Werder Bremen-Aufsichtsrat verteidigt den neuen Frank Baumann-Vertrag! | Werder (kreiszeitung.de)
In diesem Interview spiegelt sich der Mangel an Sach- und Fachkenntnis des gesamten AR, hier in Person von Dr. Weiß wieder.
MMn ist es eine Frechheit dem mündigen Fan so etwas zu präsentieren.
Vorab, gefallen hat mir die Fragestellung des Interviewers.
Bei den Antworten wird klar, dass eine fachliche Kompetenz, welche die Wertigkeit des Konzeptes auf Nachhaltigkeit hätte prüfen und bewerten sollen, fehlt.
An dieser Stelle nochmals einen großen Dank an den Wahlausschuss für die kompetente Auswahl der AR-Kandidaten. Die Ausklammerung
fachlich kompetenter Bewerber hat geklappt, um dann mit vermeintlicher sportlicher Fachlichkeit/Kompetenz zu überzeugen.
Weiß:
„Man habe sich intensiv und kritisch mit der Arbeit von Frank Baumann der letzten Monate aber
natürlich auch der letzten Jahre auseinandergesetzt.“

Wenn dies so geschehen wäre, kann man eigentlich nicht übersehen, dass im Abgleich der negativen und positiven Entscheidungen von
FB, die negativen Ereignisse eine weitaus höhere Bewertung erfahren müssten.
Vor allem unter der Betrachtung der selbst getroffenen Feststellung, dass die Erfolge der letzten Wochen nur eine untergeordnete Rolle gespielt hätten.
Vor diesem Hintergrund die alleinige Kernfrage nach der Strategie des SV Werder zu stellen ist eigentlich schon falsch, da sie hier nur FB erstellt.
Auch die Feststellung nachhaltige Strukturen würden im Vordergrund stehen ist zwar richtig, aber immer verbunden mit dem WER formuliert diese Strukturen und WIE glaubwürdig sind diese.
FB hat 19/20 angeblich Fehler eingeräumt und eine schonungslose Analyse in Aussicht gestellt. Das Ergebnis ist bekannt.
Auch 20/21 hat er eine Analyse in Aussicht gestellt. Ebenso ist dieses Dreisäulenmodell nicht neu.
Unter Mithilfe einer für die Fußballbranche spezialisierten Personalagentur habe sich das Gremium mit Alternativen beschäftigt.
ImA ist FB ein Wiederholungstäter!
Nach bekunden des AR Weiß kam folgendes dabei heraus:
- Es wurden Namen diskutiert
- verhandelt wurde aber nur mit Baumann
- dabei kam heraus, dass FB das beste Konzept hatte … im Vergleich mit anderen Bewerbern??
Diese Aussagen sind so widersprüchlich, wie unprofessionell.
Mit Blick auf den eigenen Mangel an Sachkenntnis hätte es vielleicht Sinn gemacht die Personalagentur als beratende Institution einzubeziehen. Eine Personalauswahl inklusive Konzeptdarstellung einzelner Bewerber sich vorlegen zu lassen, um dann mit Hilfe einer einhergehenden Beratung zu einer Entscheidung zu kommen.
Einen solchen Weg kann man natürlich nur gehen, wenn die Entscheidung nicht schon vorher gefallen ist.
Auszug aus dem Interview:
Werder Bremen-Aufsichtsrat verteidigt den neuen Frank Baumann-Vertrag! | Werder (kreiszeitung.de)
Frank Baumann verbreitete auf seiner Pressekonferenz allerdings alles andere als Aufbruchstimmung und sein Drei-Säulen-Konzept beinhaltete nur Altbekanntes – wo sieht der Aufsichtsrat da die große Perspektive für Werder?
Es stimmt, die Überschriften über diese drei strategischen Eckpfeiler werden wahrscheinlich nicht die große Aufbruchstimmung auslösen. Aber es liegt auch daran, dass dies die logischen Säulen für erfolgreichen Fußball sind. Die Magie entsteht erst darunter. Aber es ist gerade im Rahmen einer Pressekonferenz extrem schwierig, die einzelnen Stellschrauben zu beschreiben. Uns hat Frank in vielen Runden mit seinen detaillierten Plänen überzeugt. Einige Dinge funktionieren auch schon sehr gut.
Was für eine ausweichende Antwort.
Einfacher gesagt: Herr Baumann hatte diesen Drei-Säulen-Plan seit seiner Amtsübernahme vor über 5 Jahren. Bitte was hat er jetzt glaubhafter vermittelt und was ist demnach passiert?
Welche?
Mit elf Eigengewächsen im Kader stehen wir an der Spitze beider Ligen, acht von ihnen wurden in dieser Saison auch schon eingesetzt – und fast alle sind mindestens schon seit der U 15 bei uns. Frank hat da einen sehr systematischen Ansatz, den er uns sehr gut erläutert hat. Klar ist aber natürlich: Dieser Aufbau von Strukturen ist nicht so gut präsentabel wie beispielsweise ein neues iPhone, das Steve Jobs von Apple spektakulär einer begeisterten Öffentlichkeit präsentiert. Da ist Frank Baumann ja auch von der Art her ein etwas anderer Typ.
Was sagt uns der erste Satz? 
Wenn man weiß, ab wann der Einflussbereich des GFS beginnt. Wenn man weiß, wer hier (lange vor FB) systemische Ansätze führte.
Dann kommt man automatisch zu der Erkenntnis, dass die Schaffung der Strukturen nichts mit dem GFS zu tun hat sondern allein schon in der Arbeit der Verantwortlichen (Stab/Sportlicher Leiter) des NLZ liegt. Baumann hat hier so viel und so wenig geschaffen wie TE oder auch KA.
Stattdessen präsentiert Baumann mit der einheitlichen Spielidee vom Nachwuchs bis zu den Profis einen alten Hut, den er sich schon vor Jahren aufgesetzt hat. Da fragt man sich: Was wurde in dieser Zeit gemacht?
Na ja, wir sind durch eine Zeit gegangen, in der nicht nur die Öffentlichkeit pragmatischen Fußball gefordert hat, um den Abstieg zu verhindern. Da standen wir immens unter Druck. Wir haben jetzt im Aufsichtsrat intensiv diskutiert, ob dieses Bild des attraktiven Werder-Fußballs aus Zeiten von Micoud, Diego oder Özil mit unseren finanziellen Mitteln überhaupt noch darstellbar ist. Das Agreement lautet jetzt: Auch wenn wir kurzfristig unter Druck stehen, wollen wir langfristig etwas entwickeln. Deshalb werden wir künftig auch in schwierigen Zeiten für offensiven Werder-Fußball stehen
Hier kommt jetzt der absolute Begründungshammer. Die durchaus berechtigte Frage des Interviewers, beantwortet er mit einer beklemmenden Einfältigkeit.
Fett. Unfassbar wie entlarvend: ....... Micoud, Diego oder Özil .....diese Begründung muss man sich 2022 auf der Zunge zergehen lassen.
Ist das nicht riskant?
Nicht zwangsläufig, auch hier geht es wieder darum, ein langfristiges Ziel in einen konkreten Plan zu übersetzen, kontinuierlich Fortschritte zu erzielen und diese messbar zu machen.
Frank Baumann hat mit seinem Team beispielsweise daran gearbeitet, die Spielphilosophie in Daten zu übersetzen und messbar zu machen.
Wie funktioniert das?
Frank könnte das sicher besser erklären. Aber ich versuche es mal in aller Kürze: Attraktiver Fußball kann sich zum Beispiel ausdrücken in der Anzahl von Kontakten, bevor der Ball weitergespielt wird. Oder im Anteil von vertikalen Pässen in die Tiefe. Diese Daten kann man wiederum nutzen, um Profile für einzelne Positionen zu schärfen, die Leistung der Spieler zu bewerten und diese entsprechend weiterzuentwickeln.
In Reinschrift besserer Fußball kann sich also durch Kontaktbegrenzung und Vertikalpassspiel ergeben. Ach, diese Daten kann man also nutzen um Profile einzelner Positionen zu beschreiben, zu schärfen und Leitungen der Spieler zu bewerten und zu entwickeln.
Man habt ihr euch einen erzählen lassen, wenn er oder sein Team jetzt erst diese Daten erhoben haben, frage ich mich was der „Fußballprofessor Florian Kohfeldt“ analysiert hat. Man das kann doch nicht deren Ernst sein, dem mündigen Fan so einen Sch… anzubieten.
Klingt sehr detailversessen. Ironie
Ist es auch. Deswegen kann man Franks Arbeit auch nicht abstrakt bewerten, sondern man muss diese Details kennen und die langfristigen Erfolge sehen.
Welche Erfolge sehen sie denn?
Wie kann der aktuelle Aufsichtsrat gerade diese Details beurteilen, wo doch kein Mitglied aus dem Profi-Fußball stammt?
Ich verstehe diesen Vorwurf. Keiner von uns kann diese Details in der Sache beurteilen, aber wir können uns mit unserer persönlichen Expertise ein Bild davon machen, wie professionell dieses Thema angegangen wird. Welche Strukturen gibt es? Wie misst Frank die Leistung seiner Mitarbeiter? Wie stehen wir im Ligavergleich da? Diese Fragen werden wir immer wieder stellen. Die Aufgabe des Aufsichtsrats ist es nicht, Transfers besser beurteilen zu können als Frank. Wir müssen ihn dabei begleiten, eine hoffentlich objektivierbare Strategie zu entwickeln, um gute Transferentscheidungen zu treffen.
Frank hat beispielsweise schon vor Jahren das Konzept des Schattenkaders eingeführt. Da gibt es für jede Position eine Liste von Spielern, die über Jahre gecastet werden. So etwas überzeugt mich.
Richtig!
Fett: Wie einfältig Herr Dr. Weiß. Er wäre ein Novum , wenn er diesen „Schattenkader“ nicht hätte. Nicht neu, Herr Weiß sondern Standard im Scouting. Wenn er diesen Kader seit Jahren hat was hat ihn das bisher gebracht??
Da will also der GFS eine einheitliche Spielphilosophie kreieren wo ein TD (TS) in den letzten zweieinhalb Jahren schon daran rumgedoktert hat. Wo man ihm bescheinigt hat (kurz vor seiner Entlassung) sehr gute Arbeit geleistet zu haben.
Bei Amtsantritt wollte man seine internationalen Verknüpfungen nutzen (UEFA etc.). Man wollte ihn unbedingt in den Kreisen der UEFA weiter arbeiten lassen um Erkenntnisse für die eigene Jugendarbeit zu gewinnen. Diesem Posten maß man eine solche Kompetenz an, um sie nach der Entlassung von TS auf zwei Schultern (Leiter NLZ/ BSch und Sportlicher Leiter/TW) zu legen. Einen solch wichtigen Posten, der nun aber absehbar wieder durch eine Person verantwortlich geführt werden soll. Ich tippe mal auf CF. Wenn es ganz schräg läuft vielleicht auch Thorsten Bolder.
Dieser AR wäre gut beraten gewesen das Konzept von einer informierten fußballspezifisch ausgerichteten Personalagentur prüfen zu lassen. Diese hätte wahrscheinlich schon in der Art und Weise der „Auswahl“ der/des Kandidaten ein Veto eingelegt.
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