlossene Einheit stabilisieren und geschlossen einander unterstüzten als Mannschaft.

Sehe ich ähnlich.

Und ja, auch mich ärgern am meisten die erneuten schweren Muskelverletzungen.
Gerade Stage ist einfach nicht (oder: nicht einfach) zu ersetzen.

Das nervt ohne Ende; zum Thema Mbangula äußere ich mich hier jetzt nicht.


Vielleicht sollte man tatsächlich unsere Jungs (insbesondere Stage) von nationalen Experten untersuchen und behandeln lassen.
Hier würde ich nichts unversucht lassen (bevor intern alle Steine umgedreht und wieder hingelegt werden).
Es geht um sportlichen Erfolg und um viel Geld; und nicht zuletzt um Menschen! Da sind auch Sonderlösungen gefragt.
Das wurde früher doch teilweise auch gemacht: Wofür gibt es denn Experten in allen medizinischen Bereichen.
 
Glaube das 4-3-3 ist nach den aktuellsten Entwicklungen tot. Mbangula weg, Njinmah verletzt und ein neuer Außenstürmer ist auch nicht gekommen. Dafür haben wir jetzt wieder Außenverteidiger. Bin mir sicher ab sofort gibt es wieder die Ole Werner Taktik. Nach dem ganzen Hin und Her der Vorbereitung müssen jetzt klare Abläufe entwickelt werden und vor allen Punkte gesammelt werden.
 
Ich habe ehrlich gesagt große Zweifel, dass die Fähigkeiten DTs ausreichen, um aus diesem zusammengewürfelten Haufen an Talenten, Oldies und Durchschnittsspielern in kürzester Zeit ein funktionierendes Team zu formen, das noch vor der Winterpause ausreichend Punkte sammelt, um nicht abgeschlagen auf Platz 18 zu stehen. Man kann nur hoffen, dass aus den Erfahrungen der letzten Saison gelernt wurde und nicht 5 Spiele zu lang an einem gescheiterten Trainer festgehalten wird.
 
1. Sollte schon 12 Monate zuvor geschehen sein.
Durchgefallen
2. Aus einem erhofften 40 Mio. Transfer wurden 20.
Durchgefallen.
3. Keine Ahnung was das für ein Auftrag sein soll
Kannste dir natürlich hindrehen wie du willst, aber:
1. Das vergangene Jahr ist seitens des AR bereits abgehakt. Bei der Bewertung seiner jetzigen Arbeit geht es um das jetzt.
2. Nicht die Schuld von Fritz.
3. Sein Auftrag für diesen Sommer war ein schlagkräftiger Kader, der nicht absteigt. Und das mit knapp 7 Mio. Budget, welches überhaupt nur durch den Verkauf von Schmid existiert. Yay
 
CF ist sicherlich nicht der Alleinschuldige an der aktuellen Misere. Ihn aber zum bloßen Bauernopfer des Vereins zu erklären, wirkt wie eine Verklärung der Realitäten.

CF hat vier Jahre lang unter FB gearbeitet und anschließend dessen Posten übernommen. Wenn Werder gleichzeitig gebetsmühlenartig betont, dass Transfers und Personalentscheidungen im Konsens einer Gruppe getroffen werden, dann gilt das eben in beide Richtungen: D.h., man kann sich nicht einerseits auf das Kollektiv berufen und andererseits im Misserfolgsfall so tun, als hätte CF mit den Entscheidungen der vergangenen Jahre nichts zu tun gehabt. Ob er Transfers in der Ära des Hauptverantwortlichen FB aktiv forciert oder diese „nur“ mitgetragen hat, ist für die Frage der Mitverantwortung letztlich zweitrangig.

Und die Bauernopfer-Metapher passt auch schon deshalb nicht wirklich, weil CF selbst öffentlich eingeräumte, dass die Transferpolitik der vergangenen Saison – inklusive der Leihspieler-Posse – unzureichend war und er dafür als Hauptverantwortlicher seinen Kopf dafür hinhielt. Das war keine Zuschreibung von außen, sondern seine eigene Einordnung.

Natürlich kann und muss man die strukturellen Rahmenbedingungen (diese sind jedoch nicht "über Nacht vom Himmel gefallen, sondern summierten sich durch - auch wenn du das vermutlich nicht gerne liest - durch zu viele Transferfehlentscheidungen in den letzten ca. 10 Jahren) kritisieren. Wenn 40 Mio. an Transfererlösen erzielt werden, davon aber nur rund 7 Mio. reinvestiert werden dürfen, wird es schwierig, einen Kader substanziell zu verbessern, besondere frühzeitig. Sollte CF nach dem Coulibaly-Verkauf tatsächlich zugesagte Mittel nicht bekommen haben, wäre das erst recht ein Vorgang, den man kritisch hinterfragen muss.

Aber daraus folgt eben nicht automatisch, dass CF ein unschuldiges Bauernopfer ist. Er ist gleichzeitig Teil dieses Systems, Mitverantwortlicher für dessen Entscheidungen und möglicherweise auch Betroffener seiner Defizite. Beides kann problemlos gleichzeitig zutreffen. Wer ihn ausschließlich als Opfer darstellt, macht es sich meines Erachtens zu einfach.
Kürzen wir das ab: Es ging um DIESE Transferperiode, nicht die letzten Jahre. Fritz ist mit einem Plan zum Aufsichtsrat gegangen und hat Auflagen bekommen. Das sind die Checkpoints, die du zitiert hast. Wenn man ihm dies zusagt, dann muss man Fritz als Bauernopfer sehen, wenn diese Zusagen nicht erfüllt werden, obwohl er bis dato alles bestmöglich umgesetzt hat.
 
Momentan fehlt mir der Glaube,das mehr als purer Abstiegskampf drin ist.
Das ist ja Interpretationssache. 40 Punkte sind Ziel. Das kann entweder sehr entspannt laufen oder dauerhaft Abstiegskampf. Es kommt nur auf den Zeitpunkt an, an dem diese Punkte geholt werden.

Und im DFB Pokal ist eh nächste Runde Schluß,außer wir haben Glück und treffen auf Jederloh.
Ich würde mal behaupten, dass uns ein Erstligist wesentlich besser stehen würde. ;)
 
Abstiegsk(r)ampf ist die derzeit wahrscheinlichste Variante für diese Saison , doch wer weiß, meine "Resthoffnung" flüstert das es nach der Länderspielpause ans Punkte sammeln geht. Sehr leise aber doch deutlich hörbar ... :laugh: ...

... könnte aber auch eine nicht diagnostizierte Schizophrenie sein :sun:
 
Als die ersten Transfers so früh eingetütet wurden, hatte ich die Hoffnung, dass der wesentliche Kader vielleicht mal vor Saisonbeginn steht. Es ist irgendwie ein Trauerspiel, dass man bei Werder dazu nicht mehr in der Lage ist.
Wie hier schon mal angesprochen wurde, kann man sich dann die Trainingslager ja auch schenken. Einfach gar nicht fahren, Geld sparen. Dann lieber ein dickes Wintertrainingslager machen. Der Kader da sollte ja zumindest die Rückrunde zusammen bestreiten. Dann versuchen wir halt dort die Punkte zu holen.
Ja, auch andere Vereine sind bis zum Schluss am Transfermarkt tätig. Aber nicht in dem Umfang, dass da noch so viel passiert.
 
Man muss doch mal bei einem Fazit über diese Transferperiode über den Tellerrand hinausgucken dürfen .
Wieso ist es den vermeintlich auf Augenhöhe stehenden Mannschaften gelungen eine gute Transferperiode im Gegensatz zu Werder hinzubekommen.
Ich nehme da explizit die beiden Aufsteiger der letzten Saison. Köln und HSV .
Trotz das Köln mit dem Geld von einem EL Mala Verkauf spekuliert hat wurden trotzdem gute Verpflichtungen getätigt. Nicht zuletzt die Ausleihe von Moore wird diesen Verein nochmal pushen , der am ersten Spieltag im Gegensatz zu uns auch noch richtig guten Fußball gezeigt hat.
Hamburg hat letzte Saison schon Leihen im obersten Regal getätigt mit Gronbeck und Viera . Diese Jungs konnte man mit viel Überzeugung vom Verein überzeugen und schließlich sogar unter Marktwert verpflichten, weil der Spieler nur zum HSV wollte im Fall von Viera. Ein Rechtsverteidiger (einer der besten in der belgischen Liga ) konnte man auch noch fest verpflichten unter Marktwert zur gleichen Zeit als wir auch einen Rechtsverteidiger gesucht haben . Costa steht nicht zu Unrecht als Anwärter Manager des Jahres im Fokus .Die Leihe von Vuskovic letzte Saison war ein Volltreffer und da frage ich mich warum wir in solchen Sphären nicht einmal Leihen können.
Nein , Köln und Hamburg haben uns nicht nur letzte Saison sondern auch diese schon längst überholt .Ob man es wahr haben will oder nicht .
Also können wir uns nur noch mit Mannschaften wie Paderborn , Elversberg und Schalke vergleichen, wobei die beiden erstgenannten sogar mehr in der Transferperiode ausgegeben haben als Werder . Man kann es sich schön reden und natürlich hoffen auf ruhige und große Zeiten in der Zukunft. Die Realität sagt mir , wir brauchen einen neuen Manager , einen neuen Trainer (wahrscheinlich) , einen neuen Präsidenten, eine neue medizinische Abteilung , einen neuen Aufsichtsrat und einen neuen Finanzvorstand.
Spieler auch aber die kriegen wir erst im Winter .
Die Petition letzte Saison war ein Hilferuf , der an dem Verein und den meisten Mitgliedern zerschellte , weil ein Wille für Veränderung nicht gegeben war. Dafür müssen wir diese Saison wieder den Preis schlucken. Wäre ich nur Gelegenheitsgucker von Werder würde ich mir schon lange die Konferenz oder Bayern angucken, aber leider hängt da mehr dran wie wahrscheinlich bei den meisten von Euch .
Ich hatte Sonntag zum ersten Mal seit ich denken kann den Drang das Spiel nach 60 Minuten auszumachen. Ich weiß nicht wie ihr das seht aber dieser Weg kann doch nicht richtig sein und ich weigere mich standhaft das als Alternativlos zu sehen
 
Man muss doch mal bei einem Fazit über diese Transferperiode über den Tellerrand hinausgucken dürfen .
Wieso ist es den vermeintlich auf Augenhöhe stehenden Mannschaften gelungen eine gute Transferperiode im Gegensatz zu Werder hinzubekommen.
Ich nehme da explizit die beiden Aufsteiger der letzten Saison. Köln und HSV .
Trotz das Köln mit dem Geld von einem EL Mala Verkauf spekuliert hat wurden trotzdem gute Verpflichtungen getätigt. Nicht zuletzt die Ausleihe von Moore wird diesen Verein nochmal pushen , der am ersten Spieltag im Gegensatz zu uns auch noch richtig guten Fußball gezeigt hat.
Hamburg hat letzte Saison schon Leihen im obersten Regal getätigt mit Gronbeck und Viera . Diese Jungs konnte man mit viel Überzeugung vom Verein überzeugen und schließlich sogar unter Marktwert verpflichten, weil der Spieler nur zum HSV wollte im Fall von Viera. Ein Rechtsverteidiger (einer der besten in der belgischen Liga ) konnte man auch noch fest verpflichten unter Marktwert zur gleichen Zeit als wir auch einen Rechtsverteidiger gesucht haben . Costa steht nicht zu Unrecht als Anwärter Manager des Jahres im Fokus .Die Leihe von Vuskovic letzte Saison war ein Volltreffer und da frage ich mich warum wir in solchen Sphären nicht einmal Leihen können.
Nein , Köln und Hamburg haben uns nicht nur letzte Saison sondern auch diese schon längst überholt .Ob man es wahr haben will oder nicht .
Also können wir uns nur noch mit Mannschaften wie Paderborn , Elversberg und Schalke vergleichen, wobei die beiden erstgenannten sogar mehr in der Transferperiode ausgegeben haben als Werder . Man kann es sich schön reden und natürlich hoffen auf ruhige und große Zeiten in der Zukunft. Die Realität sagt mir , wir brauchen einen neuen Manager , einen neuen Trainer (wahrscheinlich) , einen neuen Präsidenten, eine neue medizinische Abteilung , einen neuen Aufsichtsrat und einen neuen Finanzvorstand.
Spieler auch aber die kriegen wir erst im Winter .
Die Petition letzte Saison war ein Hilferuf , der an dem Verein und den meisten Mitgliedern zerschellte , weil ein Wille für Veränderung nicht gegeben war. Dafür müssen wir diese Saison wieder den Preis schlucken. Wäre ich nur Gelegenheitsgucker von Werder würde ich mir schon lange die Konferenz oder Bayern angucken, aber leider hängt da mehr dran wie wahrscheinlich bei den meisten von Euch .
Ich hatte Sonntag zum ersten Mal seit ich denken kann den Drang das Spiel nach 60 Minuten auszumachen. Ich weiß nicht wie ihr das seht aber dieser Weg kann doch nicht richtig sein und ich weigere mich standhaft das als Alternativlos zu sehen
Also ich gucke nur noch YouTube Zusammenfassung und bin hier im Forum, dass schon sehr lange Zeit. Was soll ich meine Lebenszeit dafür hergeben, wenn dort seit Jahren nur noch Müll produziert wird. Der letzte fähige Manager war allofs aber der hat den Karren zum Ende hin auch in den Sand gesetzt und seit dem ziehen alle anderen ihm immer tiefer rein...
 
So, die Transferphase ist rum, die ersten Spiele sind gespielt - dann gebe ich jetzt auch mal wieder meinen Senf dazu und versuche, die aktuelle Situation so nüchtern, wie möglich zu betrachten

Was das Thema Transfers angeht fing die Sommerpause eigentlich recht gut an. Es wurden spannende Leute mit Potenzial verpflichtet (Chuki, Woijcik etc) und es war - zumindest für mich - ein klarer Plan erkennbar. Ablösefreie Transfers mit Potenzial versprechen mittelfristig gute
Transfereinnahmen - so denn alle auch irgendwann spielen und sich entsprechend weiterentwickeln.

Offensichtlich war man dann im Anschluss für Qualitätsspieler erst noch auf Transfererlöse angewiesen, sodass dann lange nichts passierte.
Im Zusammenspiel mit der Tatsache, dass wir unsere Einnahmen nur sehr limitert re-investieren konnten/durften, kamen dann mal wieder die üblichen Leihen dabei raus. Grundsätzlich sollten wir dabei aber mal aufhören unserem verantwortlichen Personal Planlosigkeit vorzuwerfen, denn:

- was willste machen, wenn Du als GF Sport kein Budget hast, Deine Pläne umzusetzen?
- auch Leihspieler werden mit Sicherheit im Vorfeld gescoutet und Möglichkeiten ausgelotet

Ob alle Neuverpflichtungen dann so passen, wie z.B. wir Fans uns das vorstellen oder wünschen und ob diese Spieler dann auch ins Spielsystem passen und uns sportlich weiterbringen, ist selbstverständlich nochmal ne ganz andere Frage. Ganz sicher schlägt aber auch bei uns niemand
einfach mal das Kicker-Sonderheft auf uns lässt sich transfermäßig inspirieren. Zudem sind wir als Fans natürlich notorisch unzufrieden, wenn wir uns einen Harry Kane wünschen und am Ende nur einen Füllkrug bekommen. :) Und letztlich muss ein gescouteter Spieler auch zu uns kommen wollen!

Was die Transfereinnahmen und deren Re-Investition betrifft, versuche ich die Situation mittlerweile auch etwas sachlicher zu sehen, denn zum einen wissen die wenigsten von uns Bescheid über die tatsächliche wirtschaftliche Situation der KGAa, zum anderen kennen wir die Ablösesummen in der Regel auch nur aus der Bild-Zeitung und haben auch hier keinen Einblick in die tatsächlichen Zahlen. Offensichtlich ist aber, dass wir von unseren Einnahmen noch ne ganze Menge Altlasten bedienen müssen, wie z.B. die Rückzahlung 2er Anleihen, oder den Stadionausbau (wie uns dass mittlerweile 15 Jahre nach Fertigstellung immer noch so belasten kann, ist mir schlicht unbegreiflich). Dann kommt der Neu-bzw. Umbau des "NLZ" dazu, das Budget der Frauenmannschaft wurde aufgestockt, das Weserstadion wurde -wenn ich richtig gelesen habe - für 3Mio renoviert. Weiter geht´s mit Beraterhonoraren und Handgeldern, dann müssen vermutlich Rückstellungen gebildet werden, wenn wir mal wieder für Polizeieinnsätze bei Risikospielen bezahlen dürfen. Und dann benehmen sich Teile der Fans ja auch immer mal wieder daneben, sodass auch dafür wohl noch Geld zur Seite gepackt werden dürfte...
Ich will hier bestimmt nix schönreden und ganz sicher muss man mal generell die Frage stellen, warum wir trotz hoher Transfereinnahmen (zumindest in diesem Jahr), Investorengeld und Flutlichtpartnern immer noch so am Hungertuch nagen und wer vor allem dafür die Verantwortung trägt. Trotzdem scheint es doch bei etwas genauerer Betrachtung mehr als logisch, dass wir nicht jeden eingenommen Euro direkt wieder in die Mannschaft reinvestieren können. Gefällt mir das? Nö! Können wir das ändern? Auch nicht! Ist CF Schuld daran? Wenn man das an dem einen oder anderen Transferflop festmachen will - vielleicht. Aber das passiert auch bei anderen Clubs und teilweise auf ganz anderem Niveau. Siehe z.B. nur die Bayern mit Boey, Paulinha, etc. Auch da hat der Sportvorstand mit Sicherheit entsprechenden Druck - nur bei uns tun
solche Fehlgriffe dann gleich doppelt weh. Was die Finanzen angeht muss man also meiner Meinung nach noch eine Etage über CF nach Antworten suchen. Hier kann man nur hoffen, dass durch den Rückzug von HHG ein neuer Aufsichtsrat der GF ganz allgemein mal genauer auf die Finger schaut. Vor diesem Hintergrund begrüße ich auch sehr die Intiative von Pascal Tetschet, den Fans ein größeres Mitspracherecht einzuräumen, bzw. grundsätzlich für mehr Transparenz im Verein zu sorgen.

Definitiv verbesserungswürdig ist unsere Außendarstellung. Ja, wir unterliegen offensichtlich massiven wirtschaftlichen Zwängen. Die immer wiederkehrende Betonung dieser Misere erzeugt aber einfach mal null Aufbruchstimmung. Auch wir Fans sollten unsere Erwartungshaltung
allerdings mal etwas runterschrauben und nicht gleich Frust schieben, oder unsere sportliche Leitung kritisieren, wenn nicht direkt jeder eingenommene Euro wieder in den Kader re-investiert wird, denn auch das trägt nicht wirklich zur Stimmungsaufhellung bei. Die Situation ist nun mal so, wie sie ist - und da wir uns ja jedes Jahrs aufs Neue wundern, dass wir kein Geld für wirkliche Verstärkungen haben, sollten wir unserer GF zumindest mal insofern vertrauen, als dass der Weg über junge Potenzialspiele Mehrwerte zu schaffen, im Augenblick alternativlos ist. Das heisst selbstverständlich nicht, dass man jede Entscheidung gut finden muss. Aber so wie ich das mittlerweile sehe, werden wir wohl erst dann sportlich wieder Schritte nach Vorne/Oben machen, wenn wir uns unserer Altlasten entledigt haben. Solange das nicht der Fall ist, kann unser sportliches Ziel nur heißen, Bundesliga zu spielen.

So - was haben wir denn nun mit unseren begrenzten Möglichkeiten aus der abgelaufenen Transferperiode gemacht:

Im Tor haben wir meiner Meinung nach wieder mal überhaupt keine sportliche Baustelle. Bei Hein als No.1 mache ich mir überhaupt keine großen
Sorgen und sollte das doch nicht klappen, haben wir mit Schlager eine absolut gleichwertige Alternative. Spannend wird allerdings zu sehen sein, wie sich Schlager auf der Bank verhält und ob er nicht doch evtl. irgendwann Ansprüche anmeldet.

In der Abwehr sehe ich uns nach den letzten Transfers ebenfalls gut aufgestellt. Ndiyae sowie Arthur sind für mich absolute Verstärkungen, sodass ich unsere Außenbahnen nun mit den beiden, sowie hoffentlich bald Weiser und Agu sehr gut aufgestellt sehe. Auch Woijcik finde ich,
wenn er denn hoffentlich bald wieder fit ist, sehr vielversprechend. Zunehmend weniger gefällt mir tatsächlich Friedl. Für mich ist er zu langsam und hat eine zunehmend mangelhafte Spieleröffnung, sodass ich mir mittelfristig eine IV mit Pieper und Woijcik sehr gut vorstellen kann.

Im Mittelfeld ist Lynen auf der 6 leider aktuell leider komplett alternativlos. Spannend wird zu sehen sein, wo sich Regeer und Reis einordnen,
beides finde ich aber durchaus spannende Transfers. Und Stalmach ist ja dann auch noch da...
Der Ausfall von Stage tut natürlich massiv weh und ich sehe nicht, dass ihn vor allem in der Offensive einer der beiden Vorgenannten ersetzen kann. Hier liegen die Hoffnungen in der Mitte nun mehr oder weniger auf Chuki - was mir ehrlich gesagt deutlich zu dünn ist. Auf den offensiven Außenbahnen hätten wir nach dem Ausfall von JN aktuell Grüll, der vermutlich nach links wechseln dürfte, sowie Dincki auf rechts. Wenn man Grüll eines nicht absprechen kann, dann auf jeden Fall Mentalität. Ich glaube tatsächlich, dass seine Flexibilität einer seiner größten Nachteile ist und kann mir vorstellen, dass er deutlich mehr Impact auf unser Spiel hätte, wenn man ihn mal dauerhaft auf links spielen lassen würde. Dinkci ist für mich noch ne Wundertüte. Schnell ist er ja - aber ob er auch ähnlich torgefährlich wird, wie in Heidenheim bleibt noch abzuwarten. Als Alternative für rechts kann ich mir offensiv durchaus Weiser vorstellen. Links hätten wir Erevbenagie, den ich auf jeden Fall häufiger sehen möchte.

Im Sturm haben wir neben Musah und Itten mit der Verpflichtung von Füllkrug nun 3 sehr ähnliche Stürmertypen. Itten hat mir in den bisherigen beiden Spielen deutlich besser gefallen, als Fülle - agiler, mit mehr Zug zum Tor und auch deutlich besseren Chancen (zumindest im Pokal).
Bei Füllkrug muss man sicherlich schauen, wie er in die Abläufe kommt - generell erwarte ich von einem 33jährigen nach 2 sehr schwierigen
Jahren aber keine Wunder mehr. Auch wenn er natürlich auf und neben dem Platz eine absolute Führungsfigur sein kann, hätte ich mir hier einen spielstärkeren, schnelleren, jüngeren Stürmer gewünscht.

Fazit: grundsätzlich sehe ich unseren Kader gut genug aufgestellt, um wieder mal irgendwo zwischen Platz 10 - 15 einzulaufen. Tor, Abwehr und DM sind gut besetzt - für einen besseren Tabellenplatz fehlt es aber mMn an Kreativität im OM, sowie Variabilität und Abschlussstärke im Sturm.

Meine aktuelle Startelf:

Hein
Arthur Pieper Friedl Deman
Lynen
Dinkci Regeer Chuki Grüll
Itten
 
So viele Worte hier! Wow!

Ich sag mal, was ich denke:

Es sollte allen im Team klar sein, dass Werder als Außenseiter in die Bundesliga startet. Hoffentlich erzeugt das eine Wagenburg-Mentalität, die die notwendigen zusätzlichen Kräfte freisetzt und junge Nachwuchsspieler zu unerwarteten Top-Leistungen anfeuert. Lücke könnte da der entscheidende emotionale Leader für werden.

Das ist meine Hoffnung! Ich will nicht darüber nachdenken, was passiert, wenn das nicht klappt.
 
Ich bin total entspannt, weil ich wie immer weder die Transfers bewerte noch die Finanzen oder irgendeinen anderen Faktor, den ich von außen nicht bewerten kann oder über den ich keine Infos habe. Meine Bewertung der ganzen Situation konzentriert sich vollends auf das Verhalten des Vereines, insb. die Kommunikation der Führung, also welche Ansprüche werden gesetzt und wie konsequent wird durch Führungsarbeit Erfolg forciert im Verein. Und natürlich die nackten Leistungen auf dem Platz, insb. die Heimspiele und die Aufstellungen und das Coaching. Über all das erhalte ich als Fan Infos und kann dies bewerten.

Von daher warte ich nun ab was der Kader leistet und wie gut Thioune eine Spielidee entwickelt bzw. coacht oder taktisch agiert. Wie bissig ist die Mannschaft, wo ist Qualität erkennbar und wo nicht. Wie ist ab jetzt die Kommunikation von Fritz und von Niemeyer, wird gepusht oder selbstverzwergt und und und. Na und was soll ich sagen, es kann gegen Augsburg im eigenen Stadion, nach Niederlagen gegen Leipzig und in Köln, die Hütte schon lichterloh brennen und Thioune Raus Rufe geben oder wir sind auf einmal alle happy, weil der Kader und der Trainer ne geile Leistung abrufen. Oder irgendwas dazwischen ........ Ich bin da total unvoreingenommen.

Ich hätte vielleicht noch nen T für Itten verpflichtet, aber außer solche Flachwitze fällt mir derzeit nicht viel mehr ein ..... abwarten, Wahrheit liegt wie immer uffm Platz! :popcorn:
 
So, die Transferphase ist rum, die ersten Spiele sind gespielt - dann gebe ich jetzt auch mal wieder meinen Senf dazu und versuche, die aktuelle Situation so nüchtern, wie möglich zu betrachten

Was das Thema Transfers angeht fing die Sommerpause eigentlich recht gut an. Es wurden spannende Leute mit Potenzial verpflichtet (Chuki, Woijcik etc) und es war - zumindest für mich - ein klarer Plan erkennbar. Ablösefreie Transfers mit Potenzial versprechen mittelfristig gute
Transfereinnahmen - so denn alle auch irgendwann spielen und sich entsprechend weiterentwickeln.

Offensichtlich war man dann im Anschluss für Qualitätsspieler erst noch auf Transfererlöse angewiesen, sodass dann lange nichts passierte.
Im Zusammenspiel mit der Tatsache, dass wir unsere Einnahmen nur sehr limitert re-investieren konnten/durften, kamen dann mal wieder die üblichen Leihen dabei raus. Grundsätzlich sollten wir dabei aber mal aufhören unserem verantwortlichen Personal Planlosigkeit vorzuwerfen, denn:

- was willste machen, wenn Du als GF Sport kein Budget hast, Deine Pläne umzusetzen?
- auch Leihspieler werden mit Sicherheit im Vorfeld gescoutet und Möglichkeiten ausgelotet

Ob alle Neuverpflichtungen dann so passen, wie z.B. wir Fans uns das vorstellen oder wünschen und ob diese Spieler dann auch ins Spielsystem passen und uns sportlich weiterbringen, ist selbstverständlich nochmal ne ganz andere Frage. Ganz sicher schlägt aber auch bei uns niemand
einfach mal das Kicker-Sonderheft auf uns lässt sich transfermäßig inspirieren. Zudem sind wir als Fans natürlich notorisch unzufrieden, wenn wir uns einen Harry Kane wünschen und am Ende nur einen Füllkrug bekommen. :) Und letztlich muss ein gescouteter Spieler auch zu uns kommen wollen!

Was die Transfereinnahmen und deren Re-Investition betrifft, versuche ich die Situation mittlerweile auch etwas sachlicher zu sehen, denn zum einen wissen die wenigsten von uns Bescheid über die tatsächliche wirtschaftliche Situation der KGAa, zum anderen kennen wir die Ablösesummen in der Regel auch nur aus der Bild-Zeitung und haben auch hier keinen Einblick in die tatsächlichen Zahlen. Offensichtlich ist aber, dass wir von unseren Einnahmen noch ne ganze Menge Altlasten bedienen müssen, wie z.B. die Rückzahlung 2er Anleihen, oder den Stadionausbau (wie uns dass mittlerweile 15 Jahre nach Fertigstellung immer noch so belasten kann, ist mir schlicht unbegreiflich). Dann kommt der Neu-bzw. Umbau des "NLZ" dazu, das Budget der Frauenmannschaft wurde aufgestockt, das Weserstadion wurde -wenn ich richtig gelesen habe - für 3Mio renoviert. Weiter geht´s mit Beraterhonoraren und Handgeldern, dann müssen vermutlich Rückstellungen gebildet werden, wenn wir mal wieder für Polizeieinnsätze bei Risikospielen bezahlen dürfen. Und dann benehmen sich Teile der Fans ja auch immer mal wieder daneben, sodass auch dafür wohl noch Geld zur Seite gepackt werden dürfte...
Ich will hier bestimmt nix schönreden und ganz sicher muss man mal generell die Frage stellen, warum wir trotz hoher Transfereinnahmen (zumindest in diesem Jahr), Investorengeld und Flutlichtpartnern immer noch so am Hungertuch nagen und wer vor allem dafür die Verantwortung trägt. Trotzdem scheint es doch bei etwas genauerer Betrachtung mehr als logisch, dass wir nicht jeden eingenommen Euro direkt wieder in die Mannschaft reinvestieren können. Gefällt mir das? Nö! Können wir das ändern? Auch nicht! Ist CF Schuld daran? Wenn man das an dem einen oder anderen Transferflop festmachen will - vielleicht. Aber das passiert auch bei anderen Clubs und teilweise auf ganz anderem Niveau. Siehe z.B. nur die Bayern mit Boey, Paulinha, etc. Auch da hat der Sportvorstand mit Sicherheit entsprechenden Druck - nur bei uns tun
solche Fehlgriffe dann gleich doppelt weh. Was die Finanzen angeht muss man also meiner Meinung nach noch eine Etage über CF nach Antworten suchen. Hier kann man nur hoffen, dass durch den Rückzug von HHG ein neuer Aufsichtsrat der GF ganz allgemein mal genauer auf die Finger schaut. Vor diesem Hintergrund begrüße ich auch sehr die Intiative von Pascal Tetschet, den Fans ein größeres Mitspracherecht einzuräumen, bzw. grundsätzlich für mehr Transparenz im Verein zu sorgen.

Definitiv verbesserungswürdig ist unsere Außendarstellung. Ja, wir unterliegen offensichtlich massiven wirtschaftlichen Zwängen. Die immer wiederkehrende Betonung dieser Misere erzeugt aber einfach mal null Aufbruchstimmung. Auch wir Fans sollten unsere Erwartungshaltung
allerdings mal etwas runterschrauben und nicht gleich Frust schieben, oder unsere sportliche Leitung kritisieren, wenn nicht direkt jeder eingenommene Euro wieder in den Kader re-investiert wird, denn auch das trägt nicht wirklich zur Stimmungsaufhellung bei. Die Situation ist nun mal so, wie sie ist - und da wir uns ja jedes Jahrs aufs Neue wundern, dass wir kein Geld für wirkliche Verstärkungen haben, sollten wir unserer GF zumindest mal insofern vertrauen, als dass der Weg über junge Potenzialspiele Mehrwerte zu schaffen, im Augenblick alternativlos ist. Das heisst selbstverständlich nicht, dass man jede Entscheidung gut finden muss. Aber so wie ich das mittlerweile sehe, werden wir wohl erst dann sportlich wieder Schritte nach Vorne/Oben machen, wenn wir uns unserer Altlasten entledigt haben. Solange das nicht der Fall ist, kann unser sportliches Ziel nur heißen, Bundesliga zu spielen.

So - was haben wir denn nun mit unseren begrenzten Möglichkeiten aus der abgelaufenen Transferperiode gemacht:

Im Tor haben wir meiner Meinung nach wieder mal überhaupt keine sportliche Baustelle. Bei Hein als No.1 mache ich mir überhaupt keine großen
Sorgen und sollte das doch nicht klappen, haben wir mit Schlager eine absolut gleichwertige Alternative. Spannend wird allerdings zu sehen sein, wie sich Schlager auf der Bank verhält und ob er nicht doch evtl. irgendwann Ansprüche anmeldet.

In der Abwehr sehe ich uns nach den letzten Transfers ebenfalls gut aufgestellt. Ndiyae sowie Arthur sind für mich absolute Verstärkungen, sodass ich unsere Außenbahnen nun mit den beiden, sowie hoffentlich bald Weiser und Agu sehr gut aufgestellt sehe. Auch Woijcik finde ich,
wenn er denn hoffentlich bald wieder fit ist, sehr vielversprechend. Zunehmend weniger gefällt mir tatsächlich Friedl. Für mich ist er zu langsam und hat eine zunehmend mangelhafte Spieleröffnung, sodass ich mir mittelfristig eine IV mit Pieper und Woijcik sehr gut vorstellen kann.

Im Mittelfeld ist Lynen auf der 6 leider aktuell leider komplett alternativlos. Spannend wird zu sehen sein, wo sich Regeer und Reis einordnen,
beides finde ich aber durchaus spannende Transfers. Und Stalmach ist ja dann auch noch da...
Der Ausfall von Stage tut natürlich massiv weh und ich sehe nicht, dass ihn vor allem in der Offensive einer der beiden Vorgenannten ersetzen kann. Hier liegen die Hoffnungen in der Mitte nun mehr oder weniger auf Chuki - was mir ehrlich gesagt deutlich zu dünn ist. Auf den offensiven Außenbahnen hätten wir nach dem Ausfall von JN aktuell Grüll, der vermutlich nach links wechseln dürfte, sowie Dincki auf rechts. Wenn man Grüll eines nicht absprechen kann, dann auf jeden Fall Mentalität. Ich glaube tatsächlich, dass seine Flexibilität einer seiner größten Nachteile ist und kann mir vorstellen, dass er deutlich mehr Impact auf unser Spiel hätte, wenn man ihn mal dauerhaft auf links spielen lassen würde. Dinkci ist für mich noch ne Wundertüte. Schnell ist er ja - aber ob er auch ähnlich torgefährlich wird, wie in Heidenheim bleibt noch abzuwarten. Als Alternative für rechts kann ich mir offensiv durchaus Weiser vorstellen. Links hätten wir Erevbenagie, den ich auf jeden Fall häufiger sehen möchte.

Im Sturm haben wir neben Musah und Itten mit der Verpflichtung von Füllkrug nun 3 sehr ähnliche Stürmertypen. Itten hat mir in den bisherigen beiden Spielen deutlich besser gefallen, als Fülle - agiler, mit mehr Zug zum Tor und auch deutlich besseren Chancen (zumindest im Pokal).
Bei Füllkrug muss man sicherlich schauen, wie er in die Abläufe kommt - generell erwarte ich von einem 33jährigen nach 2 sehr schwierigen
Jahren aber keine Wunder mehr. Auch wenn er natürlich auf und neben dem Platz eine absolute Führungsfigur sein kann, hätte ich mir hier einen spielstärkeren, schnelleren, jüngeren Stürmer gewünscht.

Fazit: grundsätzlich sehe ich unseren Kader gut genug aufgestellt, um wieder mal irgendwo zwischen Platz 10 - 15 einzulaufen. Tor, Abwehr und DM sind gut besetzt - für einen besseren Tabellenplatz fehlt es aber mMn an Kreativität im OM, sowie Variabilität und Abschlussstärke im Sturm.

Meine aktuelle Startelf:

Hein
Arthur Pieper Friedl Deman
Lynen
Dinkci Regeer Chuki Grüll
Itten
Klingt alles nett und verbindlich. Man muss doch in die Ursachenforschung gehen. Was hier in Bremen seit mehr als 15 Jahren ausgelebt wird, ist eine Herangehensweise die aufgrund der finanziellen Engpässe andernorts längst zum Umdenken geführt hätte.
Beispiel Stadionumbau: die ganze Problematik fing schon damit an, dass man von völlig falschen Voraussetzung ausgegangen ist und 20 Heimspiele inklusive Pokal bei der Finanzierung eingepreist hatte. Das geben sie ja mittlerweile selber zu. Sie kommen von ihren Verbindlichkeiten in keiner Weise herunter, weil sie die Tilgung wahrscheinlich bei 2% angesiedelt haben. Dazu muss man in dieses Stadion immer wieder reinvestieren. Das Stadion wird nicht in 100 Jahren bezahlt sein.
Ihr Werderweg wird seit Mitte der 2000er Jahre konsequent weiterverfolgt und hat in keiner Weise diesen Verein auf eine neue Ebene hieven können. Es agieren hier immer die gleichen Personen auf unterschiedlichen Positionen. HHG, KF und auch CF arbeiten hier seit Jahrzehnten. Speziell KF ist hier der Boss. Was ist denn aus seinen vollmundigen Ansagen zu Beginn geworden?
Die Gesamtstruktur passt nicht! Man flüchtet sich in ein Weiter so und Werder muss Werder bleiben. Im Winter beispielsweise wird CF handlungsunfähig sein. Neue Spieler nicht darstellbar. Augen zu und durch, Finger kreuzen. Mehr geht nicht. Die Masse der Werderfans findet das OK.
Die Rückkehr in die 2.Liga ist mehr als absehbar. Mit dieser Struktur gehören sie dort hin. Dann wird automatisch eine Frage auf das Tableau kommen: wäre es nicht besser eine geordnete Insolvenz anzustreben? Ich bleibe dabei, dass das ihr vorgezeichneter Weg sein wird. Ein kompletter Neustart
 
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