Ich habe das Gefühl, dass hier in beiden Fällen, Eichin und Baumann, Legenden gestrickt werden.
War es unter Eichin nicht auch so, dass er teilweise zu viel Geld für Spielerverpflichtungen ausgegeben hat, z.B. für Makiadi, oder auch für Aron Johansson? War es nicht auch so, dass auch Eichin unglückliche Trainerentscheidungen getroffen hat?
War es andererseits nicht auch so, dass Baumann zu Beginn seiner Amtszeit eine ganze Abwehr neu formen musste, weil im Laufe der Saison zuvor gleich mehrere Verteidiger verkauft wurden, darunter Vestergaard und Lukymia? Geld für Neueinkäufe gibt es bei Werder häufig nur nach vorherigen Verkäufen.
Beide haben/hatten sowohl gelungene als auch misslungene Transfers aufzuweisen.
Dass Eichin bei Werder deutlich erfolgreicher gewesen wäre als Baumann, das sehe ich so nicht. Am Ende waren beide wohl ähnlich glücklos. Baumann hat letztendlich aber einen Abstieg maßgeblich zu verantworten, um einen solchen kam Eichin um Haaresbreite herum.
Legenden werden nicht gestrickt sondern in beiden Fällen liegen belegbare Tatsachen auf dem Tisch, um das Wirken der
beiden genannten Protagonisten durchaus objektiv bewerten zu können.
Eichin wurde eine durchaus gute Arbeit bescheinigt, die auch in Zahlen dargelegt wurden. Er hat in der Zeit seines Wirkens kein
Transferminus hinterlassen. Außerdem hat er natürlich auch im Rahmen seines Verantwortlichkeitsbereichs die Finanzen
konsolidiert.
Dazu hat er FB einen wertbeständigen Kader übergeben, der natürlich durch den Abgang von Vestergaard/Galves ein Defizit erfuhr, aber das nun
eine Abwehr i. d. S. neuformiert werden musste, sehe ich da nicht. Baumann offensichtlich auch nicht

, denn er holte lediglich Sane.
Übrigens Lukymia war kein Stammspieler und brachte gutes Geld. Vestergaard ging nach der Saison mit Ansage.
Ja, natürlich hatte er auch Fehlgriffe und zudem nicht die finanzielle Verfügungsmasse die FB anfänglich zur Verfügung stand.
Das Eichin dMn zu viel Geld für Spielerverpflichtungen (Makiadi/Johansson ) kann man hinterfragen. Beide zu dem Zeitpunkt im Transferwert.
Das diese in der Folge keinen sportlichen Nährwert erbrachten ist ein anderes Blatt. Bei Makiadi waren es sicherlich Leistungsdefizite und
bei Johansson waren es schwerwiegende körperliche Defizite, wie sich später herausstellte waren diese allerdings durchaus vorhersehbar.
Bei Baumann nehmen wir Beijmo (3 Mio), Langkamp, Harnik, Selke, Diagne, Yatabare und Zhang!

als Beispiele einer verfehlten
Einkaufspolitik. Das zum Thema Mehrwertspieler oder Spielerverpflichtungen unter dem Aspekt zu viel Geld ausgegeben.
Welche unglücklichen Trainerentscheidungen hat Eichin getroffen? Schaaf? Dutt? Es hat nicht gepasst, aber nicht zum Abstieg gereicht.
Skripnik, die Vereinsvorlage, mit der er nie glücklich war und wo er recht behalten sollte?
Baumann hingegen beließ einen schwachen Skripnik wider besseren Wissens im Amt, samt einer fetten VVL.
Entließ einen Nouri zurecht und inthronisierte ein weiteres Familienmitglied (Kohfeldt). Nach anfänglichen ordentlich bis guten
Beginn stürzte dieser nach 1,5 Jahren in die Erfolgslosigkeit. Wir kennen die Folge. Baumann betreffend allerdings setzt er dem
noch einen oben drauf. Er lässt den erfolglosen Trainer zwei Jahre an der Mannschaft herum experimentieren bis zu bitteren Neige.
Verschafft Kohfeldt zwischenzeitig eine VVL ohne Not! Er handelt nicht in 19/20 Mannschaft im freien Fall, wie auch nicht 20/21.
Ergebnis ist bekannt.
Er war nicht in der Lage den noch unerfahrenen Florian Kohfeldt die nötige Unterstützung in Form von Beratung (Spielerverpflichtungen,
Medien) zu gewähren.
Die Legenden strickst du, indem du Beispiele anführst , die du der Gesamtbetrachtung entziehst und schlussendlich nur auf
eine nicht erfolgreiche Zusammenarbeit zusammenfasst.
Bei dieser ganzen Betrachtung darf das Wirken und Treiben eines Marco Bode nicht vergessen werden.