Bremen
Moderator
Das was du hier beschreibst, sind Teile der Entwickelungen des Fußballsports. Mit deiner Idee, eine Mannschaft ohne Trainer spielen zu lassen, hast das nun rein gar nichts zu tun. Sicher, der Schalker Kreisel entsprang einer Idee der Spieler Ernst Kuzorra und Fritz Szepan entwickelt. Aber auch die hatten einen Trainer. Und es war insofern eine Ausnahme, weil die meisten Weiterentwicklungen im Fußball ihren Ursprung bei Trainern hatten.Ich würde nicht viel darauf geben, dass etwas üblich ist.
Bis zum Schalker Kreisel haben die Spieler ihre festen Positionen gehalten, dass man rochieren kann, war eine Erfindung.
In den 90ern wurde das Pressing erfunden - bis dahin haben die Stürmer vorne nicht angegriffen.
Auch dass Spieler viel laufen, war nicht immer so.
Usw.
Was könnte es denn dann sein?Es müsste nicht unbedingt Selbstorganisation sein.
Klingt zugegeben nicht besonders verlockend. Aber dennoch scheinen in der Summe die Risiken geringer zu sein als die Anreize, weil sonst wäre die Berufsstand der Trainer schon längst ausgestorben, oder?Aber das, was wir im Moment haben, scheint auch nicht das goldene vom Ei zu sein - ein Berufsstand, in dem es normal ist, seinen Job nach einem Jahr zu verlieren, das soll gut sein? Ein halbes Jahr ist man der Messias und ein Jahr später wünschen einen alle zum Teufel.

Wenn ein Trainer irgendwo scheitert, liegt das sicherlich nicht allein an dessen (zu geringen) Qualität. Sondern die Gründe können vielschichtig sein: Zum Beispiel wenn Personalverantwortliche in den Vereinen die Qualität der Trainer aus welchen Gründen auch immer falsch eingeschätzt haben.Nachdem wir das jetzt (Nouri, Skripnik, Kohfeldt, Werner) viermal durchhaben, weigere ich mich zu glauben, dass es die Qualität des Trainers sein müsste, an der es hapert.
Oder wenn Trainer wie z.B. VS, AN oder FK von der eigenen U23 ohne Zwischenschritt zum Profi-Coach befördert wurden. Dieses birgt nämlich gleich zwei Fallstricke, die zum Scheitern eines Trainers beitragen können: Denn 1.) ist nicht nur für junge Spieler, sondern auch für junge Trainer der direkte Wechsel in eine um eine oder gar zwei Klassen höhere Liga eine immense Umstellung und 2.) sind viele Anforderungen an einem Trainer im Nachwuchsbereich anders bzw. anders gewichtet als bei den Herren. Oder es hapert auch an der Qualität eines Kaders.


