auch diese Erklärung leuchtet mir nicht ein.
Auf gut Deutsch:Nach jedem gewonnenen Zweikampf sollte man den Ball am Fuß haben, und ein Frings gewinnt meiner Meinung nach im Gegensatz zu Vranjes oft die wichtigen Zweikämpfe.
Dass Vranjes eben nicht nach jedem Zweikampf den Ball am Fuß hat, meinte ich mit "Außerdem habe ich Vranjes schon oft grätschen sehen."
Ich versuchs nochmal. Man kann so in die Zweikämpfe gehen, dass man das vorrangige oder einzige Ziel hat, den Gegner vom Ball zu trennen. Dabei ist es dann relativ egal, wo der Ball landet. Vom Typus her bestreitet Frings solche Zweikämpfe, dabei geht es robusten Körpereinsatz, Grätschen, Tacklings usw.. Und man kann "spielerischer", d.h. weniger körperlich herangehen, indem man den Ball versucht, dem Gegner zu klauen, wegzuspitzeln, sodass die Chance höher ist, dass man nach einem gewonnen Zweikampf den Ball selbst kontrollieren kann. Dafür ist der körperliche Einsatz geringer und wahrscheinlich auch die Chance, den Gegner vom Ball zu trennen. So ungefähr hat es Baumann gemacht.
Vollgraupe? Wer hat das geäußert?
Dieser Stil, aus einer kritischen Äußerung eine Übertreibung zu machen um sich dann im Recht zu fühlen ist Kindergarten-Style, sorry.
Nun ja, wenn man sagt, dass einem Spieler positive Fähigkeiten "angedichtet" werden müssen, dann kann das doch nur bedeuten, dass man ihm keine zubilligt. Von hier zur Bezeichnung "Vollgraupe" ist es dann nicht mehr weit.
Wie Du selbst sagst, es hat für den ehemaligen kroatischen Nationalspieler Vranjes bei WERDER nie zu einem Stammplatz gereicht, stimme ich zu.
Also: Werder ist eine Nummer zu groß für Vranjes.
Werder hat sich definitiv mehr von ihm versprochen, als er als 25-jähriger kam. Er hat sich bemüht, konnte aber den Erwartungen (selbst als er ins beste Fußballalter kam) nicht gerecht werden.
Unter dem Strich hat "sein Spiel" sich bei Werder nicht durchgesetzt
In der Summe kann man wohl sagen, dass sich Vranjes`Spiel bei Werder nicht durchgesetzt hat. Dass er aber den Erwartungen nicht gerecht wurde, da müsste man doch differenzieren.
Wessen Erwartungen?
Denen vieler Fans sicher nicht. Die Einschätzungen von Vranjes`Leistungen gingen immer weit auseinander, obwohl ihn selbst von seinen "Unterstützern" wohl keiner für einen Weltklassespieler hielt. Aber so viele so negative Einschätzung zu einem Spieler habe ich auch selten erlebt. Das hing meiner Meinung nach wiederum mit seiner Spielweise zusammen, die meiner Meinung nach viele einfach falsch, vor allem hinsichtlich der taktischen Aufgaben, eingeschätzt haben.
Was Werder betrifft, muss man da auch differenzieren. Denn wenn Vranjes duchgehend die Erwartungen nicht erfüllt hätte, wäre wohl kaum sein Vertrag verlängert worden. In dieser Saison war Werder dann wohl unzufrieden. Die Tatsache, dass Vranjes es nicht zum Stammspieler geschafft hat, muss man daher auch differenziert betrachten. Denn auch wenn sich der Spieler oder der Verein vielleicht im Optimalfall mehr erhofft hätten: Ein ambitionierter Verein wie Werder braucht mehr als 11-13 Spieler, die sich zur Stammformation zählen dürfen. Lange Zeit war auf Vranjes Verlass, wenn er gebraucht wurde. Zudem galt er als integratives Moment und als guter Mannschaftsspieler, und auch wenn das häufig nicht ernst genommen wurde, ist sowas bei einem Team wichtig.
Insofern ist Sascha79 recht zu geben.
MFG dkbs