Clemens Fritz (Geschäftsführer Fußball)

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Das habe ich auch nicht behauptet. Ich würde sogar behaupten, dass mir Fritz auf die Eier geht, aber ich aktuell gar nicht beurteilen wollen würde, ob Fritz seinen Job gut oder schlecht macht. Licht und Schatten würde ich sagen, mit viel Dunst dazwischen, der absolut nicht einsehbar ist.
Also kritisiert du nur das, von dem du glaubst das es auch zeitnah umgesetzt wird?
 
Also kritisiert du nur das, von dem du glaubst das es auch zeitnah umgesetzt wird?
Zwischen "berechtigter" Kritik und Entlassungen fordern sehe ich jetzt schon noch einen Unterschied.

Lautstark eine Entlassung fordern macht nur Sinn, wenn es auch realistisch ist und es handfeste Argumente gibt. Das war bei Steffen der Fall. Bei Fritz ist das aber aktuell eher sehr viel grauer Nebel und noch viel mehr Meinungsmache. Darum predige ich dauernd, dass Sportdirektoren oder Geschäftsführer eher nach einer Saison oder zumindest im Verlauf der Rückrunde überprüft werden.
Fritz hat jetzt mit Steffen einen großen Punkt verändert. Wenn wir dennoch absteigen, bzw. dies früh ersichtlich ist, dann wird er seinen Hut nehmen müssen. Aktuell sind das zuviele Fragezeichen. Was, wenn Thioune nun einschlägt wie eine Bombe und in der Rückrunde 30 Punkte holt? Übertrieben gesagt. War dann der Kader dennoch zu schlecht? Wir müssen das abwarten.
 
Geil..diese Vorverurteilungen..Hat er nicht erstmal ne Chance verdient?
Genauso dumm wurde über Ole gelästert.
Moment, Ole konnte damals nicht mal dritte Liga ;) und das Daniel definitv zweite Liga kann hat er ja bewiesen und ist ja zumindest keine schlechte Voraussetzung in unserer aktuellen Situation und selbstverständlich hat Daniel auch nun die Chance verdient zu zeigen, dass er auch erste Liga kann unter schwierigsten Voraussetzungen, das hat man ja bereits Steffen zugetraut.

Und ich muss zugeben, dass ich aktuell auch stimmungsmäßig echt angenervt bin, was die Protagonisten bei Werder betrifft.

Ich Vorverurteile hier nicht Thioune, allerdings urteile ich hier vor allem über die sportlichen Entscheidungen, die überhaupt erst zu diesem Trainerwechsel geführt haben UND das der Verantwortliche dafür überhaupt noch den Nachfolger bestimmen durfte.

https://www.sport1.de/news/fussball...-bremen-die-lachnummer-der-liga-ein-kommentar

"Dazu kam heraus, dass im Arbeitsvertrag von Horst Steffen, den Bremen über drei Jahre fixierte, keine branchenübliche Regelung oder Klausel zum Thema Abfindung verankert wurde. Über 28 Monate hat Horst Steffen jetzt noch Anspruch auf seine vollen Bezüge. In der Branche schütteln viele den Kopf.
Schon das Transfermarkt-Gate, als Werders Chefs von den Machern des Onlineportals in Sachen Leih-Regularien aufgeklärt wurden, sorgte bei anderen Vereinen und in Beraterkreisen für jede Menge Gesprächsstoff und Unverständnis. Hinter vorgehaltener Hand ist die Arbeit der Werder-Verantwortlichen ein Lieblingsthema. Bremen, das ist die harte Realität, ist so etwas wie die Liga-Lachnummer.

Der Fokus liegt jetzt klar auf Sportchef Clemens Fritz. Die Kritik am langjährigen Werder-Kapitän und der von ihm zusammengestellten Führungsriege ist groß. Mit der Trennung von Horst Steffen, von dem er im Sommer fast grenzenlos überzeugt war, hat er sich selbst noch einmal Luft verschafft. Doch sollte der Weg mit Thioune nicht nach oben führen, und auch das ist schon Thema in Bremen, wird Fritz dessen Nachfolger kaum noch bestimmen."
 
Was soll das denn mit der "branchenüblichen" Klausel? Kann mich an keinen Trainer erinnern, bei dem es nicht so war, dass man ihn bis Vertragsende bezahlen musste, es sei denn es kauft ihn vorher jemand aus dem Vertrag - siehe Ole.

Heißt nicht, dass es das nicht gab, aber branchenüblich?
 
Was soll das denn mit der "branchenüblichen" Klausel? Kann mich an keinen Trainer erinnern, bei dem es nicht so war, dass man ihn bis Vertragsende bezahlen musste, es sei denn es kauft ihn vorher jemand aus dem Vertrag - siehe Ole.

Heißt nicht, dass es das nicht gab, aber branchenüblich?
...frag mal bei Transfermarkt nach, die geben sicherlich gerne Nachhilfeunterricht...
 
Was soll das denn mit der "branchenüblichen" Klausel? Kann mich an keinen Trainer erinnern, bei dem es nicht so war, dass man ihn bis Vertragsende bezahlen musste, es sei denn es kauft ihn vorher jemand aus dem Vertrag - siehe Ole.

Heißt nicht, dass es das nicht gab, aber branchenüblich?
Es gibt immer auch die Möglichkeit der Vertragsauflösung, nur das kostet den Verein mehr als den Vertrag einfach auslaufen zulassen.

Aber das war früher wohl eher gang und gebe, das man lieber gleich den Vertrag aufgelöst hat als den Trainer weiter zu beschäftigen.

Meistens wurden die Trainer auch so oder so schnell von einen anderen Verein Verpflichtet.

Solche Vertragsausstiegsklauseln gibt es meist nur in einer Richtung zum gunsten des Trainers aber nicht für den Verein.
 
Ich Vorverurteile hier nicht Thioune, allerdings urteile ich hier vor allem über die sportlichen Entscheidungen, die überhaupt erst zu diesem Trainerwechsel geführt haben UND das der Verantwortliche dafür überhaupt noch den Nachfolger bestimmen durfte.
Genau das sind für mich ebenfalls die hüpfenden Kommata... springende Punkte. Gerade als Quereinsteiger am Osterdeich sollte DT nicht vorverurteilt werden. Aber weil die grün-weißen Trainerfindungskommissionen bei dem Auswahlkriterium wenig bis null Erfahrung als Erstliga-Coach 5x in 6 Fällen seit Herbst 2014 ins Klo gegriffen hatten, warum wird mit DT zum 7. Mal ein solches Experiment durchexerziert? Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten...
 
Werder ohne Klüngel ist wie Braunkohl ohne Pinkel.

An dem Tag, wenn Werder nicht mehr familiär agiert, werde ich meine Green-Card abgeben.
Du sagst da was Wahres. So sehr man hier darüber flucht, es ist auch ein Teil der Identität dieses Vereins. Werder ist ein "linksgrünversiffter" Familienverein und das ist nicht nur beim Verein selbst so, sondern auch bei einem Großteil der Fans. Da gibt es dann Trostschokolade statt Drohungen. Schafft man die Vetternwirtschaft hier ab, schafft man damit auch einen Teil der Identität ab. Jetzt werden wieder einige sagen "JA BITTE" und die Meinung soll jeder für sich haben, wenn man das möchte. Das gilt aber eben auch für den Teil der Fans, die genau diesen Klüngel hier schätzen.
Es gibt ja auch kein Gesetz, dass es verbietet, Klüngel und Erfolg unter einen Hut zu kriegen.

Ganz ehrlich, mir ist das manchmal auch ein wenig zuviel, wie jetzt bei Steffen, was viel zu lange rausgezögert wurde. Aber auf der anderen Seite liebe ich genau diese Dinge an Werder und auch meinem Arbeitgeber übrigens, bei dem das recht ähnlich läuft mit der Lockerheit und familiären Stimmung.
 
Weil andere nicht für nen Appel und nen Ei hier anheuern.
Tja, damit bewahrheitet bzw. bestätigt sich zumindest die Redewendung "Billig kauft zweimal" - im Fall von Werder sogar siebenmal. Aber auch das sind letztlich selbstgemachte Leiden, denn nach der Trennung von Schaaf 2013 bzw. Dutt 2014 war Werders Ruf als Arbeitgeber für Trainer sicherlich noch besser als in der Gegenwart. Doch am Osterdeich ging man ab da einen anderen, den billigeren (nicht den preiswerten Weg). Mit der Folge, dass es Bände spricht, dass wir noch nicht einmal mehr für Bo Hendriksen bzw. Bo Svensson gut genug sind.
 
Zu der Werderdebatte, puh ja.
Also ich bin als Kind Werderfan geworden, weil ich Rudi Völler super fand.
Hat sich dann bis heute gehalten, nach wie vor find ich den Verein und das Umfeld an sich immer noch geil.

Leider geht es hier offenbar immer weniger ums Sportliche, seit 15 Jahren oder so spielt man in der Liga mit ohne die Hoffnung zu haben, dass es mal richtig nach oben geht, nicht einmal die Conference League scheint hier möglich und das geht mir ziemlich auf die Eier, weil ich davon überzeugt bin, dass es mit den richtigen Personen am Ruder mit Ideen und soetwas wie, ja, wie nennt man das?
Professionellem Engagement möglich wäre.
Ich will hier nichts von schlafendem Riesen fabulieren, das sind für mich Hamburg und Schalke, die haben leider eine ganz andere Wucht als wir, normal sollten denen namhafte Sponsoren die Bude einrennen aber die sind auch nicht blind und sehen das Sportliche, der letzten Jahre.
Naja, es bleibt nur die Hoffnung, dass irgendwann hier mal jemand kommt und den verschnarchten unprofessionellen Schuppen auf links dreht und uns aus der sportlichen Bedeutungslosigkeit holt.
 
Also, ich bin für eine emotionsfreie pro- und con-Diskussion.

Pro Fritz:
  1. Ich finde es gut, Stars ins Management einzubauen. Hat bei Bayern und anderen Vereinen gut geklappt. Deswegen verstehe ich den Vorstand ihn nach Vergleich mit anderen Alternativen einzusetzen. Auch hat er massgeblich Baumann und Werder geholfen nach dem Abstieg und Corona wieder auf 2 Füße zu landen. Das war schon ein anerkennenswerte Leistung.
  2. Hat kreative Lösungen wie Weiser Verpflichtung mitgetragen. Hat geholfen Fülle einzunorden - hahaha.
  3. Die mittelmässige Kaderpolitik ist auch den finanziellen Randbedingungen geschuldet. Selbst wenn Fritz mehr ins RIsiko gehen wollte, was ich nicht weiss, hätte sich der Vorstand vermutlich quer gestellt.
  4. Hat die Jugendpolitik mitgetragen, und es geschafft Mehrwertspieler zu generieren (Coulibali zumindest). Auch Mbangula war eine gut ausgerichtete Verpflichtung, bei der man nur noch etwas Geduld haben muss.
  5. Kann nichts für das irre Verletzungspech. WW (weiserwöber) usw. war schon wedermässiges Pech.
Con Fritz:
  1. Entweder nicht belastbar oder den Bock zum Gärtner gemacht: Eren Dinkci hatte sich einst beschwert, dass sich Fritz nicht um die Nachwuchstalente kümmern würde, zB hätte er sich während seiner Ausleihen kein einziges Mal bei ihm gemeldt. War Fritz zeitlich überfordert (etwas wie bei Marvin Ducksch nach seinem Englandwechsel)? Ein Jahr später wurde durch das Investorenbündnis auf Jugend gesetzt und Fritz als Sportchef installiert, nachdem er Jugendförderung in sein Bewerbungsschreiben gelistet hat. Wurde der Bock zum Gärtner gemacht?
  2. Mitverantwortlich beim Woltemade-Gau: Möglicherweise - siehe obige Spieleraussage. Ich und viele andere haben damals im Forum vehement Woltemades Vertragsverlängerung gefordert. Leider kam nur ein lauwarmer 2-Jahresvertrag zustande. Natürlich gehören dazu immer 2 Seiten, aber der Verdacht lag nahe, dass man aus Sparsamkeit sich nicht auf ein finanzielles Risiko einlassen wollte und den Wünschen des Spielers nicht nachkam. Wie gesagt, damals war noch Baumann verantwortlich, aber wenn Fritz ein glühender Woltemade-Supporter gewesen wäre, hätte er schon auf Baumann Einfluss nehmen können.
  3. Mitverantwortlich am Alvero-Grätschen Desaster: fast sah es so aus als wollten Baumann-Fritz den Verlust des 198 m Grätschen Monster Woltemade durch ein 2 Meter Grätschenwunder Alvero wiedergutmachen.
  4. Keine schlechte, aber auch keine supersmarte Kadererweiterung: Vor allem konnte keine Zirkulation ausgelöst werden, weil Spieler verkauft werden konnte. Hat Fritz wirklich wie andere Manager 80 Stunden pro Woche gearbeitet? Das würde mich interessieren, auch im Zusammenhang mit Punkt 1.
  5. Ole-Werner-Vertrag nicht verlängert: Das ist etwas shaky, da wir nicht wissen, was genau abgelaufen ist, aber es gab nun mal die bekannten anzüglichen Aussagen von Ole Werner.

Dies ist meine Fünfminutenterrine. Macht was draus oder lasst es bleiben.
 
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