Es geht mir im speziellen um die Anhänglichkeit des SVW an die Solidargemeinschaft der DFL. Vor 20 Jahren sah sich WL als Anwalt der kleinen Clubs vs Bayern. Dazu kommt, dass man schon in den Jahren 2007/08 Werder prophezeit hat, dass man mit ihrem Modell zentrisch auf die Fernsehgeldtabelle zu schauen und somit vom sportlichen Erfolg sehr abhängig zu sein, den Verein im Misserfolgsfall in die Bredouille bringt. Selbst KDF hat später zugegeben, dass man dort sehr blauäugig war.
Nun geht man wieder hin und redet einem DFL-Modell das Wort. Das die DFL Modelle entwickelt, um an mehr Geld zu kommen, versteht sich von selbst. Die eigentlichen Profiteure werden die Großclubs sein, weil die Verteilung sich an den jetzigen Fernsehgeldzuweisungen orientiert. Für Vereine wie Werder werden nur Brotkrumen abfallen. Ich gebe den ganzen Projekten der DFL keine große Chance, weil sie immer eine 2/3 Mehrheit brauchen. Der letzte Versuch mit besagten Private Equity Fonds ist krachend gescheitert. Nur zwei blieben übrig und waren auch nicht so ganz überzeugt, wie man lesen konnte. Das liegt an der Inhomogenität der DFL selbst. Watzke und & Co haben nur ihr eigenes Wohl im Blick. Da sehe ich eher noch den alten Hoeneß als Verfechter der Solidarität, so grotesk das klingen mag. Für Werder liegt die Lösung nur in sich selbst. Ob es am Ende ein Investor, strategische Partner oder sonst was sind, müssen sie aus sich selbst heraus generieren. Meine feste Meinung ist, dass wenn man sich auf die DFL verlässt, man dann verlassen ist. Der Polizeikostenstreit und ihre kläglichen Bemühungen als Aktionsbündniss Traditionsclubs aufzutreten, hat doch zu nichts als Ungemach und Enttäuschungen geführt.
Die Finanzen bei Werder sind nun einmal extrem angespannt: Neubau NLZ, Fananleihe, Verbindlichkeiten usw.. Aus diesem Teufelskreis müssen sie herauskommen. Oder sie akzeptieren, dauerhaft mit kleinem Etat niederklassig zu spielen?!