@FatTony - wir haben uns offenbar tatsächlich missverstanden.
Ich hatte die reißerische Berichterstattung zu AstraZeneca kritisiert, woraufhin von
@sergeant_mumm dieses Zitat
'Jedes Volk hat die Berichterstattung, die es verdient.'
kam. Selbst ironisch gemeint kam dieses Zitat bei mir an als ein Pauschalurteil von oben herab so nach dem Motto: "Sind ja eh alle blöd hier, da reicht auch reißerisch". Aus dieser Wahrnehmung heraus erfolgte meine Reaktion, mit der ich sagen wollte, dass hier gerade nicht nur Idioten leben, sondern mehr als genug Menschen, die eine andere als eine derartige "Berichterstattung" verdienen. Das hier
Es leben zumindest genug Idioten(sic) in diesem Land, die freie Presse als "frei von Kosten" begreifen. Und dann bekommt man eben genau den Clickbait-Journalismus den man häufig sieht.
kam bei mir ebenfalls als "von oben herab" an. Auf so etwas reagiere ich extrem - und bisweilen vermutlich auch zu - allergisch. Ich bin in einem nichtakademischen Umfeld aufgewachsen und springe sofort darauf an, wenn ich das Gefühl habe, dass auf Leute heruntergeschaut wird, die ein niedrigeres Bildungsniveau haben. Von daher hatte ich definitiv nicht die Absicht, jemanden zu beleidigen, im Gegenteil, und in dem Beitrag, den Du als hart empfunden hast, wusste ich durchaus, wovon ich spreche. Es gibt aus meiner Perspektive diejenigen, die nicht erreicht werden wollen, jedoch darüber hinaus diejenigen, die nicht erreicht werden können. Eine Lösung wüsste ich dafür nicht, denn das Dilemma ist exakt das, was Du beschrieben hast - diejenigen, die nicht erreicht werden können, konsumieren gar keine oder die "falschen" Medien.
Zu dem anderen Thema haben wir uns offenbar ebenfalls missverstanden.
Manche Dinge, gerade wenn sie extreme Randfälle betreffen, muss man sich einfach selber suchen. Es rechnet sich für die Medien einfach nicht, auch die allerletzte mögliche Leserin zu befriedigen.
Das ist gar nicht das, worauf ich hinaus wollte. Natürlich ist es schwachsinnig, auch den letzten Leser zufriedenzustellen, das ist auch gar nicht möglich. Worum es mir geht: Ich habe das Gefühl, dass sich Menschen nicht impfen lassen, weil sie ein gefühlt hohes Risiko darin sehen, schwere Nebenwirkungen zu erleiden. Das Risiko mag gefühlt hoch sein, tatsächlich ist es jedoch gering bis vernachlässigenswert. Das zeigen die Zahlen, die Du in Deinem Post herausgesucht hast, doch sehr deutlich, danke übrigens dafür! Und darauf ziele ich ab - wenn anhand von diesen Zahlen in Berichten (oder Beratungen) zum Impfen gezeigt wird, wie klein das Risiko tatsächlich ist, könnte das helfen, Zweifler zu überzeugen. Und dahin zu kommen sollte die Mühe, die Zahlen zusammenzutragen, allemal wert sein. Sprich, dieser extrem geringe Prozentsatz an gravierenden Nebenwirkungen ist etwas Positives und sollte auch als solches kommuniziert werden.