Was aber spätestens durch die ganzen Leihen auffällt ist, dass unser Scouting einfach sau-schlecht ist. Bei den Spielern, die wir geholt haben hat man einfach durchweg das Gefühl, dass man damit einfach nur Löcher auf vakanten Positionen gestopft hat. Die meisten kamen Verpflichtungen kamen super spät - und da kann mir keiner erzählen, dass man nur auf die richtige Möglichkeit gewartet hat. Im Gegenteil - man hatte keinen Plan und musste dann kurzfristig schauen, was wir für ein paar Groschen noch von der Resterampe kriegen.
Folglich ist mein Hauptkritikpunkt an CF gar nicht die Verpflichtung dieser Spieler als solches - sondern die wirklich mangelhafte Arbeit unserer
Scoutingabteilung - für die er als GFS nunmal verantwortlich ist....
Erstmal danke, dass mal jemand konstruktiv was zu dem Thema sagt und nicht nur "Alles Blödsinn und Schönrederei - FRITZ RAUS!!!".
Was die späten Transfers angeht, ist es eigentlich super offensichtlich wie das gelaufen ist, auch schon die letzten Jahre.
Man hatte gewisse Pläne für den neuen Kader. So sollte zunächst einmal ein neuer LV-Backup kommen, das wurde Wöber recht schnell. Ob nun sinnvoller Transfer oder nicht - in der aktuellen Lage wollte man keinen Spieler als Backup kaufen, da Agu ja die letzten Jahre bockstark war, zumal auch Deman zurückkam.
Dann sollte ein Stürmer kommen und man legte sich sehr schnell auf Asllani fest, hatte aufgrund von Steffen wohl sehr gute Karten und wollte quasi den Spieler aus Hoffenheim freipressen (1 Jahr Vertrag). Da hat man nur die Rechnung ohne Hoffenheim gemacht. Die haben ihrerseits Asllani unter Druck gesetzt (vermutlich Tribüne oder Verlängerung) und der hat dann zu sehr guten Konditionen verlängert.
Der nächste Punkt war der, dass man sich komplett auf einen Wechsel von Schmid eingeschossen hatte und sämtliches Transferbudget davon abhängig war. Der ging aber nicht, also zog sich alles hin. Man konnte nun Graupen holen, die zum aktuellen Zeitpunkt machbar waren zur Leihe oder darauf warten, dass sich Gelegenheiten bei besseren Spielern boten. Das waren dann Sugawara, Puertas und Schmidt - allesamt Wunschspieler, wo Türen aufgingen. Beim Stürmer hat sich nie eine Tür aufgemacht, wobei man sagen muss, dass man gute Stürmer eben auch nicht per Leihe bekommt. Richtig gute Stürmer kosten 15-20 Mio. aufwärts. 5-10 Mio. sind Wundertüten und One Hit Wonders. Deswegen nahm man am Ende notgedrungen Boniface.
Gemessen daran waren die getätigten Transfers alle nachvollziehbar und ich denke auch, dass Puertas, Sugawara und Schmidt sehr gute Transfers waren, Hein auch. Ich denke nicht, dass früher jemand besseres drin war.
Was eigentlich an der ganzen Sache viel schwieriger war meiner Meinung nach, ist die Absprache mit dem Trainer, die vermutlich durchaus da war. Aber im Endeffekt passen die Transfers teilweise einfach nicht zu dem was Steffen spielen wollte und das war zu dem Zeitpunkt schon klar.
Mbangula hat im 3:5:2 oder 4:5:1 eigentlich nix zu suchen, jedenfalls nicht in einem Team, das sowieso schon zuviele Gegentore kassiert. Man sieht es ja derzeit besonders. Im 3:5:2 ist Mbangula quasi LV, im 4:5:1 von Steffen sieht es besser aus, ist aber sehr riskant vor einem nicht so tollen LV und Coulibaly, weswegen Steffen das irgendwann nicht mehr gemacht hat. Im Grunde wäre er bei uns am besten in einem 4:3:3 aufgehoben oder im 3:5:2 als zweite Sturmspitze (was ich seltsam finde, dass das beides keiner probiert).
Hat sich Steffen alles nicht getraut, weil es ihm zuviele Gegentore waren. Dadurch litt dann die Offensive mehr und mehr.
Puertas dasselbe Spiel. Puertas ist OM, aber da spielte unter Steffen immer Schmid. also musste Puertas auf die Außen gehen.