Horst Steffen (z. Zt. vereinslos)

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Also ich steh dem Kollegen sehr skeptisch gegenüber. Möchte das nur noch einmal festhalten damit es nicht später heisst "Ja, ja. Hinterher ist man immer schlauer."
Ich bin da erst mal neutral.
Skeptisch, nö, aber eben auch nicht euphorisch.
Was mir nicht gefallen hat, ist die Systemumstellung in der Art und Weise. Hab ich schon mehrmals angemerkt.
Aber ansonsten soll er erst mal machen, was anderes bleibt ja eh nicht.
 
Wären es überwiegend muskuläre Probleme, dann wäre ich bei Dir.
Es reicht ja schon zu sagen "jeder kämpft um einen Platz in der Startelf, es ist noch keiner sicher aufgestellt, haut alles raus und zeigt was ihr könnt." ... Oder er sie nicht lang genug warm machen lässt. Ganz ehrlich ich bin da auch voreingenommen, da ich von der Personalie auch nichts halte. Jeder Trainer der mit einer festen Spielidee oder einem festem System kommt verursacht bei mir nervöse Augenlider... Davon abgesehen Elversberg ist ein Verein bei dem der Gegner aufgrund des Namens einfach mal 25 Prozent weniger gibt und Elversberg gibt immer Vollgas, so als würden die Bayern gegen Bochum oder Bielefeld spielen... Das kam ihm da sicher zu gute und bei Werder sehe ich das eher nicht so. Naja bis zum Winter sind wir dann mit 3 Punkten letzter...
 
Ich auch und wünschte, es wäre anders. Ich stehe auch absolut nicht hinter seiner Idee von Fußball, wenn er dazu den Kader nicht hat. Werner ist oft wegen seiner Sturheit und dem Festhalten an einem System kritisiert worden. Nun kommt der nächste und will stur ein neues System implementieren. Ärger incoming.
Man kann den wie auch immer gearteten Systemänderungswillen von HS durchaus als stur bewerten. Aber wenn generell auf eine Systemveränderung verzichtet werden soll, dann bliebe nur noch die Option einer Fortsetzung des Systems von OW. U.a. mit der Folge, dass unsere Spieler im Spiel gegen den Ball viel zu weit vom Gegner weg sind und somit tief stehenden Gegnern zu viel Raum ließen, um ihr Konterspiel aufzuziehen. Was uns gerade in Heimspielen gegen solche Gegner einige Punkte kostete. Die beiden Pokalspiele in Bielefeld, wo der Gegner mit der gleichen Vorgehensweise agierte, haben die Unterschiede deutlich demonstriert. Im Februar schwammen wir hinten auch vor der der Verletzung von MD kaum Land, während wir im Vergleich dazu an letzten Freitag bis zu dem dummen Platzverweis von LB defensiv auch wegen dem höheren läuferischen Einsatz einigermaßen stabil standen.
 
Man kann den wie auch immer gearteten Systemänderungswillen von HS durchaus als stur bewerten. Aber wenn generell auf eine Systemveränderung verzichtet werden soll, dann bliebe nur noch die Option einer Fortsetzung des Systems von OW. U.a. mit der Folge, dass unsere Spieler im Spiel gegen den Ball viel zu weit vom Gegner weg sind und somit tief stehenden Gegnern zu viel Raum ließen, um ihr Konterspiel aufzuziehen. Was uns gerade in Heimspielen gegen solche Gegner einige Punkte kostete. Die beiden Pokalspiele in Bielefeld, wo der Gegner mit der gleichen Vorgehensweise agierte, haben die Unterschiede deutlich demonstriert. Im Februar schwammen wir hinten auch vor der der Verletzung von MD kaum Land, während wir im Vergleich dazu an letzten Freitag bis zu dem dummen Platzverweis von LB defensiv auch wegen dem höheren läuferischen Einsatz einigermaßen stabil standen.
Es gäbe auch noch die Möglichkeit, erstmal im 3:5:2 weiterzuspielen, der Mannschaft aber langsam das neue System anzutrainieren und im Laufe der Saison auszutesten, bzw. spätestens dann, wenn die Spieler auch zum System passen.

Im 3:5:2 konnten wir zumindest offensiv deutlich mehr Druck entwickeln, sodass unsere schwach aufgestellte Offensive nicht ganz so schwer zum tragen kam. Jetzt merkt man das extrem.
 
Es gäbe auch noch die Möglichkeit, erstmal im 3:5:2 weiterzuspielen, der Mannschaft aber langsam das neue System anzutrainieren und im Laufe der Saison auszutesten, bzw. spätestens dann, wenn die Spieler auch zum System passen.

Im 3:5:2 konnten wir zumindest offensiv deutlich mehr Druck entwickeln, sodass unsere schwach aufgestellte Offensive nicht ganz so schwer zum tragen kam. Jetzt merkt man das extrem.
:tnx:
 
Es gäbe auch noch die Möglichkeit, erstmal im 3:5:2 weiterzuspielen, der Mannschaft aber langsam das neue System anzutrainieren und im Laufe der Saison auszutesten, bzw. spätestens dann, wenn die Spieler auch zum System passen.

Im 3:5:2 konnten wir zumindest offensiv deutlich mehr Druck entwickeln, sodass unsere schwach aufgestellte Offensive nicht ganz so schwer zum tragen kam. Jetzt merkt man das extrem.

Im Laufe einer Saison ein System umzustellen ist ähnlich wie auf einen fahrenden Zug aufspringen zu wollen. ;) Wenn es im Kader nur zu einzelnen Veränderungen gekommen wäre, dann wäre dein Vorschlag u.U. dennoch eine Option. Aber
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denn um im 3-5-2 Offensivdruck aufzubauen fehlen uns schlicht und ergreifend an adäquaten Spielern: Ducksch und Burke sind weg und Weiser, offensiv wie defensiv der 3-5-2-Schlüsselspieler bei uns, fällt verletzungsbedingt noch einige Monate aus. Wer aus dem derzeit verfügbaren Kader ist in der Lage, die erforderliche Offensiv-Power zu generieren?

Defensiv spricht sogar noch weniger für eine Fortführung des 3-5-2, weil eines der großen Schwächen dieses System ist, dass man durch die zwei auf den Flügeln spielenden AVs dem Gegner viel Raum lässt und leichter auszurechen ist. Das brachte uns schon mit eingespielten eingespielten Defensivformationen in Schwierigkeiten. Aus dieser eingespielten Formationen stehen jedoch Vejlkovic, Groß sowie Köhn nicht mehr zur Verfügung und neben dem bereits erwähnten Weiser sind Pieper und Stage ebenfalls verletzt. Wie würde das wohl mit dem derzeit verfügbaren Personal enden?

Hinzu kommt, dass mit Backhaus ein junger Keeper zwischen den Pfosten stehen wird, für den trotz seiner 33 Einsätze in der Eredivise die raue Bundesligaluft Neuland ist. Und somit eine einigermaßen solide Defensive vor sich braucht und keine, die dem Gegner größere Räume für Anspielstationen liefert. Damit ihm nicht bei seinem ersten Werder-Bundesligaspiel von Beginn an nicht ähnliches blüht wie einst Hermann Rülander, der bei seinem S11-Einsatz, ebenfalls in Frankfurt, in 78 Minuten 7 Gegentore kassierte.
 
Im Laufe einer Saison ein System umzustellen ist ähnlich wie auf einen fahrenden Zug aufspringen zu wollen. ;)
Darum sagte ich "austesten", nicht gänzlich umstellen.

denn um im 3-5-2 Offensivdruck aufzubauen fehlen uns schlicht und ergreifend an adäquaten Spielern
Das ist richtig, aber im aktuellen System ist es noch schlechter mit der Offensive. Defensiv hast du natürlich absolut Recht. Leider sehen wir aktuell, dass uns das wenig nützt, wenn wir keine Torchancen generieren. Bestenfalls spielen wir 0:0 oder verlieren 0:1. Dann lieber Harakiri mit nem 5:4 oder auch mal 0:5, wobei wir unter Ole Werner ja gesehen haben, dass man die Defensive durchaus in den Griff kriegen kann, wenn alle fit sind - vor allem Friedl.
Im Moment ist es einfach nur frustrierend, wenn man defensiv gut steht, aber nach vorne absolut gar nichts passiert. Und das Problem wird man auch mit einem Superstürmer nicht lösen können. Das geht nur mit Geduld bis das Team im System eingespielt ist. Und dann könnten wir schon mitten im Abwärtsstrudel sein.
 
Darum sagte ich "austesten", nicht gänzlich umstellen.
Macht die Sache nicht besser. Für Experimente ist i.d.R. die Vorbereitung gedacht, im laufenden Spielbetrieb sollten die grundlegenden Dinge fixiert sein.

. Dann lieber Harakiri mit nem 5:4 oder auch mal 0:5 [...]
So wie z.B. in den letzten 3 Jahren unter TS? 29 S 30U 43N, Tordiff. -39 mit zwei Beinahe-Abstiegen?

Nein danke. ;)
 
So wie z.B. in den letzten 3 Jahren unter TS? 29 S 30U 43N, Tordiff. -39 mit zwei Beinahe-Abstiegen?
Nein danke. ;)
Hatten wir ja unter Ole Werner nun auch nicht. ;)
Du hast mit allem Recht, was Defensive und Offensive angeht, aber wir haben auch letzte Saison 51 Punkte geholt und das war sicher nicht das Ende der Fahnenstange. Oder wäre es nicht gewesen, denn Ole Werner ist ja nun weg.
 
Im Laufe einer Saison ein System umzustellen ist ähnlich wie auf einen fahrenden Zug aufspringen zu wollen. ;) Wenn es im Kader nur zu einzelnen Veränderungen gekommen wäre, dann wäre dein Vorschlag u.U. dennoch eine Option. Aber
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denn um im 3-5-2 Offensivdruck aufzubauen fehlen uns schlicht und ergreifend an adäquaten Spielern: Ducksch und Burke sind weg und Weiser, offensiv wie defensiv der 3-5-2-Schlüsselspieler bei uns, fällt verletzungsbedingt noch einige Monate aus. Wer aus dem derzeit verfügbaren Kader ist in der Lage, die erforderliche Offensiv-Power zu generieren?

Defensiv spricht sogar noch weniger für eine Fortführung des 3-5-2, weil eines der großen Schwächen dieses System ist, dass man durch die zwei auf den Flügeln spielenden AVs dem Gegner viel Raum lässt und leichter auszurechen ist. Das brachte uns schon mit eingespielten eingespielten Defensivformationen in Schwierigkeiten. Aus dieser eingespielten Formationen stehen jedoch Vejlkovic, Groß sowie Köhn nicht mehr zur Verfügung und neben dem bereits erwähnten Weiser sind Pieper und Stage ebenfalls verletzt. Wie würde das wohl mit dem derzeit verfügbaren Personal enden?

Hinzu kommt, dass mit Backhaus ein junger Keeper zwischen den Pfosten stehen wird, für den trotz seiner 33 Einsätze in der Eredivise die raue Bundesligaluft Neuland ist. Und somit eine einigermaßen solide Defensive vor sich braucht und keine, die dem Gegner größere Räume für Anspielstationen liefert. Damit ihm nicht bei seinem ersten Werder-Bundesligaspiel von Beginn an nicht ähnliches blüht wie einst Hermann Rülander, der bei seinem S11-Einsatz, ebenfalls in Frankfurt, in 78 Minuten 7 Gegentore kassierte.

Danke!

Dieser blanke Unsinn der hier über die Systemänderung geschrieben wird , aber da merkt man deutlich .........
 
Es gäbe auch noch die Möglichkeit, erstmal im 3:5:2 weiterzuspielen, der Mannschaft aber langsam das neue System anzutrainieren und im Laufe der Saison auszutesten, bzw. spätestens dann, wenn die Spieler auch zum System passen.

Im 3:5:2 konnten wir zumindest offensiv deutlich mehr Druck entwickeln, sodass unsere schwach aufgestellte Offensive nicht ganz so schwer zum tragen kam. Jetzt merkt man das extrem.

Wie soll das gehen? Hast du Erfahrung mit solchen Hinweisen? Glaubst du da tatsächlich dran? Denn Rest hat dir @Bremen versucht zu
vermitteln.
Was hat deine Feststellung mit der Systemumstellung zu tun?
 
Man kann den wie auch immer gearteten Systemänderungswillen von HS durchaus als stur bewerten. Aber wenn generell auf eine Systemveränderung verzichtet werden soll, dann bliebe nur noch die Option einer Fortsetzung des Systems von OW. U.a. mit der Folge, dass unsere Spieler im Spiel gegen den Ball viel zu weit vom Gegner weg sind und somit tief stehenden Gegnern zu viel Raum ließen, um ihr Konterspiel aufzuziehen. Was uns gerade in Heimspielen gegen solche Gegner einige Punkte kostete. Die beiden Pokalspiele in Bielefeld, wo der Gegner mit der gleichen Vorgehensweise agierte, haben die Unterschiede deutlich demonstriert. Im Februar schwammen wir hinten auch vor der der Verletzung von MD kaum Land, während wir im Vergleich dazu an letzten Freitag bis zu dem dummen Platzverweis von LB defensiv auch wegen dem höheren läuferischen Einsatz einigermaßen stabil standen.

Also evtl. Haben wir einfach nur eine andere Definition von Konterspiel aber dem was du da schreibst kann ich in dem Sinne nicht zustimmen:

Wenn du als eigene Mannschaft weiter weg vom Gegner stehst und Tiefer verteidigst ist die Konterabsicherung genau einer der Gründe warum du das machst. Du hast natürlich recht das das dem Gegner mehr Freiheit im Spielaufbau gibt und generell weniger Druck in den ersten zwei Dritteln erzeugt.

Ein hohes pressing und aggressives Anlaufen des Gegners stört natürlich deren Spielaufbau lässt aber halt auch im Gegenzug Räume offen für den Gegner die diese spezielle durch direktes Spiel und eins gegen eins Situationen ausnutzen können.

Generell hatte unsere „Konter“ Anfälligkeit weniger mit dem System zu tun als der taktischen Ausrichtung/unserem Spieler Material.

Es gibt kein perfektes System, jedes System bietet seine eigen Vor- und Nachteile, diese müssen die Spieler jedes Spiel durch ihre eigene Leistung und taktische Anweisung des Trainers zu lösen versuchen.

Eines unser größten Probleme war halt, IMO, nicht das System per se, sondern das unsere IV und auch unser DM generell sehr schlecht sind in defensiven Umschaltmomenten und bei der Konterabsicherung. Auch Ole Werner versuchte zu Beginn der vorletzten Saison ein hohes pressing zu spielen, und ja, das anlaufen gegen eine Viererkette im 5-3-2 bedeutet das sich viele Spieler richtig verschieben müssen aber unser grundsätzliches Problem war, IMO, nicht die taktische Anweisung des Trainers sondern die individuelle Schwäche unsere IVs, die Situationen im 1 gegen 1, in die du durch hohes pressing zwangsläufig gerätst, nicht lösen konnten.

Da kommt auch meine Kritik an Steffens „System“ her, ich kritisiere nicht die Grundformation“ sondern ich bezweifele das wir die richtigen Spieler im Kader haben um Steffens gewünschte taktischer Ausrichtung in jener Formation zu erfüllen.

Außerdem, können wir bitte aufhören so zu tun als ob Formationen ein Statische Konstrukt sind die sich im Spielverlauf nicht immer wieder ändern? Eine 5er Kette spielt nicht immer mit 5 Spielern auf der letzten Linie, eine 4er Kette hat nicht immer 4 Spieler in der letzten Reihe während des Spielaufbaus etc.

TLDR: Ich denke nicht das unser Spieler Material auf lange Sicht die richtigen Lösungen für HS angestrebtes System/Taktische Ausrichtung sind.
 
Wenn du als eigene Mannschaft weiter weg vom Gegner stehst und Tiefer verteidigst ist die Konterabsicherung genau einer der Gründe warum du das machst. Du hast natürlich recht das das dem Gegner mehr Freiheit im Spielaufbau gibt und generell weniger Druck in den ersten zwei Dritteln erzeugt.

Ein hohes pressing und aggressives Anlaufen des Gegners stört natürlich deren Spielaufbau lässt aber halt auch im Gegenzug Räume offen für den Gegner die diese spezielle durch direktes Spiel und eins gegen eins Situationen ausnutzen können.

Generell hatte unsere „Konter“ Anfälligkeit weniger mit dem System zu tun als der taktischen Ausrichtung/unserem Spieler Material.
Wir beide sind inhaltlich näher, als du vermutest. Bei den ersten beiden Absätzen gehe ich mit dir zu 1899% d'accord.

Beim dritten Absatz scheiden unsere beider Fußgeister jedoch, denn Erfolg stellt sich nur dann ein, wenn die 3 Komponenten System, taktische Ausrichtung und Spielermaterial eine Symbiose bilden, wobei das System die Komponente ist, die den größten Einfluss auf Erfolg bzw. Misserfolg hat:

Das System wie z.B. 3-5-2 oder 4-3-3 ist die statische Komponente, die auch Grundordnung genannt wird. Die Taktik bildet die dynamische Komponente, in der die Spieler innerhalb des Systems (= Grundordnung) flexibel agieren bzw. reagieren. D.h. wenn ein Trainer sich für das falsche System entscheidet, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er damit einen Domino-Effekt auslöst. Denn basierend auf der Entscheidung für eine
verkehrte Grundordnung, werden ihm mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Folge dessen Fehler bei der Aufstellung sowie den taktischen Vorgaben unterlaufen - und die Spieler mehr Fehler fabrizieren.
 
Ich bevorzuge bei unserer momentanen Misere ja ein
10-0-0
was bei Ballgewinn auch zu einem offensivfreudigen 7-2-1 werden kann.
:party:
 
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