Bei mir war es eine ähnlich lange Zeit mit unglaublich hohen zeitlichen und finanziellen Investitionen. Ich bereue aber keinen ausgegebenen Cent bis zum Ende der Schaaf/Allofs-Ära, im Gegenteil, ich bin sowas von froh darüber, diese ganzen überwiegend tollen Jahre so "ausgekostet" zu haben. Danach fing ich aber an, mich mehr und mehr von Werder abzuwenden, habe immer weniger Spiele im Stadion besucht, zuletzt eh nur noch auswärts. Und seit dem Sommer 2019 mit all seinen unfassbaren Fehlentscheidungen ging mir Werder fast am Ups, ich muss meine Wortwahl ändern

vorbei, und seit Corona mit seinen Geisterspielen habe ich mir selbst am TV kaum noch Werder angetan.
Ich kann mich einfach seitdem nicht mehr mit den "Machern" im Verein identifizieren, weder mit einem Filbry noch mit einem Bode noch mit einem Baumann noch mit einem Hess-Grunewald. Übrigens auch nicht mit einem Eichin in der Zeit vor Baumann. Der Wendepunkt zum Absturz war für mich ganz klar die schier unfassbare Absägeaktion von Lemke gegenüber Born. Von da an gings mit Werder kontinuierlich bergab und erreichte jetzt mit dem schon längst mehr als verdienten Abstieg seinen Höhepunkt. Auch wirtschaftlich wurde der Verein systematisch ruiniert, Corona war letztlich nur noch der Windstoß, der das ohnehin morsche Kartenhaus einstürzen ließ.
Wendepunkt jetzt? Leider nur teilweise, der längst überfällige Trainerwechsel und Bodes angekündigter Rücktritt sind immerhin ein Lichtblick. Leider klebt aber der Rest noch an seinen Stühlen. Wenn es Werder ernst meint mit einem Neuanfang, dann sollte der baldige neue AR auch Taten folgen lassen und die Ära Baumann zur Winterpause beenden. Und auch Filbry und Hess-Grunewald sollten sich mal hinterfragen, letzterer von einer erneuten Kandidatur im nächsten Jahr bitte absehen.
Nur, warum wohl glaube ich daran nicht???