Gleichberechtigung / Genderneutrale Sprache

Überrascht Dich das?

Ein entfernter Bekannter hat sich die Tage über seine Erfolglosigkeit bei der Partnerinnensuche beklagt. Er ist geschieden, die Ex wollte mehr vom Leben als den Haushalt und dem Mann jeden Abend ein frisch gekochtes leckeres Abendessen hinstellen (darüber, dass sie das nicht mehr so haben wollte, hat er sich bitter beklagt)... Und die Frauen, die er kennen lernt, winken offenbar relativ schnell ab, wenn die Gespräche persönlicher werden.... Der Gute ist nicht hässlich und verdient gut, aber sein Heimchen am Herd findet er nicht. Sowas aber auch.... In @neuegrünewelle hätte er sicher einen verständnisvollen Gesprächspartner gehabt, in mir eher nicht ;)
Klingt für mich auch eher als würde er eine Ersatzmutter suchen und keine Partnerin.
 
Neue Worte bzw. Umstellungen der Sprache werden einem vermutlich immer erstmal komisch vorkommen, eben weil es ungewohnt klingt.

"Vergewaltigung der Sprache" weil vor dem -schaft nicht Mann steht, sondern Frau ist natürlich eine eigene Form der Komik.
"Nur"?!
Ist wohl Ansichtssache, wenn du meinst, das sowas hilft ist dir das unbenommen, ich kann es sogar nachvollziehen.
Ich denke aber, dass so ein,Sorry, Quatsch nichts bringt oder gar zu einer Veränderung des Weltbildes führt.
Gleichberechtigung gerne aber lasst die Finger von der Sprache, wo es keinen Sinn macht.
 
Gleichberechtigung gerne aber lasst die Finger von der Sprache, wo es keinen Sinn macht.
Zum Glück entscheidet jeder selbst, wie weit er mitgeht, von daher sehe ich das entspannt und werde beobachten, in wie weit sich "Frauschaft" und Co. durchsetzen oder auch nicht.

Die Rechtschreibreform ist lange her.."Du", "Ihr", "Euer" gibt es von mir jedoch nach wie vor mit Grossbuchstaben, weil ich es als Anrede mit Kleinbuchstaben fürchterlich finde. Eine Ausnahme gibt es nur, so die Eltern es wollen, später für meine Nichte und Neffe, damit sie nicht verwirrt werden, weil sie es in der Schule anders lernen.
 
just my two cents:

Finde das Wort "Frauschaft" auch eher ungewohnt und würde es jetzt nicht benutzen. Ich benutze aber auch Mannschaft irgendwie kaum, sondern sage eher "Team". Das hat aber keine tiefgehenden Gründe. Mein Opa würde das Wort Team dagegen nie benutzen. Ist halt nicht deutsch, und für ihn eher eine Vergewaltigung der deutschen Sprache. Erzählst du den Kindern in der Schule nun öfter mal von "Frauschaft", oder setzt es sich vielleicht im Mädchenfußballbereich durch, hast du ganz schnell ein neues Wort in der Sprache, dass die Jugend eingeführt hat (wie es oft ist). Sprache wandelt sich, da kann man gar nix gegen machen, entweder durch Technik und Fortschritt (Wer kannte in den 90ern Bluray?), durch die Jugend und (teils ausländische) Kultur (Alter, Digga, cool) oder Kriege & Katastrophen (oder wie oft habt ihr vorher schon von "Lockdown" geredet?)
Es ist also möglich, dass sich gewisse Begriffe, auch wenn sie eine Gruppe sich ausdenkt und versucht sie zu erzwingen, in den allgemeinen Sprachschatz kommt. Von "Studierende" redet heute fast jeder Student und jede Studentin, weil sie dieses Wort ständig hören. Das prägt. Dadurch bekommt aber keine einzige Studentin mehr später einen Job als vorher. Es ist lediglich eine sprachliche Gleichstellung.

Es wird aber außerdem immer eine meist ältere Generation geben, die sich darüber aufregt, oder es entschieden ablehnt. Mein anderer Opa wollte damals bei den neuen Postleitzahlen nicht mitmachcen, beim Euro nicht mitmachen. Jetzt ist er tot, aber der Euro ist da, und dass es mal andere PLZ gab, weiß kaum ein Mensch, der nach 1990 geboren wurde. Veränderungen kommen und bleiben, Menschen gehen.

Ich finde neue Worte im Übrigen viel weniger schlimm, als wenn Grammatik verletzt wird. "Ich geh Bahnhof", oder "Heute in 2020 hat er noch Vertrag für 3 Jahre."... Aber kannste ja nix gegen machen. :)

Meine Meinung: Bei diesem, wie bei vielen anderen Themen: Die Leute täten viel besser daran, einfach mal etwas lockerer zu sein und nicht alles so verkrampft ernst zu nehmen. Genießt mal lieber euer Leben, macht beim wvsc mit und hört gute Musik.
 
Zum Glück entscheidet jeder selbst, wie weit er mitgeht, von daher sehe ich das entspannt und werde beobachten, in wie weit sich "Frauschaft" und Co. durchsetzen oder auch nicht.

Ich vermute mal, das sich das nicht durchsetzen wird - jedenfalls nicht auf Sicht - ansonsten würden doch Vereine ihre Frauenteams auch schon "Frauschaft" nennen. Hab von Werder auch immer Mannschaft in dem Zusammenhang gelesen bzw. halt Team.
Hab bei dem Wort Frauschaft her ein lustiges Kaffekränzchen denn ein (Sport)Team im Kopf...

Kommt denk ich immer drauf an, wie man erzogen / aufgewachsen ist, identische Worte können eben völlig unterschiedlich gemeint / verstanden werden. Das macht geschriebene Sprache im Vergleich zur gesprochenen Sprache manchmal schwierig, da Mimik und Gestik dazu eben fehlen.

Unsere Mannschaft früher beim Schwimmen war schön gemischt und es allen war klar: gemeint sind mit Mannschaft alle in der Gruppe die auf Wettkampf war - das Wort hat/hatte für mich/uns nie irgendein "Geschlecht" und werde ich auch entsprechend weiter verwenden.
 
Ich finde neue Worte im Übrigen viel weniger schlimm, als wenn Grammatik verletzt wird. "Ich geh Bahnhof", oder "Heute in 2020 hat er noch Vertrag für 3 Jahre."... Aber kannste ja nix gegen machen. :)
Dass "in 2020" falsch sein soll, überrascht mittlerweile viele.... Da dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es als Alternative zugelassen wird, weil es mehrheitlich verwendet wird... ;)
 
Nachdem hier das schöne Wort "Frauschaft" aufgetaucht war und ich das Wort tatsächlich (ich konnte es kaum glaube und dachte zuerst, es gehört in den Karneval) im Duden wiedergefunden habe, wollte ich mich einmal näher mit der Thematik befassen und habe mich durch das Internet geklickt. Das, wofür der DUDEN jahrzehnte lang stand, nämlich als Gralshüter der deutschen Sprache, ist nicht mehr. Hat der DUDEN früher Wörter, die aus dem umgangssprachlichen Gebrauch in die SpracheEingang gefunden hatten, nach Prüfung und Rücksprache mit Fachleuten bei neuen Auflagen aufgenommen, haben sie sich heute vor den Karren des Gender-Wahnsinns spannen lassen. Das Netz ist voll von Sprachblüten.

Hier ein kleines Beispiel ;):
Die Durchsuchung führte zur Ergreifung von einem Bösewicht & zwei Bösewichtinnen, die als Hotelgäste getarnt auf Beutezug gingen. Wobei die Bösewichtinnen tatsächlich als Gästinnen des Hotels eingecheckt waren. An der Durchsuchung nahmen Polizeiende* mehrerer Dienststellen teil.

Zum Mitmachen:
https://vds-ev.de/allgemein/aufrufe/rettet-die-deutsche-sprache-vor-dem-duden/

*Satire, nehme ich an
 
Kennt jemanden einen Mann, der Gleichstellungsbeauftragte(r) im Öffentlichen Dienst ist? Gerne auch Deutschlandweit.
Ich meine einen Mann, also ein M nicht ein D oder ein Neu F(rau).
Ich sitze gerade an so einem Fall, hier in Hamburg. Hier gibt es nur Frauen, die dieses Amt bekleiden. Ich suche schon, die ganze Zeit finde aber keinen.
 
Weiß nicht, ob es irgendwo einen männlichen Gleichstellungsbeauftragten gibt, aber es macht ja auch Sinn, den Posten eben nicht mit einem Mann zu besetzen.
 
Verstehe.
Also gibt es doch Jobs in Deutschland, die ein Mann nicht bekleiden darf, weil er ein Mann ist.
Dann kann ich natürlich lange suchen und keinen finden.
 
"Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen sie die Packungsbeilage oder fragen sie ihre Ärzte*innen oder Apotheker*innen"
:ugly:
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus den Kommentaren hierzu:

Hatten die großen Markentankstellen vor Jahren auch schon mal vor :
Die Mitarbeiter von ARAL sollten die "ARALISTEN" sein , die von "SHELL" sollten
die "SHELLISTEN" sein ; die Mitarbeiter von "BP" haben aber dann einen
Rückzieher gemacht....
 
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