Corona - generelle Diskussion

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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Jeder Beamte im Land erhält zB eine Einmalzahlung von 1300 Euro wegen der Belastungen durch Corona, wofür weiß ich bis heute nicht.
Nicht nur die berühmt-berüchtigten Beamten, sondern eine Vielzahl der öffentlich Beschäftigten. Da gibt es nämlich auch Angestellte. ;)
Und wofür ist dir nicht bewusst?
Na ja, das wird zumindest die öffentlich Bediensteten (nicht) freuen, die über die bisherige Pandemiezeit hinweg (unter teils ungesicherten Umständen) Kontakt zu Kundinnen und Kunden hatten. Angefangen (beispielhaft) von etlichen Beratungsstellen, die trotz Corona ihr Beratungsangebot aufrecht erhielten bis hin zu Mitarbeitenden in Sozialämtern, Jobcentern/ARGEs, Arbeitsagenturen, die ihren Teil zur Versorgung der anspruchsberechtigten Menschen beigetragen haben, Justiz, -vollzugsdienste, JVAs, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und noch ein paar mehr.
Ach so, ich ergänze nochmal:
Auch viele aus den genannten Berufsgruppen haben Familie/Angehörige; die Angst, diese - teilweise vorerkrankten - Angehörigen unabsichtlich zu infizieren, bedeutete und bedeutet für viele einen erheblichen Druck, eine erhebliche Belastung.
Arbeitgeber, auch der öffentliche Dienst, haben ab einer bestimmten Betriebsgröße außer schnödem Geld kaum Möglichkeiten, Anerkennung auszudrücken.
 
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Aber sorry... das passiert doch eh schon jetzt das alles teurer wird. Lebensmittelkosten steigen kontinuierlich, über spritpreise müssen wir nicht reden, mieten werden höher. Die Lebenserhaltungskosten steigen, die Löhne steigen da aber kaum mit. Die DB hat auch grade erst wieder nebenbei ihre Preise für Fahrkarten erhöht.
Wir Steuerzahler werden gar nicht gefragt ob wir bereit sind mehr zu zahlen, das tun wir doch schon. Allein mehr verdienen tut die Mehrheit jedoch nicht. Daher ja, bitte einen anständigen Mindestlohn von dem man wirklich leben kann und der sich abhebt vom ALG II.
Falls das falsch rüber gekommen ist, ich bin absolute Befürworterin eines anständigen Mindestlohns und gerne bereit, dafür mehr zu zahlen. Ich bin aber glücklicherweise auch in der Lage, mir das leisten zu können.

Mir ging es in dem Post darum, dass generell gerne viel gefordert wird, aber man selbst daraus keine negativen Folgen tragen will.
 
Falls das falsch rüber gekommen ist, ich bin absolute Befürworterin eines anständigen Mindestlohns und gerne bereit, dafür mehr zu zahlen. Ich bin aber glücklicherweise auch in der Lage, mir das leisten zu können.

Mir ging es in dem Post darum, dass generell gerne viel gefordert wird, aber man selbst daraus keine negativen Folgen tragen will.
Seit 2020 wird die Pflegeausbildung neu organisiert und generalistisch gestaltet. Nun laufen die ersten beiden Jahre für Kranken- und Gesundheitspfleger*innen , Kinderkrankenpfleger*innen und Altenpfleger*innen synchron, bevor man sich für eine Fachrichtung entscheiden kann.
Auch aus den bisher stiefmütterlich behandelten Pflegehelfer*innen werden Pflegeassistenten mit einer 18 monatigen Ausbildung mit anerkannten Abschluss und geschützter Berufsbezeichnung. Hoffe, dass es auch finanziell besser vergütet wird und nicht weiter nur der Mindestlohn gilt.
 
Klar.... Aber ich will ehrlich sein. Ich wollte nicht auf einer Corona- oder ITS arbeiten.
Ich bewundere die Kolleginnen und Kollegen, die das tun.
Wir hatten im Krankenhaus auch an Corona erkrankte Patienten, die isoliert wurden.
Im Vollschutz arbeiten zwängt einen enorm ein. Und wir waren immer nur Minuten im Zimmer.
Du brauchst nicht nur mehr Personal, du brauchst auch Personal, die dort arbeiten wollen.
Gibt's ja auch.
Arbeiten unter erschwerten Bedingungen gibt es viele.
Warst Du schon mal im KKW? Vollschutzanzug mit Kapuze, Handschuhe, Schuhe und Maske, je näher man an den Ringspalt kommt
Warst Du schon mal im Reinraum? Vollschutzanzug mit Maske bei staubtrockener Luft (gefühlt)
Das über einen Arbeitstag lang.
Ich denke, es ist nicht die Arbeit an sich, sondern der Frust darüber, da immer mehr mit gleichem oder weniger Personal gemacht werden muss. Dazu kommt noch eine miese Bezahlung.
 
Meines Wissens sind das keine geeigneten Beispiele bzgl. schlechter Bezahlung, KKW, Produktion im Reinraum. Das sind doch Arbeitsbereiche in recht ertragreichen Sparten, die erwirtschaften 'richtig' Geld und können deshalb auch deutlich besser bezahlen, oder?
Arbeitsverdichtung gibt es, seit es Arbeit(als lohnabhängige Beschäftigung) gibt; jeder Arbeitgeber möchte doch möglichst viel (und noch ein bisschen mehr) für sein Geld.
Nur, und das erleben wir gerade live mit, dass das profitorientierte System inzwischen in Mikroschritten immer weiter an den Rand des Möglichen kommt.
 
Nicht nur die berühmt-berüchtigten Beamten, sondern eine Vielzahl der öffentlich Beschäftigten. Da gibt es nämlich auch Angestellte. ;)
Und wofür ist dir nicht bewusst?
Na ja, das wird zumindest die öffentlich Bediensteten (nicht) freuen, die über die bisherige Pandemiezeit hinweg (unter teils ungesicherten Umständen) Kontakt zu Kundinnen und Kunden hatten. Angefangen (beispielhaft) von etlichen Beratungsstellen, die trotz Corona ihr Beratungsangebot aufrecht erhielten bis hin zu Mitarbeitenden in Sozialämtern, Jobcentern/ARGEs, Arbeitsagenturen, die ihren Teil zur Versorgung der anspruchsberechtigten Menschen beigetragen haben, Justiz, -vollzugsdienste, JVAs, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste und noch ein paar mehr.
Ach so, ich ergänze nochmal:
Auch viele aus den genannten Berufsgruppen haben Familie/Angehörige; die Angst, diese - teilweise vorerkrankten - Angehörigen unabsichtlich zu infizieren, bedeutete und bedeutet für viele einen erheblichen Druck, eine erhebliche Belastung.
Arbeitgeber, auch der öffentliche Dienst, haben ab einer bestimmten Betriebsgröße außer schnödem Geld kaum Möglichkeiten, Anerkennung auszudrücken.
Ich bin selber Beamter, habe mehr Kontakt zu Menschen als die meisten anderen Berufsgruppen, zT im Sportunterricht sogar ungeschützt indoor ohne Maske zumindest auf Seiten der meisten Schülerinnen und die dürfen das sogar. Zu Menschen aus Risikogruppen dito, zB meine Eltern mit jeweils Pflegegrad 3.Trotzdem möchte ich dieses Geld nicht (Und zwar weil ich mich absolut fair bezahlt fühle und im Alter gut abgesichert bin) und möchte es gerne an (Intensiv-) Pflegekräfte spenden, sodass es auch wirklich ankommt. Links bitte posten. Anfangen kann ich schon mal bei der "Kaffeekasse" oder whatever des ambulanten Pflegedienstes meiner Eltern und auch schon heute oder morgen.
 
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Vom "Staat", wie auch immer definiert, kann man sich so manches wünschen. Forderungen stellen und Wünsche äußern ist einfach.

Mir stellen sich dann direkt zwei Fragen:

1. Ist "der Staat", wie auch immer definiert, der richtige Adressat?

2. Sind diejenigen, die sich etwas wünschen, auch bereit, höhere Steuern bzw. Sozialabgaben zu zahlen? Denn irgendwoher muss das Geld ja kommen....

Zu 1.: Wir haben Jahrzehnte lang Braun- und Steinkohle staatlich massiv subventioniert und tun es immer noch (Stichwort hier auch Ewigkeitskosten gerade im Ruhrgebiet oder im Bereich der Atomkraft). Gleiches gilt für die Landwirtschaft und viele andere Bereiche. Warum nun nicht auch die Pflege und das gezielt für die Pflegekräfte. Ich denke schon, dass das auch mehrheitsfähig wäre

Zu 2.: Ja bin ich auch und mache ich bereits. Zum einen durch gute bis sehr gute "Trinkgelder" für die Branchen die nicht gut bezahlt werden und zum anderen, dass ich bspw. keine Billig-Billig-Billig Läden aufsuche, wo man genau weiß, dass der Preis den man bezahlt, die Angestellten ausbaden müssen.

Mir ist auch klar, dass ich da privilegiert bin was das angeht. Trotzdem glaube ich, dass gerade bei Punkt 1 viel Luft in Deutschland ist, wenn man mal unsinnige Steuerverschwendung konsequent eindämmen würde.
 
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Mir war so, als wenn ein Bonus ausbezahlt wurde...
(Zumindest bei der Caritas und Diakonie, ohne Gegenfinanzierung vom Staat...)
Also bitte nicht alle über einen Kamm scheren

Da war auch was:

In der ersten Pandemiezeit wurde ein Bonus angekündigt, der dann nicht an alle Kliniken ausgezahlt wurde, weil einige Kliniken nicht genug Coronafälle behandelt haben

2021 gab es dann auch nochmal was. Da mussten Geldbeträge zu gewissen Zeitpunkten ausgezahlt werden, um steuerfrei zu sein. In Anbetracht der Situation alles in allem viel zu wenig.
 
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Wenn du dich für den Beruf in der Pflege entschieden hast, egal ob stationär oder ambulant, dann machst du es mit Leib und Seele.
Ich bereue es nicht! Bin 10 Jahre dabei. Werde, wenn alles glatt geht, nächstes Jahr mein Examen bauen und bin dann Pflegefachkraft.
Ich habe gewusst, was auf mich zukommt.
Der Mangel an Pflegepersonal bestand schon vor der Pandemie.
Der Staat hat auch nur dahin reagiert, dass auf den Agenturen für Arbeit die Leute in die Pflege geschickt werden.
Attraktiver gemacht hat er den Beruf jedoch nicht.
Und viele Menschen hatten die Wahl zwischen einem Job in der Pflege (als Pflegehelfer, den 320 Stunden Pflegebasiskurs bezahlte die Agentur für Arbeit) oder die Drohung, keine ALG mehr zu bekommen.
Die sind auch "super motiviert", kann man sich vorstellen.
Die Pflege, speziell die Altenpflege ist seit Jahren personell unterbesetzt. Corona war nur der letzte Auslöser, dass es für jedermann ersichtlich war.
Wer aber beschäftigt sich mit dem Thema, bevor er damit konfrontiert wird??? Wenn Oma, Opa, Vater oder Mutter pflegebedürftig werden!!!! Vorher ist das Thema uninteressant!!!
Ob viele Pflegekräfte zurück kämen, wenn der Job und die Bedingungen sich verbessern würden?
Kenne viele, die aufgehört haben.
Denke aber nicht, dass die zurück kommen würden
Weil sie körperlich fertig sind. 10 Jahre im Heim oder in der ambulanten Hauspflege geht gewaltig auf die Knochen. Du wirst aber auch seelisch enorm beansprucht. Menschen sterben, und ein Teil des Altenpflegers ist auch die Sterbebegleitung.. Die letzten 4 Wochen durfte ich es 3x erleben. Du lernst zwar mit den Jahren und auch in der Ausbildung, damit umzugehen.
Trotzdem ist man auch nur ein Mensch und du hattest ein, wenn auch professionelles Verhältnis.
Auch deswegen hören viele Leute auf.
Und wir sind ein multikulturelles Team mit Kollegen von allen Kontinenten.
Was ich unheimlich mag. Kolleginnen und Kollegen aus Africa, den Philippinen, China, Südamerika, Osteuropa wie Russland, Polen, der Ukraine.
Es ist bunt gemischt und man ergänzt sich und hilft sich

Würdest Du vermuten, dass garantierte Normalschichten (8 Std. höchstens am Stück), 2 freie Tage/Woche, garantierter Urlaub am Stück sowie ein besseres Gehalt die Leute wieder zurückholen könnten?

Ich stelle mir es so vor, dass eine Station die Mindestanzahl an Mitarbeitern hat + 2 Leute extra. Und keine Pflegeeinrichtung (Kranken- oder Altenpflege) darf ohne Einhaltung dieser gesetzlichen Regeln überhaupt auf dem Markt sein. Hoher Mindestlohn wäre Pflicht.
 
Würdest Du vermuten, dass garantierte Normalschichten (8 Std. höchstens am Stück), 2 freie Tage/Woche, garantierter Urlaub am Stück sowie ein besseres Gehalt die Leute wieder zurückholen könnten?

Ich stelle mir es so vor, dass eine Station die Mindestanzahl an Mitarbeitern hat + 2 Leute extra. Und keine Pflegeeinrichtung (Kranken- oder Altenpflege) darf ohne Einhaltung dieser gesetzlichen Regeln überhaupt auf dem Markt sein. Hoher Mindestlohn wäre Pflicht.

Beim alten Arbeitgeber (privater Pflegedienst) musste man auch schon mal 10 bis 22 Tage am Stück arbeiten. Das war keine Seltenheit.
8 Stunden am Stück hast du in den stationären Einrichtungen, da geschichtet wird.
Bei der Diakonie ist es besser geregelt, auch durch einen kirchlichen Tarifvertrag.
Ich bin jetzt ein Jahr dort und die Arbeitsbedingungen sind sehr gut.
Mehr als 7 Tage gibt es nicht und danach 2 Tage frei, oft wird es so gelegt dass du auch 3 oder 4 Tage (mit Wochenende) hast.
Auch der Lohn ist geregelt.
Die Kolleginnen und Kollegen von Vivantes und der Berliner Charité haben mit ihrem Streik (einmalig bisher) ein Zeichen gesetzt.
Wir hätten Macht, wenn wir besser organisiert werden.
Denn man braucht uns.
Eine Pflegekammer wie bei den Ärzten soll ja auch im Aufbau sein. Das wäre auf jeden Fall eine gute Sache.
Die Bedingungen müssten verbessert werden, klar. Aber man sieht ja, dass in vielen Bereichen unser Beruf "nur" auf das Wechseln von Inkontinenzmaterialien begrenzt wird.
Und natürlich ist es schön, wenn wir einkaufen und die Bude sauber machen.
Körperpflege wird, obwohl nötig, von vielen Patienten abgelehnt. Aber als "billige Putzkraft" ist man gerne gesehen!
Ich sehe mich als Pflegekraft und nicht als Reinigungs - oder Küchenfee, die Wocheneinkäufe erledigt oder in 4(!)Läden geschickt wird!
Es sind Leistungen, die sicherlich auch dazu gehören! Aber manche Leute vergessen, dass der Einkauf dafür ist, damit LEBENSMITTEL eingeholt werden und nicht F****Stuff von Rossmann, Alkoholika oder Schreibwaren im großen Stil!
Zumal wir 19(! Minuten Zeit haben bzw bezahlt bekommen.
Würde da vieles anders organisieren.
1. Werden diese Kaufrauschaktionen von der Pflege Kasse bezahlt und dort geht man ja davon aus, dass eine Pflegebedürftigkeit vorliegt und der Patient sich selbst nicht mehr versorgen kann.
Wenn aber nur Putzen oder einkaufen verlangt werden die Körperpflege mit den Worten abgelehnt wird "das mache ich noch alles alleine", frage ich mich manchmal schon, ob die wirklich einen Pflegedienst benötigen bzw den bekommen haben.
2.würde ich als PDL eines Pflegedienstes die Einkäufe online kaufen (die Patienten geben einen Tag vorher ihren Einkaufszettel und gfs das Geld mit) mit Rewe oder Edeka ließe sich da was machen.... Dafür nehmen meine Leute nur den Einkauf mit und haben mehr Zeit bei der Körperpflege.
3.Würde ich keine Extras liefern ohne Körperpflege.
4. Einkäufe über 15kg und in mehreren Läden gibt's auch bei uns nicht. Hatte da vergangene Woche ein gutes Gespräch mit der PDL, die da hinter uns steht. Und der Patientin habe ich das freundlich mitgeteilt, dass ich nur in einen Laden gehe und keine Vorräte kaufe (4 Flaschen Portwein)
 
Beim alten Arbeitgeber (privater Pflegedienst) musste man auch schon mal 10 bis 22 Tage am Stück arbeiten. Das war keine Seltenheit.
8 Stunden am Stück hast du in den stationären Einrichtungen, da geschichtet wird.
Bei der Diakonie ist es besser geregelt, auch durch einen kirchlichen Tarifvertrag.
Ich bin jetzt ein Jahr dort und die Arbeitsbedingungen sind sehr gut.
Mehr als 7 Tage gibt es nicht und danach 2 Tage frei, oft wird es so gelegt dass du auch 3 oder 4 Tage (mit Wochenende) hast.
Auch der Lohn ist geregelt.
Die Kolleginnen und Kollegen von Vivantes und der Berliner Charité haben mit ihrem Streik (einmalig bisher) ein Zeichen gesetzt.
Wir hätten Macht, wenn wir besser organisiert werden.
Denn man braucht uns.
Eine Pflegekammer wie bei den Ärzten soll ja auch im Aufbau sein. Das wäre auf jeden Fall eine gute Sache.
Die Bedingungen müssten verbessert werden, klar. Aber man sieht ja, dass in vielen Bereichen unser Beruf "nur" auf das Wechseln von Inkontinenzmaterialien begrenzt wird.
Und natürlich ist es schön, wenn wir einkaufen und die Bude sauber machen.
Körperpflege wird, obwohl nötig, von vielen Patienten abgelehnt. Aber als "billige Putzkraft" ist man gerne gesehen!
Ich sehe mich als Pflegekraft und nicht als Reinigungs - oder Küchenfee, die Wocheneinkäufe erledigt oder in 4(!)Läden geschickt wird!
Es sind Leistungen, die sicherlich auch dazu gehören! Aber manche Leute vergessen, dass der Einkauf dafür ist, damit LEBENSMITTEL eingeholt werden und nicht F****Stuff von Rossmann, Alkoholika oder Schreibwaren im großen Stil!
Zumal wir 19(! Minuten Zeit haben bzw bezahlt bekommen.
Würde da vieles anders organisieren.
1. Werden diese Kaufrauschaktionen von der Pflege Kasse bezahlt und dort geht man ja davon aus, dass eine Pflegebedürftigkeit vorliegt und der Patient sich selbst nicht mehr versorgen kann.
Wenn aber nur Putzen oder einkaufen verlangt werden die Körperpflege mit den Worten abgelehnt wird "das mache ich noch alles alleine", frage ich mich manchmal schon, ob die wirklich einen Pflegedienst benötigen bzw den bekommen haben.
2.würde ich als PDL eines Pflegedienstes die Einkäufe online kaufen (die Patienten geben einen Tag vorher ihren Einkaufszettel und gfs das Geld mit) mit Rewe oder Edeka ließe sich da was machen.... Dafür nehmen meine Leute nur den Einkauf mit und haben mehr Zeit bei der Körperpflege.
3.Würde ich keine Extras liefern ohne Körperpflege.
4. Einkäufe über 15kg und in mehreren Läden gibt's auch bei uns nicht. Hatte da vergangene Woche ein gutes Gespräch mit der PDL, die da hinter uns steht. Und der Patientin habe ich das freundlich mitgeteilt, dass ich nur in einen Laden gehe und keine Vorräte kaufe (4 Flaschen Portwein)

Ja, das ist heftig. Es freut mich, dass Du da nun einen besseren Job hast. Davon können viele Pflegekräfte nur träumen.

Und ich bin halt der Meinung, dass es klare gesetzliche Regeln braucht, da viele Betreiber einfach auf Ausbeutung setzen. Mit Dollarnoten in den Augen auf das Wohl der Mitarbeiter scheißen… Meine Vorstellungen habe ich ja genannt.

Glaubst Du, bei besseren Bedingungen würden mehr Leute wieder in der Pflege arbeiten? Falls ich Deine Antwort überlesen habe - SORRY.

Meine Großeltern haben immer gesagt, dass sie keine Hilfe bräuchten. Sie lebten in ihrer eigenen Welt. Gerade Menschen mit erkranker Psyche bzw mit erkranktem Verstand sind da ganz woanders unterwegs. Die Realität möchte ich an dieser Stelle nicht beschreiben. Es gibt immer solche und solche Leute…
 
Ja, das ist heftig. Es freut mich, dass Du da nun einen besseren Job hast. Davon können viele Pflegekräfte nur träumen.

Und ich bin halt der Meinung, dass es klare gesetzliche Regeln braucht, da viele Betreiber einfach auf Ausbeutung setzen. Mit Dollarnoten in den Augen auf das Wohl der Mitarbeiter scheißen… Meine Vorstellungen habe ich ja genannt.

Glaubst Du, bei besseren Bedingungen würden mehr Leute wieder in der Pflege arbeiten? Falls ich Deine Antwort überlesen habe - SORRY.

Meine Großeltern haben immer gesagt, dass sie keine Hilfe bräuchten. Sie lebten in ihrer eigenen Welt. Gerade Menschen mit erkranker Psyche bzw mit erkranktem Verstand sind da ganz woanders unterwegs. Die Realität möchte ich an dieser Stelle nicht beschreiben. Es gibt immer solche und solche Leute…
Klar gibt's die....
Und genügend schwarze Schafe haben wir in der Branche auch
Diese Woche hat es mal wieder einen Pflegedienst erwischt. Falsche Abrechnungen en gros....
Die kann ihren Laden dicht machen.
Zudem ist es leider so, dass egal, wie die Personaldecke ist, "auf Teufel komm raus" Patienten angenommen werden. Dann bekommt man eben noch einen oder zwei Einsätze mehr in die Tour. Gerade die "privaten" Pflegedienste tun das. Ja, du hast recht! Eine Goldgräbermentalität, die ich furchtbar finde und deswegen ich ja gewechselt habe).
Bei einer kirchlichen Institution wie der Diakonie ist es zum Glück nicht so.
Hier hat man genügend Zeit und der Tourenplsn war über das ganze Jahr gesehen auch human. So konnte ich, auch wenn es im Dezember jetzt durch einen hohen Krankheitsstand bedingt, ein bißchen mehr war, meine Patienten gut versorgen. Ohne, wie in der letzten Firma total unter Streß und Zeitnot zu sein.
Was weder gut für den Patienten, noch für die Pflegekraft ist.
Die Pflege kommt zu dir, sage ich mal.
Nicht jeder Mensch kann das. Es ist viel Empathie gefragt, wer das nicht mitbringt wird Probleme haben.
Der Trend ist, dass mehr Pflegepersonal aus dem Ausland hinzukommen. Vietnam, Philippines und natürlich aus dem ost /südosteuropäischen Raum.
Deutsche Mitarbeiter und Kollegen habe ich eher weniger. Sind dann eher noch die Veteranen, die schon über 20 Jahre im Betrieb sind. Weder im Krankenhaus, noch in der Station. Habe ich kein Problem, der Mensch und seine Einstellung zum Beruf und den Patienten zählt mehr für mich.
Und ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu allen Kolleginnen und Kollegen. Wir sind einfach ein sehr gutes Team und es macht Spaß. Vor allem haben mich alle super aufgenommen.
 
Gestern noch ein längeres Gespräch mit einer ehemaligen Krankenschwester gehabt:

„Als die Aktion mit dem Klatschen war, mussten wir aus Prestige-Gründen ans Fenster gehen und uns das Geklatsche anhören, während unsere Patienten, die dringend zu versorgen waren (Toilettengänge usw.), warten mussten. Statt eine besser zu bezahlen oder uns die Arbeit leichter zu machen, mussten wir für dieses Geklatsche unsere Arbeit stehen und liegen lassen und hatten noch mehr Stress.“
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier in Ägypten gibt es wohl kein Corona. Hier findet das Leben ganz normal statt. Einkaufen ohne Maske, Restaurants ohne Maske und auch sonst ist die Stimmung sehr entspannt. Die offizielle Inzidenz lag zuletzt bei ungefähr 6.

Die Sonne ruft.
 
Ist doch Alles merkwürdig...
Die sagen in England Spiele ab, wegen Coronafällen in den Mannschaften, trotzdem sind die Stadien voll.
Das gleiche Spiel in den USA.
Hier machen die Geisterspiele, trotz niedrigerer Werte....Wer soll da denn durchblicken?
 
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