Gesamtsituation der Mannschaft

Ach komm, wir sind nicht auf dem Ponyhof ;) Wenn überhaupt, dann hätte mal jemand in der ersten Halbzeit Rashica ein wenig Motivation nehmen müssen.
Übermotivation ist selbstverständlich auch nicht gut. Und wenn diese vorhanden ist, gehört es zu den Aufgaben der Führungsspieler, zum Einbremsen derselbigen beizutragen.

Aber wenn du der Ansicht bist, dass eine Mannschaft auch ohne "Chef(s) im Kader" funktionieren kann, dann kannst du uns ja sicherlich ein oder mehrere Beispiele nennen, in denen das der Fall war bzw. ist ;)
 

Ich glaube, das ist etwas sehr spezifisch deutsches. Ein "Chef im Kader" ist meist ein Spieler der ziemlich stark mit Leistung voran geht und nicht dieses Anführerding was gerne hier gefordert wird. Toprak zum Beispiel für die Defensive. Im Mittelfeld haben wir keinen dominanten Spieler, so ist unser Kader nunmal. Und da kann man sich dann auch auf den Kopf stellen und ihn fordern, aber wo keiner ist, da ist eben keiner ;) Bargfrede war so ein dominanter Spieler, Vogt für ein halbes Jahr ebenso. Aber so nen dominanten Spieler wie Bargfrede, der gerne auch mal die Axt auspackt um dem Gegner zu zeigen "bis hierhin und nicht weiter" wollte man ja jahrelang auch nicht haben. Weil zu wenig Spielmacher. Und so ;) Kann man der Mannschaft heute vorwerfen gepennt und Chance um Chance zugelassen zu haben? Sehe ich persönlich nicht so, aber das ist ja nur meine Sicht :)
 
Da haben wir vermutlich eine unterschiedliche Ansicht darüber was "instabil" bedeutet. Ich fand nicht, dass die Mannschaft heute instabil war, defensiv gesprochen. Bis auf einen Eckball haben wir eigentlich alles recht souverän wegverteidigt. Selbst das Gegentor war ja nur eine an sich harmlose Flanke, da patzt halt Pavlenka und hat obendrein Pech mit der Bewertung durch Dankert. Nach vorne war es halt wirklich zu wenig, man hat viel zu sehr auf Fehler des Gegners gesetzt. Die gab es ja auch, am Ende haben wir es uns halt selbst verbockt. Ich wüsste jetzt jedenfalls nicht was zb ein Frings auf dem Platz anders gemacht hätte. Die Mannschaft war ja nicht unmotiviert. Halt nur taktisch bedingt sehr passiv. Das geht dann eher an Kohfeldt mMn.

Unmotiviert nicht bzw. weniger, es wirkte eher wie mangelnde Wachsamkeit und dem daraus resultierendem Mangel an Konsequenz. Köln ist spielerisch ähnlich limitiert wie wir, aber trotzdem ist es ihnen gelungen, zahlreiche gefährliche Situationen gegen uns zu generieren, weil wir sie gewähren ließen. Und daraus resultierte letztlich auch eine gewisse Instabilität. Unmittelbar vor dem Tor weniger, dafür umso mehr, dass die Entwicklungen dieser Situationen zu wenig unterbunden wurden.
 
zb ein Frings auf dem Platz anders gemacht hätte.
das hätte er vor dem Spiel schon erledigt wie zB bei De Bruyne, ich bin mir ziemlich sicher das Pavel dann nicht so zaghaft zum Ball gegangen wäre oder die Mannschaft insgesamt so ein Zweikampfverhalten, sofern man davon sprechen kann, an den Tag gelegt hätte wie heute. Mit Spielern wie Frings auf dem Platz hast Du sofort mehr Aggressivität im Spiel und dann wär so ein Spiel wie heute wahrscheinlich gewonnen worden
 
das hätte er vor dem Spiel schon erledigt wie zB bei De Bruyne, ich bin mir ziemlich sicher das Pavel dann nicht so zaghaft zum Ball gegangen wäre oder die Mannschaft insgesamt so ein Zweikampfverhalten, sofern man davon sprechen kann, an den Tag gelegt hätte wie heute. Mit Spielern wie Frings auf dem Platz hast Du sofort mehr Aggressivität im Spiel und dann wär so ein Spiel wie heute wahrscheinlich gewonnen worden

Wat?? Pavlas hätte...na gut, gibt nichts zu diskutieren. Wenn du es so siehst und ich anders, dann sehen wir das so und das ist ja auch ok :beer:
 
Für mich war das ein klares Foul vorm Gegentor. Da wird Pavlas klar der Arm weggeschlagen, mit dem er zum Ball gehen will. Das darf auch mal nebenan im Keller jemand dem Herrn Dingert flüstern, wenn der das nicht sieht. Zumindest nochmal ansehen hätt er sich's sollen. Dann wär das 50:50 oder besser gelaufen. Trotzdem ist für mich die erste Halbzeit ein Rätsel. Und immer wieder diese leichten Ballverluste. Es nervt.
 
Ich fand die Grundaufstellung schon nicht gut. Man hat im MF keinerlei Zugriff gehabt. Keine brauchbaren Zuspiele aus dem off MF. Ein Füllkrug ohne Flanken macht keinen Sinn. Er ist nicht schnell, er kann halt Kopfbälle verlängern. Dann sollte aber auch jemand nachrücken. Das Spiel hat FK mit der Herausnahme von Schmid anfangs vercoacht. Köln war zwar bemüht, aber echte Torchancen (bis auf die Ecken) hatten sie nicht. Wenn man den Gegner erst 30 m vor dem Strafraum angreift, kommt man nicht nach vorne. Viel zu passiv.
 
Ich glaube, das ist etwas sehr spezifisch deutsches. Ein "Chef im Kader" ist meist ein Spieler der ziemlich stark mit Leistung voran geht und nicht dieses Anführerding was gerne hier gefordert wird.ra

Ob nun "Chef im Kader", "Häuptling", "Führungsspieler" etc. ist nur Begriffsklauberei. Und typisch deutsch ist es mitnichten. Denn zB in England wird eine solche elementare Position als "Skipper" bezeichnet. Und zu den Aufgaben eines solchen Spielers gehört eben nicht nur, dass er im Spiel vorangeht, sondern auch seine Mitspieler entsprechend motiviert. In seiner Autobiographie schreibt Alex Ferguson dazu:
Roy Keane war ein hartgesottener Spieler voller Energie und Temperament mit einem sehr ausgeprägten Instinkt für das Spiel und seine Strategie. Während unserer gemeinsamen Zeit war er in der Kabine stets die dominierende Figur, die dafür sorgte, dass unter den Spielern ein hohes Maß an Motivation herrschte. Diese Art von Hilfe seitens eines Spielers sollte ein Trainer niemals unterschätzen.
 
Ob nun "Chef im Kader", "Häuptling", "Führungsspieler" etc. ist nur Begriffsklauberei. Und typisch deutsch ist es mitnichten. Denn zB in England wird eine solche elementare Position als "Skipper" bezeichnet. Und zu den Aufgaben eines solchen Spielers gehört eben nicht nur, dass er im Spiel vorangeht, sondern auch seine Mitspieler entsprechend motiviert. In seiner Autobiographie schreibt Alex Ferguson dazu:

Wurde nicht "diese Art von Hilfe" hier mal verunglimpft, a la , Pizarro, Fritz und Co machen die Taktik :p
 
Remis geht letztendlich in Ordnung und hilft uns mehr als den Kölnern. Blödes Gegentor, bei dem ruhig gegen die Kölner hätte entschieden werden dürfen! ;) Neuer hätte den Treffer mit Sicherheit niemals gegen sich entschieden bekommen ... allerdings wäre er wahrscheinlich auch ganz anders zum Ball gegangen! ;) Auch blöd, dass wir 1-2 wirklich gute Konterchancen zum möglichen 2:0 liegen gelassen haben. Jetzt in Bielefeld nicht verlieren oder besser noch: gewinnen! Dann kann man noch diese Saison ruhig mit dem Pokalsieg ausklingen lassen! :D
Ach ja: Schön, wie Sargent sich entwickelt! :wdance:
 
Weiß ich nicht. Aber was hat diese Frage damit zu tun, dass die hier geäußerten Forderungen nach dem "Anführerding" obsolet sind? ;)

Wird halt gerne "mal so mal so" ausgelegt. Nicht falsch verstehen, ich sehe ja auch was "Säulen" in einer Mannschaft so bringen. Ich verstehe nur nicht, warum heute welche gefehlt hätten. Ich dachte, zwei dieser Anführer standen heute auf dem Platz. Na dann müssen sie eben auch anführen. Haben beide aber nicht ;)
 
Ich dachte, zwei dieser Anführer standen heute auf dem Platz. Na dann müssen sie eben auch anführen. Haben beide aber nicht ;)
Standen im wahrsten Sinne des Wortes? :ugly:

Dass Führungsspieler als solche nicht immer so funktionieren können ist selbstverständlich. Deswegen ist es ja auch wichtig, dass davon eben nicht nur einer oder zwei im Kader stehen, sondern ein paar mehr. Eines unserer Säulen im Doublejahr war nämlich nicht nur, dass es nicht nur sportlich sehr gut lief, sondern auch das Leadership funktionierte, wo der eine für den anderen aus dem Quintett Baumann, Davala, Ernst, Ismael und Micoud einsprang, wenn dieser einen schlechten Tag erwischte oder aus welchen Gründen auch immer fehlte. Und in den Aufnahmen von damals (ja, "damals", denn das ist ja mittlerweile auch schon 17 Jahre her) ist das besonders gut zu sehen, wie v.a. Ismael seine Mitspieler ständig pusht.
 
Eines unserer Säulen im Doublejahr war nämlich nicht nur, dass es nicht nur sportlich sehr gut lief, sondern auch das Leadership funktionierte, wo der eine für den anderen aus dem Quintett Baumann, Davala, Ernst, Ismael und Micoud einsprang, wenn dieser einen schlechten Tag erwischte oder aus welchen Gründen auch immer fehlte

Ja klar, aber es ist doch illusorisch das damit zu vergleichen. Denn WENN du fünf(!) solcher Spieler im Kader hast, dann kämpst du eben nicht nur um den Anschluss ans Mittelfeld sondern mehr. Mal im ernst, defensiv haben wir in der Innenverteidigtung mit Friedl, Toprak und Milos drei Typen die außer bei so Ausreißern wie gegen Hoffenheim mit Leistung voran gehen. Theo und Ludde sowieso. Im Sturm haben wir mindestens zwei solcher "Typen" mit Selke und Füllkrug. Im Mittelfeld wären es Möhwald und Bittencourt. Alle zusammen machen doch einen absolut geschlossenen Eindruck, oder würdest du das anders sehen? Worauf ich hinaus will, ist einfach die Frage warum wir jetzt eigentlich die Mentalität diskutieren? Wo es doch offensichtlich Taktik war? Ich bin ja, wie du weißt, wahrlich keiner der sofort auf dem Trainer rumhakt. Aber wenn er sagt:

es war ein bißchen der Gedanke Köln sich auch aussspielen zu lassen
wieso haben haben dann die Spieler was falsch gemacht? Es ist doch genau das passiert meiner Meinung nach. Hat nur halt nicht ganz funktioniert. Und war mMn. auch die falsche Herangehensweise.
 
Jepp, wenn wir dieses 2:0 gemacht hätten, wäre die Diskussion um den Kölner Treffer, sofern sie denn überhaupt so entstanden wäre, nur eine Randnotiz gewesen. Hätte, hätte, Fahrradkette...
Richtig aber ehrlich gesagt hätten wir uns 3 punkte nicht verdient. Ein sehr sehr schwaches spiel.

Floko schafft es nicht gegen teams wie schalke oder köln die Mannschaft richtig auf- und einzustellen.

Das war heute gar nix, 32% Ballbesitz gegen Köln.
90 GRAUSAME MINUTEN WAREN DAS.

Haben in der 1 HZ ohne Mittelfeld gespielt, blöder gehts ja kaum :facepalm:
 
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